Waterloo3D – Unreal Engine machts möglich.

Echtzeitstrategie ist in der Indie Szene neben Rollenspielen und Shootern wohl das Genre welches ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit bekommt.Dabei haben schon so manche Solo Entwickler versucht ähnliche Spiele wie die der Macher der Total War Reihe zu kreieren.Ein Studio das sich ein solches Projekt auf die Fahne geschrieben hat ist Plus Infinity Studios. Das Team … weiter

Age of Total Heroes – Total War in der Unreal Engine?

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Gruftkönige – Urlaub im Land der Toten

Im Wüstensand Nehekaras erheben sich uralte Tyrannen mitsamt ihren Armeen – mit dem Ziel ihr prunkvolles Imperium wieder aufzubauen… Die großartigste Zivilisation, die je von Menschen errichtet wurde. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele von 2017 – obwohl ich weder ein guter Stratege, noch gut im Micromanagement bin – ist Total War: Warhammer 2. Seit Creative Assembly … weiter

Top 5: Spiele, die ich haben will!

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Rückblick: Medieval 2 Total War ( PC )

Entwickler: The Creative Assembly Publisher: Sega Plattformen: Pc (Windows) Release: 10. November 2006 Genre: Echtzeit Strategiespiel Das Strategiegenre ist eines der beliebtesten Genres der Deutschen. Über all in den Läden und Top 10 sieht man die Total War Reihe. Diese hat den Mix aus Runden basierter Strategie und Actionreichen Schlachten mit riesigen Armeen geprägt. Gerade ist … weiter

» Total War

Waterloo3D – Unreal Engine machts möglich.

Dominik am 16.Februar 2019 um 18:02:31

Echtzeitstrategie ist in der Indie Szene neben Rollenspielen und Shootern wohl das Genre welches ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit bekommt.Dabei haben schon so manche Solo Entwickler versucht ähnliche Spiele wie die der Macher der Total War Reihe zu kreieren.Ein Studio das sich ein solches Projekt auf die Fahne geschrieben hat ist Plus Infinity Studios. Das Team rund um Chefentwickler Sivakumar Kanakraj plant einen neuen Strategietitel der mit der Unreal Engine realisiert werden soll.

Dazu haben die Entwickler am Code herum geschnibselt um mehr als 30.000 Skelette zu animieren und in Gefechte ziehen lassen zu können.Das Spiel wird Waterloo3D heißen und die schicksalhaften 100 Tage von 1815 nacherzählen. Darin schlüpfen wir in die Rollen der Armeen Napoleons,Großbritanniens oder Preußens.Um die Schauplätze so authentisch wie möglich zu gestalten griff Plus Infinity Studios auf Geodaten der zum damaligen Zeitpunkt finalen Orte zurück.Somit ist alles bis zum belgischen Bauernhaus,welches aus Geschichtsbücher und Bauzeichnungen entnommen wurde,sehr realistisch nachgebildet.Auch im Spiel werden wir unseren Einheiten Taktiken und Märsche erteilen die in den Militärdoktrinen der 1810Jahre üblich waren.Natürlich kann es auch sehr langweilig werden alles historisch korrekt nach zu spielen weswegen es auch so genannte Was-wäre-wenn Kampagnen ins Spiel ihren Platz finden werden.

In diesem Modus soll es sogar möglich werden seine eigene Armee zu erstellen.Wie das jetzt genau ablaufen wird ob man z.B. Truppentypen aus Franzosen und Engländern mixen oder frei erfundene Einheiten aufstellen kann ist uns im aktuellen Stand der Entwicklung nicht bekannt.Neben diesem Modus wird es noch mehrere Dutzend Minikämpfe und Gefechtsszenarien geben.Für Neueinsteiger in dieser Spielmechanik stellt der Entwickler umfangreiche Tutorials ingame bereit.Die Hauptkämpfe werden Waterloo, Quatre Bras und Ligny thematisieren.Wir Spieler werden mehrere kritische Ereignisse und Wendepunkte in der Hauptschlacht als getrennte Minikämpfe spielen können.Mit einem kleinen Kampagne Editor dürfen wir auch eigene Schlachtabläufe und Missionen gestalten.Spieler können 4 Schwierigkeitsgrade für die KI einstellen: Grouchy-Modus, Ney-Modus, Davout Modus und Kaisermodus.

Mit jedem dieser Modi wird die KI progressiv aggressiver und gerissener.Spielerisch kann man Kavallerie-Regimenter außer Kontrolle bringen wenn man mit Schrapnell Ladungen der Artillerie in sie hinein schießt.Man muss die Evolution der Linien verwenden, um ein Bataillon durch ein anderes zu führen (sowohl vorwärts als auch rückwärts).Wenn Infanterie in Rauch gehüllt ist kann sie keine Formationen ausführen.Bei übermäßigen Offiziersverlust können einzelne Regimenter gar keine Angriffs-oder Verteidigungsstellungen mehr machen.Die Entwickler planen einen Stresslevel der Einheiten einzubauen.Steigt der Stress und übersteigt eine gewisse Grenze können Truppen auch ohne Befehle feuern und flüchten.Das finde ich in diesem Bereich eine wirklich sehr sinnvolle Neuerung.Ob das Indie Studio letztendlich mit diesem Projekt Erfolg haben wird und ein paar tausend Verkäufe stemmen kann finde ich schwierig.Der Markt ist in diesem Bereich aufgeteilt zwischen den beiden Führern der Global Strategiespiele Paradox und Creative Assembly.Einen Angriff auf die Spiele der Total War Macher als Indie ist schon sehr gewagt.Trotz Unreal Engine wird da den Entwicklern wohl noch einiges an Arbeit bevorstehen.

 

 

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Age of Total Heroes – Total War in der Unreal Engine?

Dominik am 24.Februar 2018 um 11:02:42

Wir alle kennen sie die berühmten RTS-Klassiker. Angefangen von Rome Total War über Age of Empires 2 bis hin zu Weltkriegsschwergewichten wie Company of Heroes. Alle diese Spiele haben ihren eigenen Charakter mit Stärken und Schwächen. Dumm nur, wenn einem als Spieler gar nichts von allen dreien passt. So geschehen auch bei dem Spiele-Programmierer Sivan. Diesem ist die KI besonders in den Total War-Spielen zu schwach entwickelt und was tut man, wenn man programmieren kann und es besser haben möchte? Richtig, man entwickelt sein eigenes Total War! Nun geschehen unter dem Projekt Namen Age of Heroes. Das Spiel soll ein gelungener Mix aus Age of Empires und den Total War Spielen werden. Was man anhand der Screenshots erahnen kann so wird vor allem das führen von Schlachten auf einen optisch ähnlichen Schema ablaufen, jedoch programmiertechnisch auf einer völlig anderen Ebene aufbauen. Das Projekt basierte ursprünglich auf einem Test der lange Zeit mit dem 3DGamestudio erstellt wurde. Geschrieben in einer C-basierten Sprache namens Lite-C und entwickelt in einem eigens kreierten WYSIWYG-Editor. Letztere ist freie Software und unter Open Source Lizenz verfügbar. Den RTS-Inhalt hatte Sivan selbst entworfen und so ein brauchbares Pfadfinder- und Bewegungssystem für Echtzeit Gefechte geschrieben. Durch die Sprache C++ und den modernen Möglichkeiten der Unreal Engine ließ Sivan zu aber jener wechseln. Der bessere Workflow schlug seiner Ansicht nach klar die Mitbewerber CryEngine und Esenthel Engine. Außerdem will der Programmierer sein Spiel auch für Modding Support im Release Status frei schalten was ebenfalls durch die Unreal Engine begünstigt wird. Somit ist der Kern von Age of Heroes neuerdings in C++ geschrieben und nur die am wichtigsten benötigten Teile sind als Blueprints (Vorlagen) angesetzt. Dadurch ist für das spätere erstellen von Mods auch eine komfortable Nutzung für Nicht-Programmierer (Hand heb!) und Spieleentwickler möglich. Aber auch für die eigene Entwicklung von Age of Hereos hilft dieses benutzerdefinierte C++ den Künstlern und Modellierern im Team ihre eigenen Blueprint Komponenten und Datenbestände zu erstellen. Dadurch wird es möglich sein militärische Einheiten binnen weniger Minuten selbst zu erstellen. Das alles ohne gründliche Kenntnisse als Voraussetzung zu haben und zugleich leistungsoptimiert auf dem System zu laufen. Für die weitere technische Zukunft plant Sivan dieses gigantische Code-Projekt in ein Plugin umzuwandeln über welches dann Blueprint-Beispielvorlagen verwendet werden können. Diese Methode wäre für zukünftige Benutzer die beste Vorgehensweise um ein benutzerfreundliches System zu integrieren. Größte Herausforderung bei der Programmierung bleibt aber nach wie vor eine intelligente KI die Einflusskarten für die Gebäudepositionierung, potentielle Felder für die Positionen der Armeen und defensive Wandkonstruktionen mit dem Pfadfinder zu erstellen.

Das Hauptaugenmerk der KI im Spiel soll zudem sein das Einheiten von 400 bis 500 Akteuren mit Skelettanimationen flüssig abgespielt werden können. Über die im Obigen Text beschriebenen Optimierungen können GPU-Einschränkungen gestreckt werden indem die Kamera Perspektive auf einen Top-Down Stil beschränkt wird. Weitere CPU-Grenzen sollen in Zukunft durch Multithreading, eines Teils von Prozessen die über Frames verteilt werden, erhöht werden. Zusammen gefasst werden folgende gameplay typischen Merkmale in dem Script System auftreten: Schnelle hierarchische Pfadfindung (niedrige Ebene: Kacheln, hohe Ebene: Cluster, daher kleine Bereiche), Unterstützung von Boden- und Marineeinheiten, Einheiten können unterschiedliche Bewegungsfähigkeiten haben, Komplexes, optimiertes Einheitsupdate einschließlich Wegfindung, Bewegung, Vermeidung und Kollisionsauflösung, Glättung der CPU-Last des Spielthread durch Verbreitung des Updates über mehrere Frames, Rendering optimierte leicht anpassbare Einheiten Akteure und Komponenten: Einheiten sind in der Regel animierte Skelet Meshes in der Nähe, und sie wechseln zu animierten Sprites über eine bestimmte Entfernung, Gebäude können hindernisartig sein oder begehbare Fußböden, Auswahl von Einheiten und Gruppen mit einem einzigen Klick oder Auswahlfeld oder Doppelklick zum Auswählen aller ähnlichen auf dem Bildschirm und weitere zur Zeit nicht näher erläuterte Features. Weitere Work in progress Aufgaben werden für den Einzel Entwickler die Herstellung von Gebäuden wie Minen, Stadtzentrum und Kasernen sein. Außerdem typische Antike Trägereinheiten wie Belagerungstürme, Schiffen und Streitwagen. Die Funktion das Spiel zu speichern und zu laden und Multithread-Kachel und Clusterpfadfinder einzufügen.

Sivans Projekt hat durchaus Potential da er, technisch gesehen, einen Eigenweg gewählt hat um sein Age of Heroes umzusetzen. Bei allen Respekt vor seiner Arbeit als Programmierer so muss er doch auch uns Spieler mit einem nachhaltigen Konzept überzeugen. Das sein Spiel in der Antike wie Rome2 stattfinden wird überrascht mich jedoch nicht. Es gibt einige Total War Klone die in die Fussstapfen des Großen treten indem sie ebenfalls in der Bronzezeit spielen. Sivan entwickelt sein Spiel größtenteils in seiner Freizeit und hat dafür auch nicht die beste Hardware zur Verfügung ( Gut ich und mein imac von 2006, auf dem ich diesen Artikel schrieb sind auch nicht der Renner). Für ein so komplexes Werk mit so vielen einzelnen Berechnungen sollte sich der Programmierer aber einen etwas leistungsstärkeren Rechner zu legen. Ich bin generell offen für neue Spiele im RTS Segment und freue mich wenn Sivan eine erste spielbare Demo vorlegen könnte. Ich werde das Projekt auf meine Beobachtungsliste setzen und mal abwarten was die Zukunft beim Thema Age of Heroes zeigen wird.

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Gruftkönige – Urlaub im Land der Toten

Reddok am 11.Februar 2018 um 12:02:42

Im Wüstensand Nehekaras erheben sich uralte Tyrannen mitsamt ihren Armeen – mit dem Ziel ihr prunkvolles Imperium wieder aufzubauen… Die großartigste Zivilisation, die je von Menschen errichtet wurde.

Eines meiner absoluten Lieblingsspiele von 2017 – obwohl ich weder ein guter Stratege, noch gut im Micromanagement bin – ist Total War: Warhammer 2. Seit Creative Assembly also ihren neuen DLC ‚Rise of the Tomb Kings‘ mit einem phänomenalen Trailer angekündigt hatte, saß ich auf glühenden Kohlen. Ich werde nebenbei noch ein bisschen auf die Lore eingehen, allerdings bin ich kein Warhammer-Experte und gebe nur das wieder, was ich in Wikis nachgelesen, oder sonst irgendwie aufgeschnappt habe.

Nun, hat sich die Aufregung gelohnt? Meiner Meinung nach schon, denn dieser DLC ist vermutlich der beste in der Warhammer Reihe. Ich finde aber auch alle Arten von Untoten super – außer die, die in der Sonne glitzern. Der große Vorteil von Warhammer 2 im Gegensatz zu seinem Vorgänger, sind die unterschiedlichen Völker mit eigenen Mechaniken. Die Gruftkönige legen hier nochmal eine Schippe drauf – kein anderes Volk der Reihe spielt sich so einzigartig. Im Rahmen von Total War, versteht sich.

Langsam, aber sicher.

Allgemeine Unterschiede im Gameplay: Gruftkönige bezahlen kein Gold für Soldaten, Kommandanten und Helden; man kann sich also nicht in den Bankrott wirtschaften. Damit das ganze nicht OP ist, gibt es allerdings Armee, Helden und Einheitenlimits. Gold ist aber nicht nutzlos. Dringend benötigte Gebäude verschlingen Unsummen und auch bei der Forschung und dem Erwecken von Legionen der Legenden wird man regelmäßig zur Kasse gebeten. Hinzu kommt, dass die normale Infanterie und Kavallerie ziemlich deutlich hinter denen der anderen Völker zurückbleibt, Vampirfürsten ausgenommen. Die lebendigen Statuen sind zwar stark, haben viel Rüstung, Lebensenergie und verursachen Angst und Schrecken – sind aber besonders am Anfang extrem limitiert. Die Gebäude für Kriegssphinx, Nekrosphinx und Hierotitan kosten 10000 Goldstücke und geben nur jeweils eine Einheit. Klingt erstmal nicht nach so viel, wenn man die absurden Einkommensraten der Hochelfen gewohnt ist. Allerdings bekommen die Gruftkönige weit weniger Geld: Anfangs unter 100 Goldstücke pro Runde mit normalem Einkommen! Sobald man irgendwann mal 2000-4000 pro Runde bekommt, ist man gut dabei. Natürlich kann man auch anders Geld verdienen, wie einsammeln von Schiffswracks oder das Plündern bzw. Ausrauben von Städten. Das höchste was ich bisher gesehen habe waren 12000 Gold durch ausrauben (voll ausgebaute Hauptstadt) – also relativ wenig. Zum Vergleich: Mit Norsca, aus dem ersten Teil, kann man schonmal 60.000 Gold beim ausrauben ergattern. Und ob man am Anfang der Kampagne eine dringend benötigte Armee losschicken möchte um Schätze auf dem Meer zu sammeln ist auch fraglich, kann aber extrem gute Vorteile bringen, wie 30% Baukostenreduzierung. Aber nicht nur um Gold müssen sich die Mumien sorgen machen, sondern auch um Kanopenkrüge. Diese ägyptischen Organbehälter werden vor allem im Totenkult benutzt, aber auch für verschiedene andere Dinge.

Die Gruftkönige bringen natürlich auch ihre eigenen vier Riten mit. Für den Spottpreis von 4000 Gold bekommt man zum Beispiel einen besonderen Helden, der eine Ruine in eine Level 3-Siedlung verwandeln kann. Oder man verbessert für 5 Runden die Ehrfahrung für neue Kommandanten und deren Rekruten; dafür bekommt man sogar eine Lade der verdammten Seelen obendrauf. Eine Feindliche Streitmacht ist auf den Weg? Rebellion? Mit einem Sandsturm, der jegliche Armeen außer den eigenen angreift, kann man die Zahl der Eindringlinge erheblich verringern (Armee-Stellungen wie plündern oder Lager kontern dies). Außerdem kann man innerhalb der Schlacht einheiten Tarnen, sodass sie den Feind überraschen können. Falls man trotzdem einer übermächtigen Armee gegenübersteht, kann man mit dem letzten Ritus mächtige Gruftschwärme auf seine Feinde hetzen.

Mumien bekommen selten magische Ausrüstungsgegenstände. Um seine Anführer und Helden etwas wehrhafter zu machen, kann man den Totenkult nutzen, um neue Gegenstände zu craften. Legendäre Gegenstände kann man jedoch nur einmal herstellen. Ungewöhnliche und Epische allerdings immer wieder, solange man genügend Kanopenkrüge und Handelsressourcen hat. Außerdem kann man noch Legendäre Legionen wiedererwecken; wie die epischen Gegenstände aber nur einmal.

Die Toten kümmern sich nicht um den Vortex und schließen sich dem Gerangel um diesen nicht an. Dafür müssen sie mindestens 5 Bücher des Nagash sameln, dessen schwarze Pyramide erobern und verteidigen. Jedes Buch gibt bestimmte Boni, welches Buch wo zu finden ist, ist allerdings zufallsgeneriert, nur die Standorte an sich sind immer die gleichen, solange man die selbe Fraktion spielt. Diese Kampagne ist zwar nicht innovativ, aber wenigstens wird man keinem Zeitlimit unterworfen. Die Rituale der anderen Völker und deren Chaos-Invasoren sieht man übrigens trotzdem. Find ich gut, denn so fühlt sich das ganze lebendig an.

Spielt man hingegen die zusammengesetzte Kampagne, die Reiche der Sterblichen, hat man die selben Ziele wie alle anderen Fraktionen auch, kann aber trotzdem auf die Jagd nach 8 Büchern gehen. Apropos: Manche dieser Bücher werden von (aus mehreren Völkern) zusammengewürfelten Armeen bewacht, die ziemlich schwer zu besiegen sind. Man kann diese Schlachten auch nicht automatisch entscheiden, allerdings kann man sie, anders als normale Questschlachten, mit dem Sandsturm cheesen oder auch mehrere Armeen zum Kampf bringen.

Settra dient nicht, Settra herrscht!

Die Gruftkönige haben die Auswahl zwischen vier Legendären Lords:

Settra der Unvergängliche, König der Könige. Seine Arroganz und Grausamkeit suchen seinesgleichen. Jedoch hat er es auch geschafft, das erste und großartigste menschliche Imperium zu erbauen. Auch wenn er ein starker Krieger ist und sich der magischen Lehre von Nehekara bedient, liegt seine eigentliche Stärke in seinen Fähigkeiten als Kommandant. Der Wirkungsbereich seiner Aura ist doppelt so groß, wie der von anderen Kommandanten. Seine Starteinheiten bestehen aus einer Khemrischen Kriegssphinx, sowie Gruftwachen mit Hellebarden und Streitwagen.

Der große Hierophant Khatep ist der Anführer des Totenkults. Ein mächtiger Magier, der Settra aus seinem Schlaf zurrückgeholt hat. Dummerweise hatte Settra sich die Unsterblichkeit anders vorgestellt, weshalb er Khatep verbannte. Das ändert jedoch nichts an dessen Loyalität zu Settra. In Total War hat er seine Verbannung etwas zu ernst genommen und startet in jeder seiner Kampagnen von Naggarond, der Heimat der Dunkelelfen, aus. Sein Hierotitan verschiebt das Gleichgewicht der Kräfte etwas zu seinen Gunsten, sein gebundener Sandsturm-Zauber ist aber auch nicht von schlechten Eltern.

Arkhan der Schwarze ist Diener des Erz-Nekromanten Nagash (welcher die Pläne der Unsterblichkeit durchkreuzt hat) und erbitterter Feind von Settra. Neben der Lehre des Todes führt er auch einige Truppen der Vampirfürsten ins Feld: Liber Mortis, das neunte Buch von Nagash, ermöglicht dies. Das kann er auch gebrauchen, denn bretonische Bauern sind das perfekte Ziel für Fledermäuse und Wölfe. Die starken Verteidigungslinien der Zwerge dieser Gegend wären ein großes Problem, wäre da nicht der Gruftskorpion in seiner Armee, welcher die selbst beste Verteidigung umgehen kann. Das neunte Buch ist an ihn gebunden und kann nicht von anderen Gruftkönigen gestohlen werden.

Khalida ist die letzte im Bunde. Intelligent, schön, ehrenhaft, mutig und von (fast) allen bewundert. Ihre Cousine Neferata war zum ersten Vampir geworden und als die beiden sich Duellierten streckte diese Khalida nieder und versuchte sie als Vampir zurrückzubringen. Khalida flehte jedoch die Rachegöttin Asaph an, sie von dem Fluch zu befreien. Ihr Wunsch wurde erhört. Seit dem fließt Gift durch Khalidas Adern und sie wird nicht eher ruhen, bis sämtliche Vampire ausgelöscht worden sind. Als grazile Duellantin mit Giftattacken und hoher Mobilität lehrt sie den Vampirfürsten das fürchten, welche in der Schlacht einen möglichst großen Bogen um sie machen. Alle Soldaten ihrer Armee machen Giftschaden und Bogenschützen haben außerdem mehr Munition und einige Boni, solange sie in der Nähe ist. Allerdings sind ihre Spezialeinheiten, die Grabjäger und Nekropolenritter im Vergleich zu den anderen Anführern extrem schwach.

Es ist übrigens nicht möglich mit anderen Gruftkönig-Fraktionen zu konförderieren. Im Gegensatz zu anderen Warhammer 2 Rassen kann man also keine Legendären Anführer „sammeln“.

Ein Gruftprinz, ein Priester und ein Nekrotekt gehen in eine Bar…

So in etwa liest sich der Text des Ereignisses in Runde 6, wenn man den ersten Helden aussuchen darf. Aber wer genau sind diese Gestalten und welchen sollte ich mir aussuchen? Nun das kommt auf die Wahl des Anführers an. Khatep startet zum Beispiel direkt mit einem Priester des Todes, und kann auch ab Level 10 bis zu 2 mehr davon bekommen.

Priester des Todes sind Magier, die sich entweder der Lehre von Nehekara, des Todes, des Lichts oder der Schatten bedienen. Da man als Khatep und Arkhan und Settra eh schon Magie einsetzten kann, würde ich da eher zu den beiden anderen tendieren. Khalida auf der anderen Seite ist eine reine Kriegerin und kann magische Hilfe ganz gut gebrauchen.

Gruftprinzen sind die Leibgarde unter den Helden. Sie geben anderen Helden physische Resistenz und kämpfen gern gegen große Feinde. Sie bilden außerdem die Truppen aus und sind sich auch nicht für Attentate zu schade. Ich würde erst ihre Verteidigung erhöhen, damit sie ihren Gruftkönig möglichst lange beschützen können. Ihre Fluchfähigkeit, welche man erst aktivieren kann, wenn der Gruftprinz bei unter 50% HP ist, senkt die Angriffskraft der Gegner im Wirkungsbereich und lässt diese im Kampfrausch versinken.

Das Einsatzgebiet der Nekotekten ist eher unterstützender Natur. Sie halten die Konstrukte der Armee am Leben, geben ihnen ein paar Verbesserungen. Anders als ihre steinernen Gefährten sind sie sehr fragil (was eigentlich für alle Charaktere der Gruftkönige gilt), welshalb sie am liebsten entweder mit ihren Konstrukten in den Kampf ziehen oder ihre Peitschen gegen leichte Infanterie einsetzen. Wenn man es aber schaffen sollte, seine Nekrotekten am leben zu halten, kann man die maximale Anzahl seine Konstrukte erhöhen. Praktisch, sonst muss man im schlimmsten Fall 11500 Gold ausgeben, nur um eine einzige Ushabti Einheit mit Großbögen zu bekommen.

Dynastien erheben sich aus dem Wüstensand

Anstelle des Forschens nach neuen Technologien betreiben die Gruftkönige Ahnenforschung. Es gibt 6 Dynastien, die man in beliebiger Reihenfolge erforschen kann. Diese geben dem Spieler Zugriff auf zusätzliche Armee-Slots und einige andere Dinge: Pro Dynastie gibt es drei Forschungen, die den zugehörigen Einheiten kleine Buffs verschaffen. Außerdem 3 Heldenslots, die man entweder mit 1000 Gold, 100 Kanopenkrügen oder 2500 Gold freischaltet. Ganz oben kann man einen König der Dynastie für 200 Kanopenkrüge freischalten, der einen unsterblichen General zur Verfügung stellt. Diese haben nicht nur verbesserte passive Eigenschaften, sondern auch einen größeren Skillbaum. Zu guter Letzt gibt es am Boden der Dynastie eine Verbesserung für 5000 Gold, zum Beispiel für besseren Handel, oder andere Kampagnenverbesserungen. Sobald man eine Dynastie freischaltet, kann man außerdem einen Herold für Seine Heerführer freischalten. Diese können zwar nicht mitkämpfen, verstärken die Armee jedoch mit zusätzlichen Fähigkeiten, die nicht von schlechten Eltern sind. Allerdings wird die Forschungsrate pro abgeschlossener Dynastie um satte 30% verringert. Vor allem das Erobern von Hauptstädten anderer (Haupt-)Fraktionen, oder der schwarzen Pyramide hebt das wieder an. Ich finde das System super, denn man schaltet nicht nur ein paar verbesserte Zahlen frei sondern auch spezielle Anführer, oder mehr Armee und Agentenplätze. So fühlt sich Fortschritt an!

Einheiten

Skelette… der Kern jeder Armee. Praktisch nur dazu gedacht um anstürmende Feinde abzufangen, oder feindlichen Fernkämpfern ihre Munition zu entlocken. Das einzig positive bei diesen Einheiten ist, dass man endlose Massen rekrutieren kann und diese 55% Geschossschaden-Reduktion besitzen. Die erste Verbesserung stellen die Bogenschützen dar. Für Skelette haben sie gute Reichweite und Genauigkeit. Danach kommen die nehekarischen Krieger, welche durch die Bank weg bessere Werte besitzen, dafür aber keine Schilde. Die Gruftwache ist das beste was Skelettinfanterie zu bieten hat. Immer noch schlechter als die meiste Elite-Infanterie der anderen Völker, aber ganz gut im Durchhalten – vor allem wenn man zusätzlich Magie einsetzt.

Die Skelettstreitwagen sind schon etwas spezieller. Diese gibt es in der Nahkampf und Bogenschützenvariante. Wie ihre marschierenden Brüder sind sie nicht sehr langlebig, man sollte sie also dazu nutzen, mehrmals in die feindliche Infanterie zu brettern und wieder zu verschwinden. Der Streitwagenbauer stellt allerdings auch schreiende Schädelkatapulte her.

Die Todesgeier sind am besten dafür geeignet, feindliche Bogenschützen und Artillerie vom Feuern abzuhalten. Sie sind im Prinzip nur bessere Vampirfledermäuse der Vampirfürsten.

Langsam wird es interessanter. Im Kavalleriegebäude gibt es Anfangs zwar nur leichte Kavallerie und berittene Bogenschützen, aber durch ihre hohe Geschwindigkeit super zum flankieren geeignet. Die Nehekarischen Reiter sind bis auf die verringerte Geschwindigkeit in allen Belangen besser. Aber trotzdem verblassen sie gegen die Grabjäger und Nekropolenritter. Diese schlangenhaften Konstrukte setzen ihren Gegnern mit Gift zu und sorgen für Schrecken in den Herzen der Gegner.

Die Ushabti sind große, menschliche Statuen mit Tierköpfen und gehören zu den coolsten Einheiten der Gruftkönige. Ihre anfängliche Regungslosigkeit vermittelt Narren ein Gefühl der Sicherheit – welches sie schnell bereuen, sobald sich die mächtigen Ushabti blitzschnell in Bewegung versetzen und mit überraschender Anmut ihre Gegner in handliche Stückchen verarbeiten. Die Großbogen-Variante ist im Prinzip eine mobile Artillerie, welche man am besten gegen Elite-Infanterie oder Monster wie Dinos, Hydren oder Drachen einsetzt. Der Klevere General versucht vermutlich, diese im Nahkampf zu behindern, sollte aber dabei beachten, dass sie auch im Nahkampf beträchtlichen Schaden anrichten können.

Gruftskorpione sind lebendig gewordene Alpträume jeder Infanterie Einheit. Diese Einheit ist dafür geschaffen, Linien zu durchbrechen. Solange der Gegner keine Kanonen hat, welche die wandelnden Sarkophage aus großer Entfernung aufhalten können. Sobald sie jedoch erstmal die feindlichen Linien erreicht haben, ist es schon zu spät. Mit ihren Scheren durchdringen sie jede Rüstung, oder graben sich einfach durch den Boden, um hinter der Einheit wieder aufzutauchen.

Khemrische Kriegs- und Nekrosphinxen trampeln alles nieder, was unter ihre Pfoten kommt. Ihre hohen Rüstungs- und HP-Werte machen sie zu den Panzern der Gruftkönige. Die Kriegssphinx fühlt sich am wohlsten, wenn sie innerhalb von Infanterieformationen herumtollen kann, während Bogenschützen von ihrem Rücken aus feuern; die Nekrosphinx hingegen ist dafür gebaut, große Gegner wie Monster und Kavallerie zu bekämpfen.

Hierotitanen sind die langsamsten Riesen in Warhammer – dafür erhöhen sie die Energiereserven der Armee und können zwei Zauber wirken: Shem’s brennender Blick und Seelenentzug. Außerdem schießen sie Laser aus ihren Augen. Also wenn das kein Kaufargument ist, weiß ich auch nicht. Wie alle anderen Konstrukte sind sie ein ideales Ziel für rüstungsdurchdringende Geschosse, besonders wenn sie Bonusschaden gegen große Einheiten haben.

Zu guter Letzt die Lade der verdammten Seelen – eine Mischung aus Roomba, Schrotflinte und Artillerie. Diese Artillerieeinheit ist mächtig, aber sehr ungenau und kann nur mit einem Ritus aller 20 Runden gerufen werden. Sie verbessert nicht nur den Magievorrat der anwesenden Magier, sondern kann mithilfe der Anrufung des gerechten Niederschmetterns einen Geschossschaden von über 1000 erreichen. Man sollte aber auf friendly Fire achten.

Die Lehre von Nehekara

Mit dem DLC kommt eine neue Magieschule, die Lehre von Nehekara. Diese besteht aus ziemlich günstigen Zaubern, die man spammen sollte. Sie repräsentieren die Gebete der Gruftkönige zu ihren Göttern und verstäkren meist die eigenen Truppen, mit zwei Ausnahmen. Der Schädelsturm ist ein Vortex-Spruch, der zusammengeklumpte Horden bestraft. Die Bewegungen des Sturms sind wie bei allen Vortex-Sprüchen zufällig, also kann man damit auch seine eigenen Leute treffen. Der andere Spruch macht weitaus weniger Schaden an einer einzigen Einheit, dafür verlangsamt er diese für kurze Zeit erheblich. Die restlichen Zauber sind zur Unterstützung da. Bei diesen sollte man allerdings beachten, dass die Änderungen prozentual sind. Das heißt: Einen Helden oder eine Elite-Einheit zu buffen bringt um einiges mehr als eine normale Skelettkrieger-Truppe.

Erzittert, Sterbliche!

Wie gesagt, ich denke der DLC ist ziemlich gelungen. Es gibt aber auch einige Dinge zum abziehen, neben dem Preis: Die Story ist bei allen Fraktionen ziemlich gleich. Von dem was ich so mitbekommen habe, würde Settra weder die Bücher, noch die schwarze Pyramide anrühren – höchstens um sie zu zerstören. Andere Endsequenzen für Khatep und Khalida wären auch toll gewesen; z.B. hätte ich Khatep sein Versprechen doch erfüllen lassen, und Khalida hätte die Vampire ausrotten können. Die Skaven bringen in ihrer letzten Zwischensequenz auch ihren Gott (die große gehörnte Ratte) auf die Welt, ohne dass sich nach dem Sieg etwas ändert. Trotzdem hat mir die Kampagne und die Endschlacht Spaß gemacht.

Einheitentechnisch scheint der DLC ziemlich komplett zu sein, Nekrolithkolosse fehlen, dafür sind Hierotitanen und berittene Bogenschützen dabei. Die Armee fühlt sich auch nicht overpowered an, sondern hat je nach Zusammenstellung bestimmte Vor- und Nachteile. Die Gruftkönige sind außerdem ganz schön gesprächig und kommentieren eine ganze Menge. Bemerkungen über das Klima und die Auswahlmöglichkeiten vor und nach der Schlacht waren schon im Hauptspiel, hinzu kommen noch Sprüche über untergebene Charaktere, wenn man deren Skills ansieht, oder in welche Rasse im Gebiet herrscht, indem man sich gerade befindet. Bei Letzterem bin ich mir nicht ganz sicher, ob das nicht schon im Hauptspiel drin war. Außerdem gibt es wieder einige witzige, aber relativ seltene Sprüche, wie „Together, we’ll make Nehekara great again!“ Dabei denk ich mir schmunzelnd: „Jo, kann es kaum abwarten ein paar Zwergen-Shitholes zu plätten!“

„The living will quail – for the time of flesh is over!“
Genau so wie dieser Artikel.

Ich gebe 9 Kanopenkrüge von 11 Mumien.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Top 5: Spiele, die ich haben will!

Reddok am 20.Januar 2018 um 13:01:45

… die aber (noch) nicht existieren. Das Internet ist für mich kein Neuland – daher weiß ich, dass Top-Listen ziemlich beliebt sind. Nicht so beliebt wie Katzenvideos, aber immerhin. Daher denke ich mir: „Warum nicht das ganze mit meinem Talent verbinden, sich sinnlos über Dinge Gedanken zu machen?“
Wie wäre es mit Spielen, die noch nicht existieren? Also, falls das hier ein Entwickler lesen sollte: Stifte und Papier raus – mitschreiben! Wobei es vermutlich den ein oder anderen Grund gibt, dass diese Spiele nicht existieren…

Platz 5 – Noch ein Fantasy Total War

Ich liebe Total War: Warhammer und seine Fortsetungen, auch wenn ich alles andere als ein guter Stratege bin. Ich hatte vorher keine keinen Plan von Warhammer Fantasy, aber jedesmal, wenn ein Volk hinzugefügt wird, informiere ich mich inzwischen darüber. Mal so nebenbei: Es wurde die Chance verpasst, die Reihe ‚Total Warhammer‘ zu nennen… Das macht mich wahnsinnig!

Tja, also welche Fantasy-Universen würde ich gerne sehen? Auf keinen Fall Herr der Ringe. Orks, Menschen, Zwerge und Elfen hab ich schon in Warhammer – nur in besser. Oh, ich hab mir gerade definitiv keine Freunde gemacht.
Und wenn nicht Herr der Ringe, was dann? Warcraft. Ja, ich weiß. Warcraft hat auch Menschen, Zwerge, Elfen und Orks. Aber eben auch Oger, Gnolle, Trolle, Gnome, Goblins, Untote, Dämonen, Spacekühe und Werwölfe, die Tim Burtons größte Fans sind.

Die zweite Möglichkeit wäre Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer. Okay, rassentechnisch vermutlich ziemlich langweilig – aber ich will diese Drecksplage Geoffrey selbst umbringen bevor er vergiftet wird. Oder auf der Seite der weißen Wanderern den Lebenden die wahre Bedeutung von Angst beibringen.

Platz 4 – Openworld Rennfahrer RPG

Ich bin ehrlich: Rennspiele sind nicht so meins. Mit NFS Payback hätte ich geholt, wenn der Release nicht komplett an mir vorbeigegangen wäre – was glücklicherweise der Fall war. Nun, ich bin auch kein Riesenfan von Fast & Furious, aber wenn man das ganze konsequent als Spiel umgesetzt hätte, wäre das bestimmt gut geworden.
Ein anderes Problem, welches ich mit diese Art von Spiel habe: Die Welt ist nicht sehr interaktiv. Ich habe dabei den Eindruck, als wäre man mit Sekundenkleber am Sitz festgeklebt. Okay, Rennspiele sind zum Autofahren da. Aber wie wäre es mit einem Hybriden?

Stellt euch vor, man würde am Anfang seinen Charakter erstellen, sagen wir, wie in Skyrim oder einem handelsüblichen MMO. Diese/r ist anfangs ein Streifenpolizist, und stoppt einen berüchtigten Raser im Tutorial. Eins führt zum anderen und wir müssen uns Undercover in die illegale Rennfahrerszene/Mafia einschleusen. Rennen fahren ist jedoch nur ein Punkt auf der Tagesordnung; die anderen sind Fluchtwagen fahren, besondere Autos klauen und sich mit verschiedenen Freizeitaktivitäten beschäftigen. Moment, WAS?

Okay, lasst mich erklären. Meine Idee ist, dass man sich eine Crew aus 3 weiteren Personen aufbauen muss. Sagen wir, es gibt ingesamt 6-9 – jeder mit seiner eigenen Story, Charakterzügen, Skills und Beziehungen zu den anderen Kandidaten. Man muss sich mit ihnen anfreunden, kann vielleicht sogar eine Romanze mit einem anfangen. Ich sehe es vor mir: Man fährt ein Rennen, verdient Geld, motzt sein Auto auf. Man braucht aber noch jemanden für Team-Rennen (und die ein oder andere krumme Nummer), also lässt man sich von seinem Kontakt bei der Polizei Akten von geeigneten Leuten schicken. Einer davon ist ein guter Rennfahrer und wenn er nicht gerade an einem Straßenrennen teilnimmt, spielt er Beachvolleyball. Also fährt man zum Strand, holt sich vom übrigen Geld eine/n Badehose/-anzug und sucht zu Fuß nach dem Typen und spielt ne Runde (oder zwei) mit ihm. Später geht man vielleicht in eine Bar zum Quatschen – mit verschiedenen Gesprächsoptionen.

Also im Prinzip eine Mischung aus Need for Speed, Mass Effekt, GTA und vielleicht ein bisschen Dating-Sim, um es kurz zu machen. Würde aber das klauen von normalen Autos weglassen, und auch Schusswaffen möglichst als letzten Ausweg einbauen, wenn überhaupt. Hm. Also leicht verdientes Geld wäre dieses Projekt vermutlich nicht.

Platz 3 – Kelly und Laura

Nein, der Untertitel dazu lautet nicht, „Abenteuer auf dem Reiterhof“. Sagt euch Kane & Lynch was? IO Interactive, die Entwickler, haben die Rechte dazu verloren. Dazu meinte ich mal scherzhaft, dass sie einfach nur die Protagonisten mit Frauen austauschen und es ‚Kelly und Laura‘ nennen müssten. Witzigerweise ist diese Idee bei mir hängen geblieben; vor allem, weil ich die Serie ‚Wanted‘ gesehen habe. In dieser werden zwei grundverschiedene Frauen (welche jedoch beide Dreck am Stecken haben) in ein Verbrechen verwickelt und geraten ins Fadenkreuz von Polizei, korrupten Polizisten und anderen Gaunern. Das Spiel müsste dann natürlich actionreicher, brutaler und schonungsloser als die erwähnte Serie sein. Gegen eine Nakedei-Ballerei, wie in Kane & Lynch 2, hätte ich auch nichts einzuwenden. Wer nicht weiß, wovon ich rede: In einer Mission ballern sich die beiden Psychos komplett nackt durch mehrere Häuserblocks voller Polizei. Dazu die bekannte Amateurfilm-Optik, nachvollziehbare Motivationen, heftige Story-Wendungen und fertig ist der Lack.

Platz 2 – Super Bowser Land

Ich habe noch nie ein Super Mario durchgespielt – Super Wario Land allerdings schon. Hab das Spiel solange gespielt, bis Wario ein riesiges Schloss bauen konnte. Anscheinend fand ich Antihelden früher schon spitze.
Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einen Italienischen Klempner und einer feuerspeienden Schildkröte auf Steroiden, würde ich mich auf jeden Fall für die Schildköte entscheiden. Hallo? Der Panzer ist voller Stacheln, wie badass ist dass denn bitte!?
Könnte mir ganz gut vorstellen, das Peach aus irgendeinem Grund (welcher ist eigentlich ziemlich Wurscht) böse wird und Bowser loszieht, um seiner Geliebten wieder ein paar Manieren einzuprügeln. Hm, jetzt wo ich darüber nachdenke, klingt das sehr nach häuslicher Gewalt, also vielleicht was anderes? Wie wäre es damit: Das Pilzkönigreich wird überfallen, aber nicht von Goomba’s und Schildkröten, sondern von… Aliens? Keine Ahnung.

Jedenfalls werden Mario und Luigi direkt gefangen genommen und Peach sucht Bowser auf, um jämmerlich um Hilfe zu betteln. MUAHUAHAHAHAR!
Das ganze würde ich mir als 2D/3D Plattformer wünschen.

Platz 1 – Mount & Blade: Bannerlord

Okay. Ich muss mich entschuldigen. Dieser Witz ist einfach zu krass gewesen. Tut mir leid. Aber heilige *******, ich will es endlich zocken verdammt! Mittelalter RPG-Sandbox mit Strategie- und Wirtschaftselementen? Bevor ich Warband gespielt habe, wusste ich nicht, wie sehr ich das brauche. Ich will endlich über hunderte Stunden mein Königreich/meine Banditen-Mafia aufbauen und mit eiserner Faust über Calradia herrschen; meine Armee aufbauen und mit ihr plündern/morden bis sich die Codezeilen biegen; an Turnieren Teilnehmen und meine Ritterlichkeit im Zweikampf auf die Probe stellen; meine Städte, Dörfer und Burgen bauen; Betreibe aufbauen, die mir so viel Geld einbringen, dass ich den Rest des Landes einfach aufkaufe; mit dem Charakter-Editor Jessica Alba nachbauen und sie zur Königin machen. Und bis ich das alles geschafft habe, werden vermutlich um die tausend Stunden vergangen sein.

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Rückblick: Medieval 2 Total War ( PC )

Dominik am 17.Mai 2012 um 17:05:03

Entwickler: The Creative Assembly

Publisher: Sega

Plattformen: Pc (Windows)

Release: 10. November 2006

Genre: Echtzeit Strategiespiel

Das Strategiegenre ist eines der beliebtesten Genres der Deutschen. Über all in den Läden und Top 10 sieht man die Total War Reihe. Diese hat den Mix aus Runden basierter Strategie und Actionreichen Schlachten mit riesigen Armeen geprägt. Gerade ist die Reihe mit ihrem neuesten Titel Empire Total War auch zu Seeschlachten übergegangen. Doch wie kann ich diese Genre testen? Durch Demo’s wie die zu Empire geht dies leider nicht, da hier nur Schlachten gezeigt werden. Hierzu bietet sich der Vorgänger Medieval 2 Total War gerade zu an.
Wie der Name schon sagt spielt das ganze im Mittelalter. Ihr übernehmt die Geschicke eines Europäischen Volkes wie der Schoten, Franzosen oder der Deutschen( Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen). Nun ist es eure Aufgabe euer Volk zu Macht und Ansehen zu führen. Hierbei bleibt es euch überlassen ob ihr gleich alle Nachbarn auslöscht oder ein mächtiges Handelsimperium gründet.
Doch wie ist der Spielspaß dieses für Echtzeitstrategen sehr langsamen Spiels. Etwa 80 % des Spieles finden auf der Kampagnenkarte ( einer Art Weltkarte) statt, hier lenkt ihr Armeen ,rekrutiert und baut oder heuert Söldner für den nächsten Kriegszug an. In dieser Zeit des Spiels, langweilt es einen verwöhnten Skooternfan schon, doch sobald man in die Kampfhandlungen wechselt ist all die Langeweile vergessen, denn die riesigen Massenschlachten mit mehreren tausend Soldaten erinnern mehr an einen Spielfilm als an ein Spiel. Die Schlachten sind die eigentlichen Diamanten des Spieles. Auch die „liebevoll“ inszenierten Film-Szenen (wenn zum Beispiel euer General stirbt) lassen einen fasst vergessen das man am PC sitzt und nicht auf der Couch und sich gerade einen festspannenden Ritterfilm ansieht !
Seine Muskeln lässt das Spiel auch in im Menü anwählbaren historischen oder selbst Generierten Schlachten spielen. Hier muss man Schlachten nicht erst auf der Kampagnenkarte erzwingen sondern Spiel einfach.
Ein bisschen Kritik muss aber schon sein: Der Schwierigkeitsgrad stellt Anfänger vor Probleme und für die Musik gehören die Leute bei Sega nachträglich verhauen. Sonst kann man aber bei Leibe nichts Bemekern.

Mein Fazit:
Für den Preis von 10€ bekommt der Spieler mindestens 100 Stunden Spielspaß. Und Mittelalterfeeling noch oben drauf nur die Musik und der etwas unfähre Schwierigkeitsgrad etwas. Jeder der mal in das Runden basierte Strategiegenre reinschnuppern möchte ohne gleich Unsummen auszugeben bekommt hier ein fast perfektes Strategiespiel und Fans der Serie( so wie ich) haben es eh schon seit Realeis auf der Platte.

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