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Vorwort

Auch heute möchte ich wieder über ein Spiel berichten, dass mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet und mich sozusagen etwas “geprägt” hat. Wer meinen Review zu Indiana Jones und der Turm von Babel gelesen hat, hat wohl eine schemenhafte Vorstellung vor seinem geistigen Auge, was ich damit meine :-)

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Ich spreche, wie auch bereits die Überschrift betitelt, von dem Adventure: “Titanic – Wettlauf gegen die Zeit”, englischer Titel: “Titanic – Adventure out of Time”. Entwickelt von CyberFlix, im Jahre 1996.

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Offizielle Homepage (archiviert): http://web.archive.org/web/20000816000646/http://www.barracuda-gssm.com/titanic/thegame.htm

Auch dieses Spiel gehört wohl zu den Klassikern, ist aber leider, wie viele alte Games, kurz davor, vollständig in Vergessenheit zu geraten. Obowhl die Titanic doch zweifellos das legendärste Schiff aller Zeiten ist und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch für lange Zeit bleiben wird und es kaum jemanden am Planeten Erde gibt, der den Namen nicht zumindest einmal gehört hat, ist das Thema in der Spielewelt sehr rar vertreten.

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Trotz dem Rummel, den James Cameron mit seinem, mit 11 Oscas ausgezeichneten, Kinofilm, verursacht hat, existiert(e) außer ein paar Wimmelbildspielen, die es auch für Handheldkonsolen gibt und ein paar, ich nenne sie mal “Juxadventures”, kaum Nennenswertes am Markt. Einzig ein paar verlorengegangene Mods in Simulatoren – wie zB. dem Microsoft Schiffssimulator 2006 – und ein paar Fanprojekte, reihen sich neben James Camerons Titanic Explorer und einem Tauchgang Simulator.

Hinweis: Das Interessanteste aktuelle Fanprojekt im Moment wohl “Titanic – Honor and Glory”: http://titanic-honor-and-glory.tumblr.com/

“Titanic – Wettlauf gegen die Zeit”, ist auf Amazon und Ebay bereits ausgesprochen Rar gesät und zählt wohl mittlerweile zu den seltenen Spielen, welches man vorrangig in Regalen von Fans und Sammlern findet und in den kommenden Jahren vermutlich vollständig vergriffen ist.

Neben einer persönlichen Geschichte, welche mich mit diesem Spiel verbindet, ist auch die Titanic im Generellen, eines meiner Hobbies, und das ungebrochen, seit mittlerweile etwa 17 Jahren. Ich habe unzählige Bücher verschlungen, Filme und Dokumentationen gesehen, Revell- und auch andere Modelle gebaut, Fan-Artikel gesammelt, Berichte gelesen und konnte für lange Zeit, so ziemlich jede erdenkliche Frage zum Schiff, wahrheitsgemäß und sachbezogen beantworten und das zum Teil bereits im Alter von lediglich 10 Jahren. Zudem konnte ich das Thema Titanic, auch mit meinem Kleinkind- und Jugendfreund teilen, durch den ich eigentlich überhaupt erst darauf kam. Die Anzahl der Lego Schiffe, welche wir gebaut haben, kann ich mittlerweile wohl nicht mal mehr schätzen :-)

Kompatibilität

Spätestens seit dem Erscheinen von Windows Vista, ist es mit der Spielbarkeit, von vielen alten Klassikern, ja so ne Sache. Auch bei diesem Game ist das nicht anders, neue Technologien verursachen diverse Probleme. Entwickelt wurde das Game ursprünglich noch für PC – Windows 3.1 und Windows 95 –  und für Mac. Aus diesem Grund musste ich für mein Replaying und in weiterer Folge für dieses Review, erneut auf mein Replaying Notebook mit Windows XP SP3 zurückgreifen. Auf Windows 8.1 X64 war bereits die Installation nicht möglich, ebenso konnte mein VMware Player, mit Windows 7 X64, das Spiel nicht zum Laufen bringen.

Das Hauptproblem dürfte hier jedoch wiederholt die 32/64Bit Thematik sein, wie bei diversen anderen Spielen. Wobei ich ergänzend erwähnen möchte, dass das Spiel unter XP SP3 zwar prinzipiell fehlerfrei läuft (abgesehen von den spielbasierenden Bugs, welche diverse Abstürze verursachen), man jedoch durch diverse Hänger und kurzen Grafikaussetzern schon merkt, dass es für derart “fortschrittliche” Technologien, nicht entwickelt wurde. Gerade das Thema, betreffend 256 Farben oder 8Bit Farmodus, zwingt auch unter Windows XP, so manchen Grafiktreiber in die Knie.

Lieferumfang

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Wie man es von alten Games kennt, kommt (kam) auch dieses Spiel im Pappkarton. Darin befinden sich zwei Papier Hüllen, mit den beiden CD-ROM Datenträgern, sowie eine kleines Booklet Handbuch, welches in einem Jewel CD-Case Platz finden würde. Außer einer Garantiekarte, und einem Rücksendeformular für eine Kundezufriedenheitsumfrage – die das Unternehmen gerade heute, sicher noch ganz besonders interessieren würde – können wir der Verpackung jedoch nichts Weiteres entnehmen.

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Liest man das Handbuch, meint man zu merken, dass Bill Gates´ Motto: “A PC on every desktop” damals noch sehr jung war, schließlich erhält man das Gefühl, dass man das Handbuch auch mit “Softwareinstallationen für Dummies” betiteln hätte können. Im Weiteren ist das Handbuch jedoch nett gestaltet, wenn auch lediglich in Grautönen gedruckt.

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Grafik

Das Spiel wird als 3D Adventure deklariert, das trifft zwar im Grunde zu, mit dem heute bekannten 3D Feeling, kann man die Grafik von damals aber natürlich nicht vergleichen. Die 3D Technologie war zur damaligen Zeit auch noch nicht derart verbreitet, vor allem auch, da die PC Hardware noch nicht so potent war wie heute. In diesem Adventure erleben wir  gefühlt, eher 2D Grafiken, die dreidimensional dargestellt werden. Dieser Eindruck stellt sich vor Allem dann ein, wenn man sich schneller bewegt. Die Grafiken werden während der Bewegungen stark unscharf und erst nach kurzer Verzögerung wieder scharfgestellt, dies dauert etwa eine halbe Sekunde, ähnlich einem Autofokus einer Kamera. Eine deratige Grafikengine, habe/hatte ich bis Dato noch nicht gesehen.

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Darüber hinaus ist die Grafik aber – den Umständen entsprechend – sehr ansehnlich. Die Innenräume wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und die Fargebung, sowie das Umgebungslicht, vermitteln Mystik- und Adventure Feeling. Gerade die oftmals sehr schwach beleuchteten Stellen, vermitteln einen düsteren Eindruck, der sowohl zum Thema Titanic im Generellen – immerhin versteckt sich hinter dem Namen eine Tragödie, welche unzählige Menschenleben forderte – als auch zur Story und im Weiteren zur Tages- bzw. in diesem Fall eben Nachtzeit, perfekt passen.

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Sound

Wie schon die Grafik, vermittelt auch der Sound ein entsprechendes Feeling. Die gut ausgewählten Titel und Melodien, knüpfen an die Grafik an und helfen dabei, gemeinsam durch die Rätsel, direkt in das Spielgeschehen gezogen zu werden.

Lediglich die Abwechslung, lässt etwas zu Wünschen übrig. Je nachdem in welchem Bereich auf dem Schiff man sich befindet, wird als Hintergrundmusik ein anderes Theme verwendet, dass entsprechend zur Umgebung passt. Während in den Tiefen des Frachtraums, düstere und dunkle Musik gespielt wird, ertönen auf den oberen erste Klasse Decks, fröhliche und aufmunternde Klaviermelodien. Die verschiedenen Soundtracks, sind in Summe auf etwa zehn Stück beschränkt, zu wenig, für ausreichend Vielfalt.

Da man gerade als Blind Spieler ohne Walkthrough, unzählige Stunden am Schiff verbringen wird, vor Allem, wenn man das Spiel erfolgreich beenden möchte, kann der Sound nach einiger Zeit wirklich richtig nerven. Ebenfalls etwas unschön, ist die Skalierung der Lautstärke. Je nach Voreinstellung, der allgemeinen Lautstärke des Betriebssystems, kann es bereits beim Spielstart, gefühlt, die Lautsprecher zerfetzen. Man kann die Spiellautstärke jedoch manuell nachjustieren.

Story/Gameplay

 

Möglicherweise ist die Idee zur Story eines solchen Spiels an sich, die Antwort darauf, warum es zum Thema Titanic, keine einschlägigen Titel gibt. Jeder der das Schiff kennt, kennt wohl auch dessen Schicksal. Welche Story sollte man dabei bereits großartig erfinden? Den Entwicklern ist es jedoch gelungen, diese Frage mit Bravour zu beantworten.

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  1. April 1942 – 30 Jahre ist es nun her, dass Frank Carlson, als Geheimagent, an seinem Auftrag auf der Titanic, gescheitert ist. In seinem Londoner Büro fristet er sein Rentnerdasein und sinnt über vergangene Zeiten nach, es hätte alles anders kommen sollen.

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Ein Bombenanschlag katapultiert uns 30 Jahre zurück in die Vergangenheit, zur besagten Schicksalsnacht. Schicksal sowohl für Frank, als auch für die Titanic. Der 14. April 1912, an dem nicht nur ein Schiffsunglück unzählige Leben fordern, sondern auch Franks Auftrag scheitern sollte. Doch wir bekommen eine zweite Chance, die Fehler von damals zu bereinigen und die Geschichte zu ändern.

Erreichen können wir das Ziel, in dem wir mit vier Gegenständen lebendig von Bord gehen, welche normalerweise mit dem Schiff gesunken wären. Die Rettung dieser Reliquien, kann sogar den zweiten Weltkrieg verhindern.

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In der Nacht zum 14. April 1912, finden wir uns in unserer Kabine wieder. Wir reisen erster Klasse, befinden uns also im vorderen Bereich des Schiffes, auf den oberen Decks. Von unserem Steward, der uns zudem auch nützliche Tips geben kann, erhalten wir unseren ersten Hinweis. Wir sollen unseren Kontakt(mann) an Bord, im Fitnessraum aufsuchen. So erhalten wir Informationen zu unserem Auftrag.

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Im Zuge unserer Reise durchs Schiff, erhalten wir immer wieder Anweisungen, zum Teil von verschiedenen Personen. Im Regelfall betrifft dies das Auffinden von Gegenständen, oder Erhalten von Informationen. Mit den Pfeiltasten, oder den Tasten W,A,S u. D, steuern wir unseren Charakter (stets aus der EGO Perspektive) durch das Schiff. Wir haben eine Tasche dabei, welche unser Inventar darstellt und worin unsere Gegenstände aufbewahrt werden. Ein Hauptanteil des Gameplays beinhaltet das Führen von Dialogen mit Personen an Bord des Schiffes, von denen wir Informationen erhalten, um unsere Geschichte voranzutreiben. Die Story entwickelt sich erst nach und nach, im Verlauf des Spiels. Hiezu ist es wichtig, die Dialoge auch tatsächlich zu lesen und zu verstehen.

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Im ersten Teil des Spiels, haben wir unbeschränkt Zeit, die Rätsel zu lösen oder auch, wenn gewünscht, das Schiff zu begutachten. Der Spielverlauf ist dabei, in nicht direkt sichtbare Kapitel unterteilt. Haben wir gewisse Spielfortschritte erreicht, wird uns dies, durch Cut Scenes, in welcher das Schiff, in verschiedenen Perspektiven, über den Atlantik fährt, mitgeteilt. Der Spielverlauf ist alles Andere als linear. Wir können im Wesentlichen viele Dinge parallel erledigen und auch mehrere parallele Handlungsabläufe im Spiel verfolgen. Nicht alle Aufgaben müssen wir erfüllen, für gewisse Ziele, gibt es mehrere Lösungswege um diese zu erreichen. Bei manchen gelösten Rätseln wird deren Nutzen sofort klar, bei Anderen wiederum, erfahren wir erst im späteren Spielverlauf, wofür die Aufgabe eigentlich gedacht war.

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Die Rätsel sind zum Teil sehr knackig und zudem meist wenig offensichtlich. Man muss in der Tat viel Raten, Ausprobieren und aus Misserfolgen lernen. Des Weiteren, ist viel Kombinieren gefragt und vor Allem, viel manuelles Speichern. Abgesehen davon, dass das Spiel häufig zu Abstürzen neigt, kann man mit falschen Spielentscheidungen und/oder nicht absolvierten Spielwegen, das Weiterkommen im Spiel be- oder sogar verhindern.

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Absolviert man gewisse Aufgaben nicht, oder falsch, ist es nicht möglich, alle benötigten Gegenstände zu erhalten und damit das Schiff lebendig zu verlassen. Es gibt verschiedene alternative Enden, welche erreicht werden können, bedingt dadurch, wie viele und welche, der benötigen Gegenstände, man mit von Bord nimmt. Für das Erhalten der Items, gibt es mehrere Lösungswege, auch mehrere erneute Lösungswege, an gewissen Spielfortschritten, später im Spiel, für manche Items hat man lediglich eine einzige Chance, diese zu erstehen.

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Gewisse Gegenstände, sind auch nur für eine gewisse Zeit, an einem bestimmten Ort. Ein Gemälde beispielsweise, können wir im Frachtraum des Schiffes finden, lassen wir uns zuviel Zeit, hat dieses jedoch bereits eine andere Person für uns abgeholt und wir müssen dieses auf andere Art wiederbeschaffen.

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Im zweiten Teil des Spiels, läuft uns die Zeit davon. Das Schiff kollidiert mit dem Eisberg und beginnt zu sinken. Ab diesem Zeitpunkt, laufen die Cut Scenes – nun wird das Voranschreiten des Untergangs der Titanic gezeigt – nicht mehr nach Erreichen einer gewissen Menge von Fortschritten ab, sondern nach einer festgelegten, dem Spieler jedoch nicht offensichtlich angezeigten, Zeit. Erschwert wird unser Spiel zusätzlich dadurch, dass wir einige Bereiche sofort und gewisse Bereiche, mit fortwährendem Sinken des Schiffes, nicht mehr betreten und/oder durchschreiten und somit Spielziele, nicht oder nicht mehr vollständig, erreichen können.

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Haben wir also bereits im ersten Teil des Spiels zu viel versäumt, wird die Zeit nun knapp. Kennt man den Lösungsweg in- und auswendig, ist es auch in diesem Zeitraum noch möglich, an alle Gegenstände zu kommen, selbst wenn man bis zu diesem Punkt, noch Keinen ergattern konnte. Spielt man das Game jedoch “Blind”, ist dies ohne Speichern kaum möglich, schon gar nicht, im ersten Anlauf.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir in der Tat nicht klar ist, wie man das Spiel im ersten Versuch, erfolgreich, mit allen benötigten Gegenständen, beenden soll. Es gibt derart viele Lösungswege und verschachtelt darin, verschiedene Teillösungswege, die zudem noch unwahrscheinlich variabel, sowie derart hoch in ihrer Anzahl sind, dass man keiner konkreten Strategie folgen kann. Zudem ist das Game im ersten Teil beschränkt auf das Finden von Gegenständen, im zweiten Teil aber, vollständig zeitabhängig konstruiert. Ein richtiges, klassisches Rätsel Adventure, der alten Schule.

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Als ich das Spiel damals erstmalig spielen durfte, war ich acht Jahre alt. Ursprünglich darauf gestoßen, bin ich durch einen Schulkameraden, der mit mir in diesselbe Klasse ging und bei Welchem ich Zuhause eingeladen war. Dort konnte ich ihn beim Rätseln am Rechner entdecken.

Zu dem Zeitpunkt war ich noch kein Titanic Fan, später als ich durch meinen Jugendfreund an dieses Thema kam, griff ich sofort auf das Spiel zurück. Soweit ich mich erinnern kann, benötigten wir, über mehrere Wochen hinweg zusammengefasst, sicher gut und gerne zwanzig bis dreißig Stunden, zum Lösen der Rätsel. Komplettlösungen, auf die man hätte zurückgreifen können, kannten wir damals ja noch nicht. Ich meine mich erinnern zu können, dass wir das Schiff im ersten Anlauf, nicht lebend und wenn doch, sicher ohne auch nur einen einzigen benötigten Gegenstand verlassen haben. Soweit ich noch im Kopf habe wussten wir zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, welches Ziel das Spiel eigentlich hatte.

Erweiterungen

Das Spiel enthält neben dem gewöhnlichen Spiel Modus, einen Besichtigungsmodus, der es dem Spieler erlaubt, das Schiff zu besichtigen, ohne an eine Story gebunden zu sein. Viele der Charaktere, mit welchen man im gewöhnlichen Verlauf interagieren muss, befinden sich an verschiedenen Stellen an Bord, wo man sich auch im Storymodus,  finden würde. Im Besichtigungsmodus erzählen Sie interessante, für die damalige Zeit korrekte – vieles weiß man heute ja bereits besser – Fakten, über das Schiff und dessen Untergang.

Standardmäßig sind nur drei dieser sogenannten Tourguides im Spiel implementiert. Auf der Homepage konnte man damals – und durch die Archivierung kann man es auch jetzt noch – weitere Tourguides herunterladen. Außerdem sind Online auch diverse Themes und Soundtracks, sowie Screenshots zu finden, welche man herunterladen kann.

Des Weiteren existiert ein Art “Demo” zum Spiel: “Titanic – The lost Mission”. Diese sehr seltene Demo CD, habe ich damals über Ebay in Amerika erstanden. Sie enthält eine kleine Kurzmission an Bord des Schiffes.

Fehler im Spiel

Wie ich weiter oben bereits indirekt verkündet habe, gibt es zahlreiche Fehler im Spiel, die das Adventure plötzlich abstürzen lassen. Es wirkt zum Teil, als wären Stellen nicht sauber, oder nicht fertig programmiert worden. Beispielsweise führt der Versuch, eine Tür zu einem Bereich, zu welchem man eigentlich keine Zutrittsmöglichkeit hätte, zu betreten, zum Spielabsturz. Im Besonderen nervig sind die Abstürze, da sie zu oftmaligem Datenträger Wechseln nötigen. Um das Spiel zu starten, muss CD-1 eingelegt sein. Für den Hauptteil des Spiels, abgesehen von der ersten paar Spielminuten und dem Spielabschnitt, nach der Kollision der Titanic mit dem Eisberg, wird jedoch CD-2 benötigt. Somit kommt es, dass während des Absturzes CD-2 eingelegt war, man zum Spielstart nun kurzfristig CD-1 einlegen muss, nur um gleich im Anschluss, nach Laden des Spielstandes, sofort wieder zu CD-2 wechseln zu dürfenDa es oft auch zu mehreren Abstürzen kurz hintereinander kommen kann – die Abstürze folgen keinerlei logischem Muster – kann das außerordentlich frustrierend sein. Außerdem gibt es im Spiel zahlreiche Übersetzungsfehler. Charaktere sprechen gewisse Sätze oder Satzbausteine auf Englisch, anstatt auf Deutsch, dies ist manchmal aber auch sehr witzig.

Fazit

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei definitiv um ein Game der ganz alten Schule, mit viel knackigem Rätselspass, gutem Sound, schöner alter Grafik und aufregendem Mystikfeeling. Gerade Adventure Spielern, die auf das Lösen schwieriger Rätsel stehen und dafür auch gerne einiges an Zeit in Anspruch nehmen, würde ich das Game wärmstens empfehlen.

Natürlich ist das Spiel wohl auch für Titanic Fans ein absolutes Muss. Man erhält Einblicke auf viele grafisch rekonstruierte Abschnitte des Schiffes, welche es in der Form, bis heute nicht gibt. Sollte das oben erwähnte Fan Projekt tatsächlich jemals, oder in naher Zukunft fertig werden, war das Spiel für knapp 20 Jahre, das einzige Game, in welchem man sich interaktiv auf dem Schiff bewegen konnte. Einzig die vielen Spielabstürze, aufgrund von Bugs, und das oftmalige Wechseln der Datenträger, trüben den Spielspaß, hier ist sehr viel manuelles Speichern angesagt, um nicht jeden Abschnitt wiederholen zu müssen.

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Bewertung: 5.0/5 (10)
Titanic - Wettlauf gegen die Zeit: Test, Review, 5.0 out of 5 based on 10 ratings

Profilbild von DrHenryJonesJr von Markus am 21.Juli 2014   Leserartikel, Titanic: Wettlauf gegen die Zeit in der Datenbank! « 4.734 Klicks

🎮 Mehr zu den erwähnten Spielen: Leserartikel Titanic: Wettlauf gegen die Zeit


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