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04. April 2018
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Die erste Erweiterung von Medal of Honor erzählt die Geschichte des amerikanischen Fallschirmspringers Sergeant Jack Barnes. Noch vor der allierten Landung in der Normandie stößt dieser mit seiner Einheit hinter den deutschen Verteidigungslinien vor. In den Dörfern an der französischen Küste muss die kleine Truppe Sabotageakte durchführen um die Nachschubwege der Wehrmacht zu unterbrechen. Aber nicht nur in Frankreich beginnt der Feldzug zur Befreihung Europas. Was Barnes alles erlebt und welche Herausforderungen noch vor ihm liegen erfahrt ihr in unserem Test.

Medal of Honor Spearhead handelt genau wie das Hauptspiel vom zweiten Weltkrieg. Dabei umfasst das Spiel die Kriegsgeschehnisse zwischen dem 6.Juni 1944 bis Ende April 1945. Protagonist ist Jack Barnes, ein Sergeant der 501sten Pionierkorps division. Hinter den befestigten Stränden von Omaha springt dieser mit seiner Einheit ab, um die Versorgungswege der Wehrmacht zu sabotieren. Dabei müssen auch hochrangige deutsche Offiziere ausgeschaltet werden. Ist die Landungsoperation erfolgreich geht es für Barnes weiter ins belgische Bastogne. Im Schnee und Matsch tobt dort ein Stellungskrieg um die Herrschaft der Ardenen. Nach einem abgewehrten Großangriff der Deutschen schaffen es die amerikanischen Rangers die Wehrmacht aus den belgischen Wäldern zu vertreiben. Nun liegt zwischen Barnes und seiner Heimkehr nur noch ein Hindernis, Berlin das Herz Nazideutschlands. Gemeinsam mit der roten Armee müssen Geheimdokumente aus dem Reichstag beschafft werden, bevor dieser von den Sowjettruppen gestürmt wird. Mit dem heftigen Widerstand der deutschen Verteidiger hat jedoch niemand gerechnet und so findet sich der Sergeant in einem erbarmungslosen Panzergefecht wieder . Wird er jemals wieder amerikanischen Boden betreten können ?

Spearhead ist ein klassischer Ego-shooter mit vielen originalgetreuen Waffen aus dem zweiten Weltkrieg. In verschneiten Wäldern, Ackerfeldern oder in den Ruinen Berlins schiessen wir uns den Weg mit K98 Karabinern oder Thompson Maschinenpistolen frei. Die Missionen erfordern abwechselnd die Benutzung verschiedener Waffentypen da man es häufig mit Scharfschützen, MG Stellungen oder Fahrzeugen zu tun bekommt. Man kann aus der Hüfte, im Stehen oder liegen Projektile abfeuern. Genaueres Zielen durch offene Visierung gibt es leider nicht, was die Trefferquote erheblich beeinträchtigt. Im Duell gegen Scharfschützen ist dies ein größeres Manko, da man meistens mehrere Schüsse abgeben muss um zu treffen. Verlorene Lebenspunkte kann man mit herumliegenden Verbänden wieder auffrischen. Munition erhält man von gefallenen Feinden oder Verbündeten.

Wie schon bei Allied Assault nutzt auch Spearhead die Quake3 Engine als Grundgerüst. Es gibt weitläufige Levelareale wobei die Vegetation etwas zu gering ausgefallen ist. In Gebäuden finden sich viele detailreich eingerichtete Zimmer und Gegenstände. Die Wasserdarstellungen sind für DirectX8 niveau in Ordnung. Auffallend ist das wenige kleinere Bereiche sehr genau ausgestattet sind wogegen größere Flächen kaum details aufweisen.

Der Einzelspieler bietet 3 Hauptmissionen die in kleinere Akte aufgeteilt sind. Da wären die Landung in der Normandie,der Kampf in Bastogne und der Sturm auf den Reichstag. Es gibt sehr viele Skripte die bei Panzerschlachten oder Verfolgungsjagden benutzt werden. Sehr stimmig sind die Missionen in den Ardenen, wenn man mit seinen KI Begleitern in den Schützengräben vor Artilleriefeuer in deckung gehen muss und es rundherum Granaten hagelt. Schwierige Passagen gibt es selten denn größtenteils steht die feindliche KI auf den Präsentierteller. Als Belohnungen für unseren Spielfortschritt werden im Hauptmenü Orden verteilt, ähnlich wie den heute populären achievements.

Im Mehrspieler gibt es wenig Neuigkeiten zu berichten. Bis auf ein paar neue Karten mit teilweise bedienbaren Geschützen, wie etwa einer Flak,  und einem Spielmodus hat sich nichts geändert. Weiterhin kann man Deathmatches über das Internet oder lokalen Netzwerken spielen. Dazu kommt der Tug of War modus, bei dem die Spielerteams bis zu fünf Aufträge erhalten. Darunter sind Einsatzziele wie das stehlen eines U-Boots oder den Kampf um die Kontrolle Berlins.

Fazit

Spearhead glänzt mit wenig neuem und bringt kein gutes Addon zu Medal of Honor Allied Assault heraus. Spielerisch hat sich nichts getan, bis auf die eindrucksvollen Missionen in den belgischen Ardenen hat mich kein weiterer Inhalt wirklich vom Hocker gehauen. Die Darstellung des Reichstag fand ich ziemlich misslungen. Bis auf einen Gebäudeflügel war das Parlament kaum zu erkennen, das hat Call of Duty deutlich besser hinbekommen. Wer die alten Moha Teile wieder zocken will kann auf dieses Addon locker verzichten.

neue Missionen im Zeitraum vom Ende des Krieges ausgelaugtes Zweite-Weltkriegs-Setting
abwechslungsreiche Kampagne wenig neue Modelle/Animationen
Fahrzeugmissionen zu kurze und einfache Kampagne
Geschütze können bedient werden viele Skripteinlagen
neue Multiplayerkarten schlechte Gebäudedarstellungen
Dokumentaraufnahmen als Zwischensequenzen kaum neue Waffen
tolle Synchronsprecher

6,5 /10

 

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Bewertung: 5.0/5 (5)
Medal of Honor Spearhead: Testbericht, Review, 5.0 out of 5 based on 5 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 16. Dezember 2011.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 240 Artikel geschrieben.

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