Deathtrap Dungeon: Wie ein Fantasy Rollenspiel als Actionspiel den Spielemarkt eroberte!

Deathtrap Dungeon war für mich Ende der 90er Jahre das erste richtig blutige Videospiel neben Mortal Kombat.Ich hatte das Spiel damals auf der Playstation da ich einen alten Windows Rechner hatte und mir keinen neuen besseren leisten konnte.Ein ehemaliger Freund von mir hatte das Spiel selbstverständlich auf dem Heimrechner.Überhaupt bin ich beim zusehen erst darauf … weiter

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Deathtrap Dungeon: Wie ein Fantasy Rollenspiel als Actionspiel den Spielemarkt eroberte!

Dominik am 6.Juli 2019 um 14:07:10

Deathtrap Dungeon war für mich Ende der 90er Jahre das erste richtig blutige Videospiel neben Mortal Kombat.Ich hatte das Spiel damals auf der Playstation da ich einen alten Windows Rechner hatte und mir keinen neuen besseren leisten konnte.Ein ehemaliger Freund von mir hatte das Spiel selbstverständlich auf dem Heimrechner.Überhaupt bin ich beim zusehen erst darauf gekommen mir das Spiel für die Konsole zu kaufen.Das Spiel erschien 1998 und war mit seiner third-person Perspektive und dem Kamerawinkel ähnlich wie Tomb Raider spielbar.Tatsächlich stammten beide Spiele aus dem Hause Eidos Interactive.Die beiden Spiele so ähnlich sie sich auch sind unterscheiden sich in Ihrer Entwicklung und deren Verlauf total unterschiedlich voneinander.Beide Titel wurden isoliert entwickelt.

Deathtrap Dungeon gab es in seiner damaligen Form bereits vorher als millionenfach verkauftes Fighting Fantasy-Abenteuer.Spieleentwickler Ian Livingstone veröffentlichte das ursprüngliche Deatthtrap Dungeon bereits im Jahr 1984 als Spielebuch.Als es zum ersten Mal veröffentlicht wurde verkaufte sich das Spielkonzept Deathtrap Dungeon über 350tausend mal.Inspiriert wurde das ganze Projekt von einem Urlaub den Livingstone in Thailand verbracht hatte.Im Jahr 1981 war der Spielentwickler in Nordthailand wandern.Er kam durch Fang und überquerte den Fluss Kok auf dem Weg in den Dschungel nahe der Myanmarnesischen Grenze.Ian hatte sehr viele Fotos von Dorfbewohnern und Landschaften auf seinem Weg gemacht.Es war für Ihn ein unglaubliches Abenteuer und nicht ganz ohne Drama.Denn Ians Fremdenführer war damals in ständiger Besorgnis das bewaffnete Banditen über die Grenze kamen.Die Wanderung hat Livingstone so sehr beeindruckt das er daraus sein erstes Konzept für sein Spiel Deathtrap Dungeon vorlegte.

 

 

Als dann in späteren Jahren das Spiel als Vorlage für ein Videospiel herhalten musste entschieden sich die Entwickler vom Studio Asylum unter der Leitung von Livingstone anstatt eines Rollenspiels für ein Actionspiel mit Rätsel Elementen.Die Geschichte wurde ebenfalls sehr stark verändert.So wählen wir als Spieler zwischen zwei spielbaren Charakteren einer knapp bekleideten Amazone und einem Kettenhemd tragenden Barbaren.Mit einen dieser beiden müssen wir uns durch die Verliese des dunklen Barons Sukumvit metzeln um am Ende dieser Odyssee eine fette Belohnung zu erhalten.Deathtrap Dungeon wirft uns dabei allerlei viel Monsterzeugs um die Ohren.Ian Livingstone war maßgeblich an der Festlegung des Level-Designs und des Kunststils des Spiels beteiligt.Besonders wurden die Dungeons durch die Ruinenzeichnungen des italienischen Künstlers Giovanni Battista inspiriert.Die Ästhetik und die Atmosphäre dieser Zeichnungen faszinierten Ian Livingstone maßgeblich.Der Spielemacher hatte einen sehr hohen Anspruch auf sein Produkt Deathtrap Dungeon.Nach langer Zeit war es für Livingstone endlich möglich geworden seine Fantasie zu diesem Spiel als ein 3D Videospiel umzusetzen.

Für die beiden spielbaren Figuren der Red Lotus,die Amazone, und dem Kettenhund,der Barbar,wurden unterschiedliche Spielweisen entwickelt.Red Lotus ist sehr agil und kann akrobatische Kunststücke vollbringen die es ihr gestatten sich geschickt durch die unterschiedlichen Dungeons zu bewegen.Stellenweise erinnern ihre Animationen an die von Lara Croft.Der Kettenhund hingegen ist ein Meister des Kampfes.Überleben in extrem ungünstigen Bedingungen sind seine Stärken.Im Gegensatz zu Red Lotus sind seine Bewegungen eher zäh und er hat größere Probleme Hindernissen auszuweichen.Für die Entwickler war es wichtig das die Charaktere des Spielers auch mit Blut gesprenkelt wurden wenn sie feindliche Monster zerfetzt und zerstückelt hatten.Dies ging mit den Waffen im Spiel relativ schnell.Livingstone hat in seinem Produkt nicht nur klassische Mittelalter Waffen sondern auch technologisch moderne Waffen wie Granaten-und Raketenwerfer eingebaut.Einige lustige Zugaben konnten sich die Entwickler beim gestalten der Gegner nicht verkneifen.So simulieren die Höllenclowns furze oder die Feinde hetzen mit Sprengstoff bepackte Schweine auf den Spieler.Viele der Orte im Spiel basieren auf tatsächliche Gegenden in Thailand.So ist der Name der Stadt des Barons Fang von dem Landkreis Amphoe Fang vom nördlichen Teil Thailands inspiriert,

Die Ankündigung einer Deathtrap Dungeon Videospiel Adaption war keine überraschende Neuigkeit.Livingstone machte bereits 1984 seine ersten Schritte in der Spieleindustrie.Zuvor konnte er mit seiner Firma Games Workshop die Tabletop Spiele um das Warhammer Universum auf dem Markt etablieren.Viele andere Games Workshop-Designer und Fantasy-Buchautoren führten bei Deathtrap Dungeon die Übersetzung von Papier zu Polygonen durch. Richard Halliwell, Autor von Warhammer und Space Hulk, wurde zum Hauptdesigner des Spiels gewählt.Mit an Bord war auch Jamie Thomson, dessen Fantasy-Spielbücher seit den 80er Jahren für Mikrocomputerspiele adaptiert wurden und der nach wie vor einer der produktivsten Autoren des Genres ist.

Deathtrap Dungeon wurde zum ersten Mal Anfang der 1996er Jahre,zu der Zeit als Eidos Interactive fusionierte,angekündigt.Zu dieser Zeit war das Spiel äußert selten in westlichen Magazinen anzutreffen und das trotz der Warhammer Vergangenheit seines Schöpfers.In koreanischen Magazinen hingegen war das Spiel relativ prominent.Die ersten Screenshots zeigten immer noch einen blonden Protagonisten des üblichen schroffen Helden-Typs, aber innerhalb weniger Monate wurde er durch den hartgesottenen Schläger namens Kettenhund ersetzt.Blondie tritt immer noch als Abenteurer auf der PlayStation auf, der von der Medusa in Stein gemeißelt wurde.Erst nach dem großen Erfolg von Tomb Raider widmeten sich die Entwickler dem anderen 3D-Actionspiel von Eidos. Da Deathtrap Dungeon auf einer ähnlich aussehenden 3D-Engine ausgeführt wurde, wurde es oft als Gewinn für den Erfolg von Core’s Hit-Franchise abgetan. Diese Behauptung hält nicht ganz Wasser, da sich das Spiel bereits in der Entwicklung befand, als Lara Crofts erstes Abenteuer noch lange nicht zu Ende war. Die Protagonistin hingegen, die leicht bekleidete Amazone Red Lotus, wurde Anfang der 1997er Jahre, nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von Tomb Raider, zu einem recht verdächtigen Zeitpunkt vorgestellt. Ihr erstes Outfit bestand aus kaum mehr als einem Metallstring und einer Kette, die um ihren Hals hing, um ihre Brustwarzen zu bedecken. Egal, ob Livingstone am Ende die Oberhand gewann oder ob jemand einfach bemerkte, wie lächerlich es aussah,Red Lotus bekam im letzten Spiel ein etwas keuscheres Ledertrikot.Unabhängig davon ist Ian Livingstones Deathtrap Dungeon ein Rohdiamant eines Actionspiels, das die Frage aufwirft, was wohl passiert wäre, wenn es weitere Fighting Fantasy-Adaptionen gegeben hätte. Aber als die Entwickler sahen, dass Deathtrap Dungeon keine großen Auswirkungen hatte und die Fighting Fantasy-Leute bereits ihre Munition durch Adaptieren des beliebtesten Buches verbraucht hatten, war es nicht verwunderlich, dass es keines gab.

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Gruftkönige – Urlaub im Land der Toten

Reddok am 11.Februar 2018 um 12:02:42

Im Wüstensand Nehekaras erheben sich uralte Tyrannen mitsamt ihren Armeen – mit dem Ziel ihr prunkvolles Imperium wieder aufzubauen… Die großartigste Zivilisation, die je von Menschen errichtet wurde.

Eines meiner absoluten Lieblingsspiele von 2017 – obwohl ich weder ein guter Stratege, noch gut im Micromanagement bin – ist Total War: Warhammer 2. Seit Creative Assembly also ihren neuen DLC ‚Rise of the Tomb Kings‘ mit einem phänomenalen Trailer angekündigt hatte, saß ich auf glühenden Kohlen. Ich werde nebenbei noch ein bisschen auf die Lore eingehen, allerdings bin ich kein Warhammer-Experte und gebe nur das wieder, was ich in Wikis nachgelesen, oder sonst irgendwie aufgeschnappt habe.

Nun, hat sich die Aufregung gelohnt? Meiner Meinung nach schon, denn dieser DLC ist vermutlich der beste in der Warhammer Reihe. Ich finde aber auch alle Arten von Untoten super – außer die, die in der Sonne glitzern. Der große Vorteil von Warhammer 2 im Gegensatz zu seinem Vorgänger, sind die unterschiedlichen Völker mit eigenen Mechaniken. Die Gruftkönige legen hier nochmal eine Schippe drauf – kein anderes Volk der Reihe spielt sich so einzigartig. Im Rahmen von Total War, versteht sich.

Langsam, aber sicher.

Allgemeine Unterschiede im Gameplay: Gruftkönige bezahlen kein Gold für Soldaten, Kommandanten und Helden; man kann sich also nicht in den Bankrott wirtschaften. Damit das ganze nicht OP ist, gibt es allerdings Armee, Helden und Einheitenlimits. Gold ist aber nicht nutzlos. Dringend benötigte Gebäude verschlingen Unsummen und auch bei der Forschung und dem Erwecken von Legionen der Legenden wird man regelmäßig zur Kasse gebeten. Hinzu kommt, dass die normale Infanterie und Kavallerie ziemlich deutlich hinter denen der anderen Völker zurückbleibt, Vampirfürsten ausgenommen. Die lebendigen Statuen sind zwar stark, haben viel Rüstung, Lebensenergie und verursachen Angst und Schrecken – sind aber besonders am Anfang extrem limitiert. Die Gebäude für Kriegssphinx, Nekrosphinx und Hierotitan kosten 10000 Goldstücke und geben nur jeweils eine Einheit. Klingt erstmal nicht nach so viel, wenn man die absurden Einkommensraten der Hochelfen gewohnt ist. Allerdings bekommen die Gruftkönige weit weniger Geld: Anfangs unter 100 Goldstücke pro Runde mit normalem Einkommen! Sobald man irgendwann mal 2000-4000 pro Runde bekommt, ist man gut dabei. Natürlich kann man auch anders Geld verdienen, wie einsammeln von Schiffswracks oder das Plündern bzw. Ausrauben von Städten. Das höchste was ich bisher gesehen habe waren 12000 Gold durch ausrauben (voll ausgebaute Hauptstadt) – also relativ wenig. Zum Vergleich: Mit Norsca, aus dem ersten Teil, kann man schonmal 60.000 Gold beim ausrauben ergattern. Und ob man am Anfang der Kampagne eine dringend benötigte Armee losschicken möchte um Schätze auf dem Meer zu sammeln ist auch fraglich, kann aber extrem gute Vorteile bringen, wie 30% Baukostenreduzierung. Aber nicht nur um Gold müssen sich die Mumien sorgen machen, sondern auch um Kanopenkrüge. Diese ägyptischen Organbehälter werden vor allem im Totenkult benutzt, aber auch für verschiedene andere Dinge.

Die Gruftkönige bringen natürlich auch ihre eigenen vier Riten mit. Für den Spottpreis von 4000 Gold bekommt man zum Beispiel einen besonderen Helden, der eine Ruine in eine Level 3-Siedlung verwandeln kann. Oder man verbessert für 5 Runden die Ehrfahrung für neue Kommandanten und deren Rekruten; dafür bekommt man sogar eine Lade der verdammten Seelen obendrauf. Eine Feindliche Streitmacht ist auf den Weg? Rebellion? Mit einem Sandsturm, der jegliche Armeen außer den eigenen angreift, kann man die Zahl der Eindringlinge erheblich verringern (Armee-Stellungen wie plündern oder Lager kontern dies). Außerdem kann man innerhalb der Schlacht einheiten Tarnen, sodass sie den Feind überraschen können. Falls man trotzdem einer übermächtigen Armee gegenübersteht, kann man mit dem letzten Ritus mächtige Gruftschwärme auf seine Feinde hetzen.

Mumien bekommen selten magische Ausrüstungsgegenstände. Um seine Anführer und Helden etwas wehrhafter zu machen, kann man den Totenkult nutzen, um neue Gegenstände zu craften. Legendäre Gegenstände kann man jedoch nur einmal herstellen. Ungewöhnliche und Epische allerdings immer wieder, solange man genügend Kanopenkrüge und Handelsressourcen hat. Außerdem kann man noch Legendäre Legionen wiedererwecken; wie die epischen Gegenstände aber nur einmal.

Die Toten kümmern sich nicht um den Vortex und schließen sich dem Gerangel um diesen nicht an. Dafür müssen sie mindestens 5 Bücher des Nagash sameln, dessen schwarze Pyramide erobern und verteidigen. Jedes Buch gibt bestimmte Boni, welches Buch wo zu finden ist, ist allerdings zufallsgeneriert, nur die Standorte an sich sind immer die gleichen, solange man die selbe Fraktion spielt. Diese Kampagne ist zwar nicht innovativ, aber wenigstens wird man keinem Zeitlimit unterworfen. Die Rituale der anderen Völker und deren Chaos-Invasoren sieht man übrigens trotzdem. Find ich gut, denn so fühlt sich das ganze lebendig an.

Spielt man hingegen die zusammengesetzte Kampagne, die Reiche der Sterblichen, hat man die selben Ziele wie alle anderen Fraktionen auch, kann aber trotzdem auf die Jagd nach 8 Büchern gehen. Apropos: Manche dieser Bücher werden von (aus mehreren Völkern) zusammengewürfelten Armeen bewacht, die ziemlich schwer zu besiegen sind. Man kann diese Schlachten auch nicht automatisch entscheiden, allerdings kann man sie, anders als normale Questschlachten, mit dem Sandsturm cheesen oder auch mehrere Armeen zum Kampf bringen.

Settra dient nicht, Settra herrscht!

Die Gruftkönige haben die Auswahl zwischen vier Legendären Lords:

Settra der Unvergängliche, König der Könige. Seine Arroganz und Grausamkeit suchen seinesgleichen. Jedoch hat er es auch geschafft, das erste und großartigste menschliche Imperium zu erbauen. Auch wenn er ein starker Krieger ist und sich der magischen Lehre von Nehekara bedient, liegt seine eigentliche Stärke in seinen Fähigkeiten als Kommandant. Der Wirkungsbereich seiner Aura ist doppelt so groß, wie der von anderen Kommandanten. Seine Starteinheiten bestehen aus einer Khemrischen Kriegssphinx, sowie Gruftwachen mit Hellebarden und Streitwagen.

Der große Hierophant Khatep ist der Anführer des Totenkults. Ein mächtiger Magier, der Settra aus seinem Schlaf zurrückgeholt hat. Dummerweise hatte Settra sich die Unsterblichkeit anders vorgestellt, weshalb er Khatep verbannte. Das ändert jedoch nichts an dessen Loyalität zu Settra. In Total War hat er seine Verbannung etwas zu ernst genommen und startet in jeder seiner Kampagnen von Naggarond, der Heimat der Dunkelelfen, aus. Sein Hierotitan verschiebt das Gleichgewicht der Kräfte etwas zu seinen Gunsten, sein gebundener Sandsturm-Zauber ist aber auch nicht von schlechten Eltern.

Arkhan der Schwarze ist Diener des Erz-Nekromanten Nagash (welcher die Pläne der Unsterblichkeit durchkreuzt hat) und erbitterter Feind von Settra. Neben der Lehre des Todes führt er auch einige Truppen der Vampirfürsten ins Feld: Liber Mortis, das neunte Buch von Nagash, ermöglicht dies. Das kann er auch gebrauchen, denn bretonische Bauern sind das perfekte Ziel für Fledermäuse und Wölfe. Die starken Verteidigungslinien der Zwerge dieser Gegend wären ein großes Problem, wäre da nicht der Gruftskorpion in seiner Armee, welcher die selbst beste Verteidigung umgehen kann. Das neunte Buch ist an ihn gebunden und kann nicht von anderen Gruftkönigen gestohlen werden.

Khalida ist die letzte im Bunde. Intelligent, schön, ehrenhaft, mutig und von (fast) allen bewundert. Ihre Cousine Neferata war zum ersten Vampir geworden und als die beiden sich Duellierten streckte diese Khalida nieder und versuchte sie als Vampir zurrückzubringen. Khalida flehte jedoch die Rachegöttin Asaph an, sie von dem Fluch zu befreien. Ihr Wunsch wurde erhört. Seit dem fließt Gift durch Khalidas Adern und sie wird nicht eher ruhen, bis sämtliche Vampire ausgelöscht worden sind. Als grazile Duellantin mit Giftattacken und hoher Mobilität lehrt sie den Vampirfürsten das fürchten, welche in der Schlacht einen möglichst großen Bogen um sie machen. Alle Soldaten ihrer Armee machen Giftschaden und Bogenschützen haben außerdem mehr Munition und einige Boni, solange sie in der Nähe ist. Allerdings sind ihre Spezialeinheiten, die Grabjäger und Nekropolenritter im Vergleich zu den anderen Anführern extrem schwach.

Es ist übrigens nicht möglich mit anderen Gruftkönig-Fraktionen zu konförderieren. Im Gegensatz zu anderen Warhammer 2 Rassen kann man also keine Legendären Anführer „sammeln“.

Ein Gruftprinz, ein Priester und ein Nekrotekt gehen in eine Bar…

So in etwa liest sich der Text des Ereignisses in Runde 6, wenn man den ersten Helden aussuchen darf. Aber wer genau sind diese Gestalten und welchen sollte ich mir aussuchen? Nun das kommt auf die Wahl des Anführers an. Khatep startet zum Beispiel direkt mit einem Priester des Todes, und kann auch ab Level 10 bis zu 2 mehr davon bekommen.

Priester des Todes sind Magier, die sich entweder der Lehre von Nehekara, des Todes, des Lichts oder der Schatten bedienen. Da man als Khatep und Arkhan und Settra eh schon Magie einsetzten kann, würde ich da eher zu den beiden anderen tendieren. Khalida auf der anderen Seite ist eine reine Kriegerin und kann magische Hilfe ganz gut gebrauchen.

Gruftprinzen sind die Leibgarde unter den Helden. Sie geben anderen Helden physische Resistenz und kämpfen gern gegen große Feinde. Sie bilden außerdem die Truppen aus und sind sich auch nicht für Attentate zu schade. Ich würde erst ihre Verteidigung erhöhen, damit sie ihren Gruftkönig möglichst lange beschützen können. Ihre Fluchfähigkeit, welche man erst aktivieren kann, wenn der Gruftprinz bei unter 50% HP ist, senkt die Angriffskraft der Gegner im Wirkungsbereich und lässt diese im Kampfrausch versinken.

Das Einsatzgebiet der Nekotekten ist eher unterstützender Natur. Sie halten die Konstrukte der Armee am Leben, geben ihnen ein paar Verbesserungen. Anders als ihre steinernen Gefährten sind sie sehr fragil (was eigentlich für alle Charaktere der Gruftkönige gilt), welshalb sie am liebsten entweder mit ihren Konstrukten in den Kampf ziehen oder ihre Peitschen gegen leichte Infanterie einsetzen. Wenn man es aber schaffen sollte, seine Nekrotekten am leben zu halten, kann man die maximale Anzahl seine Konstrukte erhöhen. Praktisch, sonst muss man im schlimmsten Fall 11500 Gold ausgeben, nur um eine einzige Ushabti Einheit mit Großbögen zu bekommen.

Dynastien erheben sich aus dem Wüstensand

Anstelle des Forschens nach neuen Technologien betreiben die Gruftkönige Ahnenforschung. Es gibt 6 Dynastien, die man in beliebiger Reihenfolge erforschen kann. Diese geben dem Spieler Zugriff auf zusätzliche Armee-Slots und einige andere Dinge: Pro Dynastie gibt es drei Forschungen, die den zugehörigen Einheiten kleine Buffs verschaffen. Außerdem 3 Heldenslots, die man entweder mit 1000 Gold, 100 Kanopenkrügen oder 2500 Gold freischaltet. Ganz oben kann man einen König der Dynastie für 200 Kanopenkrüge freischalten, der einen unsterblichen General zur Verfügung stellt. Diese haben nicht nur verbesserte passive Eigenschaften, sondern auch einen größeren Skillbaum. Zu guter Letzt gibt es am Boden der Dynastie eine Verbesserung für 5000 Gold, zum Beispiel für besseren Handel, oder andere Kampagnenverbesserungen. Sobald man eine Dynastie freischaltet, kann man außerdem einen Herold für Seine Heerführer freischalten. Diese können zwar nicht mitkämpfen, verstärken die Armee jedoch mit zusätzlichen Fähigkeiten, die nicht von schlechten Eltern sind. Allerdings wird die Forschungsrate pro abgeschlossener Dynastie um satte 30% verringert. Vor allem das Erobern von Hauptstädten anderer (Haupt-)Fraktionen, oder der schwarzen Pyramide hebt das wieder an. Ich finde das System super, denn man schaltet nicht nur ein paar verbesserte Zahlen frei sondern auch spezielle Anführer, oder mehr Armee und Agentenplätze. So fühlt sich Fortschritt an!

Einheiten

Skelette… der Kern jeder Armee. Praktisch nur dazu gedacht um anstürmende Feinde abzufangen, oder feindlichen Fernkämpfern ihre Munition zu entlocken. Das einzig positive bei diesen Einheiten ist, dass man endlose Massen rekrutieren kann und diese 55% Geschossschaden-Reduktion besitzen. Die erste Verbesserung stellen die Bogenschützen dar. Für Skelette haben sie gute Reichweite und Genauigkeit. Danach kommen die nehekarischen Krieger, welche durch die Bank weg bessere Werte besitzen, dafür aber keine Schilde. Die Gruftwache ist das beste was Skelettinfanterie zu bieten hat. Immer noch schlechter als die meiste Elite-Infanterie der anderen Völker, aber ganz gut im Durchhalten – vor allem wenn man zusätzlich Magie einsetzt.

Die Skelettstreitwagen sind schon etwas spezieller. Diese gibt es in der Nahkampf und Bogenschützenvariante. Wie ihre marschierenden Brüder sind sie nicht sehr langlebig, man sollte sie also dazu nutzen, mehrmals in die feindliche Infanterie zu brettern und wieder zu verschwinden. Der Streitwagenbauer stellt allerdings auch schreiende Schädelkatapulte her.

Die Todesgeier sind am besten dafür geeignet, feindliche Bogenschützen und Artillerie vom Feuern abzuhalten. Sie sind im Prinzip nur bessere Vampirfledermäuse der Vampirfürsten.

Langsam wird es interessanter. Im Kavalleriegebäude gibt es Anfangs zwar nur leichte Kavallerie und berittene Bogenschützen, aber durch ihre hohe Geschwindigkeit super zum flankieren geeignet. Die Nehekarischen Reiter sind bis auf die verringerte Geschwindigkeit in allen Belangen besser. Aber trotzdem verblassen sie gegen die Grabjäger und Nekropolenritter. Diese schlangenhaften Konstrukte setzen ihren Gegnern mit Gift zu und sorgen für Schrecken in den Herzen der Gegner.

Die Ushabti sind große, menschliche Statuen mit Tierköpfen und gehören zu den coolsten Einheiten der Gruftkönige. Ihre anfängliche Regungslosigkeit vermittelt Narren ein Gefühl der Sicherheit – welches sie schnell bereuen, sobald sich die mächtigen Ushabti blitzschnell in Bewegung versetzen und mit überraschender Anmut ihre Gegner in handliche Stückchen verarbeiten. Die Großbogen-Variante ist im Prinzip eine mobile Artillerie, welche man am besten gegen Elite-Infanterie oder Monster wie Dinos, Hydren oder Drachen einsetzt. Der Klevere General versucht vermutlich, diese im Nahkampf zu behindern, sollte aber dabei beachten, dass sie auch im Nahkampf beträchtlichen Schaden anrichten können.

Gruftskorpione sind lebendig gewordene Alpträume jeder Infanterie Einheit. Diese Einheit ist dafür geschaffen, Linien zu durchbrechen. Solange der Gegner keine Kanonen hat, welche die wandelnden Sarkophage aus großer Entfernung aufhalten können. Sobald sie jedoch erstmal die feindlichen Linien erreicht haben, ist es schon zu spät. Mit ihren Scheren durchdringen sie jede Rüstung, oder graben sich einfach durch den Boden, um hinter der Einheit wieder aufzutauchen.

Khemrische Kriegs- und Nekrosphinxen trampeln alles nieder, was unter ihre Pfoten kommt. Ihre hohen Rüstungs- und HP-Werte machen sie zu den Panzern der Gruftkönige. Die Kriegssphinx fühlt sich am wohlsten, wenn sie innerhalb von Infanterieformationen herumtollen kann, während Bogenschützen von ihrem Rücken aus feuern; die Nekrosphinx hingegen ist dafür gebaut, große Gegner wie Monster und Kavallerie zu bekämpfen.

Hierotitanen sind die langsamsten Riesen in Warhammer – dafür erhöhen sie die Energiereserven der Armee und können zwei Zauber wirken: Shem’s brennender Blick und Seelenentzug. Außerdem schießen sie Laser aus ihren Augen. Also wenn das kein Kaufargument ist, weiß ich auch nicht. Wie alle anderen Konstrukte sind sie ein ideales Ziel für rüstungsdurchdringende Geschosse, besonders wenn sie Bonusschaden gegen große Einheiten haben.

Zu guter Letzt die Lade der verdammten Seelen – eine Mischung aus Roomba, Schrotflinte und Artillerie. Diese Artillerieeinheit ist mächtig, aber sehr ungenau und kann nur mit einem Ritus aller 20 Runden gerufen werden. Sie verbessert nicht nur den Magievorrat der anwesenden Magier, sondern kann mithilfe der Anrufung des gerechten Niederschmetterns einen Geschossschaden von über 1000 erreichen. Man sollte aber auf friendly Fire achten.

Die Lehre von Nehekara

Mit dem DLC kommt eine neue Magieschule, die Lehre von Nehekara. Diese besteht aus ziemlich günstigen Zaubern, die man spammen sollte. Sie repräsentieren die Gebete der Gruftkönige zu ihren Göttern und verstäkren meist die eigenen Truppen, mit zwei Ausnahmen. Der Schädelsturm ist ein Vortex-Spruch, der zusammengeklumpte Horden bestraft. Die Bewegungen des Sturms sind wie bei allen Vortex-Sprüchen zufällig, also kann man damit auch seine eigenen Leute treffen. Der andere Spruch macht weitaus weniger Schaden an einer einzigen Einheit, dafür verlangsamt er diese für kurze Zeit erheblich. Die restlichen Zauber sind zur Unterstützung da. Bei diesen sollte man allerdings beachten, dass die Änderungen prozentual sind. Das heißt: Einen Helden oder eine Elite-Einheit zu buffen bringt um einiges mehr als eine normale Skelettkrieger-Truppe.

Erzittert, Sterbliche!

Wie gesagt, ich denke der DLC ist ziemlich gelungen. Es gibt aber auch einige Dinge zum abziehen, neben dem Preis: Die Story ist bei allen Fraktionen ziemlich gleich. Von dem was ich so mitbekommen habe, würde Settra weder die Bücher, noch die schwarze Pyramide anrühren – höchstens um sie zu zerstören. Andere Endsequenzen für Khatep und Khalida wären auch toll gewesen; z.B. hätte ich Khatep sein Versprechen doch erfüllen lassen, und Khalida hätte die Vampire ausrotten können. Die Skaven bringen in ihrer letzten Zwischensequenz auch ihren Gott (die große gehörnte Ratte) auf die Welt, ohne dass sich nach dem Sieg etwas ändert. Trotzdem hat mir die Kampagne und die Endschlacht Spaß gemacht.

Einheitentechnisch scheint der DLC ziemlich komplett zu sein, Nekrolithkolosse fehlen, dafür sind Hierotitanen und berittene Bogenschützen dabei. Die Armee fühlt sich auch nicht overpowered an, sondern hat je nach Zusammenstellung bestimmte Vor- und Nachteile. Die Gruftkönige sind außerdem ganz schön gesprächig und kommentieren eine ganze Menge. Bemerkungen über das Klima und die Auswahlmöglichkeiten vor und nach der Schlacht waren schon im Hauptspiel, hinzu kommen noch Sprüche über untergebene Charaktere, wenn man deren Skills ansieht, oder in welche Rasse im Gebiet herrscht, indem man sich gerade befindet. Bei Letzterem bin ich mir nicht ganz sicher, ob das nicht schon im Hauptspiel drin war. Außerdem gibt es wieder einige witzige, aber relativ seltene Sprüche, wie „Together, we’ll make Nehekara great again!“ Dabei denk ich mir schmunzelnd: „Jo, kann es kaum abwarten ein paar Zwergen-Shitholes zu plätten!“

„The living will quail – for the time of flesh is over!“
Genau so wie dieser Artikel.

Ich gebe 9 Kanopenkrüge von 11 Mumien.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Top 5: Spiele, die ich haben will!

Reddok am 20.Januar 2018 um 13:01:45

… die aber (noch) nicht existieren. Das Internet ist für mich kein Neuland – daher weiß ich, dass Top-Listen ziemlich beliebt sind. Nicht so beliebt wie Katzenvideos, aber immerhin. Daher denke ich mir: „Warum nicht das ganze mit meinem Talent verbinden, sich sinnlos über Dinge Gedanken zu machen?“
Wie wäre es mit Spielen, die noch nicht existieren? Also, falls das hier ein Entwickler lesen sollte: Stifte und Papier raus – mitschreiben! Wobei es vermutlich den ein oder anderen Grund gibt, dass diese Spiele nicht existieren…

Platz 5 – Noch ein Fantasy Total War

Ich liebe Total War: Warhammer und seine Fortsetungen, auch wenn ich alles andere als ein guter Stratege bin. Ich hatte vorher keine keinen Plan von Warhammer Fantasy, aber jedesmal, wenn ein Volk hinzugefügt wird, informiere ich mich inzwischen darüber. Mal so nebenbei: Es wurde die Chance verpasst, die Reihe ‚Total Warhammer‘ zu nennen… Das macht mich wahnsinnig!

Tja, also welche Fantasy-Universen würde ich gerne sehen? Auf keinen Fall Herr der Ringe. Orks, Menschen, Zwerge und Elfen hab ich schon in Warhammer – nur in besser. Oh, ich hab mir gerade definitiv keine Freunde gemacht.
Und wenn nicht Herr der Ringe, was dann? Warcraft. Ja, ich weiß. Warcraft hat auch Menschen, Zwerge, Elfen und Orks. Aber eben auch Oger, Gnolle, Trolle, Gnome, Goblins, Untote, Dämonen, Spacekühe und Werwölfe, die Tim Burtons größte Fans sind.

Die zweite Möglichkeit wäre Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer. Okay, rassentechnisch vermutlich ziemlich langweilig – aber ich will diese Drecksplage Geoffrey selbst umbringen bevor er vergiftet wird. Oder auf der Seite der weißen Wanderern den Lebenden die wahre Bedeutung von Angst beibringen.

Platz 4 – Openworld Rennfahrer RPG

Ich bin ehrlich: Rennspiele sind nicht so meins. Mit NFS Payback hätte ich geholt, wenn der Release nicht komplett an mir vorbeigegangen wäre – was glücklicherweise der Fall war. Nun, ich bin auch kein Riesenfan von Fast & Furious, aber wenn man das ganze konsequent als Spiel umgesetzt hätte, wäre das bestimmt gut geworden.
Ein anderes Problem, welches ich mit diese Art von Spiel habe: Die Welt ist nicht sehr interaktiv. Ich habe dabei den Eindruck, als wäre man mit Sekundenkleber am Sitz festgeklebt. Okay, Rennspiele sind zum Autofahren da. Aber wie wäre es mit einem Hybriden?

Stellt euch vor, man würde am Anfang seinen Charakter erstellen, sagen wir, wie in Skyrim oder einem handelsüblichen MMO. Diese/r ist anfangs ein Streifenpolizist, und stoppt einen berüchtigten Raser im Tutorial. Eins führt zum anderen und wir müssen uns Undercover in die illegale Rennfahrerszene/Mafia einschleusen. Rennen fahren ist jedoch nur ein Punkt auf der Tagesordnung; die anderen sind Fluchtwagen fahren, besondere Autos klauen und sich mit verschiedenen Freizeitaktivitäten beschäftigen. Moment, WAS?

Okay, lasst mich erklären. Meine Idee ist, dass man sich eine Crew aus 3 weiteren Personen aufbauen muss. Sagen wir, es gibt ingesamt 6-9 – jeder mit seiner eigenen Story, Charakterzügen, Skills und Beziehungen zu den anderen Kandidaten. Man muss sich mit ihnen anfreunden, kann vielleicht sogar eine Romanze mit einem anfangen. Ich sehe es vor mir: Man fährt ein Rennen, verdient Geld, motzt sein Auto auf. Man braucht aber noch jemanden für Team-Rennen (und die ein oder andere krumme Nummer), also lässt man sich von seinem Kontakt bei der Polizei Akten von geeigneten Leuten schicken. Einer davon ist ein guter Rennfahrer und wenn er nicht gerade an einem Straßenrennen teilnimmt, spielt er Beachvolleyball. Also fährt man zum Strand, holt sich vom übrigen Geld eine/n Badehose/-anzug und sucht zu Fuß nach dem Typen und spielt ne Runde (oder zwei) mit ihm. Später geht man vielleicht in eine Bar zum Quatschen – mit verschiedenen Gesprächsoptionen.

Also im Prinzip eine Mischung aus Need for Speed, Mass Effekt, GTA und vielleicht ein bisschen Dating-Sim, um es kurz zu machen. Würde aber das klauen von normalen Autos weglassen, und auch Schusswaffen möglichst als letzten Ausweg einbauen, wenn überhaupt. Hm. Also leicht verdientes Geld wäre dieses Projekt vermutlich nicht.

Platz 3 – Kelly und Laura

Nein, der Untertitel dazu lautet nicht, „Abenteuer auf dem Reiterhof“. Sagt euch Kane & Lynch was? IO Interactive, die Entwickler, haben die Rechte dazu verloren. Dazu meinte ich mal scherzhaft, dass sie einfach nur die Protagonisten mit Frauen austauschen und es ‚Kelly und Laura‘ nennen müssten. Witzigerweise ist diese Idee bei mir hängen geblieben; vor allem, weil ich die Serie ‚Wanted‘ gesehen habe. In dieser werden zwei grundverschiedene Frauen (welche jedoch beide Dreck am Stecken haben) in ein Verbrechen verwickelt und geraten ins Fadenkreuz von Polizei, korrupten Polizisten und anderen Gaunern. Das Spiel müsste dann natürlich actionreicher, brutaler und schonungsloser als die erwähnte Serie sein. Gegen eine Nakedei-Ballerei, wie in Kane & Lynch 2, hätte ich auch nichts einzuwenden. Wer nicht weiß, wovon ich rede: In einer Mission ballern sich die beiden Psychos komplett nackt durch mehrere Häuserblocks voller Polizei. Dazu die bekannte Amateurfilm-Optik, nachvollziehbare Motivationen, heftige Story-Wendungen und fertig ist der Lack.

Platz 2 – Super Bowser Land

Ich habe noch nie ein Super Mario durchgespielt – Super Wario Land allerdings schon. Hab das Spiel solange gespielt, bis Wario ein riesiges Schloss bauen konnte. Anscheinend fand ich Antihelden früher schon spitze.
Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einen Italienischen Klempner und einer feuerspeienden Schildkröte auf Steroiden, würde ich mich auf jeden Fall für die Schildköte entscheiden. Hallo? Der Panzer ist voller Stacheln, wie badass ist dass denn bitte!?
Könnte mir ganz gut vorstellen, das Peach aus irgendeinem Grund (welcher ist eigentlich ziemlich Wurscht) böse wird und Bowser loszieht, um seiner Geliebten wieder ein paar Manieren einzuprügeln. Hm, jetzt wo ich darüber nachdenke, klingt das sehr nach häuslicher Gewalt, also vielleicht was anderes? Wie wäre es damit: Das Pilzkönigreich wird überfallen, aber nicht von Goomba’s und Schildkröten, sondern von… Aliens? Keine Ahnung.

Jedenfalls werden Mario und Luigi direkt gefangen genommen und Peach sucht Bowser auf, um jämmerlich um Hilfe zu betteln. MUAHUAHAHAHAR!
Das ganze würde ich mir als 2D/3D Plattformer wünschen.

Platz 1 – Mount & Blade: Bannerlord

Okay. Ich muss mich entschuldigen. Dieser Witz ist einfach zu krass gewesen. Tut mir leid. Aber heilige *******, ich will es endlich zocken verdammt! Mittelalter RPG-Sandbox mit Strategie- und Wirtschaftselementen? Bevor ich Warband gespielt habe, wusste ich nicht, wie sehr ich das brauche. Ich will endlich über hunderte Stunden mein Königreich/meine Banditen-Mafia aufbauen und mit eiserner Faust über Calradia herrschen; meine Armee aufbauen und mit ihr plündern/morden bis sich die Codezeilen biegen; an Turnieren Teilnehmen und meine Ritterlichkeit im Zweikampf auf die Probe stellen; meine Städte, Dörfer und Burgen bauen; Betreibe aufbauen, die mir so viel Geld einbringen, dass ich den Rest des Landes einfach aufkaufe; mit dem Charakter-Editor Jessica Alba nachbauen und sie zur Königin machen. Und bis ich das alles geschafft habe, werden vermutlich um die tausend Stunden vergangen sein.

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Dawn of War II – The Last Stand: Test, Review

Dominik am 27.August 2012 um 17:08:30

Angeführt durch ihren furchtlosen und übermenschlichen Imperator hat sich das menschliche Imperium über die gesamte Galaxie des 41. Jahrhunderts ausgebreitet. Mit einer aggressiven Expansion Politik kontrolliert das Imperium einen gigantischen Großraum den es gegen plündernden Ork Horden, dem Wahnsinn verfallenen Chaos Anhängern, den Überlebenden des einstigen Eldar Sternenreichs und weiteren fremdartigen Völkern zu verteidigen gilt. Um die regulären Truppen der Imperialen Armee und Planetaren Verteidigungseinheiten in ihrem Kampf zu unterstützen und letztendlich das Kriegsglück zu Gunsten des Imperiums zu wenden, wurden aus der Gen Saat des Gott Imperators die Space Marines erschaffen. Diese an mehreren Orden gebundenen Krieger sind mit modernsten Technologien und Waffen ausgestattet um es gegen Feinde aufzunehmen die den normalen Menschen in jeglicher Form überlegen sind. Die ständigen Feuerstürme und Gefechte in der Galaxie ermöglichen kein gewöhnliches friedfertiges Leben für die imperialen Bürger. Und Obwohl das menschliche Imperium immer noch einen Großteil seines Reiches halten kann, bröckelt es an allen Fronten und tief in seinem Inneren. Denn die mächtigen Götter des Chaos manipulieren und beherrschen unzählige Welten außerhalb des bekannten Raums und warten nur auf Ihre Gelegenheit dunkle Kreuzzüge zu entsenden um das Universum in Schutt und Asche zu legen. Und wäre diese Bedrohung nicht schon genug, erheben sich auch noch alte Völker aus ihren Jahrtausende alten Gräbern um ihre Ansprüche im Schwarzen Raum geltend zu machen.

Nach dem Bahnbrechenden Erfolg des Last Stand Modus im erschienen Dawn of War 2 Retribution Addon entschied der Publisher THQ den Modus als eigenständiges Spiel für gerade einmal 7 Euro im Verkaufsshop der Online Plattform Steam anzubieten. Wir haben bei dieser Gelegenheit zugeschlagen und bereits über 150 Spielstunden in der Welt des 41. Jahrhunderts hinter uns gelassen. Ob sich der Kauf gelohnt hat erfahrt ihr in unserem Testbericht.

The Last Stand verfolgt keiner eigenständigen Geschichte im Warhammer 40K Universum. Bei diesem Spiel handelt es sich vielmehr um eine Mischung aus Tower Defence mit Hack&Slay Elementen. In diesem kann der Spieler zwischen 6 verschiedenen Charakteren wählen, die alle einer anderen Rasse angehören. Da gibt es den kühnen Space Marine, einen Offizier der Imperialen Armee, einen Hexer des Chaos, Die Runenprophetin der Eldar, einen Schusswütigen Ork sowie einen übergroßen Schwarmtyrannten der Tyranniden ( ein Alienhaftes Volk). Als zusätzlicher DLC Inhalt kann noch der Tau Commander erworben werden, den wir in diesem Test mit einbeziehen werden. Jeder dieser Helden verfügt über mehrere Fertigkeiten und Waffen die im Verlauf des Spiels bei jedem Stufenaufstieg Frei geschaltet werden. Insgesamt kann ein Charakter 20 Stufen aufsteigen. Wer eine Herausforderung sucht kann auch das gesamte Level zurücksetzen um erneut bei Stufe 1 wieder anzufangen. Einen  spielerischen Vorteil gibt es bei dieser Option nicht. Um seinen Helden aber erstmal auf das Endlevel zu bringen, müssen mehrere Wellen von verschiedenen Angreifern in den zwei verfügbaren Karten, der Amboss des Khorne und das blutige Kolosseum, besiegt werden. Nach jeder Angriffswelle erscheint eine neue immer größer werdende Gegnergruppe die man vernichten muss. Erfahrungspunkte erlangt man durch das besiegen der einzelnen Gegner. Um die Erfahrungspunkte pro Feind zu erhöhen, müssen zwei Flaggenpunkte gehalten werden. Diese im Spiel als Türme dargestellten Modifikatoren müssen zu Spielbeginn von den Spielern eingenommen werden. Je länger die Spielergruppe die Türme hält umso mehr Erfahrung gibt es für die gefallenen Gegner. Zusätzlich kann der Modifikator durch schnelles Besiegen einer Welle gesteigert werden. Da alle Heldencharaktere über mehrere Waffen und Ausrüstungstypen im Laufe des Spiels bekommen, kann ein Spieler verschiedene Kombinationen anwenden um ein Spiel zu meistern. Effektiv sollten die Spieler bereits vor Rundenbeginn die spielende Klasse ihrer Helden aufeinander abstimmen um die Überlebenschancen in der Arena zu erhöhen.

Da The Last Stand ein zusätzlicher Modus im Strategiespiel Dawn of War 2 war, wird das Spiel aus der Sicht der Vogelperspektive dargestellt. Mithilfe von Maus und Hotkeys auf der Tastatur wird das Spiel gesteuert. Ein wichtiger Aspekt ist neben ergänzenden Ausrüstungen, falls vom Level vorhanden, das nutzen von Deckungsmöglichkeiten um erlittenen Schaden zu reduzieren. Neben zerstörbaren Mauern und Büschen gibt es noch Krater und betretbare Hochstände die als Deckung vor feindlichen Beschuss genutzt werden können. Auch die feindlichen Einheiten nutzen dieses Spielfeature, mit Ausnahme der Wachtürme. Zu Beginn des Spiels verfügen die einzelnen Helden über wenig Ausrüstungsgegenstände weshalb es nicht allzu viele Möglichkeiten zur Individualisierung gibt. Mit dem Aufstieg jeden Levels können sich neue Kombinationen an Fähigkeiten und Waffen ergeben um verschiedene Vorgehensweisen spielen zu können. Spezialfertigkeiten werden erst ab der oberen Levelgrenze Frei gegeben. Zusätzlich kann jede Heldenklasse noch zwei Errungenschaft Waffen und Rüstungen für das Ausführen von schweren Aufgaben erhalten. Neben einer guten Kombination aus Heldengruppen der Spieler ist das Wiederbeleben von Verbündeten ein wichtiger Bestandteil des Spiels um vorwärts zu kommen. Denn ein gefallener Spielercharakter bleibt im Spiel, so fern es kein Verbindungsabbruch gibt, und kann von Mitspielern wieder aufs Schlachtfeld zurück belebt werden. Einige Charakter klassen besitzen zudem Fähigkeiten um Verbündete im Kampf zu stärken, zu heilen oder die Stärke der Gegner, mittels Kampfschreie, zu minimieren. Um ein Scheitern in der Arena vorzubeugen ist es ratsam wie bereits erwähnt eine gute Klassenkombination aufzustellen. Ähnlich wie in diversen Rollenspielen können Charaktere mittels Fertigkeiten und Gegenstände bestimmte Aufgaben übernehmen. So eignet sich der Space Marine hervorragend als Heiler, Nahkämpfer oder Verteidiger während der Ork Gegner mit schweren Schusswaffen niederhalten oder mit speziellen Minenfallen verlangsamen  kann. Als reine Unterstützungsklasse ist die Prophetin der Eldar ausgelegt, die durch Massen Teleportation und Schutzschilden verbündete Spieler schützen kann. Der Chaoshexer verfügt über mächtige Kampfzauber und kann sogar feindliche Truppen Klonen. Als etwas Overpowered erweist sich der DLC Zusatz des Tau Commanders. Denn dieser Held ist neben seiner immer einsatzbereiten Mobilität auch in der Lage Schutz oder Angriffsdrohnen mit in die Schlacht zu nehmen und verfügt zudem über sehr starke Schusswaffen. Aber was will man von einem kostenpflichtigen Content Inhalt auch erwarten?

Grafisch macht the Last Stand einen sehr guten Eindruck. Die Hochauflösenden Polygon Modelle sehen für ein ( Ursprüngliches) Strategiespiel mehr als ausgezeichnet aus und man sieht dem Spiel seinen Dawn of War Touch erheblich an. Die Effekte spielen ebenfalls in der oberen Liga mit. Schöne Partikelfilter und in mehreren Farben schillernde Explosionen und Effekte verursachen ein Feuerwerk auf dem Bildschirm, dass nicht nur imposant aussieht, sondern auch ordentlich am Grafikchip frisst. Mit dem Einsatz von Shader Model 3.0 lohnt sich das Spiel erst ab einer Grafikleistung von einer Nvidia 7800 GT oder höher zu kaufen. Die Animationen laufen flüssig und entsprechen dem jeweiligen Modelltyp ( Alien oder Mensch). Das GUI ( Spielerinterface) ist übersichtlich gestaltet und man verliert selten den Überblick, mit Ausnahme von der Anwesenheit vieler Feinde in den Gefechten. Physikalisch reagiert die Umgebung realistisch auf Effekte und anderer äußeren Einflüsse. Bei Explosionen bilden sich tiefe Krater, die Gegner werden durch Flächenschadenden Angriffen korrekt durch die Luft gewirbelt. Und auch Gebäude fallen in realistischen Zügen bei Beschädigungen auseinander. Bei all dieser Perfektion verwundert es das zerstörte Pflanzen völlig unschlüssig zersetzt werden. Die UV Texturierung von Modellen und Objekten wirken wie aus einem Guss und passen stimmig zusammen. Abzüge machen die Texturen von Hintergrund und Umgebung. Trotz Hoher Breitbild Auflösung wirken diese eher verwaschen und sind nur aus großer Distanz ansehnlich. Für ein mittlerweile eigenständiges Spiel macht The Last Stand einen grafisch zusammenpassenden Eindruck der durch das flotte Spielgeschehen zu großer Form verkommt.

6 spielbare Heldenklassen Hohe Ladezeiten
viele Klassen Kombinationen möglich häufige Verbindungsabbrüche
Team orientiertes Spiel DLC Inhalte erwerbbar
Eindrucksvolle Zauber und Effekte nur 2 Levels
große Auswahl an Waffen etc.  
Teilweise lustige Fähigkeiten  
Hohe Motivationskurve  
viele unterschiedliche Feinde  
Errungenschaften verfügbar  
   

Fazit

The Last Stand trumpft mit einer viel zahl an Kombinationsmöglichkeiten die keine Wünsche offen lässt. Spielt man einen Unterstützer oder doch lieber den schwer gepanzerten Hammerschwingenden Nahkämpfer? Einen Heldencharakter auf Stufe 20 zu bringen bedeutet nicht gleichwohl das Ende des spielens für die jeweilige Klasse. Denn gerade im Endlevel Bereich wächst die Herausforderung mit so wenig Verlusten wie möglich eine Arena zu meistern. Dank der sehr großen Auswahl an Waffen, Rüstungen und Fertigkeiten lassen sich verschiedene Rollenspieltypen kreieren. Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen und erhöht sich kontinuierlich mit den steigenden Wellen von Angreifern. Ein Duell mit Spiegelbildern des eigenen Helden (Klonen ) würzt das ganze Spielgeschehen gerade zu ab. Mager fällt dagegen die Levelauswahl von lediglich zwei Karten aus. Für 7 Euro darf man aber eben auch kein Vollpreistitel erwarten. Das Spiel, oder eher der Modus, erfüllt aber alle Erwartungen welche ich seit Erwerb gehabt hatte. Besonders Empfehlenswert ist es, dass Spiel mit Freunden und Bekannten zu spielen. Denn nur mit der richtigen Klassenkombination lassen sich sehr starke Helden in die Schlacht schicken. The Last Stand ist sehr Teamorientiert, Einzelspieler sollten eher einen Bogen machen, denn ohne die Zusammenarbeit mit anderen Spielern lässt sich das Spiel kaum bewerkstelligen.

7,5 /10

 


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Bewertung: 5.0/5 (8)