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Es müssen nicht immer 16.777.216 verschiedene Farben und Millionen von Angriffskombinationen sein. Das zeigt ein sogenanntes Indigame aus dem Hause Playead. Ein Adventure Jump and Run über einen kleinen Jungen mit weißen Knopfaugen, der versucht seine Schwester zu retten. Ohne einen Vorspann oder einem Tutorial wachen wir in Person eines kleinen Jungen in einem düsteren Wald auf und hören nichts als die normalen Geräusche der Umgebung. Dies ist nicht nur der Stoff aus dem die Alpträume von kleinen Jungen und Mädchen ist sondern auch verschiedener Filme. Die Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Identität des Jungen und seiner “Mission” wird auch das Spiel über beibehalten. Nur aus der Beilage im Heft oder auf der Internetseite erhalten wir Informationen über die Hintergrundgeschichte des Jungen in Schwarz. Er ist auf dem Weg durch den Rand der Hölle um unsere kleine Schwester zu retten. Das Spiel ist anders als zu erwarten doch farblos in Schwatz Weiß gehalten. Dies unterstützt jedoch einerseits die Einsamkeit des Charakters und andererseits die Bedrohlichkeit der Umgebung. Diese wird auch durch die wenigen Hintergrund Geräusche eher unterstrichen als Begleitet. Wir nehmen die Hintergrundgeräusche durch die Ohren des kleinen Jungen wahr, was uns beim ersten Tod durch Ertrinken klar wird. Trotz der Tristen Umgebung und das Fehlen der Farben ist die Grafik sehr gut und auch mit Hilfe der mitgelieferten Brille in 3D. Auf seiner Reise muss er viele Gefahren in Form von Bärenfallen, Kreissägen, riesigen Spinnen und anderen überstehen. Selbst die einzelnen Gestalten, die ihm auf seinem Weg begegnen sind entweder längst tot oder legen alles daran den kleinen Jungen zu töten. Zum Glück sind die automatischen Speicherpunkte gut und zahlreich gesetzt, da Limbo kein Erbarmen mit dem Spieler zeigt. Auch bei den Rätseln lernt man die Speicherpunkte zu schätzen, da diese im Spielverlauf schwerer und auch komplexer werden, was teils mehrere Versuche bedarf. Dies mag für den einen oder anderen vielleicht auf Dauer frustrieren sein. Es zeigt aber so am besten den schwarzen Humor des Spiels und die Bedrohlichkeit der Spielewelt.

 Fazit:

Limbo ist für jeden zu empfehlen, der Spaß an den Rätseln findet, das Durchhaltevermögen und vielleicht auch eine Spur von schwarzem Humor besitzt. Denn in Limbo wird dem kleinen Jungen mit den weißen Knopfaugen nichts geschenkt.

7,5 /10

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Bewertung: 3.3/5 (4)
Limbo: Test, Review, 3.3 out of 5 based on 4 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 9. März 2013.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 254 Artikel geschrieben.

Artikel aus Testberichte. Der Artikel wurde 4.690 mal geklickt.

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Kommentare (3) zu Limbo: Test, Review

  • throgh sagte am 09.03.2013 um 22:45:44

      Schöner Artikel wie auch ein sehr düsteres und vielsagendes Spiel, welches auch zugleich beweist, dass die digitale Unterhaltungskultur durchaus Kunst sein darf. Gerade das Ende der Geschichte kann ganze Abende mit Diskussionen füllen.

      Vielleicht als Tipp: LIMBO als Box-Version kaufen. Dort gibt es quasi zwei Versionen. Einmal die DRM-freie Installation und dann einen Schlüssel für Steam. Diesen kann man auch verschenken und würde so einem Menschen vielleicht eine Freude bereiten. Das Spiel selbst wiederum ist ohne Einschränkungen voll lauffähig unter Windows wie auch Linux (unter Zuhilfenahme von WINE und PlayOnLinux).

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  • Dominik sagte am 09.03.2013 um 11:30:44

      Hi Penumbra,
      Ja schade das es heute nur noch um schnelle Kohle geht. Auf die Langjährige Spielerschaft ,wie uns, die diesen Nischenbereich und ihre Produzenten groß gemacht haben wird regelrecht “ geschissen“. Generell meide ich schon seit längerer Zeit die großen Publisher. Da bieten die Indies Spielerisch eine viel größere Vielfalt als dieses o815 Prinzip mit der eine erfolgreiche Reihe nach der anderen Tot gefahren wird. Amnesia kenne ich jetzt nur vom hören ein wenig. Wenn ich Zeit finde werde ich mir das Spiel mal anschauen und einen Test dazu verfassen. Wenn du willst kannst du dich ja auch selbst an dieser Seite beteiligen und Artikel schreiben.
      Gruß

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  • Penumbra sagte am 09.03.2013 um 11:02:59

      Wirklich tolles Spiel, wie das bei Indies eben so ist. Die haben einfach bessere Ideen als die großen Entwickler mit Millionen-Budget, die sich nur am stumpfsinnigen Massenmarkt orientieren und dann nur eine weitere Wassersuppe produzieren, auf die man getrost verzichten kann.
      Limbo hat wirklich hervorragende Rätsel und eine sehr düstere Atmosphäre. Hätte nicht gedacht, dass mich ein 2D-Adventure so sehr in den Bann zieht.

      Dominik, ich würde mich über einen Test von „Amnesia: The Dark Descent“ freuen, welches ebenfalls ein Indie-Spiel ist mit äußerst intellektueller repräsentation!

      Die Entwickler von Amnesia haben auch Limbo gespielt und es hat ihnen auch sehr gefallen.
      Amnesia gilt prinzipiell als ein Paradebeispiel für überragende Kunst und lässt den Spieler eintauchen in eine Welt des finsteren Abgrunds menschlicher Emotionen.

      Ein Test dazu, natürlich storybezogen, würde mich mehr als freuen.

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