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Entwickler: Malibu Interactive

Publisher: Sony Imagesoft

Plattformen: SNES, Amiga, Mega-CD

Release: November 1993

Genre: Beat`em Up

Als großer Fan von Beat`em Ups der Neunziger Jahre berichte ich heute mal von einem Spiel welches eher als ein reiner PR Witz zu verstehen ist als eine halbwegs gelungene Filmumsetzung. Cliffhanger ist das gleichnamige Spiel zum 1993 erschienenen Film mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. Drei Monate nach der Filmpremiere brachte das Entwicklerstudio Malibu ein offizielles Spiel für das Super Nintendo heraus. Die Story ist mit der Handlung des Hollywood Blockbusters identisch. Ein Flugzeug von der texanischen Münzanstalt transportiert 100 Millionen Dollar und wird von einer Terroristengruppe noch während des Fluges überfallen. Die Gruppe plant die Geldkoffer mit einem Seilzug auf ein anderes Flugzeug zu verladen. Der Versuch missglückt und die Maschinen stürzen in den Bergen der Rocky Mountains ab. Die drei Koffer werden in der Gebirgslandschaft verteilt. Die überlebenden Terroristen kontaktieren die nahegelegene Bergwacht und täuschen einen gewöhnlichen Unfall vor. Die Bergsteigerfreunde Hal Tucker und Gabe Walker rücken aus um den Verunglückten zu helfen. Bei der Aktion wird Tucker als Geißel genommen und Gabe wird gezwungen die Geldkoffer wiederzufinden. An dieser Stelle beginnt das Spiel. Und schon der erste Handlungsfehler wird erkennbar. Man soll für die Terroristen den ersten Geldkoffer finden muss sich aber gleichzeitig mit ihnen als Feinde auseinandersetzen. Ein Beat`em Up ist bekanntlich nicht dafür geeignet eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen, doch sollte das Spiel sich auch an den Handlungsstrang halten und nicht einfach alles durcheinander wirbeln. Anstatt Terroristen als Feinde zu klassifizieren hätte man anfangs  auch Wilde Tiere verwenden können. Das nächste Desaster findet sich in den Gegnergruppen. Es gibt tatsächlich nicht mehr als stolze 5 Feindtypen. Für ein Genre dieser Spieldarstellung ist das absolut nicht akzeptabel, denn Beat`em Ups leben durch ihre Vielfalt an Feinden. Auch gibt es im ganzen Spiel nur zwei Waffen, ein Messer und eine Maschinenpistole. Diese lieblose Entwicklung spiegelt sich dann noch in den Levels. Es wurden in fast jedem Abschnitt die gleichen Grafiken eingebaut. Ein kleines bisschen Abwechslung gibt es wenigstens in einem Waldgebiet und ein etwa 2 Minuten langer Höhlenbereich, danach folgt der immer wiederkehrende mit grautönen bedeckte Gebirgsabschnitt. Um diese Fehler zu überspielen und den geringen Umfang zu verschleiern ist das Spiel derartig Schwierig gehalten. Da hilft auch die Maximierung der Leben im Hauptmenü nicht viel. Der spielbare Charakter Gabe ist keineswegs ein Martial Art Experte sondern wurde eher mit realistischen Zügen animiert. Die Kämpfe verlaufen daher etwas Träge sind aber super in Szene gesetzt worden. Der Nachteil ist das die Feinde einen sehr hohen Lebensbalken besitzen und nach jedem Schlag der sie zu Boden wirft eine gewisse Zeit unverwundbar bleiben. Bei jedoch drei Gegnern die man gleichzeitig zu besiegen hat ist diese Fähigkeit mehr als unfair dem Spieler gegenüber. Die kurze Produktionszeit ist, mit ein wenig Erfahrung, das komplette Spiel über bemerkbar. Schade, der Film bot viel mehr Potential welches nicht umgesetzt wurde.

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Bewertung: 5.0/5 (4)
Rückblick: Cliffhanger (SNES), 5.0 out of 5 based on 4 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 24. März 2012.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 240 Artikel geschrieben.

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