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Wie so viele andere habe auch ich das Wochenende genutzt um die Open Beta von Diablo3 auszuprobieren. Nach mehreren Verbindungsabbrüchen und unzähligen Mausklicks später konnte ich beruhigt das Spiel beenden und meine Charaktere auf dem Server sterben lassen. Mein erster Eindruck spiegelte genau das was ich mir erwartet hatte. Blizzard ist der Linie des Vorgängers treu geblieben. Keine schwenk und zoom bare Kameraführung, die Ansicht ist fest fixiert und zentralisiert den Charakter. Die Grafik fand ich Stimmig und passte zur Untoten Atmosphäre. Schöne Texturen an Gebäuden und Gegenstandsobjekten, Aber halt! Die Matschtexturen vor allem bei der in der Beta gezeigten Graslandschaft war wohl doch kein Resultat bei früheren Vorführungen von qualitativ schlechten Videoaufnahmen, sondern tatsächlich der Stand der Dinge. Dies ist das einzige an der Grafik was mich etwas gestört hatte.

Wie ja schon desöfteren berichtet wurde fiel das bekannte Skillsystem aus Diablo2 dem Mülleimer zum Opfer. Anstatt des in drei Richtungen zu spezialisierenden Talentbaumes werden die Fertigkeiten, die jetzt als Runen bekannt sind, während des Hochspielens Freigeschaltet. Zuerst dachte ich mir das diese Entscheidung Blizzards den Nachfolger des Genreprimus in den Boden stampfen würde. Da mir die Individualisierung des eigenen Charakters nicht möglich erschien. Erinnere ich mich aber an meine Spielzeiten zu Lord of Destruction zurück, so wurde mir klar das trotz des Talentbaumes im Endspiel jeweils zwei bis drei Spezialisierungen am effektivsten zu spielen waren. Im Vergleich zur Beta konnte ich nun erkennen, dass das Runensystem ebenfalls viel Auswahl zur Talentspezialisierung bietet. Aus den wenigen Fähigkeiten wurde bei einigen Klassen sichtbar, das es Möglichkeiten gibt den Charakter für PvP, Solo und Gruppenspiele auszurichten. Also müsste es im Endcontent ganz sicherlich mehrere verschiedene Klassenspezialisierungen geben.

Insgesamt konnte ich drei Heldenklassen hochspielen. Der festgelegte mittlere Schwierigkeitsgrad machte die Beta keinesfalls zu einer Herausforderung. Schon im Alleingang war das Umhauen der Zombiehorden keine große Sache und sobald die ersten Rareitems zur Verwendung bereitstanden waren auch die Bosse keine Mühen mehr wert. Schnell war die Enttäuschung vorhanden das Spiel könnte keine Herausforderung darstellen. Doch war dieser Irrglaube überhaupt berechtigt? Nein, denn die Beta zu Diablo3 entspricht der Spiellänge nach etwa den ersten drei Quests aus dem Vorgänger. Und wenn man gerade wieder einmal am vergleichen ist, so weckten meine grauen Zellen noch Erinnerungen wie langweilig das Spielprinzip mancher Helden aus Diablo2 war. Oftmals war es das Monotone benutzen von zwei Fertigkeiten bis man endlich mit Mitte der 20 Stufe Abwechslung durch unterschiedliche Fähigkeiten bekam. In der Beta war schon seit Stufe 8 das vielseitige ausprobieren machbar und erlaubte etwas mehr Vorgehensweisen. Besonders interessant machte mich der Dämonenjäger. Denn außer zwei Schussfähigkeiten war der Rest des Runenmagazins mit fragwürdigen Eigenschaften wie Fallen legen und das Ausweichen durch Hechtsprünge aufgefüllt. Schon alleine der Blick auf das Talentsystem ließ mich neugierig werden was diese Heldenklasse im Endspiel so alles bieten könnte. Im Gegensatz dazu waren die Runen der Zauberin allesamt pure Offensivfähigkeiten was mich zu der Frage trieb, was die Magierin im späteren Levelbereich  Freigeschaltet bekommt. Da bei vielen Helden der Skillschaden vom Angriffwert der Waffen abhängig ist könnte es außerdem sein, das man in der Endstufe mit dem ersten Freigeschalteten Skill Diablos Monster schnetzeln kann. Und so etwas war beim Vorgängertitel nicht möglich.

Für mich war das Diablo3 Wochenende ein voller Erfolg. Ich hatte das Glück seit Samstag ohne Verbindungsabbrüche auf dem Battlenet Server zu spielen und mir auch Klassen anzuschauen die ich wahrscheinlich später sonst nie angerührt hätte. Trotz Onlinezwang, der inzwischen bei vielen Publishern nicht mehr wegzudenken wäre, und den fragwürdigen Auktionsangeboten, die den Transfer digitaler Daten gegen Echtgeld ermöglichen, werde ich mir das Spiel zulegen. Es ist spielerisch so schlicht geblieben wie es Diablo2 nur sein konnte. Vieles wurde verändert und ist rückblickend auch sinnvoll ergänzt worden. Den Medienhype in der Branche um das Spiel kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Es gibt sicherlich Hack&Slay Spiele die mehr Innovation bieten können, man sollte sich aber immer vor Augen führen das Diablo2 nur der Genreprimus war und es im laufe der letzten Jahre tatsächlich Spiele gab die Blizzards Spiel sehr nahe kamen. Wer also Kameraschwenkungen und realistische 3D Grafik vermisst, der hat vergessen das Diablo in dieser Richtung nie führend war und die Entwickler aus Irvine mit Diablo3 einen Nachfolger präsentieren, der seinem Vorbild so ähnlich wie nur möglich gehalten wurde.

Ersteindruck: Ausgezeichnet

 

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Bewertung: 5.0/5 (8)
Rückblick: Diablo 3 OpenBeta Wochenende, 5.0 out of 5 based on 8 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 23. April 2012.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 244 Artikel geschrieben.

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