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Mit Enter the Matrix lieferten die Wachowski Brüder 2003 das offiziele Videospiel zu ihrer Matrix Triologie in den Spielemarkt. Das Spiel stellt nicht die Geschichte des Films dar, sondern ist als ein Prequel zu Matrix Revolutions gedacht. In der Hauptrolle übernehmen anstatt der Filmhelden der Captian des Schiffes Logos, Niobe, und ihr erster Offizier Ghost das Ruder. Kurz vor Spielbeginn hat man die Wahl, mit welchen von den Beiden man Enter the Matrix durchspielen möchte. Dabei unterscheiden sich Niobe und Ghost vor allem in ihren Nahkampftechniken sowie den Bewegungsanimationen. In unseren Testbericht wählen wir den ersten Offizier und prügeln uns durch die Matrix um die menschliche Zivilisation vor dem Untergang zu retten.

Die Osiris, ein Rebellenschiff der Menschen, wurde vernichtet und mit ihr die gesamte Besatzung getötet. Doch kurz vor der Zerstörung konnten einige Crewmitglieder eine wichtige Botschaft in einem Postfach in der Matrix hinterlassen. Captian Niobe und ihr Stellvertreter Ghost können das Paket entwenden noch bevor Agenten ihnen zuvorkommen können. Auf ihrem Rückweg werden Sie von Polizeieinheiten und dem Agent Jackson verfolgt. Als Sie die Botschaft entschlüsseln erfahren Sie das die Maschinen einen Angriff auf Zion, der letzten Zuflucht der Menschen, vorbereiten. Da die Sentinels bereits mit dem Bohren von Tunnelanlagen nach Zion begonnen haben beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Doch bevor die lebenswichtige Nachricht nach Zion gesendet werden kann, muss die Crew der Logos noch einem anderen Team in der Matrix beiseite stehen. Denn Agent Jackson hat es geschafft wichtige Teammitglieder eines anderen Schiffes am Flughafen in der virtuellen Welt abzufangen und gefangen zu nehmen.

Nachdem wir uns für Ghost oder Niobe als Spielfigur entschieden haben geht es in Third-Person Ansicht ab in die Matrix. Neben zahlreichen Waffen steht uns im Kampf gegen Polizisten, Agenten und Untote die Karatekünste der Beiden zur Seite. Mit beeindruckenden Moves schalten wir mit leichtigkeit die einfachen Polizeibeamten aus. Die sind nicht dumm und attackieren uns meistens in größeren Gruppen. Dagegen hilft nur der Wandel in die Bullet Time Zeitverschiebung die uns schneller werden lässt. Durch diese Fähigkeit verlangsamen sich die Schüsse der Gegner und auch ihre Bewegungen sind eingeschränkt, zum Vorteil für uns. So kann man den Geschossen ausweichen und die Effektivität von Angriffen und Sprüngen erhöhen. Doch auch die Bullet Time fordert ihren Preis. Denn nur wenn wir genügend Fokusenergie haben können wir die Zeit beeinflussen. Sinkt die Anzeige auf Null müssen wir warten bis sich der Fokus wieder aufgeladen hat. Ohne die Bullet Time ist es dann schon schwieriger gegen die digitalen Feinde vorzugehen. Da uns Features wie an Wänden entlang laufen und Projektielen ausweichen fehlen, können wir uns nur noch auf die automatische Zielvorrichtung verlassen. Sobald man Nahkampfsaktionen durchführt wechselt die Perspektive in eine Seitenansicht, die man aber auch während eines Kampfes verlassen kann. Für Abwechslung während den ganzen Martial Arts einlagen sorgen die Fahrzeug Missionen. Je nachdem ob man Niobe oder Ghost gewählt hat verlaufen diese etwas unterschiedlich. Als Ghost spielt man den Fahrzeugschützen der Verfolger und Hindernisse ausschalten muss. In Niobes Rolle steuert man die Wagen selbst und hat eher mit der Fahrmechanik als den Verfolgern Probleme.

Grafisch war Enter the Matrix nicht auf dem Niveau zeitgleich erschienener Pc Titel. Da das Spiel auch für mehrere Konsolen umgesetzt wurde handelt es sich bei der Pc Fassung eher um eine Portierung und nicht als eine Entwicklungsplattform. Vor allem die Viereckigen Räder bei Lastkraftwagen fallen besonders schnell ins Auge. Und auch so manche Ingame Szene die nahe Ansichten von Charaktergesichtern darstellt offenbart mehrere technische Fehler. Bugs sind eine menge vorhanden. Dazu zählt das Schlagen durch Türen und Wände auf Gegner zu den Standartprozeduren des Spiels. Besonders possitiv Herausragend sind die eigens für das Spiel gedrehten Zwischensequenzen. Diese wurden mit echten Schauspielern, die auch in den Filmen auftraten, umgesetzt. Und auch die Blue Screen Technik zeigt dort vollen Einsatz. Während die Kampfanimationen sehr detailreich durch Motion Capture verfahren erstellt wurden, wirken gerade die Bewegungsabläufe zB. beim klettern auf einer Leiter, sehr künstlich aufgesetzt. Physikelemente gibt es nur in vorgescripteten Erreignissen. Trotz der eher schwachen Grafiktechnologie sind vor allem die InGame Sequenzen in der Komposition der Kamerawinkel super umgesetzt worden.
Die Soundtracks die im Spiel verwendet werden sind exakt die gleichen, welche auch in der Film Triologie ihren Auftritt haben. Passend in den jeweiligen Situationen eingesetzt wird ein stimmiges Matrix feeling erzeugt. Teilweise wird auch ein gewisses Grad an Spannung aufgebaut. Besonders in dem Schloss Level des Frenchman.

Fazit

Anfangs motivierten mich hauptsächlich die Kampftechniken im Spiel. Da schon sehr früh die schlechte Grafik bemerkbar war und auch die vielen Fehler im laufe des Spielens immer mehr zunahmen, war ich schon kurz davor das Spiel wieder von der Platte zu schmeißen und diesen Test beiseite zu legen. Doch dann wechselte das Leveldesign und ich war überrascht das es auch schöne Missionen mit toll gestalteter Architektur gab. Das gab mir dann wieder genügend Motivation um weiterzumachen. Bei Enter the Matrix finde ich es schwer das Spiel eindeutig beurteilen zu können. Es wirkt an vielen Stellen wie ein unfertiges Produkt das widerum durch das ausgefallene Kampfsystem und den Features durch die Zeitverschiebung, der Bullet Time, ausgeglichen wird. Action gibt es genug doch das Außenherum mitausnahme der Filmszenen wurde einfach nur schlampig umgesetzt.

Bullet Time Zeitverschiebung sehr schlechte Grafik
tolle Kämpfe Leveldesign mit langweiligen Aufbau
flüssige Kampfanimationen viereckige Reifen
Sequenzen mit echten Schauspielern unfertige Szenen
Verbindungsstück zwischen den Filmen Fahrzeugmissionen sehen schrecklich aus
Für Fans neue Hintergrundinformationen Viele technische Fehler
  Fehler in Animationen
  mangelnde Details

6,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (6)
Enter The Matrix: Test, Review, 5.0 out of 5 based on 6 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 17. März 2012.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 254 Artikel geschrieben.

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