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Sicherlich ein etwas sehr überzeichneter wie auch plakativer Titel, den ich hier nun für den Blogeintrag gewählt habe. Dennoch ist es ein Thema, welches immer wieder beschäftigt. Damit wäre nämlich rein gar nicht die Nutzung des weltweiten Netzwerks in Sachen Information gemeint. Die Vorteile hier hinsichtlich Teilen und Weitergabe sind mehr als ersichtlich. Viel eher geht es um das stete Wachstum und die Akzeptanz von Spielen, die sich nur noch über eine Internetverbindung nutzen lassen.

Der letzte prominente Zuwachs in der Familie der sog. „Always-On“-Software? „Sim City 5“ von der Firma Electronic Arts. Nein, das ist jetzt kein Artikel, der durchweg mobil in Richtung ORIGIN, STEAM oder UPLAY machen möchte. Es geht hierbei einfach um die Frage wieviel Fremdsteuerung inzwischen ein Nutzer zu erdulden hat, sofern er dem Hobby der virtuellen Entdeckungen frönen möchte. Beginnen wir doch einfach mit der generellen Betrachtung eines Nutzers von Unterhaltungssoftware: Dieser geht nun in das Fachgeschäft seiner Wahl und möchte dort seine Software kaufen oder er erwirbt das Ganze durch einen Onlineshop, digital oder als Postsendung später. Nun hält man das Objekt der Begierde freudestrahlend in den Händen und sitzt vor dem heimischen PC / Notebook. Die Installation steht an und hiernach auch die ersten Schritt in der neuen Welt. Halt, so schnell dann doch nicht: Erst muss ein Konto eingerichtet oder eben ein Bestehendes wieder bemüht werden. Eine Client-Software muss gestartet werden, damit das Spiel initial gebunden werden kann. Das Internet macht es bei entsprechend schneller Anbindung möglich. Das ist natürlich nunmehr ein Idealbild, auf diesem Wege können bereits einige Ärgernisse entstehen wenn zum Beispiel die eigene Anbindung nicht wirklich schnell genug ist und somit das Herunterladen von Daten zu einer stundenlangen Wartezeit wird.

Wie dem auch sei: Irgendwann wird man das Spiel mitsamt all seinen Anforderungen sicherlich auf dem System untergebracht haben und starten können. Nur ist die Frage wie hoch der Preis war, den man wirklich dafür gezahlt hat? Für die Hersteller ist es ein lohnendes Geschäft die Kunden immer weiter in die Online-Abhängigkeit zu treiben. Der Kontrollverlust, der sich nach Herausgabe der Daten-CD oder DVD zwangsweise ergibt, kann so minimiert werden, da eben der Kunde nach Erwerb schlicht wieder auf die eigenen Serversysteme zurückkehren muss. Das passt zugleich in das Bildnis, welches die Unternehmen gerade im vergangenen Jahr so von sich gegeben haben: Der Käufer von Gebrauchtsoftware als „Verbrecher im Geiste“. Es ist eben vermessen zu glauben, dass man mit Erwerb des Datenträgers auch das Spiel gekauft hat. So konnten wir in den letzten Jahren immer wieder lernen, dass es ein „alleiniges Nutzungsrecht“ ist. Nur ist die Frage: Auf Zeit? Oder eben unbeschränkt? Das sind nämlich die Begrifflichkeiten, die von Herstellerseite gern unterschlagen werden. Defakto kann ein „unbeschränkt“ auch gelten, solange das Spiel eben lauffähig ist. Und LAUFFÄHIG bedeutet zugleich auch die Möglichkeit es abzuschalten. Natürlich würde man jetzt paranoides Gedankengut meinerseits dahinter vermuten.

Aber die technischen Möglichkeiten sind heute bereits vorhanden. Nur hat sich noch kein Hersteller wirklich getraut auf den berühmt-berüchtigten roten Knopf zu drücken und damit mehr Profit zu generieren. Mit einem Male wären die erstandenen Nutzungsrechte für ein Spiel auf einer Plattform wie ORIGIN zum Beispiel aberkannt und der Kunde müsste sich vielleicht die aktuellste Version der im Jahrestakt inzwischen erscheinenden Spiele-Serien kaufen. Dahinter stecken schlichte Datenbankeinträge und die können jederzeit variabel aberkannt werden. Das bedeutet jetzt aber auch NICHT, dass die besagten Plattformen wie STEAM, ORIGIN oder UPLAY jetzt allesamt nur schlecht sind oder den Benutzer gängeln wollen. Keineswegs, das würde ich den Unternehmen auch nicht so ohne Weiteres unterstellen wollen. Allerdings ist dem ganzen Konzept schon eine arge Fremdsteuerung nicht abzusprechen und vor allem dem Trend an sich. Die Argumentation, die man bisweilen hört ist ja schlicht: „Ich bin doch eh immer online, da macht es doch keinen Unterschied mehr.“

Wie soll man hierauf antworten? Vermutlich gar nicht erst einmal. Ich habe in der letzten Zeit einige Diskussionen ONLINE wie auch OFFLINE versucht zu führen. Bisweilen endet das damit, dass man als „Neurotiker“ dargestellt oder eben als Außenseiter abgestempelt wird. Dabei möchte ich doch im Grunde den Menschen ihre Freude gar nicht streitig machen. Dennoch hat man in den Diskussionen immer das Gefühl, dass sogleich das persönliche EGO so mancher Teilnehmer angekratzt wird. Das darauf folgende Schimpfgewitter lasse ich dann bisweilen ausgeblendet, denn es gibt auch Ausnahmen. Das sind Menschen, die eben die Plattformen nutzen und auf Augenhöhe diskutieren wollen, nicht mit Ironie oder purem Sarkasmus antworten, wie es der Internetgemeinde zeitweilens inzwischen schon gemein zu sein scheint in manchen Dingen. An diese Menschen geht auch mein Lob und ein Danke für die guten Argumente, durch welche ich auch mehr lernen konnte als sog. „Verweigerer“. Aufgeschlossenheit ist das Schlüsselweot, denn im Grunde teilen wir alle das gleiche Hobby. Und einzig die Fraktion der „Verweigerer der Online-DRM-Maßnahmen“ möchte doch schlicht für Alternativen werben, mitnichten eben besagte Plattformen zur Gänze abschaffen.
Das Internet fordert von uns als größtes Experiment in Sachen „Anarchie“ viel mehr als nur die pure Darstellung der Meinung. Es ist ein Ort, an welchem wir uns vornehmlich im ersten Moment nur mittels Text ausdrücken können. Die aktuelle Neigung zu immer kürzeren Nachrichten verwässert das Ganze jedoch. Es schadet sogar dem ganzen Konzept wie man deutlich an den Eskapaden der Piratenpartei sehen kann. Also was wäre die Forderung?

– Bereitschaft sich auf alternative Meinungen einzulassen
– Austausch von Sichtweisen
– Hinterfragen und Nachhaken sofern Unklarheiten bestehen

Am Schluss auch einfach andere Meinungen stehen lassen: Die Plattformen STEAM, ORIGIN oder UPLAY sind versinnbildlicht nur Spiegel dessen, wie sehr wir uns sozial von außen steuern lassen wollen. Aber wir als Kunden und Teilnehmer dürfen durchaus in meinen Augen auch Forderungen an die Unternehmen stellen. Ebenso dürfen wir unseren Gegenüber darauf aufmerksam machen, wenn er „uns“ verletzt hat mit seinen Worten. Das ist kein Gejammer. Man ist dadurch auch kein Schwächling, sondern steht für seine Meinung ein. Ein ABER jedoch hier: Es hilft natürlich nicht in einer Diskussion zu solchen Themen mit Beleidigungen zu antworten. Auch das durfte ich zuletzt erleben: Bisweilen wollen hier einige Menschen schlicht nur provozieren und sich selbst in das rechte Licht rücken. Dabei nutzen sie Tipps, Tricks und Kniffe, indem sie die Gegenposition einfach durch vornehmliche Polemik abwerten. Helfen tut es natürlich gar nicht, ganz im Gegenteil.

Natürlich kann man als „Verweigerer digitaler DRM-Maßnahmen“ nun auch das Argument des Datenschutzes anbringen. Hierzu verweise ich einfach einmal auf einen sehr interessanten Artikel aus der Zeitschrift c’t: http://www.heise.de/ct/artikel/ Risiko-Identitaetsklau-1740579. html
Auch das ist ein Grund immer kritisch zu bleiben. Die zunehmende Vernetzung bringt dies mit sich, dass wir technisch weit mehr gefordert sind im Detail zu beleuchten was eine Plattform wie UPLAY für uns tatsächlich bedeutet. Bisweilen wird in den Diskussionen hier jedoch immer das mit einem „Der Anbieter wird sich schon um die Sicherheit bemühen!“ weggewischt. Aber liegt es nicht auch in der eigenen Verantwortung, selbst wenn das eben wirklich Mühen bedeutet? So geben wir uns doch eben der Fremdsteuerung en masse hin. Die letzte Forderung ist also einfach auf Augenhöhe wie auch kritisch zu bleiben.

Das Internet ist weder FREUND noch ist es FEIND. Nur sollten wir unsere Eigenverantwortung in meinen Augen weder negieren noch zur Gänze nach außen legen. So ist das weltweite Netzwerk auch ein Spiegel unserer eigenen sozialen Verantwortung und wenn wir Mitglieder mit einer konträren Meinung schlicht nur ausschließen: Was sagt das über uns letztendlich aus? Es gibt defakto keine „DRM-Gegner“ oder „DRM-Befürwortr“, nur eben Spieler. Und diese sollte einander die Meinungen gönnen, aber auch Sichtweisen anbieten. Derzeit ist das Ganze stark zerfasert, wie man deutlich an der Diskussion um das eingangs erwähnte „Sim City 5“ sehen kann.

Was meint ihr denn dazu? Seht ihr hier Abhängigkeiten im sozialen Gefüge? Gibt es die besagten Fraktionen der „DRM-Gegner“ oder „DRM-Befürworter“?
Wie steht ihr zu der Haltung der Unternehmen, die ihre eigene Kundschaft verleumden, indem sie ihnen kriminelle Energie ohne Beweise nachsagen?
Gibt es eine soziale Verantwortung für Spieler? Oder ist sich Jeder selbst der Nächste? Wie sehr beeinflusst denn die „DRM-Politik“ das Spielegeschehen in euren Augen?

von throgh
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Bewertung: 5.0/5 (5)
Das Internet: Freund oder Feind?, 5.0 out of 5 based on 5 ratings

von throgh am 10.März 2013   Artikel aus Interessantes in der Datenbank! « 5.505 Klicks

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    2 Kommentare zu Das Internet: Freund oder Feind?

  • DoktorTrask sagte am 03.02.2014 um 08:58:17

      Dank DRM hat man ja jetzt echte Probleme mit Spielen die mit GFWL laufen, viele lassen sich nicht mehr abspeichern, einige noch nicht einmal starten und nur eine ganz kleine Handvoll wurde auf Steam umgestellt wofür man aber die passende Version braucht, viele Erstauflagen und Neuauflagen bzw. Games aus Sammlungen haben aber entweder gar keinen Key oder einen den Steam nicht versteht.

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  • Dominik sagte am 11.03.2013 um 16:08:44

      Die DRM Politik nahm mit Steam seinen Anfang und wird irgendwo hoffentlich zu Ende getragen :-( Es ist schon seltsam wie man als Kunde quasi dazu gedrungen wird sich in den so genannten Social Networks einzubringen. Auf der einen Seite verstehe ich die Hersteller was Raubkopien etc anbelangt, aber ich finde es irgenwie schon traurig das dem Kunde kein alternativ Weg geboten werden kann wenn er lieber Offline für sich spielen möchte. So oder so, dort wo viele Menschen gegeneinander antreten zB. E-Sports Ligen etc. besteht ein Wettbewerb. Die neue Marktstrategie scheint es zu sein den fairen Wettbewerb wie es ihn früher gab aufzulösen indem man zusätzliche Ausgangsentscheidende Elemente wie Fähigkeiten, Bonis und neue Einheiten für Geld anbietet. Das dass nicht alle so möchten scheint den Publishern egal zu sein. Man wird durch die Online Anbindung und die (meisten) dadurch spielbaren Spiele darauf hingedrängt Geld für irgendwelchen virtuellen Krams auszugeben um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Das ganze hat speziell mit „Skillbasierten“ Spielen angefangen und wird nun nach und nach auf andere Genres übertragen.

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