Attack on Titan 2

Entwickler: Omega Force
Publisher: Koch Media
Release: 20. März 2018
Plattform: PC, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One
Genre: Adventure
2. Genre: Action-Adventure
Engine: -

Mehr Testberichte




Neueste Kommentare


Penumbra debattierte zu Indiana Jones And The ...
am 21. 09 2018
Penumbra untersuchte Indiana Jones And The ...
am 09. 09 2018
DrHenryJonesJr erörterte zu Indiana Jones And The ...
am 08. 09 2018
Penumbra analysierte Indiana Jones And The ...
am 07. 09 2018
DrHenryJonesJr schwätzte zu Indiana Jones And The ...
am 06. 09 2018
ClassicGameingFan nuschelte zu F1 2018: Test & Review ...
am 06. 09 2018
Dominik posaunte zu F1 2018: Test & Review ...
am 06. 09 2018
Malte plauderte zu F1 2018: Test & Review ...
am 06. 09 2018
ClassicGameingFan debattierte zu F1 2018: Test & Review ...
am 06. 09 2018

Wie angedroht, folgt jetzt der Test von Attack on Titan 2. Also wer bisher noch nicht gespoilert wurde: Verrat mir deine Tricks! Letzte Warnung, ab jetzt wird gespoilert. Vor allem im nächsten Absatz; wer also nicht gespoilert werden will, obwohl die Serie schon mehrere Jahre alt ist, überspringt diesen und liest bei der Überschrift weiter. Wer keine Ahnung von der Vorlage hat, schaut sich am besten Teil 1 und/oder den Manga/Anime an. Oh, und noch eine Warnung: Der Text ist wieder ziemlich lang und ausführlich.

Bevor ich mit dem eigentlichen Test anfange, möchte ich einen Gedanken aus dem ersten Teil zuendeführen: Warum ist Eren Jäger so ein toller Charakter? Kurze Antwort: Er stirbt. Na ja, nicht wirklich. Eher sein früheres Selbst, und zwar als er die Grinsebacke wiedertrifft, der seine Mutter gefressen hat und dieser den Mann verschlingt, der ihn und seine Adoptivschwester das letzte mal gerettet hat. Dieser Titan hat Erens gesamtes Leben also zwei mal umgekrempelt. Anfangs ist er entschlossen, die Menschheit (Gut) von den Titanen (Böse) zu befreien. Je weiter die Story voranschreitet, desto klarer wird, dass es nicht ganz so einfach ist, denn er ist nicht nur selbst ein Titan, sondern 4 andere Mitglieder des 104. Trainingskorps auch. Durch seine schwarz/weiß Moralvorstellung kann er dies nicht nicht akzeptieren und verweigert die Tatsachen, dass einige seiner Kameraden Feinde sind, bis zuletzt. Zusätzlich kommt hinzu, dass er zwar die wichtigste Person des Militärs ist, jedoch nicht weil er besonders ist, sondern weil er eine besondere Fähigkeit von seinem Vater aufgedrückt bekommen hat. Er muss häufig tatenlos zusehen, wie Menschen sterben, um ihn zu beschützen. Was dermaßen gegen seine Natur ist, dass er einem Plan zustimmt, der ihn umbringen würde… Wenn nicht eine andere gewisse weibliche Persöhnlichkeit wäre. Damit ich nicht nochmehr in den Mangabereich abrutsche, fang ich mal lieber an, über das Spiel zu schreiben.

Gespräche, Gespräche und nochmehr Gespräche

Zugegeben, der Anfang des Spiels hat mich sehr überrascht. Es geht direkt mit der Jagd nach dem weiblichen Titanen los, bevor man wieder in der Zeit zurrückgeworfen wird. Anstelle wieder verschiedene Charaktere der Serie abwechselnd zu spielen, dürfen wir diesmal unseren eigenen Soldaten entwerfen (der ein Tagebuch führt, welches stark an die Bonus-Episode Ilse’s Notizbuch erinnert) und zwar mit einem ziemlich guten Charaktereditor, der manche MMO’s blass aussehen lässt. Aber vorher erfahren wir etwas zu unserer Origin-Story: Wir fliehen mit unseren Eltern aus Shiganshina, also die südlichste Stadt, welche gerade angegriffen wird. Hinter uns bricht gerade der gepanzerte Titan durch das Tor, als wir ein paar Meter davor stehen – ein Trümmerteil erschlägt unsere Erzeugerfraktion. Wir überleben nur knapp, ein Soldat bringt uns auf ein Schiff. Nicht auf irgendein Schiff – auf das gleiche mit dem Eren, Mikasa und Armin evakuieren. Erens wilde Entschlossenheit steckt uns an, sodass auch wir uns dem Aufklärungstrupp anschließen und uns an dem gepanzerten Titanen rächen wollen.

Zwischen Missionen darf man sich in bestimmten Stadtgebieten bewegen und mit diversen Figuren sprechen. Dazu zählt auch der ruchlose Händlerboss und der Pastor des Mauerkults.

Jahre vergehen in einem Wimpernschlag; wir befinden uns bei der Ausbildung, wo der Ausbilder uns zur Schnecke macht. Ich nutze hier mal die Gelegenheit um zu schreiben, dass die Zwischensequenzen in der Ego-Perspektive ziemlich gut gemacht sind. Haben wir unseren Helden erstellt (Samt Vor- und Nachnamen; wenn man die anderen Mah Dude oder ähnliches sagen lassen will, benutzt man am besten den Nachnamen, der Vorname wird relativ selten außerhalb des Kampfes benutzt.), geht es mit dem Training los, bei dem uns die Bewegung- und Kampfmechaniken eingebläut werden. Nach einem kleinen Wettkampf sehen wir eine weitere Neuerung gegenüber dem Vorgänger: Wir sammeln Kameradschaftspunkte mit den Soldaten, mit denen wir kämpfen. Und es geht direkt weiter, denn nach dem Training können wir durch die Kaserne laufen, uns mit allen möglichen Leuten unterhalten und uns mit ihnen anfreunden. Das ist auch ziemlich wichtig, denn unsere Kontakte geben uns Perks; später können wir unsere Attribute im Gruppentraining auch besser mit Freunden steigern, als mit Fremden. Wenn wir genug vom Sozialleben haben, stürzen wir uns in die nächste Trainingsmission, bei der wir fortgeschrittene Dinge lernen, wie das Befehligen einer Einheit und das neue Basensystem. Dann quatschen wir wieder ne Runde, was ich dringend empfehle, denn die erste richtige Schlacht steht an und unsere Freunde fangen bereits an, wegzusterben (bereits freigeschaltete Perks behalten wir aber). Bevor das Spiel richtig losgeht, dauert es ca. eine Stunde oder länger… zumindest kam es mir so vor.

Die Story geht in die gleiche Richtung des Ursprungsmaterials, ist jedoch ein bisschen wie eine alternative Version, in der unser Held existiert. Dies ist viel besser umgesetzt, als ich erst gedacht habe, hat aber trotzdem einige Probleme: Die Story bleibt die gleiche, es wird nicht wirklich viel neues hinzugefügt. Da ich (und viele andere auch), den Anfang der Story schon mehrmals in unterschiedlichsten Versionen erlebt habe, fühlt es sich nicht gerade frisch an. Das meiste Neue liegt in den Gesprächen mit seinen Kameraden, von dem vieles von den Originalsprechern vertont ist. Die schiere Menge an Gesprächen ist zwar ermüdend, aber sämtliche Figuren und ihre Motivationen und Eigenschaften sind sehr gut getroffen. So überreden wir Jean ‚Jeanbo‘ Kirstein, dass er seiner anhänglichen Mutter zurückschreiben soll, liefern für Levi die Abzeichen gefallener Soldaten an deren Familien, gehen mit Sascha auf die Jagd und mit Christa ins Lazarett. Es gibt auch spezielle Missionen, die man ab einem bestimmten Freundschaftsrang bekommt, man sollte aber kein Mass Effect erwarten. Es gibt Gesprächsoptionen, die meist in Richtung Fallout gehen… Damit meine ich Fallout 4. Das einzige, was ich an diesem System auszusetzen habe: Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Psychopathen-Symulator; man sagt jedem das, was er hören will und macht ihnen Geschenke, um Freundschaften zu schließen, aus denen man dann Vorteile zieht; jedoch sind alle Charaktere gut getroffen, und ich habe nie gedacht: „Mensch, das passt gar nicht zu ihm.“ Außerdem kommt man in den Genuss sich mit Charakteren zu unterhalten, die im Ursprungsmaterial relativ selten vorkommen, bzw. von denen man nicht so viel mitbekommt, wie Hanji’s Assistent Moblit oder der Oberbefehlshaber Darius Zackly. Warum man sich als Rekrut mit dem Oberbefehlshaber anfreunden kann, erschließt sich mir zwar nicht, aber das ist halb so wild. Zusammengefasst bietet AOT2 im Storysegment eher etwas für Gesprächsenthusiasten und Fans der Synchronsprecher (Ich vermute, dass der Großteil des hohen Preises den ganzen Synchronsprechern „geschuldet“ ist…). Allerdings sehen die Gespräche ziemlich steif aus, vor allem Drehungen und die Idle-Animation. Glücklicherweise spiele ich diese Spiele hauptsächlich wegen dem Gameplay, für die Story habe ich den Manga. Wobei mir das Ende unseres Charakters und die Zwischensequenzen (aus seinen Augen) sehr gut gefallen hat.

Am blauen Himmel tanzen die Flügel der Freiheit

Kommen wir zum Bewegungs- und Kampfsystem. Wolltet ihr euch schon immer mal spidermanmäßig durch die Lüfte schwingen und Riesen in handliche kleine Teile schneiden? Dann sied ihr hier an der richtigen Adresse. Es ist beinahe unfassbar, wie gut die Entwickler das Bewegungssystem der Vorlage umgesetzt haben. Geschwindigkeit, Steuerung, Beschleunigungsgefühl, alles passt. Wir zischen intuitiv durch Häuserschluchten, klettern auf Dächer oder hängen uns an Wände bzw. Bäume, und das ganze mit 2 Tasten, Richtungswechsel nicht mitgerechnet. Mit X (XBOX Gamepad) schießen wir unsere Anker in erhöhte Positionen (falls vorhanden) und schleudern uns in die Luft, mit dem linken Stick kontrollieren wir unsere Bewegungen. Sobald wir etwas Momentum verlieren, pressen wir X erneut, um uns fortzubewegen oder wir halten einfach die ganze Zeit X gedrückt. Dann können wir noch A drücken für einen kurzen Sprung oder gedrückhalten für einen Boost. Der Sprung ist um einiges nützlicher, als es sich anhört: Sein Hauptnutzen besteht darin, Titanen auszuweichen, kann aber auch für schnelle Richtungswechsel, kleine Boosts für zusätzliche Höhe/Fortbewegung oder sich in gewissen Situationen wieder in der Luft zu stabilisieren. Man kann sich aber nicht nur rumschwingen wie Spiderman, sondern auch Gebäude, Mauern und Riesenbäume erklimmen, an ihnen entlanglaufen oder sich dranhängen. Dafür muss man nur einmal X antippen, wenn man z.B. ein paar Meter davor steht bzw. gleitet; Alternativ kann man sich auch mit dem Kopf voran gegen die Wand boosten. Ist man kurz davor, reicht es mit A gegen die Wand zu springen. Allerdings kommt man auch mal in Gebiete, wo man seine 3D-Manöverausrüstung nicht benutzen kann. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als mit seinem (gefühlt extrem langsamen) Pferd über die Ebenen zu reiten oder sich die ganze Zeit mit dem Boost durch die Luft zu schießen, was allerdings mit einem enormen Gasverbrauch verbunden ist. Ruinen von Häusern sind aber teilweise fast unüberwindbare Hindernisse, da man nirgendwo seine Anker befestigen kann.

Wenn man sich einen Überblick verschaffen will, kann man sich an Oberflächen hängen.

Das Kampfsystem ist nicht so intuitiv; sobald man aber den Bogen raus hat, fühlt man sich wie ein Badass, der ganze Titanenarmeen im Alleingang platt macht. Wobei das nicht wirklich das Thema der Vorlage ist, solange man sich nicht an Mikasa, bzw. Levi (der stärkste Soldat der Menschheit) orientiert. Mit [RB] geht man in den Kampf-Modus, bzw. visiert einen Titanen an, was außerdem seine Angriffspunkte hervorhebt, die man mit dem rechten Stick auswählen kann. Dabei sollte man beachten, dass das durchschalten immer gleich bleibt, egal wie der Titan zur Kamera steht – oder liegt. Hat man den gewünschten Schwachpunkt ausgewählt, drückt man Y, um die Haken im Fleisch des Gegners zu versenken. Prompt wird man an die gewünschte Stelle herangezogen; sobald man nah genug ist drückt man Y nochmal, um den Körperteil anzugreifen. Dazu muss jedoch die Geschwindigkeit, der Winkel und das Timing stimmen, ansonsten macht man nur seine Schwerter kaputt und bringt sich vielleicht sogar in Gefahr. Um den Winkel nachzujustieren, bewegt man den Linken Stick, sobald man das erste mal Y gedrückt hat, so kann man den anvisierten Titanen umkreisen und aus dem besten Winkel angreifen. Will man an dieser stelle doch einen anderen Körperteil zerstören, wechselt man wieder mit dem rechten Stick und drückt erneut Y. Allerdings sollte man darauf achten, dass keine Hindernisse zwischen euch und dem Ziel auftauchen, wie Bäume oder andere Titanen. Besonders beim Kämpfen gegen ganze Gruppen kann dies schnell zum Verhängnis werden. Aber auch so kann man die Titanen nicht ewig umkreisen: Je nach Attributen des Charakters und der Ausrüstung lösen sich die Haken nach einer kurzen Zeit wieder. Vom ständigen Gasverbrauch ganz zu schweigen. Also den linken Stick möglichst schnell wieder loslassen, um das Ziel angreifen. Sollte sich das Ziel plötzlich bewegen (und das passiert ständig) bewegt man den Stick wieder, um zu reagieren. Oder man führt einen Sturmsprint aus, indem man A drückt, während man auf den Titanen zuschnellt. Das bringt nicht nur einen Schadensboost, sondern auch mehr Geschwindigkeit und Zeitlupe. Man ist Quasi so schnell, dass die Geschwindigkeit (gefühlt) gleich bleibt, aber alles andere in Zeitlupe abläuft.
Anders als im ersten Teil kann man sich immer noch mit X bewegen, solange man einen Titanen anvisiert – man sieht nur nicht, wohin.

Okay, vielleicht kann man sich das ganze nicht so ganz vorstellen, deswegen beschreibe ich mal theorethisch einen Kampf:
Drei Titanen stehen dicht beieinander auf einer Kreuzung und sehen in meine Richtung. Ich benutze X um zu ihnen zu kommen, allerdings visiere ich sie noch nicht an, sondern warte bis ich an ihnen vorbeigeglitten bin. Sobald ich im Rücken des hintersten bin drücke ich [RB] um diesen anzuvisieren; da ich mich gerade in einer guten Höhe befinde, wird automatisch der Nacken anvisiert. Ich drücke Y , lasse mich ranziehen und erledige den ersten mit einem weiteren Druck auf Y. Ich will aber nicht zu Boden sinken, also drücke ich direkt nach dem Kill A, um mich wieder aufzurichten, dann [RB] um den nächsten Titanen anzuvisieren. Dummerweise ist diesmal der Arm automatisch angewählt, also bewege ich den rechten Stick nach oben, drücke Y, und da der Titan gerade dabei ist, sich zu drehen, führe ich mit A einen Sturmsprint aus, damit ich den Nacken noch rechtzeitig erwische und nicht gegen seine Nase klatsche. Der zweite Titan beißt ins Gras, doch der Dritte hat sich inzwischen ausreichend gedreht, um nach mir greifen zu können. Wie vorher drücke ich A, dann [RB] und wähle den Nacken aus, tippe Y erneut an. Ich muss den Titanen jedoch erstmal umkreisen, also mache ich das mit dem linken Stick. Jedoch gerät ein Hindernis zwischen mir und den Titanen, was den Anker wieder löst. Damit ich nicht wie ein Stein zu Boden falle, drücke ich A, während ich in eine grünstige Richtung lenke und dann erneut Y. Jetzt ist der letzte Titan ein leichtes Ziel. Nach dessen Unterwerfung tippe ich nochmal kurz A an, um in der Luft zu bleiben und X, um mich der nächsten Gruppe zu nähern.

Der Sturmangriff lässt den Titanen keine Zeit zum reagieren.

Ich weiß nicht, wie gut das rüberkommt, aber es braucht etwas Übung und Konzentration, um das so gut hinzubekommen. Wenn man aber den Bogen raus hat, macht es ziemlich viel Spaß. Was mir aber besonders gefällt ist, wie die verschiedenen Systeme ineinander greifen: Man kann z.B. mit seinem Pferd auf den Titanen zureiten, ihn anvisieren, um ihn herumreiten und dann vom Pferd aus angreifen. Oder man hängt sich an eine Wand oder ähnliches, wartet bis ein Titan vorbeikommt und schlägt aus dem Hinterhalt zu.

Sollte man ein Ausweichmanöver hinbekommen, wird man mit krassen Moves belohnt.

Apropos Hinterhalt: Es gibt eine weitere Mechanik, die man nur benutzen sollte, wenn man nicht im Sichtfeld eines Titanen ist. Mit [RT] holt man ein Fernglas raus, mit dem man einen Titanen anvisieren kann. Ist dieser erfasst, drückt man Y um ihn anzugreifen und dann erneut, um ihm den Todesstoß zu geben. Ich würde aber erst versuchen, das Kampfsystem zu meistern, denn so einen Hinterhalt ist nur gegen vereinzelte Ziele wirksam – sollte ein Titan einen Spanner erwischen, geht er direkt in den Wutanfall über.

Menschlein, ick hör dir tapsen!

Die Titanen versuchen natürlich ihr bestes, den Spieler von erfolgreichen Angriffen abzuhalten, beabsichtigt oder nicht. Einerseits ist es schon etwas frustrierend, wenn ein Titan sich in einem Gebäude verkeilt; versucht an eine unnereichbare eine Stelle zu springen, was dazu führt, dass er ab und zu durch die Gegend glitcht oder Kopfstand an einer Felswand übt; komische Zuckgymnastig macht, weil ihm beide Beine abgeschnitten wurden. Andererseits passt es auch ganz gut zu der unvorhersehbaren Natur der Titanen. Ich will aber nichts schönreden, es kann ziemlich nervig sein, besonders wenn man deswegen abgeblockt wird. Sie haben aber auch andere (beabsichtigte) Methoden, unser Leben schwer zu machen.
Neu in AOT 2 ist das Aufmerksamkeits-System. Solange wir uns nicht im Sichtfeld eines Titanen befinden, bzw. bestimmte Perks und Ausrütsung benutzen, bemerkt uns dieser nicht. Sobald wir bemerkt werden, wird er versuchen die Spielfigur anzugreifen, falls er nicht schon anderweitig beschäftigt ist. Da er jedoch weiß, dass wir da sind, kann er auch versuchen, unsere Angriffe abzuwehren, indem er die Hand nach uns austreckt oder uns wie Mücken wegscheucht. Außerdem sollte man nicht zu nah am Kopf des Titanen vorbeisausen, sonst wird man möglicherweise aus der Luft genascht.
Sollten wir jedoch in seinem Blickfeld verweilen, staut sich Wut im Bauch des Titanen an, was zu einer Art Gegenstück zu unserem Sturmsprint führt: Alles ist extrem verlangsamt (eigentlich eingefroren), außer der Titan. Unser Charakter kann sich noch bewegen, aber ist langsamer, während der Titan aktiv wird… Als währe ihm plötzlich eingefallen, dass er seine guten Neujjahrsvorsätze kurz vor Silvester noch nicht umgesetzt hätte. Nicht nur das, er wird auch zwangsanvisiert. In diesem Zustand sollte man vorsichtig sein, denn man kann nicht „zufällig“ von anderen Soldaten gerettet werden (gegriffene Soldaten werden automatisch losgelassen, sobald der Titan Schaden nimmt). Um dies zu Überleben muss man entweder durchhalten bis der Wutanfall vorbei ist, den Titanen töten oder eine Blendgranate abfeuern… oder man setzt sein Team ein, was aber je nach Teammitgliedern eine Verschwendung sein kann.

Auf freiem Feld kann man sich nicht nur langsam bewegen, anschleichen ist auch fast unmöglich. Das Symbol über dem Kopf des Soldaten Zeigt an, dass gerade keine geeigneten Ziele für die Haken in Reichweite sind.

in the 41st millennium there is only war

Um der Lage stets Herr zu sein und alle Titanen möglichst schnell und effizient vernichten zu können, sollte man die passende Ausrüstung parat haben. Es gibt drei Ausrüstungsgegenstände. Mit Pferd vier, aber das hat fast gar keinen Einfluss auf die Kämpfe. Es gibt ausrüstbare Klingen, deren Scheiden und 3D-Manöverapparate. Davon gibt es viele unterschiedliche Sets, die mir persöhnlich meist zu ulkig aussehen (und nicht in der Vorlage vorkommen), weshalb ich bei der Standard-Ausrüstung geblieben bin – was mir aber keinen Nachteil bringt, da man sie häufiger Aufrüsten kann. Außerdem hat jedes Set seine Vor- und Nachteile. Es gibt aber vor allem gegen Ende des Spiels (oder sagen wir, des Story-Modus) interessante Waffen, wie ein Kettensägenschwert. Deswegen die Überschrift – man braucht kein Sherlock Holmes zu sein, um zu erraten, aus welchem Franchise dieses Instrument abgekupfert wurde. Die experimentelle Ausrüstung, wie ich diese Dinger nenne, hat sich seine extravaganz aber verdient: Jedes Set ändert das Gameplay, sei es über Werte (wie erhöhte Ankerreichweite), oder spezielle Eigenschaften: Z.B. verbesserter Stealth und Angriffe ohne gesehen zu werden garantieren Zerstörung des jeweiligen Körperteils; wenn man aber gesehen wird, macht man weniger Schaden. Man kann Ausrüstungen mischen, sollte aber nicht, da jedes Set einen Attributsbonus gibt. Das Standard-Set gibt Beispielsweise Stärke + 3.
Ausrüstung lässt sich beim Austatter bauen, verkaufen (nicht zu empfehlen), aufrüsten (gegen Materialien kann man die Werte verbessern, ab und zu hat man die Auswahl zwischen zwei Upgrades – z.B. Klinge der ersten Generation zu Klinge der zweiten Generation oder zur verstärkten Klinge) und verstärken (1-3 andere, gleichwertige Items Opfern um die Werte von einem geringfügig zu verbessern, wobei ich vermute, dass drei Gegenstände pro Verstärkung kosteneffizienter ist).

Das Objekt unserer Begierde: der gepanzerte Titan ist für fast jede Schlacht gerüstet.

Ausrüstungswerte habe ich ja bereits angesprochen, davon gibt es pro Stück drei: Bei Klingen sind das Schärfe, Klingenlänge und Haltbarkeit. Schärfe erhöht den Schaden; je kürzer die Klinge ist, um so mehr müssen wir auf unser Timing achten. Wegen erbitterter Kämpfe gehen Klingen auch mal kaputt und müssen ausgetauscht werden… Die Haltbarkeit bestimmt logischerweise, wie lange es dauert bis die Klinge zerbricht.
Scheiden haben Klingen- und Gaskapazität, sowie Gasdruck. Ersteres bestimmt, wie viele Ersatzklingen man mit sich führen kann, das zweite, wie viel Gas pro Behälter enthalten ist. Der Druck bestimmt die Beschleunigung von gasbasierten Manövern.
3D-Manöverapparate haben die Attribute Ankerstärke, Reichweite und Rollengeschwindigkeit. Ankerstärke wird nur für den Kampf benutzt und bestimmt, wie lange wir uns an Titanen festhalten können. Reichweite erhöht die Distanz, auf die wir unsere Anker benutzen können, was vor allem auf recht leeren Gebieten nützlich ist. Rollengeschwindigkeit beeinflusst, wie schnell unser Draht eingeholt wird.

Außer der Ausrüstung gibt es noch Verbrauchsgegenstände, wie Klingen, Gasflaschen, Blendgranaten, Signale oder Brandbomben. Von diesen kann man insgesamt 8 Stück anlegen und werden mit dem Steuerkreuz benutzt, mit [LT] wechselt man zwischen 2 x 4 Items, da das Kreuz ja nur 4 Richtungen hat. Falls man viel von dem Ramsch verbraucht hat, kann man die Vorräte wieder auffüllen, in dem man zu einer Versorgungsbasis geht. 1x Klingen und Gasflaschen bekommt man auch von Standard-Basen, oder wenn man neue baut (egal um was es für eine Basis es sich handelt.)
Basen können an bestimmten Orten gebaut werden, und haben verschiedene Funktionen, wie die eben genannte Nachschubbasis, Automatische- und Manuelle Geschütze, Bergbau- und Produktionsgebäude sowie zwei unterschiedliche Gebäude die Buffs geben.
Eines davon trägt den glorreichen Namen „Angriff auf die Basis“ und sorgt dafür, dass Kartenweit den Schaden erhöht wird, je mehr von diesen Propaganda-Denkmälern rumstehen. Ganz ehrlich, wer sich diesen Pannennamen ausgedacht hat, gehört an die Wand gestellt. Na ja, vielleicht ist es ein Übersetzungsfehler und im Original ergibt das ganze einen Sinn. Oder ein Japaner hat seine mangelnden Englischkenntnisse unter Beweis gestellt und ein anderer hat das Ganze einfach ins Deutsche übersetzt.

Basen kann man übrigens nur bauen, solange man die passenden Signale vorrätig hat, man startet mit einem kleinen Vorrat, aber bekommt mehr, wenn man anderen Soldaten auf dem Schlachtfeld hilft.

Kämpft gemeinsam, oder sterbt einsam

Wie ich bereits kurz angesprochen habe, gibt es Teamaktionen. Diese sind abhängig von den Charakteren, die man in seinem Team hat. Im Team sind platz für 4 Leute. Man startet, je nach Mission, meist mit 1-2 Leuten. Mehr (Soldaten von Qualität) bekommt man über Nebenmissionen, die mit grünen Rauchsignalen gekennzeichnet sind. Sollte noch Platz im Team sein, bzw. es mit generischen Soldaten gefüllt sein, werden diese automatisch gefüllt oder ausgetauscht. Wenn kein Platz mehr ist, kann man sich zu ihnen stellen, und mit B Soldaten auswechseln. Dann kann man mit [LB]+Steuerkreuz die gewünschte Aktion ausführen.

Der anvisierte Titan kann sich schon mal von seinen zwei Armen verabschieden.

Die Standard-Aktion ist der Angriffsbefehl: Der jeweilige Soldat wird die ausgewählte Stelle angreifen. Alle generischen Soldaten besitzen diese Fähigkeit, genau wie fast alle Hauptcharaktere am Anfang der Story. Christa ist eine der Ausnahmen, sie heilt auf Befehl und das bis zum Ende des Spiels. Andere feuern eine Blendganate ab, dabei sollte man aber beachten, wo sich der Soldat gerade befindet. Dann gibt es noch zwei Soldaten, die ein Angriffssignal geben können, Armin und Erwin. Dies sorgt dafür, dass alle Soldaten an verschiedenen Stellen des anvisierten Titanen angreifen und bufft sie und den Spieler gleich mit.
Dann gibt es noch vier koordinierte Angriffe: Ein Doppelangriff auf die Arme (bei großen und starken Exemplaren auf einen Arm), einen Doppelangriff auf den Nacken, und im Fall von Mikasa und Levi einen Angriff der totalen Auslöschung. Dieser greift alle Gliedmaßen mit astronomischen Schadenszahlen an, gefolgt vom Angriff des Protagonisten auf den Nacken, mit weit weniger Schaden. Der vierte ist zum Einfangen der Titanen und wird von Hanji, Moblit und Sascha eingesetzt.
Es gibt noch eine, bzw. zwei weitere Aktionen, die hauptsächlich nach der Story verfügbar werden. Dabei übernimmt man für eine kurze Zeit Kontrolle über eine andere Figur.
Koordinierte Angriffe und die als letzte erwähnte Art haben den höchsten Cooldown und können relativ selten eingesetzt werden.

Sollte man von einem Titanen geschnappt werden und hat keine Lust auf Buttonmashing, kann man einem Teammitglied befehlen zur Rettung zu eilen. Dabei sollte man aber beachten, dass dafür die gleichen Cooldown-Zeiten wie für die normalen Aktionen – also sollte man sich nicht unbedingt von Levi oder Mikasa retten lassen.

Nichts und niemand zähmt den Wolf in uns

Nach jeder Schlacht levelt unser Charakter auf, was uns nicht direkt bessere Werte einbringt. Wir erhöhen lediglich seine Fertigkeitspunkte, die wir benutzen um Perks anzulegen. Dieses System gefällt mir sehr, denn man kann sich je nach Situation anpassen (geht nicht während der Schlacht) oder seinen Charakter so lange optimieren, bis man zufrieden ist. Perks können simple Attributsboni sein, passive Eigenschaften oder neue Angriffsmöglichkeiten.

Der perfekte Anführer: Erwin Smith kämpft an vorderster Front.

Mikasa bringt uns beispielsweise verbesserte Gas-Sprints sowie die Möglichkeit, diese mehrmals in der Luft einzusetzen, bei. Levi hingegen verleiht uns fortgeschrittene Kampftechniken, wie den Wirbelhieb und den Sturmangriff, mit dem man nach seinem Angriff noch ein paar schnelle, schwächere Angriffe ausführen kann. Bei schwächeren Titanen kann man so in Sekunden fast alle Arme und Beine abtrennen. Lässt sich aber auch etwas kreativer einsetzen, wofür ich meinen Theoriekampf von vorhin benutze: Anstelle jeden Titanen einzeln zu erlegen, drücke ich nach der ersten Unterwerfung (ohne A) [RB] > Y > [RB] > Y und erledige so alle drei auf einen Schlag. Für sieben reicht diese Fähigkeit leider nicht.
Sich früh mit Christa anzufreunden ist auch empfehlenswert, da sie nicht nur Permanente Boni auf Freundschaftsgewinnung gibt, die man nicht ausrüsten muss, sondern auch „Motivation“ in drei Stufen, die Abklingzeit von Teamaktionen verringert.
Dann gibt es noch Perks, die man je nach Spielstil auswählen sollte. Ist man eher Hinterhältig, sollte man sich mit Ymir anfreunden, die uns Schadensboni gibt, sollten wir nicht entdeckt worden sein. Der Perk „Duellant“ von Gelgar ist eher für offene Kämpfe gedacht und verbessert den Schaden gegen Titanen, die den Spieler angreifen.
Für weniger Klingen- und Gasverbrauch sollte man sich mit Sascha und Connie anfreunden – wobei der Klingenperk später durch Mikasa’s Klingenkunst ausgetauscht werden kann, welches die Klingenabnutzung halbiert, wenn man mit genug Geschwindigkeit angreift.
Dann gibt es noch Perks für Verbrauchsgegenstände (wie Kapazität) und besondere Situationen (keine Verlangsamung durch Verletzungen).

Wir müssen aber nicht unbedingt Fertigkeitspunkte für die 6 Attribute (Stärke, Geschicklichkeit, Flinkheit, Konzentration, Führung und Gesundheit) ausgeben, sondern können diese auch begrenzt mit Einzel- oder Gruppentraining steigern – sobald wir uns den Aufklärern angeschlossen haben und uns Flügelabzeichen verdienen können. Falls man diese nicht für Erfahrungs-Buffs oder Basenaufrüstung benutzen will, kann man die ohne Gewissensbisse ins Training reinbuttern. Im Einzeltraining können wir mit zusätzlichen Abzeichen unsere Erfolgschance erhöhen (welche sinkt, je mehr wir trainieren). Gruppentraining kostet immer nur ein Abzeichen, aber man muss sich von 3 zufälligen Soldaten einen Trainingsparter aussuchen, der den Erfolg des Trainings am besten beeinflussen kann. Dies hängt von der Freundschaft und den Fähigkeiten des Partners ab und kann in seltenen Fällen auch einen großen Erfolg mit sich bringen.
Jede der 3 Trainingsformen verbessert 2 Werte, eine Leiste die sich füllt bestimmt unseren Fortschritt – aber keine Angst, die Leiste stellt das maximale Training dar und nicht die Zeit bis ein Attribut verbessert wird. Ist sie voll, können wir mit dem Trainieren aufhören.

Aber was machen die Attribute überhaupt? Stärke erhöht den Angriff, Geschicklichkeit verringert den Gasverbrauch und verbessert den Schaden von Verbrauchsgegenständen sowie manuellen Geschützen, Flinkheit erhöht die Bewegungsgeschwindigkeit (allgemein und beim Umkreisen von Titanen), Konzentration macht kritische Angriffe einfacher (keine Ahnung, ob damit die goldenen Angriffe gemeint sind, oder die Ausweichangriffe, beides ist gegen Ende häufiger aufgetreten; keine Ahnung ob es was mit Skill oder diesem Wert zu tun hat), Führung verringert die Abklingzeit der Soldaten und erhöht gleichzeitig deren Schaden, Gesundheit verbessert unsere Resistenz gegen Griffe und wir können uns leichter wieder befreien.

Mir gefällt der Weg vom Rekruten bis zum Elitesoldaten. Wenn man mit einem komplett aufgelevelten und ausgerüsteten Charakter spielt und dann nochmal mit einem neuen, kommt man sich vor wie eine lahme Schnecke.

Schnapp‘ sie dir alle!

Hm, ich glaube ich müsste so langsam zum Ende kommen. Habe ich etwas noch nicht erwähnt? Ach ja, noch ein paar Dinge, das erste ist die Titanenforschung. Ab einer bestimmten Story-Mission kann man Titanen fangen und so seine Labor-Level (bis Stufe 10, dafür muss man nicht jede Variation einfangen) verbessern. Das bringt zwei Perks für mehr Schaden, einen für mehr Gegenstandsschaden (soweit ich weiß, gibt es nur die Brandbombe, und den fliegenden Klingenwechsel (Klingen in der Luft benutzen, Levi Perk. Wow, ich bin schon bei verschachtelten Klammern!), welche Schaden verursachen, keine Ahnung ob der Perk für letzteres wirkt.) und verschiedene Gegenstände, wie Rauchbomben (versteckt uns) oder Glitzerpulver (macht uns attraktiver).
Um das Labor-Level zu erhöhen muss man Titanen fangen, die man noch nicht hat. Ich habe erst versucht, mir die Gesichter und ihre Statur zu merken, aber wenn man während einer Schlacht die Karte öffnet und sich die Titanenliste anzeigen lässt, sieht man ob der jeweilige Titan schon gefangen ist, oder nicht. Ziemlich fummelig, ich hätte vielleicht ein zusätzliches UI-Element neben das Titanen-Icon gemacht, wie z.B. eine Lupe oder ein Netz, wenn man das Exemplar schon hat. Wo wir gerade dabei sind, das UI ist ganz schön voll, wie man es aus vielen japanischen Spielen kennt. Man kann aber vieles an und ausschalten. Nicht die Missionsmarkierungen, was dämlich ist, denn eigentlich kann man sich auch prima an den Rauchsignalen orientieren.
Zurück zum Fangen: Um einen Titanen zu fangen müssen wir diesen je nach Größe schwächen – die kleinen nicht, die sind immer fangbar. Die Mittleren mussen um ihre Beine und die Größten um all ihre Gliedmaßen erleichtert werden. Wenn man einen Jäger im Team haben sollte, braucht man sich nicht darum kümmern. Nur bei den bizarren Titanen (Variationen der Bossgegner im Storymodus) muss man trotzdem alle Gliedmaßen zerstören. (Da fällt mir ein, ich habe auch noch gar nicht über die Bosskämpfe geschrieben…) Es gibt außerdem einen Perk von Hanji, der das Fangen erleichtert.
Das Einfangen hat noch einen anderen Vorteil: man bekommt seltene Materialien. Allerdings sollte man es nicht übertreiben, denn wenn man zu viele Fängt hat das negativen Einfluss auf die Auslöschungs-Wertung.

Endgame

Ca. 20 Stunden habe ich für die Story gebraucht, zusammen mit 51% der Aufklärungsmissionen. Dabei gibt es zwei letzte Story Missionen, die erste ist ein Abschluss der normalen Geschichte (Ende Staffel 2 im Anime), die zweite ein Abschluss für unseren Helden. Moment mal, ich habe inwischen schon doppelt so viel Zeit mit dem Spiel verbracht. Warum?
Nun, nach der Story wird einiges freigeschaltet, zum einen der Inferno-Modus, welches nochmal der normale Story Modus ist, nur Hardcore. Hab mich damit noch nicht befasst und weiß nicht genau, was die Unterschiede sind, ist aber der einzige Modus wo man genügend Zeug bekommt um seine Ausrüstung auf die höchste Stufe zu bringen (falls man sich nicht totgrinden möchte).
Zum anderen kann man nach der letzten Mission den Story-Modus mehr oder weniger normal weiterspielen. Damit meine ich, dass man alle Missionen wiederholen und seine Freundschaften weiterpflegen kann. Aber warum sollte man das wollen?

Grund 1: Man kann das Schicksal von einigen Soldaten ändern und sie retten. Neue Nebenaufgaben tauchen in Story-Missionen auf, bei denen wir den Totgeweihten helfen, dem Sensenmann von der Schippe zu hüpfen. Mit denen können wir dann auch unsere Beziehungen verbessern und sie auf Aufklärungsmissionen mitnehmen. Bestimmte Charaktere bekommen außerdem neue Fähigkeiten, über die man erst nach der letzten Mission gebieten kann.
Grund 2: Sollte man außerdem alle Nebenaufgaben pro Schlacht abschließen, kommt ein zusätzlicher Titan aufs Schlachtfeld, ein sogenanntes Ziel für eine fatale Vernichtung. Dieser wird auch nicht einfach nur reingeworfen, in Story-Missionen kommentieren die verschiedenen Leute das Ganze auch. Sollte man die Schlacht auf Rang S abschließen und die fatale Vernichtung erfüllen, bekommt man den S+ Rang und bekommt bessere Materialien, mit denen man sein Zeugs noch weiter aufrüsten kann.
Grund 3: Keine Ahnung wie es anderen geht, aber mir wird das Kampfsystem nicht langweilig. Ich springe immer mal gern für ein bis zwei Stunden rein, um Titanenblut über Häuserfassaden zu verteilen.

Abschluss und noch ein paar nicht so tolle Dinge

Ich könnte noch über den Multiplayermodus reden, oder die technische Umsetzung – das werde ich aber unter den Tisch fallen lassen, da ich bisher keinen Multiplayer gespielt habe und mein Rechner ziemlich gute Technik drin hat und mir deswegen vermutlich keine größeren Probleme wie Performance-Einbrüche aufgefallen sind. Ich werde jedoch einige Kritikpunkte aufführen die noch nicht genannt worden sind:

Jep, das ist eine Kanonenkugel. Automatische Geschütztürme schießen ohne Unterbrechung.

Der Anfang macht dei Übersetzung. Eigentlich ist sie größtenteils ganz gut gelungen, wobei ich viele Texte während der Action nicht lesen konnte. Allerdings scheint das Spiel ein Problem mit Einzahl und Mehrzahl zu haben. Keine Ahnung ob das ein Fehler der Übersetzung ist, oder vom System (wie die Schrift angeordnet wird). So kommen Titanenen häufiger vor (manchmal stimmt es aber komischerweise…) und auch einmal „eine Gruppe Erenen“. Schon, im Vergleich zur deutschen Version von Salt & Sanctuary, wo Sätze stellenweise gar keinen Sinn ergeben, ist das noch recht in Ordnung und Deck13 hat bei der Übersetzung von Lords of the Fallen (zumindest hab ich das so in Erinnerung) ins Chinesische keine Übersetzung bekommen, sondern eine Excel-Tabelle mit Chinesischen Zeichen a lá „Hier, mach mal.“ Keine Ahnung, ob das hier Spiegelverkehrt der Fall war… Trotzdem handelt es sich um ein Vollpreisspiel, wo man eine ordentliche Übersetzung schon mal erwarten darf.
Außerdem macht das Spiel relativ wenig neu. Das Meiste kommt von den vielen neuen Dialogen. Karten sind teilweise wiederverwertet, haben vielleicht einen zusätzlichen Winterskin bekommen. Bin mir nicht ganz sicher, ob es Wintermissionen schon im Vorgänger gab.
Bosskämpfe laufen in der Regel nach dem gleichen Schema ab, nur die Bewegungen und Angriffe der Titanen ändern sich. Die einzigen Ausnahmen sind zwei Kämpfe gegen den kollossalen Titanen, die aber spielerisch total Stumpf sind – der Zweite fühlt sich aber wenigstens ziemlich Episch an und ist auf andere weise fordernd, da man mehrere Stellen gleichzeitig verteidigen muss.
Apropos fordernd: Bisher hat es nur der Tier-Titan geschafft mich umzubringen. Allerdings habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die schwersten Aufklärungsmissionen gespielt.
Bosskämpfe laufen folgendermaßen ab: Grüne Stellen angreifen, bis der Titan keine Ausdauer mehr hat, dann wird er verwundbar. Im Vorgänger musste man noch das Fell des Tier-Titanen verbrennen, um ihn angreifen zu können.

Ich gebe siebenundzwanzig Eltern von neunundreißig zerquetschten Personen.

Meine Meinung: Für Hardcore-Fans und Leute die den ersten Teil nicht gespielt haben in Ordnung bis gut, im Zweifel warten bis es billiger wird.

7 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (1)
Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 2, 5.0 out of 5 based on 1 rating
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Reddok am 25. April 2018.
Reddok fühlt sich in knallharten Action-RPG's wie Gothic und Dark Souls pudelwohl. Schwer? Frustrierend? Egal. Die Herausforderung wird angenommen und überwunden. Mit JRPG's hat er aber nichts am Hut. Er hat 8 Artikel geschrieben.

Artikel aus Testberichte. Der Artikel wurde 802 mal geklickt.

Spiele:





Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben

Kommentare (4) zu Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 2

  • Dominik sagte am 08.05.2018 um 13:52:37

      Jo, ich finde den Artikel super gelungen. Ein paar Grammatik und Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen aber das passiert bei einem Test dieser Größe schonmal. Wir sind ja ein Hobby Projekt da ist sowas nicht weiter schlimm finde ich.

      VN:F [1.9.22_1171]
      0 | 0

  • Reddok sagte am 07.05.2018 um 18:23:31

      @Dominik Eigentlich spiele ich gar nicht so viele Anime/Manga-Spiele. Pokemon und AOT sind eher Ausnahmen.

      Joa das hat ziemlich lange gedauert. Hat aber Spaß gemacht 🙂 Hätte vermutlich nicht so häufig vor Spoilern warnen sollen, ist letztenendes nicht so schlimm geworden, wie ich dachte.

      VN:F [1.9.22_1171]
      0 | 0

  • Malte sagte am 06.05.2018 um 23:26:21

      @Dominik Oni habe ich auch gezockt, war genial 😂 Zwar nicht „Manga“, aber Beyond Good & Evil ist in ganz grob ähnlichem Setting auch angesiedelt. Eines der besten Spiele, meiner Meinung nach.

      VN:F [1.9.22_1171]
      0 | 0

  • Dominik sagte am 06.05.2018 um 22:48:56

      Du gehst echt heftig ins detail. Meine einzigen Spiele im Manga Stil waren Oni und Pokemon Gold. An für sich sieht das Spiel interessant aus. Die coolen moves haben es mir angetan.

      VN:F [1.9.22_1171]
      0 | 0