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Einleitung: Was ist “Abandonware”? Emulation? Kann man das essen?

Dies ist ein Versuch meinerseits Informationen über GOG.com hinaus noch aufzubereiten und einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Natürlich ist GOG ebenso ein guter wie beständiger Umschlagplatz für “Good Old Games”. Dennoch gibt es den Bereich der sog. “Abandonware”. Dem Namen folgend ist das Software, welche durch ihren Inhaber und Vertrieb schlichtweg nur noch ignoriert wird. Es gibt hier keinerlei reine Gewinnspanne mehr. Natürlich ist das mit Bedacht auch zu beobachten, da nicht jedes Produkt beliebigen Alters als “Abandonware” zu bezeichnen ist.

Vorzugsweise handelt es sich erstmal um wirklich alte Spiele, noch aus den DOS-Zeiten. Die zentrale Frage für Jemanden, der sich initial damit beschäftigt: Wie beschäftige ich mich dann damit? Und wie kann ich das denn überhaupt zum Laufen bringen? Klare Frage und eine klare Antwort: Emulation! Heutige Hardware ist potent genug, um ein DOS-Betriebssystem zu emulieren. An sich würde ich ungern eine Vorauswahl treffen, dennoch wäre vielleicht eine Empfehlung für den Einstieg hilfreich: Am Ehesten geeignet wäre die DOSBOX. Zum Einen läuft diese Software auf sehr vielen unterschiedlichen Betriebssystemen, z.B. Windows, Linux, Mac oder auch Android. Zum Anderen lässt sie sich leicht mit einigen Handgriffen an die Bedürfnisse des Betreibers anpassen (http://www.dosbox.com/wiki/Dosbox.conf).

Installation und Inbetriebnahme

Grundlagen wäre jetzt vorweg erstmal geklärt. Aber wie nimmt man ein Spiel in Betrieb, welches gar keine Verknüpfung mehr zu dem heutigen bzw. im Einsatz befindlichen Betriebssystem hat? Zunächst einmal sollten die Installationsdaten vorhanden sein. Hierzu finden sich im Internet zahlreiche Quellen und Seiten, die sich dem Thema “Abandonware” angenommen haben. Dort finden sich auch wirklich einige Schätze wieder. Aber auch der Hinweis: Aufgrund von Größenbeschränkungen oder rechtlicher Probleme kann es sein, dass auch Daten wie Zwischensequenzen u.U. fehlen. Hier sind dann die Komplettversionen über GOG.com eine Alternative!

Nach dem erfolgreichen Entpacken durch das präferierte Programm (http://www.7-zip.org/) in einem Wahlverzeichnis geht es an die Konfiguration in der DOSBOX. Keine Sorge, das ist kein Hexenwerk. Über GOG erhält man ebenso direkte DOSBOX-Installationen, die jedoch direkt für das jeweilige Spiel nur optimiert bzw. konfiguriert wurden. Hier geht um die allgemeine Konfiguration! Unter Windows dürftet ihr die Konfigurationsdatei unter den folgenden möglichen Verzeichnissen finden:

%PROFILNAME%\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\DOSBox\dosbox-{vers ion}.conf (Windows XP)

{Systemlaufwerk}:\Users\{PROFILNAME}\AppData\Loca l\DOSBox\dosbox-{version}.conf (Windows Vista / 7)

Unter Linux findet ihr die Konfiguration wie folgt:

~/.dosbox/dosbox-{version}.conf

Empfehlenswert ist es ein eigenes Verzeichnis auf einem Laufwerk eurer Wahl anzulegen, zum Beispiel “!DOSGames”. Dort könnt ihr dann die Spiele jeweils entpacken, installieren und konfigurieren. Obacht: DOS hat eine Zeichenbeschränkung für Verzeichnisse und Dateinamen. Hier wäre es ratsam maximal 8 Zeichen vorzugsweise in Großbuchstaben zu verwenden. Euer Verzeichnis kann direkt in der DOSBOX zum Start gemountet werden. Das sollten wir auch einmal in der Konfiguration vorsehen. Würden wir also das Verzeichnis auf dem Laufwerk D: anlegen sieht das dann wie folgt aus:

[autoexec]
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.

mount c D:\!DOSGames -freesize 1024
keyb de
c:

Dies ist der Abschnitt “autoexec” in der Konfiguration. Diesen Ausdruck könnt ihr schlicht über ein Textbearbeitungsprogramm eurer Wahl suchen. Die Einstellung lassen die DOSBOX das Verzeichnis als eigenständiges Laufwerk C: mounten und zwar mit einer aufgehobenen Größenbeschränkung (freesize). Dies wäre wichtig für Spiele wie zum Beispiel “The Elder Scrolls: Daggerfall”.
Damit es keine Schwierigkeiten bei der Eingabe gibt wird das Tastaturlayout auf “DE = Deutsch” umgestellt. So laufen wir auch nicht Gefahr, dass die Taste Y als Z und umgekehrt interpretiert wird.
Am Schluss wechseln wir schlicht auf das Laufwerk, so dass man direkt C: verwenden kann. In Wirklichkeit befinden wir uns jedoch im Verzeichnispfad “D:\!DOSGames”. Nun könnt ihr schalten und walten ihr möchtet. In das jeweilige Verzeichnis könnt ihr mit dem Kurzbefehl “cd” wechseln (Change Directory). Die dortigen Routinen könnt ihr dann ausführen. Wie das konkret mit dem jeweiligen Spiel funktioniert klären wir dann bei den einzelnen Reviews!

Der Hinweis am Schluss: Ich habe natürlich nun mit Absicht einige Erklärungen mit zuviel technischer Tiefe ausgelassen. Sofern Unklarheiten vorhanden sind, einfach via Kommentar nachfragen! Ich denke, da findet man schon eine Lösung für das Problem. Ich hoffe, dass ihr vielleicht etwas auf den Geschmack kommt. Sicherlich sind die Spiele keine Grafikpracht mehr heutzutage. Aber es finden sich dennoch wahre Spielspass-Perlen unter den DOS-Klassikern. Und es wäre schade, wenn man diese wahlweise verkommen oder in einigen Jahren nicht mehr einrichten kann, da Programme wie die DOSBOX nicht mehr weiterentwickelt werden aus dem schlichten Desinteresse der Spieler heraus.

Rechtliches

Ich würde gerne noch zusätzlich erwähnen: “Abandonware” ist teilweise auch eine rechtliche Grauzone. Nur weil dies großteils ignoriert wird ist es dennoch verboten ohne Nachfrage Software weiter zu veröffentlichen. Von daher versuche ich vorweg zu klären ob ein Spiel auch verfügbar ist zum Download. Sollte dem nicht so sein werde ich auch keine Quellen angeben oder auf unbedenkliche Seiten verweisen, wo die Spiele weiterhin zum Kauf erhältlich sind. Ziel dieser Reihe ist es vornehmlich auf vergessene Schätze hinzuweisen, die derzeit noch nicht über GOG erhältlich sind und dennoch einen Platz im Regal verdient haben. Aber dabei sollte man immer rechtlich unbedenklich handeln!

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (2)
Abandoned Gameware #1: Einleitung und Vorstellung, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

Profilbild von throgh von throgh am 3.März 2013   Artikel aus Retro in der Datenbank! « 5.944 Klicks

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