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Anleitung & Tutorial zum 3dfx- und Direct3D-Emulator dgVoodoo. Auf den ersten Blick funktionieren die meisten, älteren Spiele unter Windows 10 ohne weitere Mühen ja doch, die entweder Direct3D oder DirectDraw als Schnittstelle nutzen. Ein bisschen durchs Einstellungsmenü fuchsen bis alles soweit spielbar erscheint und ab dafür. Leider ist’s aber nicht immer so einfach, denn etwa der AMD Z-Buffer-Glitch, eine fehlerhafte Farbpalette unter DirectDraw oder eine immense Höhe an „Frames-per-Second“ aufgrund einer zu schnellen CPU, die vorwiegend unter DirectDraw bei den meisten Game-Engines zu Bugs und Glitches führen, stellen in der Summe häufige Fehlerquellen dar, die sich möglicherweise erst situativ im Spielverlauf offenbaren und die Spielbarkeit einschränken oder in Unspielbarkeit resultieren. Denn „starten“ tut’s ja erstmal. Um mal ein paar Fälle zu nennen:

  • Die gesamte Gegner-K.I. sowie bestimmte Fahrmanöver im prinzipiell (mit unserem Installer) funktionierenden „Interstate ’76“ sind fehlerbehaftet infolge einer zu hohen Framerate.
  • „The Nomad Soul“ ist auf AMD-Grafikkarten nicht spielbar, durch die angesprochenen Treiberkonflikte mit dem 16-Bit-Z-Buffer, der in DirectX 6.0-Titeln häufig genutzt wurde.
  • „Road Rash“ ist nicht spielbar, da die Farbpalette fehlerhaft interpretiert wird – „Rainbow-Colors“

Schau Dir auch unser Video an! 👾


Ich habe mich diesem Thema bereits vor Jahren gewidmet. Eine ältere Grafikkarte simulieren oder „wrappen“, um Treiber- und Interpretationskonflikten unserer physischen, modernen Grafikkarten vorzubeugen und dem höchsten Problemverursacher, einer zu hohen Framerate, entgegenzuwirken. Eine Software wie dgVoodoo, die Befehlssätze älterer Grafikkarten auf neuer Hardware unter verschiedenen DirectX-Versionen konform simuliert und übersetzt, war bis vor kurzer Zeit noch undenkbar.

Kurz gesagt: Die softwareseitige Emulation einer leistungsschwächeren Grafikkarte mit VSync ist präventiv bei älteren Titeln unter allen Schnittstellen immer vorzuziehen. Ausnahmslos.

Logischerweise hatte die Scene erst einmal damit begonnen, Glide-Wrapper bzw. 3dfx-Wrapper zu entwickeln, die es wiederum seit längerer Zeit gibt, um kompatible Titel in originaler Qualität überhaupt spielbar zu machen. Denn 3dfx wurde häufig proprietär neben DirectDraw angeboten – und wer will da schon den Software-Pixelbrei in Anspruch nehmen.

Ist dgVoodoo jetzt die eierlegende Wollmilchsau? 😃

Ich habe zahlreiche Titel mit diesem Wrapper ausgetestet und bin von der Funktionalität und Kompatibilität beeindruckt. Ja, dgVoodoo ist quasi die Lösung für alle genannten Probleme und verrichtet sowohl als 3dfx- oder Glide-Wrapper, als auch als Emulator für eine leistungsschwächere Grafikkarte unter Direct3D oder DirectDraw in den meisten Fällen anstandslose Arbeit und macht Unspielbares wieder spielbar.

dgVoodoo ist neben DOSBox die meiner Meinung nach größte Errungenschaft für die Speilbarket von Retro-Games aus den frühen 2000’ern und Ende der 90’er. Die der Terminologie „Retro“ ja zunehmend gerecht werden.

Wie funktioniert das? 😁

dgVoodoo ist für jeden Anwender eigentlich relativ zugänglich. Die Software muss lediglich von der Webseite heruntergeladen werden.

In der gegenwärtigen Version habt Ihr dann ein .zip-Archiv, das die Datei „dgVoodooSetup.exe“ sowie die Unterordner „MS“ und „3dfx“ enthält.

Direct3D und DirectDraw mit VSync emulieren

Sofern Ihr dgVoodoo bei einem Direct3D- oder DirectDraw-Spiel einsetzen wollt, müsst Ihr alle Dateien aus dem Ordner „MS“ ins Spielverzeichnis extrahieren. Und zwar in den Ordner, in dem sich die .exe-Datei des Spiels befindet. In dene meisten Fällen ist das das Stammverzeichnis, gelegentlich liegt die .exe-Datei aber auch in einem Unterordner wie „/bin“. Die „dgVoodooSetup.exe“ kopiert Ihr anschließend in den gleichen Ordner, um die .dll-Dateien zu konfigurieren.

Hier mein Konfigurationstipp für Direct3D mit Frame-Limiter

dgvoodoo_d3d_02

dgvoodoo_d3d_01

Wichtig: Es ist empfehlenswert pro Spiel eine Konfigurationsdatei zu erstellen, wie im Screenshot oben zu sehen, und nicht auf eine globale Datei im „App“-Ordner zu referenzieren. Damit VSync oder ein Frame Limiter wirksam wird, muss zwangsläufig eine Auflösung mit einer Bildwiederholrate angegeben werden. Je nach Titel sollte diese 29 Hz bzw. 59 Hz betragen.

3dfx-Wrapper und Glide-Wrapper

Sofern Ihr dgVoodoo bei einem 3dfx- oder Glide-Spiel einsetzen wollt, müsst Ihr alle Dateien aus dem Ordner „3dfx“ ins Spielverzeichnis extrahieren. Und zwar in den Ordner, in dem sich die .exe-Datei des Spiels befindet. In dene meisten Fällen ist das das Stammverzeichnis, gelegentlich liegt die .exe-Datei aber auch in einem Unterordner wie „/bin“. Die „dgVoodooSetup.exe“ kopiert Ihr anschließend in den gleichen Ordner, um die .dll-Dateien zu konfigurieren.

Hier mein Konfigurationstipp für Glide oder 3dfx

dgvoodoo_3dfx_01

dgvoodoo_3dfx_02

Viel Spaß!

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Bewertung: 5.0/5 (7)
dgVoodoo: 3dfx, Direct3D, VSync und mehr emulieren! - Tutorial, 5.0 out of 5 based on 7 ratings

von Malte am 16.April 2017   Artikel aus Retro in der Datenbank! « 2.874 Klicks

🎮


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    Ein Kommentar zu dgVoodoo: 3dfx, Direct3D, VSync und mehr emulieren! – Tutorial

  • Penumbra sagte am 26.06.2017 um 21:05:27

      Eine ganz tolle Sache. Habe beim Installer für „Indiana Jones und der Turm von Babel“ mal diesbezüglich geantwortet. Mit dgVoodoo2 hat man doch einiges an neuen Möglichkeiten und die Kompatibilität ist auf jeden Fall besser als über die echte Grafikkarte.

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