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Ich liebe Rennspiele und besonders Rennsimulationen! Obwohl ich nur ein Gamepad und leider keinen Platz für ein Lenkrad habe, ist es ein regelmäßiger Nervenkitzel in Simulationen wie rFactor und Project CARS mit einen der vielen Boliden über die Strecke zu heizen und der Bestzeit hinterherzujagen. Dadurch, dass ich seit Klassikern wie Grand Prix 2 dabei bin, habe ich meine persönliche Wunschliste für das perfekte Rennspiel bzw. der perfekten Rennsimulation erstellt, welche ich nicht vorenthalten möchte.

Menschliche KI

Gleich wieder bei Grand Prix 2 bzw. der kompletten Grand Prix-Reihe: für mich sollte das perfekte Rennspiel eine KI mit menschlichen Zügen haben und da ist die Reihe aus dem Hause Microprose ganz vorne mit dabei: die Entscheidung zwischen mehreren Reifensätzen am Start (bei Grand Prix 4 sind bis zu sechs verschiedene Reifentypen bei einem Rennstart möglich); Fahrfehler durch aggresive Fahrweise; Kampf mit dem Spieler. Die KI der Grand Prix-Reihe lässt sich durch Manöver in Fehler drängen und versucht im Gegenzug genauso den Spieler in einen Fahrfehler zu zwingen um die Position zu behaupten. Ein ähnliches Muster verfolgen die KIs der Racing Simulation-Reihe von Ubisoft sowie Nascar Racing von Papyrus. Bei diesen KIs hat man tatsächlich das Gefühl gegen Menschen zu fahren, obwohl man sich gerade im Einzelspieler befindet. Die KI von Nascar Racing 2003 beherrscht zudem das sogenannte „Three-Wide-Fahren“ perfekt und reagiert auf kleinere Lenkbewegungen der anderen Fahrer.

Guter Karrieremodus

Ich bin ein Fan des Karrieremodus der F1 Spiele von Codemasters ab 2016, auch wenn diese ihre Schwächen haben: Zehn Saisons, um das Auto zu entwickeln, wobei sich alle Teams „rückentwickeln“. Das Bedeutet: Am Anfang hat man als Hinterbänklerteam á la Sauber zwar die Möglichkeit vom schlechtesten Team in das obere Mittelfeld oder gar zum Topteam zu werden, allerdings entwickeln die anderen Teams fleißig mit und somit steht man am Ende des Karrieremodus wieder da, wo man angefangen hat. Ein Zufallsgenerator, der die Leistungen der Teams neubestimmt anhand der Leistungen der vergangenen Saison, würde da Abhilfe schaffen.

Eine weitere Schwäche des Karrieremodus der Codemasters-Spiele ist, dass Lizenzbedingt (FIA sei dank) nur der Spieler von Team zu Team wandern darf, während ein Felipe Massa, der 2017 seine letzte F1-Saison hatte für ewig bei Williams fahren wird, ohne auch mal zurückzutreten. Sprich: Die Teams bleiben bis zum Karriereende fest. Teamwechsel mit mehr als nur dem Spieler wird es leider weiterhin nur bei Managern geben. FIFA macht es besser, denn dem Fußballverband scheint es egal zu sein, ob ein Spieler im gleichnamigen Spiel das Team wechselt, oder bis zu seinem Karriereende für den 1. FC Nürnberg spielt.

Ein gutes Beispiel, wie man einen Karrieremodus aufbauen sollte, lässt sich bei Project CARS und seinem Nachfolger finden: Ein Jahreskalender mit (leider) festen Veranstaltungen aber dafür viele Klassen zur Auswahl – vom Kart bis zur Formel 1.

Gute Moddingmöglichkeiten

rFactor 1 und 2 leben von Mods, da die Simulatoren in der Grundversion stark abgespeckt ist, rFactor 2 verzichtet zudem komplett auf eigene Inhalte und lässt die Community mittels Steam-Workshop eigene Strecken und Autos von realen oder fiktionalen Rennserien ins Spiel bringen. Die Grand Prix-Reihe bietet insbesondere für Teil 2 und 3 die Möglichkeit mittels Fanerstellter Editoren das Spiel bis auf die kleinste Schraube zu ändern, von Kleinigkeiten wie den Menuhintergründen bis zu den Lackierungen der Boliden.

Das für mich perfekte Rennspiel sollte demnach gut editierbar sein und auch Einsteiger ermutigen, eigene Inhalte zu produzieren.

Rennleitungsmodus

Wer kennt es nicht: Eine schlechte Programmierung einer Strecke, welche dazu führt, dass nicht nachvollziehbare Strafen durch Abkürzen o.Ä. entstehen. Oder auch Kontrahenten, welche in einen crashen, man selbst aber die Strafe abbekommt. Wäre es da nicht praktisch, wenn man selbst die Rennleitung übernehmen könnte, um solche Momente zu vermeiden?

Das für mich perfekte Rennspiel sollte einen Rennleitungsmodus enthalten, bei dem man die Übersicht über alle Fahrer im Rennen haben sollte, um selbst zu entscheiden, ob diese Person bestraft werden sollte, oder nicht. Da man als einzelne Person unmöglich die Übersicht behalten kann, sollten mehrere Leute, vielleicht bis zu vier die Rolle der Rennleitung übernehmen, welche auch das Safety Car auslösen dürfen, um Ruhe in das Rennen zu bringen. Andere Signale, wie Blaue Flaggen oder auch Rote Flaggen (die viel zu selten simuliert wird), sollten auch manuell ausgelöst werden dürfen.

Insbesondere Rennliegen würden von diesem Modus profitieren, da zwar schon mit eigenen Regeln gefahren wird, man aber immernoch den Regeln des Spiels unterstellt ist.

Nachvollziehbares, realistisches Schadensmodell

Während früher es kein Problem war, wenn sich Autos in alle Einzelteile bei Unfällen zerlegen ließen, haben Autohersteller heutzutage immer mehr etwas dagegen, wenn ihre virtuellen Boliden Schaden nehmen. In den F1 Spielen von Codemasters geht das so weit, dass sich der Heckflügel nicht mehr kaputtfahren lässt.

Das perfekte Rennspiel sollte ein Schadesmodell beinhalten, dass realistischer ist, aber auch nicht alles kaputt geht, sodass Autohersteller nichts zu kritisieren haben.

Einsteigerfreundlich und gleichzeitig fordernd

In der modernen Spielelandschaft gibt es eigentlich nur eine Sim-Reihe, welche Einsteiger und Profis anspricht: Project CARS. Der Titel lässt sich sowohl von Einsteigern mit Fahrhilfen perfekt bedienen, fordert aber auch Profis, die hier ihre virtuellen Meisterschaften austragen. In der Vergangenheit waren Simulationen auch darauf bedacht Einsteigern einen guten Überblick über die Sim-Racing Welt zu bieten, allen voran Geoff Crammonds Grand Prix-Reihe.

Das perfekte Rennspiel sollte daher die Möglichkeit bieten, das Spiel zu seinen persönlichen Vorlieben anzupassen, um so für alle für ein ideales Rennerlebnis zu sorgen.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
Kolumne: Das perfekte Rennspiel, 5.0 out of 5 based on 3 ratings

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von FloosWorld am 19. Januar 2019.
Flo ist für seine unbeschreibliche Hingabe zur Age-of-Empires-Reihe und Rennspielen berühmt berüchtigt und füttert REPLAYING.de nach Lust und Laune mit coolen Beiträgen zu diesen Rubriken. Seine Pseudonyme ClassicGameingFan oder FloosWorld nutzt er auch auf seinen gleichnamigen YouTube-Kanälen - Vorbeischauen lohnt sich! Er hat 27 Artikel geschrieben.

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