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04. April 2018
Review: Bus Driver Gold



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Kein Spiel der alten Schule und in Deutschland indiziert. Trotzdem möchte ich Euch einen Testbericht über dieses hervorragende Spiel nicht vorenthalten. Ursprünglich seid Ihr Ethan Thomas. Ein zunächst einfacher Detektiv, der für die SCU arbeitet. Zu Beginn des Spiels seid Ihr schon auf der Suche nach einem Serienkiller, der seine Opfer mit stets derselben Methode exekutiert. Doch nicht nur das. Die Anzahl der Gewalttaten steigt zunehmend in der namenlosen, amerikanischen Stadt. Vögel sterben ohne nachvollziehbaren Grund, Polizisten verändern sich bis zur grundlosen Gewalttätigkeit.

Agent Dickenson

Handlung

Zu Beginn des Spiels startet Ihr mit einem zweiten Detektiv, Detektiv Dickenson, Ermittlungen an einem weiteren Opfer des Serienkillers. Dieser wird übrigens „Match Maker“ genannt. Die Zurichtung des Opfers ist auch diesesmal abschreckend. Mit beinahe unmenschlicher Kraft wurde das Opfer erwürgt und darauf „puppenartig“ zugerichtet.

Opfer des Serienkillers

Ihr habt nun die Möglichkeit, wie auch weiterhin im Spielverlauf, Opfer oder bestimmte Tatorte mit diveresen Werkzeugen zu untersuchen. Diese möchte ich Euch schnell vorstellen. Zur Verfügung stehen Euch das „UV-Licht“, welches Blut sichtbar macht. Das „Laserlicht“ macht jeglichen Typ von Beweismaterial sichtbar. Mit dem „Probensammler“ könnt Ihr physische Beweisstücke sammeln. Der „3D Scanner“ nimmt dreidimensionale Informationen auf. Das „Gas-Spektrometer“ nimmt Gerüche und Partikel wahr und leuchtet auf sofern ihr nahe an der Quelle seid. Zu guter letzt könnt Ihr noch ein paar Fotos mit der „Digitalkamera“ schießen.

Analyse mit dem „UV-Licht“

Doch langweiliges „Tatortabsuchen“ ist bei weitem nicht alles. Während weiterer Ermittlungen an diesem Fall trifft Ethan persönlich auf den Match Maker. Dieser erschießt in seiner Gegenwart Detektiv Dickenson und einen weiteren Polizisten. Nachdem er vom Match Maker aus einem geschätzt 3 Meter hohen Fenster hinaus auf die Straße geworfen wird, wacht er unaufgeklärt, nach einem mysteriösen Traum über einen „Dämonen“ in seinem Appartment auf. Gegenüber sitzt ihm ein alter Bekannter, genauer gesagt ein Freund seines verstorbenen Vaters, Malcolm Vanhorn. Da die zwei Kommisare mit Ethans Dienstwaffe erschoßen worden sind, glaubt nun fast jeder, er sei der Mörder und zugleich der Serienkiller. Bis auf Malcolm Vanhorn und die

Gerichtsmedizinerin, die Ethan weiterhin bei der Analyse diverser Beweismittel zur Seite steht.

Atmosphäre

Ja, die macht zweifellos das Spiel aus. Eine solch düstere, gruselige und spannende Atmosphäre gab es in diesem Ausmaße nie zuvor. Und Heute kann lediglich die F.E.A.R Serie, übrigens auch von Monolith, Condemned das Wasser reichen. In diesem Spiel ist die exzessive Anwendung von Gewalt von Nöten, doch die trägt zur spannenden Atmosphäre nichts bei. Es ist allein die Umgebung, dessen Beleuchtung, Farbstil und Schattenwurf, die eine solch bedrückende Stimmung hervorruft. Ein kleines Beispiel aus dem Spiel: Ihr erkundet ungewisse einen Raum, seht ein Regal, welches den Weg versperrt. Ihr versucht einen Weg zu finden, dieses schwere Stahlregal zu umgehen und gelangt unmittelbar neben dieses Regal. Plötzlich seht Ihr einen Schattenwurf eines „Menschen“ und leerer Papierkorb rollt Euch aus dem Nichts vor die Füße. Ihr spurtet erneut um die Kisten herum, um vor das Regal zu gelangen, und stellt fest: Das Regal ist umgeworfen. Natürlich ist der Weg jetzt frei. Vorsichtig geht Ihr in Richtung des umgeworfenen Regals und nährt Euch einer Ecke. Sobald Ihr um diese Ecke schaut, springt Euch ein Gegner entgegen und flüchtet erneut. Was ein Schreck. Dieses „Katz und Maus“ Spiel wird Euren Adrenalinspiegel an gewissen Stellen und nach einer gewissen Zeit in den Wahnsinn treiben. Nichts für schwache Nerven. 😉

Analyse mit dem „Laser-Licht“

Junkie muss erschossen werden

Spielmechanik

Hier kommt die LithTech Engine zum Einsatz, die nach wie vor bei F.E.A.R für Nervenkitzel sorgt. Diese Engine wird von den Entwicklern stets weiterentwickelt. Zum ersten mal kam sie übrigens bei dem Spiel „Blood 2: The Chosen“ zum Einsatz. Herausgekommen 1998. Weiterhin auch bei No One Lives Forever 1 und 2 wurde diese Engine verwendet. Bei Condmned punktet sie in der exzellenten Schatten – und Lichtdarstellung. Die macht einiges aus. Eine halbwegs realistische Physik-Simulation wird Euch ebenfalls geboten.

Munition muss geprüft werden. Man findet nämlich keine.

Fazit

Unglücklicherweise wurden sämmtliche Exemplare dieses Spiel am 28. Februar 2008 [Quelle: Wikipedia] beschlagnahmt. Hätten die Entwickler auf die exzessive Anwendung der Gewalt verzichtet, die nun wirklich nicht viel zur Qualität des Spiels beiträgt, wäre es mit Sicherheit durch die strengen Prüfungsmethoden der USK durchgekommen. Sehr traurig. Ich jedoch hatte die Möglichkeit mir dieses Spiel genauer anzusehen. Schon in den ersten Minuten hat es mich förmlich „umgehauen“. Mir ist es noch immer ein Rätsel, wie die Entwickler es geschafft haben, eine derart bedrückende und gruselige Atmosphäre hinzubiegen. Auch eine mehr als vernünftige Story, die man im Ego-Shooter Genre heutzutage desöfteren vermisst, vermisst man in Condemned wahrhaftig nicht. Das letzte i-Tüpfelchen setzt die taktische Anforderung. Ein Ego-Shooter wo man keine Munition findet und nur die Kugeln verballern kann, die der Kontrahent übrig gelassen hat, zwingt einen dazu zu versuchen, einen Gegner mit einem Schuss niederzustrecken.

Aus diesem Fazit schließe ich mir selber: Es wird zunehmend trauriger, dass es dieses Spiel nicht ganz nach Deutschland geschafft hat.

Wertung

Schatten- und Lichtdarstellung matschige Texturen und Gesichter
knackige Soundeffekte wenig Waffen
hervorragende Umgebungsgeräusche würde auch ohne Gewalt auskommen
perfekte, englische Sprecher Level bleiben insgesamt recht eintönig
umfangreiche Story mit vielen Belohnungen
exzellente Schockmomente
bedrückende Stimmung, ohne Effektchaos

8,5 /10

Perfekte Stimmung, perfekter Thrill – tolles Spiel!

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Bewertung: 4.8/5 (5)
Condemned - Criminal Origins: Test, Review, 4.8 out of 5 based on 5 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Malte am 7. November 2010.
Malte ist Gründer von REPLAYING.de und scheint häufig verschwunden zu sein. Auch wenn's von ihm mal ein paar Monate nichts zu lesen gibt, kümmert er sich doch immer pflichtbewusst um die Instandhaltung der Webseite, oder erweitert sie um unnütze Features. Er hat 246 Artikel geschrieben.

Artikel aus Testberichte. Der Artikel wurde 6.640 mal geklickt.

Spiele:





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Kommentare (3) zu Condemned – Criminal Origins: Test, Review

  • User 205 sagte am 05.05.2014 um 22:06:42

      Deutschland ist wirklich hart wenn es um Gewaltverherrlichung in Videospielen geht, bei Spielen Soldier of Fortune verstehe ich das noch etwas, aber manche Spiele wurden fast grundlos wegindiziert(wie Star Wars Dark Forces) Nur in Australien geht´s noch härter zu.

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  • DoktorTrask sagte am 05.05.2014 um 01:52:57

      Gutes Spiel, den und den Nachfolger habe ich beide auf der 360, die Spiele sind nicht nie hier bei uns Deutschen erschienen, nein sie wurden auch noch indiziert und als ob das an Zensur noch nicht ausreichen würde, wurden sie beschlagnahmt.

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  • User 205 sagte am 03.05.2014 um 16:45:20

      Tolles Review!

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