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Was passiert, wenn man James Bond zu einer Frau macht und eine Handlung rund um Science Fiction bildet? Es entsteht Perfect Dark, ein Meisterwerk, das 2000 auf dem N64 erschien und 2010 für die Xbox 360 aufpoliert wurde. Was macht den geistigen Nachfolger von Rares GoldenEye 007 zum Meisterwerk? Diese Review entsteht auf Basis der Xbox 360-Version.

Handlung

Das Jahr 2023: die Jungagentin Joanna Dark erhält vom Carrington Institut den Auftrag, bei der dataDyne Corporation einzubrechen, um mit Dr. Carroll einen mutmaßlichen Überläufer zu retten. Aufgrund ihrer exzellenten Ergebnisse in ihrer Ausbildung hält Joanna den Titel „Perfect Dark“. Im Lauf der Handlung entsteht eine Geschichte rund um den Konflikt von zwei Alienrassen. Perfect Dark erzählt seine Geschichte in mehreren Level, die in Missionen unterteilt sind.

Gameplay

Das Gameplay in Perfect Dark ist urtypisch für Shooter: hier geht es darum bestimmte Ziele zu erfüllen und gegebenenfalls Schlüssel zu finden. In einigen Missionen ist Joanna mit zusätzlichen Gadgets ausgerüstet, die es zu benutzen gilt. Etwas, das Perfect Dark von seinem Vorgänger übernommen hat, ist, dass höhere Schwierigkeitsgrade auch bessere Belohnungen in Aussicht stellen. Das Freispielen von Cheats ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, etwa das Abschließen eines Levels auf einem bestimmten Schwierigkeitsgrad in einer bestimmten Zeit.

Spielt man die Kampagne auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durch, bekommt man einen neuen, vierten Schwierigkeitsgrad, mit dem sich, wie bei GoldenEye 007 die Gesundheit, Treffsicherheit und Reaktionszeit der Gegner verstellen lässt. In der ursprünglichen Version konnte man einige Cheats auch durch das Laden eines Spielstands des Gameboy Ports mittels des Transfer Paks freischalten. Für die Xbox Version wurde das überarbeitet, indem man nun einen Spielstand des Nachfolgers Perfect Dark Zero auf der Festplatte hat.

Steuerung

Die Steuerung wurde für die Xbox 360-Version grundlegend überarbeitet. Bewegt wird sich, wie in jedem anderen Shooter für Konsole, mit beiden Sticks, mit dem linken Trigger wird manuell gezielt und mit dem rechten Trigger gefeuert. „Back“ zeigt das Missionsziel bzw. den Punktestand im Multiplayer an. Nachgeladen wird mit der X-Taste. Mit LB kann die Waffe gewechselt werden und mit RB wird der Feuermodus gewechselt. Drückt man den Linken Stick, wechselt man zwischen Ducken und Stehen. Alles in allem lässt sich das Spiel sehr gut steuern.

Technik

 

Als das Spiel 2000 für den N64 erschien, brachte es die Konsole an die Grenze ihrer Leistung. So wird bei der ursprünglichen Version die Arbeitsspeichererweiterung (Expansion Pak) benötigt, um überhaupt die Kampagne spielen zu können. Zudem wird die Erweiterung gebraucht, um das Spiel in 640×480 anstelle von 320×240 spielen zu können.

Die GoldenEye-Engine wurde grundlegend überarbeitet. So bietet Perfect Dark nun dynamische Beleuchtung bei Waffengebrauch, Blutspritzer an den Wänden und einen sekundären Feuermodus für (so gut wie) alle Waffen im Spiel. Dies mag zwar auf den ersten Blick nicht beeindruckend klingen, da die Unreal Engine 1998 auf dem PC bereits ähnliches bot, doch sollte man sich hier vor Augen halten, dass das hier ein N64-Spiel ist dessen Daten auf einer im Speicherplatz begrenzten Cartridge gespeichert werden.

Perfect Dark bietet nun auch für jede Waffe eine eigene Nachladeanimation an. Wie auch in GoldenEye 007 kann jede Waffe im Spiel doppelt getragen werden, selbst die Sturmgewehre. Neben Cutscenes gibt es nun auch eine Sprachausgabe. Bei GoldenEye 007 wurde ausschließlich über Texteinblendungen kommuniziert.

Das Waffenarsenal

Perfect Dark bietet ein breitgefächertes Arsenal an konventionellen und futuristischen Waffen. So gibt es mit dem Dragon ein Maschinengewehr, dass im sekundären Feuermodus geworfen werden kann und wie eine Annäherungsmine funktioniert. Ebenso gibt es mit der FarSight XR-20 eine Alien-Railgun, die sich im sekundären Modus in ein Sniper Gewehr mit Wallhack-Funktion verwandelt. Eine eher ungewöhnliche Waffe lässt sich mit der Reaper finden. Im primären Modus verhält sich die Waffe wie eine Gatling-Gun und im sekundären Modus wird sie zu einer Art tragbarer Kreissäge.

In Multiplayer-Partien ist besonders das Laptopgewehr gefürchtet, da es im sekundären Modus zu einer werfbaren Selbstschussanlage wird. Vom Vorgänger wurden einige Waffen, sowie deren „Nachladeanimationen“ und Fadenkreuze übernommen, u.a. auch die unbeliebte Klobb, die hier Kl01313 genannt wird. In Perfect Dark ist es ebenfalls möglich, Gegner zu entwaffnen, was im Multiplayer für einige spannende Momente sorgt, wenn man dem Gegner eine mächtige Waffe abnimmt.

Carrington Institut

 Zwischen den Missionen kann sich Joanna im Carrington Institut frei bewegen. Hier kann sie freigespielte Cheats aktivieren und deaktivieren und am Schießstand ihren Umgang mit den Waffen unter Beweis stellen. Für jede Waffe gibt es eine Bronze-, Silber-, und Goldherausforderung. Meistert man jede Waffe, schaltet man die GoldenEye 007 Waffen für den Einzelspieler frei.

Der Kampfsimulator (Multiplayer)

 

Unter dem Menüpunkt „Kampfsimulator“ ist der Multiplayer zu finden. Hier können bis zu vier Spieler an einer Konsole teilnehmen. Neu im Vergleich zum Vorgänger sind Bots, die hier „Simulanten“ genannt werden. Bis zu 8 Simulanten können gleichzeitig mit den Spielern auf der Karte unterwegs sein, also gibt es bis zu 12 Spieler. Die Simulanten haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und Persönlichkeiten, etwa versucht die „PazifistSim“ alle Waffen auf einer Karte einzusammeln, sodass kein Kampf entstehen kann, während die „JustizSim“ immer den stärksten Spieler jagt.

Zudem gibt es Challenges, mit denen weitere Waffen freigeschaltet werden, da das Waffenangebot zu Spielbeginn noch recht überschaubar ist. Mit den Challenges werden ebenfalls weitere KI-Plätze und Typen freigespielt, da man zu Beginn nur mit bis zu 4 KIs spielt. Von GoldenEye 007 wurden drei Karten übernommen: Temple, Complex und Facility, welches hier Felicity genannt wird. Die Xbox-Version wurde um eine Anbindung an Xbox Live erweitert.

Koop und Counter Operative-Modus

Alle Missionen in der Kampagne können auch zusammengespielt werden und das wahlweise mit oder ohne menschlicher Unterstützung. Zudem gibt es die Möglichkeit den sogenannten Counter Operative-Modus zu spielen. Dabei schlüpft dann ein Spieler in die Rolle von Joanna und ein anderer wird in die Rolle der Gegner versetzt und hat somit die Aufgabe die Heldin aufzuhalten.

Fazit

Perfect Dark macht seinem Namen alle Ehre, da man es hier mit einem der besten Konsolen-Shooter aller Zeiten zu tun hat. Leider war er 2000 nicht annähernd so erfolgreich wie sein Vorgänger, der in der ewigen Liste der Verkaufen N64-Spiele auf Platz 3 steht und als erfolgreichstes, nicht Nintendo-eigenes Spiel gilt. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hardware der N64 an ihre Grenzen getrieben wird, was nur noch von Rares Conker’s Bad Fur Day aus dem Jahr 2001 überboten wird. Schade ist allerdings, dass dieses Spiel nie für den PC kam.

Wer Perfect Dark ausprobieren möchte, hat, neben der offensichtlichen Möglichkeit, sich ein N64 mit dem Spiel zu kaufen, auch weitere Möglichkeiten. 2010 erschien ein Remaster für Xbox Live Arcade, dass alle Grafiken aufpoliert und für stabile 60 FPS sorgt (außer wenn man vor einer Explosion steht). Dieses Remaster kann einzeln für knapp 8 € digital gekauft werden und ist auch Bestandteil von Rare Replay, einer Spielesammlung mit 30 Titeln, die von Rare entwickelt wurden, u.a. mit Battletoads, Perfect Dark und Perfect Dark Zero oder auch Conker’s Bad Fur Day in seiner ursprünglichen Form. Rare Replay kostet 30 €.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
Perfect Dark – Test, Retro-Review, 5.0 out of 5 based on 3 ratings

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von FloosWorld am 21. Dezember 2019.
Flo ist für seine unbeschreibliche Hingabe zur Age-of-Empires-Reihe und Rennspielen berühmt berüchtigt und füttert REPLAYING.de nach Lust und Laune mit coolen Beiträgen zu diesen Rubriken. Seine Pseudonyme ClassicGameingFan oder FloosWorld nutzt er auch auf seinen gleichnamigen YouTube-Kanälen - Vorbeischauen lohnt sich! Er hat 35 Artikel geschrieben.

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