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Das Raumschiff Canyonbreed ist in einem Asteroidenfeld havariert und die Besatzung ist durch diese Situation in Spaltung geraten. Der eine Teil der Schiff Administration hat sich in eine sichere Zone verbarrikadiert während der Rest zu Abtrünnigen wurde. Die wenigen Überlebenden dieses Unfalls stehen sich nun feindselig gegenüber. Um das Schiff wieder Flugfähig zu machen hat sich die Crew der Administration dazu entschlossen mithilfe von ferngesteuerten Cyborgs Ressourcen in den abgeschotteten Winkeln des Schiffes zu sammeln. Und Genau in die Haut eines solchen Halbroboters werden wir als Spieler geschlüpft.

Bei Canyonbreed handelt es sich um ein klassisches Science Fiction MMO des deutschen Hobby Spieleentwicklers Sunroc. Die Inspiration ein so großes Projekt zu starten begann für den 1974 geborenen Sunroc mit dem Spielen von Neocron, einem FPS-MMORPG. 2011 startet der bis dahin durch Adventure mit Textparser auf dem ATARI ST erfahrene Entwickler mit dem Projekt Canyonbreed. Die ersten Schritte wurden durch die Engine Blitzbasic realisiert. Die Texturen waren bis dahin noch nicht selbst erstellt sondern aus allen möglichen Quellen zusammen geschustert. Dementsprechend sah das Spiel auch relativ Bunt gemischt aus. Im späteren Verlauf der Entwicklung verzichtete Sunroc auf den weiteren Einsatz von Texturen um sich mehr den Details im Spiel zu widmen. Doch die auf Directx7 basierte Blitbasic Engine kam im Laufe der Zeit in die Jahre und so wurde das Projekt vorläufig wieder eingestellt. Neue Inspiration fand der Entwickler im Spielen von World of Warcraft und wechselte auf die für Indie Studios reizvolle Unity Engine. Die 3D Modelle waren noch immer auf dem Stand der alten Blitzbasic Engine als Sunroc die Modelle in Unity implementierte. Dem Anreiz welcher Unity dem Entwickler bot konnte er nicht ausschlagen und so wurden neue Modelle erschaffen die er in Unity gut in Szene setzen konnte.

Das Ergebnis lässt sich durchaus sehr gut sehen. Canyonbreed hat nun hochauflösende Texturen die dem Setting vom Raumschiff gerecht werden. Auch die Spielfigur des Cyborgs macht einen optischen sehr guten Eindruck. Zeit also für uns das Spiel selbst anzutesten.

Das Spiel startet wie alle typischen MMO´s. Wir erstellen uns einen Charakter der jedoch vordefiniert ist. Aussehen und Startausrüstung lässt sich nicht konfigurieren. Da das Spiel noch nicht Offiziell veröffentlicht ist, kann man auf solche Banalitäten verzichten es geht weiter mit dem eigentlichen Spiel. Wir starten in der sicheren Zone des Raumschiffes in der die Administration ihre Cyborgs aussendet um Material zu sammeln. Wir spielen selbst einen solchen Cyborg. Inhaltlich unterscheidet sich das Spiel nicht von den klassischen MMO Inhalten. Ausrufezeichen symbolisieren uns Questgeber die uns in Textform einen Auftrag erteilen. Haben wir diese erledigt so können wir die Quest bei einem mit Fragezeichen Symbolisierten NPC abgeben. Im weiteren Verlauf der Tutorial Missionen lernen wir die Werkbank kennen, bei dieser wir unsere Ausrüstung aufbessern oder ganz neue Gegenstände herstellen können. Die Gegner sind derzeit verwirrte Drohnen, andere Androiden oder ehemalige Besatzungsmitglieder die als wandelnde Toten herum irren. Das Kampfsystem spielt sich ebenso wie jenes im MMO Genre. Wir erhalten für besiegte Gegner und Aufgaben Erfahrung welche in Punkte investiert werden, Mit diesen Punkten können wir uns neue Fertigkeiten kaufen. Diese bestehen aus mehr Leben, neuen Angriffen oder sonstigen Verbesserungen. Die neuen Fähigkeiten ordnen wir unserer Aktionsleiste hinzu. Automatisch weißt diese den Fertigkeiten Hottkeys auf der Tastatur zu. Die Skills werden mit Cooldowns versehen so dass man nicht jede Fertigkeit im Dauerfeuer ausführen kann. Es sind in der derzeitigen Version nur Fernkampffertigkeitern verfügbar. Technisch fehlt noch ein passendes Interface. Wir haben öfters das Problem mit der Maus Feinde anzuvisieren. Dafür läuft die Kampfanimation des Spielercharakters sehr rund. Lediglich die der Gegner hat so ihre Schwächen weshalb wir nicht immer einschätzen können wann wir den richtigen Abstand von den Nahkampf Angreifern einhalten um nicht getroffen zu werden. Eine weitere Schwäche dieser frühen Version von Canyonbreed ist das der Charakter nicht automatisch die Richtung wechselt wenn wir einen Feind aufs Korn nehmen. So müssen wir immer die Spielfigur mit den WASD Tasten drehen um den richtigen Angriffswinkel einzunehmen. Die Levels sind in zwei weitläufigen Arealen aufgeteilt. Diese sind in Deck 1 und 2 untergliedert. Die Gegner sind auf beiden Ebenen die gleichen Drohnen und Androiden. Wir haben in unserem Test noch nicht alle Zonen dieser Level bespielt da das Areal riesig ist und die Gegner nach jedem Spielertod automatisch respawnen. Da es sich bei der Spielfigur um einen Cyborg handelt, der von einem Menschen gesteuert wird, passiert beim Sterben der Spielfigur nicht sehr viel, könnte man meinen. Von der Story her wird ein neuer Cyborg aus dem Arsenal hochgefahren und einsatzbereit gemacht. Die Skills und auch das Equipment bleiben aus Gameplaygründen jedoch erhalten Da die Kollisionsabfrage Serverseitig läuft kann es bei kurzen Latenzproblemen schnell zum verlieren eines Duells kommen. Leider können wir den MMO Effekt im Spiel nicht kommentieren da zu unserer Spielzeit kein anderer Spieler auf dem Server eingeloggt war.

Mir hat das Spiel in seinem noch frühen Status sehr gefallen. Es ist mal ein anderes Setting als nur Zwerge, Elfen und Orks zu spielen. Vor allem die sehr schöne Grafik hat mir sehr zugesagt. Auch den spielerischen Ablauf der Kämpfe fand ich an sehr vielen Stellen sehr herausfordernd. Ich kann nur beten das Sunroc sein Spiel konsequent bis zum Schluss fertig stellt, da ich in dem Spiel viel Potential erkenne welches nicht nur auf dem Setting beruht..

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Bewertung: 4.8/5 (12)
Canyonbreed: Vorschau - Ein deutsches SciFi-MMORPG!, 4.8 out of 5 based on 12 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 2. Mai 2017.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele. Er hat 256 Artikel geschrieben.

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