Attack on Titan 2

Entwickler: Omega Force
Publisher: Koch Media
Release: 20. März 2018
Plattform: PC, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One
Genre: Adventure
2. Genre: Action-Adventure
Engine: -

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„Wir haben sie nicht verloren… Diese Soldaten sind nicht einfach so gestorben. Mein Befehl hat sie sterben lassen. Dies ist der Moment, der über Fortbestand oder Untergang der Menschheit entscheidet – wenn die Menschheit dank dessen überleben kann, ist es mir egal wenn man mich einen Massenmörder nennt.“

Demnächst kommt der Actiontitel A.O.T. Wings of Freedom 2 raus und obwohl der Vorgänger ziemlich durchwachsen war, kann dieser für mich als Attack on Titan-Fan trotzdem eines der besten Spiele 2018 werden. Aber was ist Attack on Titan, oder wie der richtige Titel lautet, Shingeki no Kyojin, eigentlich? Ich will es versuchen ohne Spoiler zu erklären, für diejenigen, die es nicht kennen. Denn der richtige Test (was dann Teil 2 ist) wird vermutlich eine Spoiler-Apokalypse. Wer die Anime/Manga-Serie noch nicht kennt und unvoreingenommen genießen möchte, sollte außerdem die Trailer zu den Spielen vermeiden… Allerdings gibt es den Manga bereits seit Ende 2009 und die Animationsserie seit 2013, also bin ich mir nicht ganz sicher, ob die ungespoilerte Zielgruppe, die ich bedienen möchte überhaupt existiert. Ich vermute mal, das hier zu lesen lohnt sich vermutlich nur, wenn man entweder selten oder gar keine Anime-Serien schaut, bzw. Manga liest.

Fun Fact: Shingeki no Kyojin heist soviel wie Angriff der Riesen – was im Prinzip das Gegenteil von Attack on Titan ist…

 

Der Mann hinter Attack on Titan

Die 10 besten Soldaten des 104. Trainingskorps. Dieses Bild wird auf den Rücken der Manga abgebildet. Sobald einer stirbt, fehlt er in der nächsten Ausgabe.

Hajime Isayama, der Zeichner und Kopf hinter Shingeki no Kyojin, hat mal in einem Internetcafé gearbeitet und ist auf einen betrunkenen Kunden gestoßen. Isayama war erstaunt darüber, dass sie nicht miteinander kommunizieren konnten, obwohl sie der gleichen Art angehören. In dem Moment kam ihm der Gedanke, dass der Mensch sowohl die vertrauteste, als auch die furchteinflößendste Kreatur auf der Welt ist. Dieser Gedanke wurde zu einer Inspiration für die Titanen, welche man vermutlich am ehesten als Kreuzung von Riese und Zombie verstehen kann.

Isayama hat des öfteren an Manga-Wettbewerben teilgenommen, wo seine Zeichnungen als hässlich und schlecht galten. Mit Attack on Titan landete er jedoch einen Hit, welcher sogar International extrem erfolgreich war und den Manga-Platzhirschen konkurrenz machte. Isayama war überwältigt davon. Er wollte seinen Manga eigentlich mit einem extrem tragischen Ereignis abschließen und alle Hauptcharaktere sterben lassen. Die plötzliche Popularität ließ ihn jedoch umdenken. Er wollte seinen Fans ein befriedigenderes Ende verschaffen. Was nicht heißt, dass alle Figuren sicher sind. Als Isayamas Editor das Schicksal seines Lieblingscharakters sah, brach dieser in Tränen aus, schloss sich zum weinen auf der Toilette ein und flehte Isayama an, diesen noch etwas leben zu lassen. Isayama änderte zum Glück seine Meinung, und verschonte diese Person… vorerst.

Was ist schlimmer als Zombies? Riesige, fast unverwundbare Zombies.

So sehe ich Leute an, die denken, dass Anime für Kinder ist. Lasst euch von den hellen Visuals nicht täuschen – auch wenn AOT ein Action-Anime ist, liegen seine Wurzeln im Horror-Genre.

Aber warum ist Attack on Titan so beliebt geworden? Nun, manche bezeichnen es als Game of Thrones aus Japan, bzw. der Zeichentrickserien. Ich persönlich empfinde diesen Vergleich nicht ganz passend, aber er kommt auch nicht von ungefähr. Die Story der Serie ist dicht, fühlt sich sehr gut vernetzt an. Alles ist miteinander verbunden. Charaktere haben ihre Motivationen, Geschichten, Gründe warum sie an dem Ort sind, wo sie sind. Dinge und Figuren, von denen man dachte, dass ihre Rollen ausgeschöpft sind, kommen zurück und tragen sinnvoll zum Gesamtwerk bei. So habe ich mich erst geärgert, das die Deutsche Synchro einen Synchronsprecher mehrmals verwendet. Etwas später kam dann ein neuer Manga-Band raus, der zu einer viel späteren Zeit spielt und klar macht, dass das, was ich für zwei unterschiedliche Charaktere hielt, eigentlich ein und der selbe ist – was mein Hirn zum explodieren gebracht hat.

Wichtige Szenen, die den Verlauf des Plots mehrere Folgen vorher anteasern sind in der Regel schnell vergessen, weil man geschickt abgelenkt und nicht wieder daran erinnert wird. Die Serie bricht nicht nur Storytelling-Regeln, sondern auch seine eigenen – funktioniert aber trotzdem, da sie und ihre Figuren einfach gut geschrieben ist. Teilweise ist die Darstellung der Charaktere übertrieben dramatisch, wie das einfache Essen einer Kartoffel (Nicht so sehr wie “Ich nehme einen Kartoffelchip – UND ESSE IHN!”), dass man komplett überrumpelt wird, wenn eine wichtige Information – welche die gesamte erste Staffel in anderem Licht erscheinen lässt – beiläufig im Hintergrund erwähnt wird während im Vordergrund andere Gespräche geführt werden. Viele Dinge verstecken sich direkt vor den Augen des Zuschauers, der sich blöd vorkommt, wenn er realisiert, dass er alles die ganze Zeit vor der Nase hatte. Allerdings kann man auch Dinge voraussehen, wenn man aufmerksam ist. Jetzt wo ich darauf hingewiesen habe, ist die Wahrscheinlichkeit dafür wohl gestiegen.

In AOT bleibt kein Stein auf den anderen.

Der Hauptcharakter von Shingeki no Kyojin ist genial. Er ist kein Auserwählter,  nur eine gewöhnliche Person mit einer schwarz-weiß Moral und freiheitsliebend wie ein Texaner, der seinen Colt für den morgendlichen Gang zum Bäcker umschnallt. Nun denkt ihr euch vielleicht: “Was ist daran genial?” Nun, ich kann nicht darauf Antworten, ohne zu Spoilern, deswegen werde ich das in Teil 2 fortsetzen. Allerdings merkt man als reiner Serien-Schauer davon nur wenig.

Die musikalische Untermalung als episch zu bezeichnen, ist fast untertrieben. Die Animationen sehen vor allem in Kampfszenen dynamisch aus und vereinfachen den hübschen Artstyle nicht zu sehr. Und auch das CGI fügt sich meistens ziemlich gut in das Gesamtbild ein. Ich würde sogar so weit gehen und AOT als einer der hübschesten Anime bezeichnen – von dem, was ich gesehen habe sieht nur Violet Evergarden (Kann ich auch empfehlen.) besser aus – meiner Meinung nach. Wir reden hier immerhin von einer 5 Jahre alten Serie. Aber naja, das ist Geschmackssache.

Negative Dinge: Das Pacing ist überall und nirgends – gepaart mit Cliffhängern aus den Tiefen der Hölle. Ist aber im Zeitalter des Bingens halb so wild. Außerdem bleiben durch die aufwendigen Animationen einige Szenen auf der Strecke und werden als einfache Standbilder dargestellt, vor allem in der ersten Staffel. Dabei handelt es sich allerdings um vereinzelte Gespräche. Meckern auf hohem Niveau: Wie immer denken sich Japaner komische europäische Namen aus, für sie reicht es wohl, dass sie exotisch klingen.

Die Flügel der Freiheit

„In Diesem Augenblick erinnerte ich mich. Dass ich diesen Anblick seit meiner Geburt schon unzählige, UNZÄHLIGE male… gesehen hatte. Ich hatte es so oft gesehen. Immer und immer wieder. Aber ich hatte immer so getan als hätte ich es nicht gesehen. Es ist wahr: Diese Welt ist ein grausamer Ort!“

Das plötzliche Auftauchen der Titanen hat die Menschen an den Rand der Ausrottung getrieben. Die letzten Reste der Menschheit leben seit 100 Jahren inmitten von 3 Mauern: Maria, Rose und Sina. Diese 50 Meter hohen Bauwerke werden mittlerweile als Göttinnen verehrt. Über die Titanen ist nicht viel bekannt. Sie sind unterschiedlich groß, meist 3-15 Meter hoch. Sie können Menschen spüren und fressen Sie, haben aber keine Möglichkeit sie zu verdauen und kotzen sie wieder aus. Ihre Energie kommt vom Sonnenlicht, jedoch hält jeder Titan unterschiedlich lange ohne Sonne aus. Es gibt außerdem noch abnorme Exemplare, die meist ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen. Diese erkennt man an ihren seltsamen und unpraktischen Fortbewegungsmethoden. Alle Titanen haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind fast untötbar und regenerieren Verletzungen innerhalb von Minuten, selbst Enthauptungen. Der einzige Schwachpunkt liegt direkt im Nacken, von dem ein ganzes Stück herausgeschnitten werden muss, um sie vom regenerieren abzuhalten.

Die Soldaten kämpfen in der Regel nicht, weil es ihnen Befohlen wurde, sondern weil ihnen keine andere Wahl bleibt. Die meisten würden eine Exekution wegen Desertierens dem Kampf gegen Titanen vorziehen.

Aber genug von den Titanen, was machen die Menschen so? Das Militär der Menschheit ist in drei Divisionen unterteilt: Mauergarnison, Militärpolizei und Aufklärungstrupp. Die Erste hält was der Name verspricht, sie bewachen die Mauern und reparieren sie, falls nötig. Zusätzlich dazu kümmern sie sich um neue Rekruten und bilden sie aus. Außerdem kämpfen sie meist mit stationären Geschützen, die allerdings nur Trostspender sind. Was die Militärpolizei angeht, sind sie hauptsächlich in inneren Bezirken stationiert, wo sie für Ordnung sorgen und die Adligen bewachen; Luntenschlossgewehre sind die Waffen ihrer Wahl. Der Aufklärungstrupp ist der interessanteste. Sie erforschen die Äußeren Gebiete, studieren die Titanen und entwickeln neue Kampftechniken sowie -technologien, wie den 3d-Manöverapparat und die dazugehörigen auswechselbaren Klingen. Dieser katapultiert die Soldaten mit Gas in die Luft und verwendet zwei Enterhaken, sowie das eben erwähnte Gas zur Fortbewegung. Seit diese Technologie in Massenproduktion gegangen ist, wurden auch die anderen Divisionen damit ausgerüstet, wobei die Militärpolizei diese nur zu ausgewählten Anlässen benutzt. Allerdings haben sich auch einige dieser Geräte auf den Schwarzmarkt und in Gaunerhände verirrt.

Der hundertjährige Frieden nimmt mit dem Auftauchen des kolossalen Titans ein jähes Ende.

Im südlichsten Äußeren Bezirk Shiganshina lernen wir den Protagonisten Eren Jäger kennen, wo er mit seiner Adoptivschwester Mikasa Holz sammelt. Man merkt schnell, dass sie sehr auf ihn fixiert ist und alles für ihn tun würde. Sie möchte ihm ausreden, sich dem Aufklärungstrupp anzuschließen, da deren Expeditionen meist nur die Hälfte der Leute zurück kommt. Warum er das trotzdem machen will? Erens Kindheitsfreund hat Armin ihm diese Flausen in den Kopf gesetzt; mithilfe eines alten Buches über die Außenwelt weckte er Erens Neugier. Seitdem möchte er die Welt sehen, echte Freiheit erleben, nicht wie Vieh im Käfig sein Dasein fristen – selbst wenn es ihn umbringt. Diese Pläne werden jedoch in weite Ferne gerückt, als der Kolossale Titan urplötzlich vor dem Tor steht und dieses Kurzerhand zerstört. Chaos breitet sich aus, denn die normalen Titanen nutzen die Gelegenheit um in die Stadt einzudringen. Zu allem Überfluss Zerstört der gepanzerte Titan das Innere Tor, was dazu führt, dass sich die gesamte Menschheit hinter die Mauer Rose zurückziehen muss. Ähnlich bescheiden geht es Eren und Mikasa, denn ihre Mutter wurde in den Trümmern ihres Hauses eingequetscht. Eine der dramatischsten Szenen überhaupt spielt sich ab, als Erens Mutter sich mit letzter Kraft davon abhält, die Kinder anzuflehen bei ihr zu bleiben (nachdem sie diesen befohlen hatte sie zurückzulassen), während ein Freund der Familie Eren und Mikasa vor einem besonders diebisch grinsenden Exemplar rettet, der dann die Mutter verspeist. Daraufhin schwört Eren, sämtliche Titanen vom Antlitz der Welt zu tilgen. So viele werden es dann aber doch nicht.

Soviel zu meiner allgemeinen Zusammenfassung. Falls du, lieber Leser, jetzt Blut geleckt haben solltest, rate ich dringend dazu die Serie anzusehen, bzw. den Manga zu lesen. Auf keinen Fall die Filme ansehen, egal ob Live-Action oder nicht! Die 2. Staffel gibt es allerdings noch nicht komplett auf Deutsch. Der AOT 2 Test wird kommen, und dann wird gespoilert bis der Arzt kommt – was nicht heißt, dass ich jegliches Detail der Story (die momentan verfügbar ist) erklären werde – es sei denn, das wird gewünscht.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
Kampf um das Überleben der Menschheit - Teil 1, 5.0 out of 5 based on 3 ratings
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Reddok am 19. März 2018.
Reddok fühlt sich in knallharten Action-RPG's wie Gothic und Dark Souls pudelwohl. Schwer? Frustrierend? Egal. Die Herausforderung wird angenommen und überwunden. Mit JRPG's hat er aber nichts am Hut. Er hat 6 Artikel geschrieben.

Artikel aus Nerd. Der Artikel wurde 1.379 mal geklickt.

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Kommentare (4) zu Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 1

  • Reddok sagte am 21.03.2018 um 07:37:32

      Da bin ich ja beruhigt 😀
      Black Lagoon hab ich auch schon ein Dutzend mal gesehen. Hab vor ner Weile (vielleicht vor einem Jahr) mal gehört, dass der Mangaka diese Serie wieder aufnehmen will, aber seitdem nichts weiter. Eine Fortsetzung des Manga würde auch nicht Automatisch zu einer Fortsetzung des Anime führen, da diese meistens nur produziert werden, um den Verkaufszahlen der Bücher nachzuhelfen…

      Habe gestern das Spiel schon gesuchtet, und es startet mit einem kleinen Ausflug zum Ende von Staffel 1 und geht vermutlich ein Stück über Staffel 2 hinaus.
      Es scheint sowohl Stärken als auch Schwächen des Vorgängers übernommen zu haben, hat aber auch einige sinnvolle Verbesserungen. Mehr dann dazu in 1-2 Wochen 😉

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  • Dominik sagte am 20.03.2018 um 19:08:27

      Ok du hast es geschafft jetzt will ich die Reihe mir mal genauer ansehen 😀 Ich schaue nicht alle Animes mein letzter war Black Lagoon aber die Geschichte von diesem hier fesselt mich doch. Übrigens dein Schreibstil ist sehr gut und mach dir wegen der Rechtschreibung keine Sorgen da hab ich schon ganz andere Sachen rausgehauen.

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  • Malte sagte am 19.03.2018 um 14:03:00

      Der Schreibstil kann sich aber definitiv sehen lassen! 😅😎 Toller Artikel, ich selbst bin nur nicht so der Anime-Fan ☹️🙈

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  • Reddok sagte am 19.03.2018 um 13:32:12

      Es ist immer das gleiche. Ich schreibe > korrigiere den Text 20 mal > er wird veröffentlicht > ich finde zig Fehler, bzw. Sachen die ich besser hätte schreiben können… -_-

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