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Was wurde eigentlich aus Negaia? Wir erinnern uns: Im Jahr 2012 bekamen wir einen kurzen Einblick in die sagenumwobene Welt des MMO`s. Schon zum damaligen Zeitpunkt sah das Rollenspiel beeindruckend und weit fortgeschritten aus. Heute, 5 Jahre später, existiert das Spiel – ganz im Gegensatz zu anderen Projekten -immer noch, genau wie sein Entwickler Vankenthor Entertainment. Kontinuierlich wurde es all die Zeit über immer weiterentwickelt. Grafisch hat das Spiel deutliche Sprünge gemacht und auch inhaltlich kann Negaia heute noch mehr überzeugen als damals. Und das, obwohl es einige Hürden zu überwinden galt.

Der Weg zur Alpha war steinig

Anfang 2013 stellte der Engine Hersteller BigWorld Technologies ohne Vorankündigung den Support für kleine Indie-Entwickler ein. Die Folgen wurden bald schon spürbar. Als im April 2014 die teaminterne Pre-Alpha durchgeführt wurde, kam es zu unlösbaren Abstürzen im Spielclient. Für das Team war das eine Katastrophe, denn Negaia war somit unspielbar, mehrere Jahre Arbeit drohten, vergebens gewesen zu sein. Aufgrund des eingestellten Supports stand Vankenthor Entertainment nun vor der Entscheidung, das Handtuch zu werfen und die Entwicklung komplett einzustellen oder einen aufwendigen Wechsel der Engine durchzuführen. Man entschied man sich für Letzteres! Anfang Mai 2014 wurde der
Engine-Wechsel beschlossen, als Spielclient wählte man Unity Pro. Die Hauptgründe hierfür lagen vor allem in der großen Community, den zahllosen Tutorials und der Offenheit der Engine mit ihren reichhaltigen Implementierungsmöglichkeiten. Für den Serverbetrieb wurde auf die Smartfox2X SDK gesetzt. Bereits im Juni folgten die ersten Implementierungen, wie das Gebiet Ligarien und die grundlegende Server-Client-Kommunikation. Der
erste Prototyp war fertig. Es folgten bis Dezember 2016 die Portierung und Überarbeitung aller 3D Modelle, Konzepte, Code und Strukturen von BigWorld auf die Unity Engine.

Der Lohn all der Mühen

Negaia belegte bei der „Wahl zum Spiel des Jahres“ im Januar 2015 auf pewn.de den zweiten Platz für die „Beste Präsentation 2015“, in der Kategorie „Heiß begehrt 2015“ konnte das Spiel sogar den ersten Platz belegen. Am 17. Dezember 2017 wurden die Tore Negaias endlich auch für die Spielerschaft geöffnet und die Alpha-Version veröffentlicht. Der Server ist aktuell immer noch jedem verfügbar und jeder, der es möchte, kann die vielseitige Spielwelt kostenlos erkunden. Auf der offiziellen Seite  könnt ihr euch registrieren und das Spiel
herunterladen und somit selbst einen kleinen Einblick in die aktuell 8km² große Welt bekommen. Erste Schritte in einer neuen Welt. Zu Beginn stellt uns der Entwickler die Rasse der Menschen zur Verfügung. Man kann als Mann oder Frau starten und bereits die Frisur und Haarfarbe wählen. Noch kurz die Körpergröße eingestellt und schon kann es mit dem Erkunden Ligariens losgehen! Das Spiel lädt uns in seine Welt ein, indem wir im
Gewölbe des Weltenbaums Videndra aus der Geburtswurzel gestoßen werden. Ein erster NPC steht schon an Ort und Stelle und erklärt uns kurz die Begebenheiten der Umgebung. Den Göttern sei Dank ist die Alpha ein friedliches Gebiet, in dem es noch keine Monster gibt, so dass wir uns in Ruhe mit der Umgebung und den Funktionen vertraut machen können. Seit meinem letzten Besuch im Jahre 2012 hat sich einiges getan. Beim Verlassen des Weltenbaumes stoßen wir auf ein bewaldetes Gebiet. Die Texturen sind feiner geworden und auch das 3D Modell meines Charakters wurde im wahrsten Sinne des Wortes bis ins kleinste Detail modelliert. Im Westen erwartet uns ein Tempel, während im Osten eine Werkstatt auf uns wartet. Die Quest, welche wir vorher genau gelesen haben, weist uns an, die Tempelanlage zu besuchen. Die NPC`s am Tempel sind ausschließlich Frauen, die liebevoll modelliert wurden und die Priesterinnen der Göttin Gaia darstellen. Diese erklären uns kurz die Gottheit Gaia und wie die Menschen zu ihr stehen. Wir haben die Möglichkeit, positiv oder negativ zu reagieren und somit Einfluss auf den Verlauf des Dialoges (und der Quest) zu nehmen. Nach diesem Gespräch bin ich neugierig, was mich am anderen Ende des Weges in Richtung Werkstatt erwartet. In der Nähe befindet sich auch eine
Abzweigung, die zu einem Friedhof führt. Hier hören wir das alarmierende Bellen eines Hundes. Das Gebiet ist so nebelig, dass ich den am Boden kauernden Mann nur aufgrund seines Weinens bemerkte. Dort wartet eine Quest auf mich. Ich muss seinen verstorbenen Hund aufsuchen! Ah ja, jetzt wissen wir, was es mit dem Bellen auf sich hatte. Den weiteren Questverlauf möchte ich an dieser Stelle nicht verraten und überlasse das Lösen dieser Aufgabe jedem, der einen Fuß in die Alpha setzen möchte.

Fazit: Ein stimmiges Gesamtbild

Allgemein muss ich sagen, dass ich die Gebäude um einiges schöner finde, als die Architektur der Spielhauptstadt Numirons aus dem Jahr 2012. Die begehbare Spielwelt der Alpha weist einen gut aufgebauten Verlauf auf. Nichts ist unübersichtlich, als Spieler hat man die Gelegenheit überall hinzumarschieren, ohne den Eindruck zu haben, völlig verloren in der Gegend umherzuwandern. Dank der Wegweiser und eines übersichtlichen Wegverlaufes fällt die Orientierung leicht. Besonders imposant fand ich einen steinernen Treppenweg, der zu einem Tempel hinauf führte. Das Klatschen von Wasser eines Wasserfalls an der Außenmauer der Treppe gibt einen guten atmosphärischen Eindruck und vermittelt ein in sich stimmiges Bild. Besonders witzig fand ich ein Easter Egg, welches in einer Siedlung angebracht worden ist.

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Bewertung: 5.0/5 (5)
Negaia: Ein deutsches MMO-Projekt - Vorschau, 5.0 out of 5 based on 5 ratings

von Dominik am 21.April 2017   Artikel aus Indie, Negaia, Previews in der Datenbank! « 1.765 Klicks

🎮 Negaia


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