Diablo im Browser spielen – so geht’s!

Erinnert sich noch jemand an das erste „Diablo“? Das hochgeblobte Hack’n’Slay erschien Ende 1996 und erfreut sich besonders im zweiten Teil weiterhin großer Beliebtheit. Als tapferer Krieger, Jäger oder Zauberer macht man den dämonischen Monstern den Garaus, bis man sich zum namensgebenden Boss durchgekämpft hat. 2018 rekonstruierte der Nutzer “GalaXyHaXz” den Quellcode des ersten Teils … weiter

Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe! Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfübar. Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt. Denn in Zeiten … weiter

Kolumne: Wie man den Jugendschutz anpassen sollte.

Seit dem Jugendschutzgesetz von 2003 gelten die USK bzw. FSK Freigaben nicht mehr als Empfehlung für den Verkauf, sondern sind gesetzlich verbindend. Ab 12 ist nun auch ab 12. Zudem dürfen bereits von USK/FSK geprüfte Spiele/Filme nicht mehr durch die BPjM indiziert und durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden. Eine sinnvolle Sache, wenn man sich z.B. … weiter

Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

Wir bewegen uns gemächlichen Schrittes auf die besinnlichste Zeit des Jahres zu – Weihnachten 🎄 Bereits seit einigen Wochen können wir die fleißigen Menschen beobachten, die unsere geliebten, aber auch geschäftstüchtigen, Weihnachtsmärkte aufbauen und mühevoll dekorieren. Unsere Wochenenden werden wir demnächst wieder bei Zeit gemeinsam an Punsch- und Glühweinständen verbringen dürfen. Doch wir alle wissen: … weiter

LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! 💩

Oder auch der lokale Multiplayer von damals ohne Internet und Online-Zwang. Welche LAN-Spiele gibt es denn, die man im Koop-Modus spielen kann, ohne Steam im Hintergrund laufen zu haben oder sich einem anderweitigen Online-Zwang beugen zu müssen? In unserem letzten Artikel zur Medialisierung haben wir Steam als eines der ersten „sozialen Netzwerke“ im Kontext von … weiter

Medialisierung: Ein sozialer Wandel – wir sind das Produkt.

Medialisierung: Ein sozialer Wandel unserer Kommunikation – und wir sind das Produkt. Mit kurzen Titeln hab ich’s nicht so, deswegen in der fettgedruckten Zeile oben nochmal mein plakativer Traumtitel in vollen Zügen 💩 Hier eine kurze Anleitung zur Reflektion einer Sichtweise, nicht nur im Kontext von Gaming. Ja, das war ja schon ziemlich cool damals. … weiter

Spiele-Entwicklung – Chance oder Risiko?

Wir hier auf Replaying berichten neben Retro-Games gerne auch immer wieder über Indie Spiele aus deutscher Hobby-Entwicklung. Es ist der große Traum junger und auch älterer Gamer. Wer reichlich genug zockt und einen kreativen Geist besitzt, der wird sich vielleicht eines Tages sein eigenes Spiel zurecht denken und Vorstellungen davon haben, was er besser als … weiter

Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC für Spiele unter Windows 98/XP

Die Anleitung und Kaufberatung für einen alten PC (Retro-PC) für alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen? Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure älteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestmöglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen … weiter

Mittlerweile über 900 Arcade-Titel auf archive.org im Browser!

Ursprünglich waren es ca. 25 Titel im Internetarchive, darunter bekannte Klassiker wie Pitfall! oder Choplifter. Mittlerweile wurde dieses Angebot auf archive.org auf über 900 Spiele verschiedenster Plattformen erweitert, und zwar direkt emuliert im Webbrowser. Wer also Lust auf ein paar waschechte Retro-Spiele hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen! Gegenwärtig gibt es bei einigen Emulationen jedoch noch … weiter

Top 10: Spiele mit Wintersetting für den kalten Winter!

Die kurzen Hosen sind passé, Zeit ist’s für die Wintermode. Ein passender Reim ist mir leider nicht eingefallen, aber coole Spiele mit Wintersetting für die kalte Jahreszeit lassen sich da bedeutend einfacher finden. Hier meine Top 10: Spiele mit Wintersetting für den kalten Winter! Platz 10: Christmas Lemmings Na, wer kennt das? Basierend auf dem … weiter

Lokalisierung von Videospielen – mehr als eine Notwendigkeit

Der Begriff „Lokalisierung“ beschreibt die sprachliche und kulturelle Anpassung an den Zielmarkt. Sie stellt sicher, dass alle Teile eines Videospiels, von der Verpackung bis zur Software, optimal angeglichen sind. Wenn man ein Spiel eines westlichen Herstellers auf den asiatischen Markt bringen will, ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hierbei um zwei grundlegend verschiedene … weiter

Spiele(n) auch unter Linux, oder doch Windows?

Ein weiterer Eintrag mit einem komplett neuen Thema: Seit einigen Monaten steht Microsofts neuster Sprößling „Windows 8“ im Laden. Ich möchte ungern nun beginnen positiv wie negativ abzuwägen, da ich mich auch noch sehr gut an „Windows Vista“ erinnerte und die damit verbundenen Gerüchte, dass Microsoft OpenGL nicht mehr unterstützen will bzw. hier nur eine Schnittstelle zu … weiter

» Spiele

Diablo im Browser spielen – so geht’s!

kepu am 6.August 2019 um 19:08:29

Erinnert sich noch jemand an das erste „Diablo“? Das hochgeblobte Hack’n’Slay erschien Ende 1996 und erfreut sich besonders im zweiten Teil weiterhin großer Beliebtheit. Als tapferer Krieger, Jäger oder Zauberer macht man den dämonischen Monstern den Garaus, bis man sich zum namensgebenden Boss durchgekämpft hat. 2018 rekonstruierte der Nutzer “GalaXyHaXz” den Quellcode des ersten Teils mit all seinen Macken, um Moddern eine bequemere Möglichkeit zu bieten, auch an einem Diablo-Spiel basteln zu können, welches heutzutage eher ein Schattendasein darstellt.

Nichtsdestotrotz lassen sich mit dem Code einige Sachen anstellen. Der Entwickler “Rivsoft” hat es vor einigen Tagen geschafft, einen Web-Port aus dem rekonstruierten Quellcode zu basteln. Ja, man kann über eine Website das erste „Diablo“ spielen. Und das fast ohne Einschränkungen. Da können die Arbeitspausen endlich sinnvoll genutzt werden, wo das Mitbringen von Datenträgern ein Problemchen darstellen könnte. 🙂

Man hat die Qual der Wahl. Wer sofort losspielen möchte, spielt die logischerweise eingeschränkte Shareware-Version, die gerade mal 50 MB groß ist. Vorher werden noch ein paar Dateien geladen und schon wirkt es so, als würde ein virtuelles Windows 95 das Spiel gerade starten, denn selbst die Videos sind zu sehen. Wer das Original-Spiel besitzt, sei es auf CD oder heruntergeladen von GOG, kann aber auch die Datei “DIABDAT.mpq” auswählen, die dann ebenfalls geladen werden muss. Da sollte bei einer Größe von knapp 500 MB die Leitung entsprechend gut dimensioniert sein. So steht einem die Vollversion zur Verfügung.

Und schon kann man spielen. Multiplayer ist leider nicht auswählbar, weshalb man auf den Singleplayer beschränkt ist. Charakterauswahl, Namen eingeben und schon gehts ins Abenteuer. Man kann sich nun mit den Stadtleuten unterhalten, Ausrüstung kaufen oder sich im nahe gelegenen Schloss auf Beutejagd machen. Die Tastatur-Shortcuts funktionieren wie gewohnt, solange man den Fokus auf den Tab hat, sonst öffnet man bei F1 nicht etwa die Hilfe in „Diablo“, sondern die Hilfe des Browsers. Auch die Ladezeiten zwischen den einzelnen Passagen sind erfreulich kurz.

Das laufende Spiel lässt sich sogar speichern und beim späteren Abruf der Website wieder laden, sofern man die Einstellungen des Browsers nicht irgendwann aus Gründen bereinigen möchte. Leider ist es nur auf das jeweilige Gerät, auf dem man gespielt hat, beschränkt. Nutzt man etwa denselben Google-Account in Google Chrome auf zwei Geräten, kann man die gespeicherten Spiele auf dem anderen nicht verwenden. Die Möglichkeit, diese zu transferieren, gibt es ebenfalls nicht.

Die Auflösung beträgt wie beim Original 640×480 Pixel, hier wird es freundlicherweise an die Größe des Fensters angepasst, so dass man auf einem 4K-Bildschirm nicht mal mehr eine Brille benötigt, um alles erkennen zu können. Andere Auflösungen bot das Spiel ohnehin nicht, erst mit dem Add-On “Lord of Destruction”, welches 2001 für den zweiten Teil gab, kam die Auflösung 800×600 Pixel hinzu. Auch die nicht sehr flüssige Cursorbewegung wurde übernommen, jedoch gab es während des Tests keinerlei Frameeinbrüche.

Die Web-Version vom ersten „Diablo“ lies sich in jeder aktuellen Browserversion spielen, sei es das aktuellste Google Chrome oder das aktuellste Mozilla Firefox. Unter dem in Windows 10 installierten Internet Explorer wollte die Seite sich nicht blicken lassen und in Safari 11.1.2 auf einem Mac mini Late 2009 mit dem dort aktuellsten macOS gab es keinen Ton. Da es allerdings Google Chrome für macOS gibt, kann man so das Problem mit dem fehlenden Ton umgehen. (Fun Fact: Nutzer eines 90er-Macintoshs mussten nicht auf “Diablo” verzichten, das Spiel erschien 1998 auch für PowerPC-basierte Macs).

Auch Linux-Nutzer kommen in den Genuss, selbst wenn es schon vorher mit dem rekonstruierten Quellcode bestens funktioniert hat. Selbst auf einem Raspberry Pi 3B kann sich die Performance durchaus sehen lassen, das Spielgeschehen stockte nur gelegentlich und der Cursor hat etwas mehr geruckelt als sonst, es ist aber in einem so akzeptablen Rahmen, dass man weit entfernt ist vom Prädikat „unspielbar“.

Man hatte schon bei dem Quellcode, auf dem diese Version basiert, befürchtet, dass Blizzard einschreiten würde, um das Projekt aus dem Netz zu ziehen, wo aber bisher nichts passiert ist. Ob es auch bei dieser Webversion Befürchtungen dieser Art geben wird, wird sich zeigen.


Auch wenn das erste “Diablo” einen ähnlichen Status aufweist wie “Age of Empires” (erster Teil ist schnell vergessen, zweiter Teil wird heiß geliebt, vom dritten Teil hört man nix), kann man mit der erstaunlich gut laufenden inoffiziellen Browserversion von “Diablo” immerhin seine Festplatte um knapp 1 GB verlorenen Speicherplatz verschonen. Zwar hat man die Savegames nur bei sich hinterlegt und man könnte diese nicht woandershin mitnehmen, aber sonst steht der Spielerfahrung nichts im Wege. Eine willkommene Alternative zu dem, was man sonst so im Browser spielt.

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1 » Retro

Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

Malte am 17.Juni 2019 um 21:06:05

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe!

Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfübar.

Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt.

Denn in Zeiten von sozialen Medien ist es offensichtlich kaum noch möglich, sich abseits der großen Netzwerke einen Namen zu machen und etwas Neues zu schöpfen. Im Wesentlichen stellen wir  alle notwendigen Instrumente zur Verfügung: Community-Funktionen, ein Forum, redaktionelle als auch technische Artikel zu zahlreichen Retro-Spielen. Nur findet dies allenfalls moderaten Anklang und führte nie wirklich zu einem Durchbruch.

Strategisches Versagen aufgrund einer persönlichen Evolution rund um Webentwicklung und Marketing, die mit dieser Webseite seit ihrer Entstehung im Grunde genommen einhergeht, steht dabei ganz weit oben. Von nichts kam halt im Mittelstufen-Alter irgendwie etwas. Initial übrigens auf einem WordPress-Blog. Weder mit hochkarätigen Besucherzahlen, geschweige denn irgendwelchen, monetären Einnahmen können wir uns seit einem Bestehen von fast 10 Jahren rühmen. Dieses Projekt existiert seit jeher auf freiwilliger Basis aller Beteiligten. Wir sind mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden, denn wir haben Spieler erreicht.

Die Forenkultur stirbt aus.

Ein Blick über den Tellerrand verrät uns: Euer Forum macht keinen Sinn. Denn jeglicher Austausch von Interessengruppen findet heutzutage einzig und alleine über soziale Medien statt. Nur die ganz Großen, die gefühlt seit Bestehen des Internets auf dem Markt vertreten sind, wie ComputerBase oder GameStar, können ihre Communities erhalten. Stellt euch selbst die Frage: Wann habt ihr euch zuletzt auf irgendeiner Plattform angemeldet? Das muss entweder technisch etwas ganz Attraktives oder Neuartiges sein, oder ihr habt nach etwas Bestimmten eine hohe Nachfrage, dessen Bedarf an fundierter Beratung sonst nirgendwo gedeckt wird.

Auch die Vergangenheit von Replaying zeigt ein interessantes Phänomen. Wir hatten wöchentlich zahlreiche Registrierungen zu verzeichnen, als diese für einen Download noch Voraussetzungen waren, da wir einzigartiges Material anbieten. Seitdem die Registriegungspflicht abgeschaltet ist, schwappen im Monat vielleicht noch ein paar Benachrichtigungen über Neuanmeldungen ins Postfach rein – und das war’s. 

Trotzdem wollen wir Erfahrungen oder Erlebnisse mehr denn je teilen. Sonst wäre Facebook wohl kaum so erfolgreich, wie es ist. Aber dieses Grundbedürfnis schlummerte schon immer in uns Menschen. Unsere Großeltern versendeten ihre Portraits vielleicht noch per Post an Freunde mit einer kleinen Nachricht angehängt. Wir zeigen sie der ganzen Welt. Dass so etwas technisch seit einiger Zeit möglich ist, kann eine unglaubliche Errugenschaft für unser Dasein sein. Mit zuweilen gravierenden Kehrseiten, die allerdings einen eigenen Kommentar für sich in Anspruch nähmen.

Retro-Spiele werden trendy.

Der Trend sagt: Retro ist cool.

Ihr fühlt euch mit eurem Hobby oder eurem Interesse für Retro-Spiele irgendwie alleine gelassen? Das seid ihr nicht, ihr seid im Trend. Seit der Aufzeichnung des Keywords „Retro“ bei Google Trends klettert die kleine Chart fleißig nach oben. Und Google Trends hat recht. Auch meine subjektiven Eindrücke sehen das so. Du wirst mit Retro-Spielen nahezu täglich konfrontiert. Selbst Sony hat mit der PlayStation Classic vor nicht allzu langer Zeit eine Retro-Konsole auf den Markt gebracht, die sich, trotz ihrer Mängel, einer enormen Beliebtheit erfreut. Das Ding kennt einfach jeder.

Wir wollen eine Community rund um Retro-Spiele etablieren.

Das ist absurd, denn das ist nahezu unmöglich nach dem bisherigen dictus zu urteilen. Aber es ist der perfekte Zeitpunkt. Wir starten mit einer Facebook-Gruppe. Wir hoffen, irgendwann vielleicht doch noch einmal eine komplette Neuentwicklung als Plattform anbieten zu können, die attraktive Möglichkeiten des Austausches bietet und sowohl technisch als auch inhaltlich in einer Ausprägung umgesetzt wird, wie sie eigentlich nur von größeren Projekten zu erwarten wäre. Das muss sich in Anbetracht des Aufwandes leider irgendwie lohnen und kann nicht für ein paar Mitglieder hochgezogen werden.

Das ist unsere Facebook-Gruppe.

„Werdet ein Teil von uns!“ oder „Wir freuen uns auf euch!“. Zwar ist dem so, allerdings möchten wir euch mit weiterer Marketingsprache durchaus verschonen. Es ist eben eine Facebook-Gruppe, was gibt’s denn da schon großartig zu sagen.

Hier geht’s lang: Retro-Gaming, Spiele, Community, Konsolen & Handel – REPLAYING.de

Ihr könnt:

  • Fragen stellen, Bilder posten, Gaming-Erlebnisse teilen.
  • Wir wollen einen Fokus auf den Handel von Spielen legen. Hierzu wird ein Regelwerk aufgestellt.
  • Bei Nachfrage veranstalten wir virtuelle LAN-Partien mit Retro-Spielen.

Und wir wollen dem größten Problem der Facebook-Gruppen nachhaltig entgegenwirken: Dem Finden von Informationen. Das ist wohl das größte Übel des Aussterben des Forums. Abgesehen des gefühlt inhaltlich und sprachlich Abbaus eines jeden Beitrages. Ich möchte über etwas Recherchieren und google. Wie viele Facebook-Beiträge einer Gruppe werden da doch gleich angezeigt? Richtig, keiner. Und da Facebook-Gruppen wiederum zu den größten Austauschplattformen heranwachsen, stehen wir dahingehend vor einem Problem. Wir posten deswegen, sofern es sich irgendwann einmal ergeben sollte, die besten Fragen und Antworten, etwa zu Kompatibilitätslösung, als Artikel auf die Seite. Mit schön viel SEO.

Was läuft mit REPLAYING.de so?

Abgesehen der fleißigen Beiträge ganz besonders unseres lieben Dominiks, aber auch Kevins, und natürlich Florians, nicht zu vergessen Reddoks, und einigen, weiteren Autoren, die ihr allesamt immer fleißig unter jedem Artikel gelistet seht, sind erst einmal keine Relaunches, neuen Features oder größeren Überarbeitungen in Planung. Auch wenn das Design, das seit 7 Jahren bereits in dieser Form online ist (und dafür noch ganz schick aussieht!), sicherlich einmal ein mobilfreundlichere Variante vertragen könnte.

Anregungen und Kritik sind natürlich jederzeit willkommen. Sogar sehr willkommen, denn dies spräche für eine Steigerung der Reichweite der Webseite, die uns selbstverständlich freuen würde! 😎

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Kolumne: Wie man den Jugendschutz anpassen sollte.

FloosWorld am 7.Juni 2018 um 19:06:22

Seit dem Jugendschutzgesetz von 2003 gelten die USK bzw. FSK Freigaben nicht mehr als Empfehlung für den Verkauf, sondern sind gesetzlich verbindend. Ab 12 ist nun auch ab 12. Zudem dürfen bereits von USK/FSK geprüfte Spiele/Filme nicht mehr durch die BPjM indiziert und durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden. Eine sinnvolle Sache, wenn man sich z.B. Command & Conquer: Generals anschaut, welches trotz USK 16 noch indiziert werden konnte, da es kurz vor diesem neuen Gesetz rauskam.

Alles in allem ist der Jugendschutz seit 2003 gut, aber nicht perfekt, da er meiner Meinung nach nicht auf das digitale Zeitalter angepasst ist, um mit Onlineangeboten und Verkauf auf digitalen Plattformen zurechtzukommen. Von daher finde ich, dass man den Jugendschutz an wesentlichen Punkten anpassen sollte, die besonders erwachsene Spieler bzw. Filmfans betreffen. Der Einfachheit halber beschränke ich mich bei den folgenden Zeilen auf die Sicht für Spieler.

Mir ist zudem bewusst, dass sich hier einige Punkte überschneiden, da dies mehrere in meinen Augen sinnvolle Ansätze für modernen Jugendschutz sein sollen.

Die Beschlagnahme abschaffen

Beginnen wir mit dem drastischsten Schritt, den der Jugendschutz zu bieten hat: der Beschlagnahme. Beschlagnahmte Titel unterliegen laut Jugendschutz einem Verkaufsverbot und werden eingezogen.

Ich finde, man sollte die Beschlagnahme abschaffen, da dies eine unnötige Hürde für erwachsene Käufer ist und man sowieso die nötigen Vorkehrungen treffen würde, wenn Jugendliche in der Nähe wären. Klar, der Jugendschutz sollte die oberste Priorität haben, allerdings sollte man den Spielern auch in dieser Hinsicht einen respektvollen Umgang mit jugendgefährdenden Medien bescheinigen und zutrauen, was eine Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft überflüssig machen würde.

Beschlagnahmte Spiele sollten demnach sofort zu indizierten Spielen umgewandelt werden.

Keine Unterscheidungen in den Indizierungslisten

Die BPjM führt nicht-öffentliche Listen mit den Abschnitten A-D. Diese beinhalten geordnet sogenante jugendgefährende Medien, welche nicht öffentlich beworben oder verkauft werden dürfen. Der Kauf erfolgt „unter der Ladentheke“. Bis heute gilt zudem: Spiele auf Liste B können kurz vor der Beschlagnahme stehen.

Diese Listen sollten abgeschafft werden oder allerhöchstens in zwei Listen abgeändert werden: eine für jugendgefährende Offlinemedien und eine für jugendgefährende Onlinemedien aller Art. Denn indiziert ist indiziert und sollte nicht weiter in mehr oder minder jugendgefährdend unterteilt werden. Dies würde den Jugendschutz vereinfachen.

Zusätzliche Altersfreigabe für indizierte Medien

Die USK sollte eine zusätzliche Freigabe zur Verfügung haben, um indizierte Medien „legal“ verkaufen zu können, etwa „ab 21“. Dies würde dafür sorgen, dass indizierte Spiele nicht mehr unter der Ladentheke verkauft werden müssen und der Jugendschutz durch die erhöhte Freigabe trotzdem gewahrt bleibt. „Ab 21“-Titel sollten außerdem in Nebenräumen verkauft werden, außer es handelt sich um Ausnahmen, wie etwa Spiele, denen man einen sozialkritischen, satirischen Hintergrund zuordnen kann – die Rede ist hierbei von Spielen wie Postal 2, die die US-Gesellschaft überspitzt und schwarzhumorig aufs Korn nehmen.

Verkauf von indizierten Medien im Internet mittels Personalausweis

Eine weitere sinnvolle Idee, wie man als deutscher Käufer an indizierte Spiele kommen kann wäre, die ID des Personalausweises zu nutzen um bei Plattformen wie Steam, GOG, Origin, Uplay etc. Zutritt zu einem Bereich zu erhalten, der gesperrte Titel dieser Seiten erhält. Seiten wie Amazon führen einen digitalen Nachweis mittels der ID, um sich damit etwa Keys für Spiele kaufen zu können. Steam bietet derzeit den Altersnachweis durch simple Angabe des Geburtsdatums, was leicht umgangen werden kann und dafür sorgt, dass sich Minderjährige „ab 18“ Titel problemlos kaufen können.

Die Sache mit der NS-Symbolik

Seit einem voreiligen Urteil bezüglich des indizierten id Software-Klassikers Wolfenstein 3D (1992) aus dem Jahr 1998 gilt: Spiele mit NS-Symbolik müssen zensiert in Deutschland erscheinen, da § 86 des StGBs die „Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen“ untersagt. Ausnahme: die sogenannte Sozialadäquanzklausel aus Abs. 3, welche das Nutzen verfassungsfeindlicher Symbolik für Aufklärung und Kunst erlaubt, so wie man es Jahrelang bei Dokumentationen oder Kinoklassikern wie Indiana Jones sehen durfte. Zudem sei angemerkt, dass Wolfenstein 3D ursprünglich nicht wegen der NS-Symbolik indiziert wurde.

Der Umgang mit der NS-Symbolik sollte in dem Sinne angepasst werden, dass die Nutzung solcher Symbole grundstäzlich erlaubt ist, solange damit keine Propaganda für die Organsiation betrieben wird. Heißt: Medal of Honor – Allied Assault und Airborne, alle Call of Dutys im Zweiten Weltkrieg, die Wolfenstein-Reihe und einige weitere dürfen legal in ihrer unzensierten Form genossen werden, während deutlich verfassungsfeindliche Spiele á la KZ Manager weiterhin nicht erhältlich sind.

Update: Seit August 2018 verweitert die USK nun nicht mehr automatisch die Prüfung von Spielen mit NS-Symbolik – ein guter Schritt!

Der Umgang mit schwazhumorigen, satirischen Spielen

Spiele wie z.B. Postal 2 bieten neben ihrer Gewalt zudem eines: schwaren Humor und Satire auf reale Ereignisse. Diese Spiele sollten von Grund auf, sofern die Satire deutlich erkennbar ist, nicht indiziert werden und stattdessen mit dem neuen „ab 21“ Siegel bedacht werden, damit die Gewaltdarstellung in dem Spiel auch ihre „Würdigung“ im angepassen Jugendschutz erhält. Da Postal 2 nicht indiziert wird, darf es offen verkauft werden.

Ein weiteres Spiel, welches von dieser Regel betroffen sein wird, ist das beschlagnahmte „Manhunt“ von Rockstar Games. Neben der drastischen Gewaltdarstellung und der Snuff-Thematik ist das Spiel eine satire auf die moderne Medienlandschaft, in der für Aufmerksamkeit selbst über Leichen gegangen wird. Dieses würde ebenfalls nicht mehr beschlagnahmt werden und vom Index genommen werden und dürfte neben Postal 2 mit einem „ab 21“ offen verkauft werden.

Zusammengefasst heißt das: Mein Vorschlag für modernen Jugendschutz seitens des Staates sieht vor, dass dem Spieler deutlich mehr vertraut wird; der Zugang zu indizierten Medien erleichtert wird, ohne, dass Importfahrten ins Ausland gemacht werden müssen und die zusätzliche Hürde der Beschlagnahme abgeschafft wird.

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Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

Malte am 30.November 2017 um 11:11:23


Wir bewegen uns gemächlichen Schrittes auf die besinnlichste Zeit des Jahres zu – Weihnachten 🎄 Bereits seit einigen Wochen können wir die fleißigen Menschen beobachten, die unsere geliebten, aber auch geschäftstüchtigen, Weihnachtsmärkte aufbauen und mühevoll dekorieren. Unsere Wochenenden werden wir demnächst wieder bei Zeit gemeinsam an Punsch- und Glühweinständen verbringen dürfen. Doch wir alle wissen: Ein paar Tage vor Weihnachten wird’s wieder richtig stressig, denn Familie und Freunde sollen natürlich auch individuell beschenkt werden 🎁

Ihr zählt Euch zu Gamern oder möchtet einen gleichgesinnten beschenken? In Euren Regalen stehen bereits das neue Star Wars Battlefront 2 und alle erdenklichen A-Titel? Dann erfahrt Ihr hier ein paar einzigartige Geschenkideen für eine Wunschliste zum Gaming-Weihnachten 2017! 😃

Quelle des Hintergrundbildes: http://www.doublemesh.com/

Slaps & Beans

Fangen wir doch mit etwas an, was unserer Idee einer Retro- und Indie-Plattform auch inhaltlich gerecht wird – Slaps & Beans von Trinity Team! Dieses Indie-Spiel, der Retrowelle entlang reitend mit nostalgischer Grafik, ist ein klassisches Beat ‚em‘ Up mit den glorreichen Halunken Terence Hill und Bud Spencer 😎 Der Release ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den 15. Dezember datiert. Also wer mal nach etwas alternativem sucht und vielleicht nicht gerade das aktuelle Star Wars Battlefront auf den Wunschzettel bappen will, kann sich damit beschenken lassen – oder beschenken! 😃 Zwar gibt es entsprechend noch keine Kritiken und Rezensionen, der Trailer lässt aber durchaus auf eine kleine Perle hoffen:

Clockwork

Wie groß in der rechten Seitenleiste beworben – wir haben seit kurzem eine Facebook-Seite, auf der wir gelegentlich kürzere, informative Beiträge oder eben ein paar unnütze Memes posten! 😃 Dort haben wir bereits auf eine neue, wie sagt man, Retroware hingewiesen – Clockwork Gameshell! Mithilfe dieses Handhelds im GameBoy-Design könnt Ihr plattformübergreifend Remakes zahlreicher Retro-Spiele zocken, und auf Basis einer eigenen Entwicklungsumgebung auch programmieren. Zwar mag das relativ wenig mit echter Nostalgie am Hut haben, allerdings ist das Konzept durchaus innovativ:

Outcast – Second Contact

In Fachzeitschriften verrissen, doch hochgelobt bei den User Ratings auf Steam. Ob Outcast – Second Contact einen Blick wert ist, hängt wohl in erster Linie von der Affinität und Begeisterungen zu Retro-Spielen ab. Serviert bekommt man lediglich das damalige Technikwunder Outcast in zeitgemäßem Gewand. Wer kein cineastisches Story-Telling erwartet und mit Sci-Fi etwas am Hut hat, kann’s riskieren, denn Outcast ist ein waschechter Klassiker und Pionier der „Voxel-Technik“. Darüber hinaus ist der Protagnist mit der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis vertont! Hier ein sehenswertes Vergleichsvideo 😎

Black Mirror (2017)

Begrifflich verknüpft man Black Mirror aktuell eher mit der hervorragend bewerteten SciFi-Serie, die übrigens auch schon seit Ewigkeiten auf meiner persönlichen Watchlist leider ungesehen schlummert 😁 Dass eine gleichnamige Adventure-Reihe mit diesem Namen seit 2004 auf unseren heimischen Datenträgern haust, ist dabei schon in Vergessenheit geraten – dabei erlangte diese unter Spielern vollkommen zurecht einen sehr hohen Bekanntsheitsgrad. Sechs Jahre nach dem Release von Black Mirror III steht nun ganz ohne medialen Rundumschlang ein neuer Ableger vor der Tür, der auf Metacritic mit 65 von 100 Punkten allerdings nur mäßig rezensiert ist. Mangels Konkurrenz an klassischen Point ’n‘ Click-Adventures dürfte Black Mirror zumindest einen Blick wert sein sein, denn seit geraumer Zeit beherbergt das Genre eigentlich nur noch Retro-Remakes oder Indie-Adventures.

SpellForce 3

Ein weiteres Revival einer bekannten Spiele-Reihe fabriziert am 07. Dezember 2017 nach über zehn Jahren SpellForce 3 , das eine einzigartige Mischung aus RPG und RTS in Fantasy-Setting darlegt. Derweil gelten die beiden Vorgänger als Begründer dieser Genre-Mixtur, weshalb die Erwartungen auch aufgrund keinerlei vergleichbarem Titel, der die spielerische Ausgefeiltheit von SpellForce erreichen würde, sehr hoch sind. In Erinnerung geblieben ist mir immer die Titelmusik von SpellForce 2, die irgendwie eine beruhigende Note hat. Zum Greifbar nahen Releasetermin werden wir wohl mehr wissen, nach einer Enttäuschung wirkt folgender Trailer allerdings nicht! 😃

The C64 Mini

Zurück zu ein bisschen Hardware und Retro-Gaming – aber leider auch keinem direkten Weihnachtsgeschenk, denn die Neuauflage der gerne als „Spiele-Brotkasten“ bezeichneten Konsole ist erst auf Anfang 2018 datiert. The C64 Mini wird wie schon die SNES Mini eine Handvoll Retro-Spiele in einem neu-modellierten C64-Gehäuse emulieren. Die Auswahl aller 64 bereitgestellten Titel findet Ihr hier. Die Konsole ist dabei allerdings nicht auf Erweiterbarkeit ausgelegt und ein in auf Linux basierend, geschlossenes System. Für knapp 90 € bekommt man also eine gehörige Portion Retro-Feeling, die Liebhabern aber nicht ausreichen wird, denn an klassischen Mechaniken und Handgriffen wird es eben fehlen. Für alle Anderen oder als cooles (teures) Gadget – auf jeden Fall einen Blick wert! 😊

ELEX

Ich muss gestehen, dass ich ein großer Freund jeglicher Spiele aus dem Hause Piranha Bytes bin, da sie eine individuelle Charakteristik versprühen – wir begeben uns eben mal nicht ins wunderschöne Einhorn-Fantasy-Mittelalter, sondern werden mit dreckigen Dialogen und schwarzem Humor zugeballert. Schon Gothic hat mich im Kindesalter in seinen Bann gezogen, das eine für mein Empfinden unfassbar suchterregende Spielmechanik bot. Mit den Risen-Teilen hat Piranha Bytes einen gelungenen Ableger auf die Beine gestellt, auch wenn mich das gefühllose Balancing der letzten beiden Teile genervt hat. Mit ELEX schreiten die Entwickler aus Essen nun mal in ein ganz anderes Szenario hinein – Science-Fantasy. Und ja, ELEX spielt sich tatsächlich wie ein Gothic mit Laserguns. Nur technisch ist ELEX nicht mehr auf der Höhe der Zeit, denn gefühlt wird seit Gothic 3 die gleiche Engine mit aktuellen DirectX-Features wieder und wieder recycled. Auch wenn mir der Autor dieses fundierten Artikels über die technische Entwicklung von Gothic bis ELEX da möglicherweise widersprechen würde. Aber wie auch immer – ein tolles Weihnachtsgeschenk bleibt ELEX nichtsdestotrotz für Rollenspielliebhaber und letzten Endes insbesondere derer, die traditionelle Gothic-Fans sind! 😍

tbc

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LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! 💩

Malte am 14.Mai 2017 um 17:05:17


Oder auch der lokale Multiplayer von damals ohne Internet und Online-Zwang. Welche LAN-Spiele gibt es denn, die man im Koop-Modus spielen kann, ohne Steam im Hintergrund laufen zu haben oder sich einem anderweitigen Online-Zwang beugen zu müssen? In unserem letzten Artikel zur Medialisierung haben wir Steam als eines der ersten „sozialen Netzwerke“ im Kontext von Gaming thematisiert. Heutzutage mag diese Plattform vielleicht zum Standard gehören und es ist quasi üblich, Spiele über Steam zu erwerben und den Client ständig im Hintergrund rattern zu lassen. Doch zum Release von Half-Life 2 im November 2004, als bei weitem noch nicht jeder Computer am Netz hing, war der Aufschrei groß, als zwangsweise online eine Aktivierung durchgeführt werden musste – über Steam.

Jaja, so ändert sich der Zeitgeist. Der Ursprung von „Multiplayer“ liegt natürlich nicht in PC-Spielen mit Koop- oder LAN-Modus, sondern wurde vielmehr durch Konsolen geprägt. Und um mal ganz weit auszuholen: Durch Spielhallen. Das alles ist mit der Zeit auf den PC übergeschwappt, der dann wiederum als erste Hardware die Möglichkeit bot, Zocken netzwerkfähig zu machen.

Und kennt Ihr nicht auch noch die LAN-Sessions und LAN-Partys, bei denen Ihr Euch mit Kumpels an einem sonnigen, wunderschönen Abend getroffen habt, um im Party-Keller bei absoluter Dunkelheit und Bier kompromisslos zu zocken? In diesem Artikel stelle ich Euch eine Reihe von coolen LAN-Spielen vor, die ohne Steam und Internet auskommen und sogar im Coop-Modus gezockt werden können – und da in der Regel besonders viel Spaß machen! 😃

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Will Rock

Na, ist das wem ein Begriff? Nein? Zwar gilt Will Rock nur als ein billiger Serious Sam-Abklatsch, im Coop-Modus hält Euch das aber durchaus bei Laune. Viele Waffen, ein cooles Setting im antiken Griechenland und ansehen kann man es sich trotz des Alters noch immer 🙌


Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2

Wer etwas mit taktischem Anspruch sucht, sollte sich unbedingt Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2 anschauen. Der gesamte Story-Modus lässt sich im Koop-Modus zu zweit durchspielen – und das macht durchaus ’ne Menge Laune 💩


No One Lives Forever 2

Der Singleplayer von NOLF 2 ist so großartig, dass der – naja – ebenso großartige Koop-Modus gerne vergessen wird und das Spiel in jeglicher Auflistung leider fehlt ☹️ Dabei ist der konzeptionell einfach genial durchdacht: Im Koop-Modus spielen wir nämlich als Agenten der UNITY, so heißt der fiktive Geheimdienst, für den wir im Spiel arbeiten, jene Szenen, die im Story-Modus mit Cate Archer nicht gespielt werden. Also Nebenhandlungen, die im Hauptspiel erwähnt werden, aber durch uns Spieler dort nie beeinflusst wurden. Am Ende der ersten Mission beispielsweise „stirbt“ Cate Archer und wacht im Krankenhaus aus. Im Koop-Modus übernehmen wir als Agenten die Rettung. Also, wenn Ihr Bock habt auf Koop mit etwas Story – spielt das unbedingt. Als Shooter funktioniert No One Lives Forever 2 noch immer super! 😃


Serious Sam

Ja klar – der Klassiker! Wer Spaß an flottem Monster-Metzeln hat zu zweit, der darf, nein sollte sich die gesamte Serious Sam-Reihe anschauen. Seitdem ersten Teil hat Croteam ’nen Koop-Modus integriert, der in jedem Serious Sam gleich, aber eben auch gleich gut funktioniert 😍 Übrigens gibt’s für die ersten Teile auch HD-Versionen, die grafisch einigermaßen dem Stand der Dinge entsprechen!


Battlefield 2

Auch Battlefield 2 verfügt über einen Koop-Modus, der sich lokal spielen lässt ohne Internetverbindung. Dabei geht’s mit bis zu vier Spielern auf den kleineren Karten im Koop gegen die gegnerische A.I. Um die großen 64er Maps zu spielen, empfehle ich Euch die Mod: BF2 Ultimate Coop


Daikatana

Okay, jetzt wird’s mal wieder ziemlich speziell. Der Flop Daikatana (sorry) aus dem Jahre 2000 von John Romero ist zwar technisch überhohlt, war es auch schon damals, nichtsdestotrotz lässt sich die gesamte Story auch hier zu zweit durchspielen – und als waschechte Retro-Seite darf das dann natürlich nicht in unserer Selektion fehlen! 😜


Age of Empires 3

Natürlich gibt’s nicht nur kompromisslose Action wie bisher – auch Echtzeit-Strategie wie Age of Empires 3 lädt zum gemütlichen Zocken im LAN-Modus ein. Entweder im Koop gegen die Gegner K.I. oder gegeneinander! 😁 Age of Empires 3 ist bis heute nahezu unerreicht.


Stronghold Crusader

Und weiter im Text geht’s mit Stronghold Crusader – Burgschlachten mit einer massiven Anzahl an Einheiten. Der Wirtschafts-Teil kommt zwar hier vom Umfang her etwas kürzer, das Mikromanagement ist aber entscheidender als bei den meisten, anderen Echtzeit-Strategiespielen. Die 2D-Grafik ist bis heute zeitlos, wer mehr Content möchte kann sich bekanntlich auch Stronghold Crusader Extreme anschauen 👍


Dawn of War

Gleiches Genre, aber ein grundverschiedenes Szenario – bei noch höherer Geschwindigkeit als Stronghold Crusader und Age of Empires 3. Dawn of War wird am ehesten einem schnellen Scharmützel gerecht. Fast kein wirtschaftlicher Tiefgang, hohes Spieltempo und viel Mikromanagement bei hohen Anforderungen ans Multi-Tasking. Hält immer bei Laune und macht süchtig! 😈


Torchlight II

Hack ’n‘ Slay im Stil von Diablo zu zweit – das geht mit Torchlight II und macht unheimlich viel Spaß. Spielt man zusammen, wird man sich allerdings öfter treffen müssen, denn die Kampagne und Leveln sind durchaus zeitintensiv 🤔


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Medialisierung: Ein sozialer Wandel – wir sind das Produkt.

Malte am 29.April 2017 um 17:04:49

Medialisierung: Ein sozialer Wandel unserer Kommunikation – und wir sind das Produkt.

Mit kurzen Titeln hab ich’s nicht so, deswegen in der fettgedruckten Zeile oben nochmal mein plakativer Traumtitel in vollen Zügen 💩 Hier eine kurze Anleitung zur Reflektion einer Sichtweise, nicht nur im Kontext von Gaming.

Ja, das war ja schon ziemlich cool damals. Mit ’n paar Freunden zu einer abendlichen LAN-Session verabredet, stundenlang mit der Einrichtung des Netzwerks verbracht bis dann endlich der nicht-funktionierende Switch oder Hub aufgespürt wurde. Ein Garant für einen problembefreiten Abend war das aber noch lange nicht, denn sechs unterschiedliche Spieler hatten zumeist auch sechs unterschiedliche Patch-Versionen des Spiels installiert – also einfach mal zähneknirschend drauf hoffen, dass es damit getan ist, den aktuellsten Patch aus dem Netz zu laden und bei jedem draufzupacken. All das nur um am Ende abermals weitere Stunden das entstandene Chaos an leeren Pizza-Kartons und Bierkästen und haufenweise Zocker-Equipment aufzuräumen, um den Keller einigermaßen menschenwürdig zu hinterlassen. Also zumindest so, dass an gesellschaftlichen Standards gemessen von Jedermann vermutet würde, dass die letzte Nacht dort „Menschen“ verbracht haben.

Als eine kleine Nerd-Anekdote erinnere ich mich, dass ich als junger Zocker in ein PC-Geschäft gegangen bin, um mich über aktuelle Hardware- und Konfigurationsmöglichkeiten zu informieren – denn ich bekam endlich ’n neuen PC zum Geburtstag, da meine Grafikkarte neuere Spiele (DirectX 9, Pixel Shading und so) nicht einmal mehr starten konnte. Nur hatte ich leider schon ein Haufen dieser „neuen“ Spiele als Geschenke oder durch schmerzlich investiertes Taschengeld erhalten, die ich allesamt nicht spielen konnte. Im Geschäft wurde mir dann also ein Gehäuse empfohlen: Mit oben angebrachten Griffen und geringem Gewicht, das ich ja gut zu Freunden tragen könnte, wenn wir uns zu einer LAN-Party verabreden – also sehen würden 😃🤔

Die Erzählung lässt sich etwa auf 2006 datieren, also in grob diesem Zeitraum wurden PC-Gehäuse von einem Fachverkäufer noch damit beworben, dass sie sich leicht zu anderen Mitstreitern tragen lassen, aufgrund eines geringen Gewichtes oder entsprechender Bauweise – Vermarktung eines Scene-Trends. Aber jetzt haben wir ja einen etablierten Standard, Steam, das sich weit vor Facebook & Co. einen Namen gemacht hat. Da nimmt wohl keiner mehr seinen PC irgendwo mithin, denn Steam fungiert quasi als Distributor und Online-Dienst für Spiele zugleich, über den jeder, der es hat, schreiben, reden und zocken kann. Halt online statt direkt zusammen.

Heute ist alles viel einfacher! 😑

Wer würde heutzutage noch einen Computer mit Tragbarkeit bewerben – oder überhaupt in ein Geschäft latschen, um sich diesbezüglich beraten zu lassen? Fast niemand, und das hat auch seine Vorteile. Durch das Internet genießen wir volle Markttransparenz und können an persönlichen Bedürfnissen gemessen einfacher als je zuvor das „beste“ für uns rausschlagen. Zahlreiche Reviews, Preisvergleiche, Kundenmeinungen, die vielleicht genau das anführen, was uns stört, sind tonnenweise Indikatoren – wir haben es als Verbraucher besser denn je.

„ROPO – Research Online Purchase Offline“.

Also wir suchen online nach Produkten und kaufen sie offline, da wir in der Regel einen besseren Service und persönliche Betreuung in Anspruch nehmen können. Das Prinzip lässt sich aber eben auch umgekehrt anwenden, abhängig von dem betrachteten Produkt oder der Branche.

Im Hinblick auf die Kommunikation haben Plattformen wie Facebook, YouTube, Instagram, Steam oder Twitch nicht nur unser Zocker-Dasein revolutioniert.

Zu Beginn des Wandels waren Chatrooms, Newsgroups oder Foren gängig, um Interessengemeinschaften online zu finden oder zu bilden – aber der Scope ist geradezu vernachlässigbar, und von Massentauglichkeit konnte da noch keine Rede sein, denn da da waren halt nur bestimmte Nutzergruppen unterwegs, nicht aber irgendein Otto-Normalverbraucher. Trotzdem boten diese Plattformen Gelegenheiten, Kontakte in solch einer Nutzergruppe, also Gleichgesinnte, zu finden, was für den Menschen, der danach sucht, einen soziotechnischen Mehrwert darstellt, auch wenn Akzeptanz und Wertigkeit dafür erstmal nicht gewährleistet sind – denn es ist ja nur „digital“ und „virtuell“. Insbesondere in Online-Rollenspielen oder Foren bilden sich Online-Communities zu einem bestimmten Thema.

Es war nie einfacher, sich mit anderen Menschen in irgendeiner Art und Weise zu verbinden und neue, soziale Kontakte zu knüpfen, die gleiche Interessen und Leidenschaften teilen. Die Reichweite und Möglichkeiten, Menschen zu finden, ist in den letzten Jahren höher als nie zuvor. Aber auch um möglichst persönlich in Kontakt zu bleiben, über örtliche Grenzen hinweg: Telefonieren, Memos und Videochat mit der Freundin, die gerade im Ausland ist. Den in die USA ausgewanderten Onkel jederzeit kontaktieren können – what a time to be alive.

Doch zwischenmenschliche Komponenten gehen uns verloren. Wir agieren zunehmend virtuell. Wir sind alleine, bloß vor unserem Schreibtisch oder liegem im Bett, daheim. Kommunizieren durchs Mikrofon oder über WhatsApp, sehen uns durch die Webcam oder Frontkamera des Handys, schreiben Nachrichten auf Facebook. Und genau so wollen wir es, denn es ist einfacher, und in unserer Schnellebigkeit manchmal auch gar nicht anders möglich.

Unsere Online-Welt und Offline-Welt verschmelzt zunehmend miteinander, die eine kann nicht mehr ohne die andere, denn erst Online-Plattformen bieten uns Menschen im Hinblick auf Veräußerung und Darstellung, dessen Bedarf eben aufgrund der Möglichkeiten dazu gesteigert ist (Liegt das in unserer Menschlichkeit?), viel mehr als unser echtes Leben: Einen Status auf WhatsApp posten, Gefühle und Emotionen mithilfe von geteilten Facebook-Beiträgen äußern. All das um möglichst viele Menschen zu erreichen, die wir so nie erreicht hätten.

Wir nutzen diese Software und Plattformen nicht nur im Sinne einer Dringlichkeit oder Erforderlichkeit, wie sie zumindest in ihrem Ursprung angedacht waren. Wir dokumentieren unser Leben online bewusst, um uns zu repräsentieren, und als wertvollen, erstrebenswerten Menschen zu vermarkten. Um andere an uns teilhaben lassen zu können – also natürlich nur an den positiven Erfahrungen. Wir heben uns als individuell aus der Masse hervor … mit zum Beispiel … naja … vielen Instagram-Likes! Ja, wenn mein Facebook-Profil oder Instagram-Profil viele Likes und Follower hat, bin ich ja schon ziemlich geil. Etwas Besonderes 😎 Nachgefragt 😏

Es betrachten sich viele innerhalb unseres Zusammenlebens als wertvoller. Für etwas Besonderes und etwas Besseres halten – aber ohne dabei irgendetwas Nennenswertes geleistet zu haben, was einen für diesen Gedanken möglicherweise qualifizieren könnte. Unser Selbstwertgefühl und das Steigerungspotential erscheinen grenzenlos. „Massentauglich“ – aber ich bin doch gar nicht die Masse! 😡 „Im Durchschnitt“ – ich bin doch gar nicht der Durchschnitt 😡

Wir sind hochgradig individuell und heben uns von der Masse hervor, müssen uns von nichts und niemandem etwas sagen lassen. Warum sonst sollten wir dutzende Plattformen nutzen, die in erster Linie nur den Gedanken an unsere Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung fördern oder befriedigen? „Social Proof“ wird von bestimmten, gesellschaftlichen Schichten nicht selten an Facebook-Likes oder -Freunden gemessen. Es scheint viele nicht zu interessieren, was mit ihnen gemacht wird, solange sie weiterhin eine Bühne für ihre Darstellung offeriert bekommen.

Doch der Preis für diese Entwicklung ist hoch, denn wir werden instrumentalisiert, und sind uns nicht einmal im Klaren darüber. Oder sind es doch, und es ist uns egal. Ich meine, das klingt ja ziemlich schön, wenn wir als die Nutzer von Plattformen wie Facebook tituliert werden. Wenn uns der coole YouTuber in seinem Video dankt und mitteilt, wie geil wir Zuschauer sind und was „wir“ alles erreicht haben.

Wir sind nicht die Nutzer, wir sind das Produkt 😱

Ich hoffe, diese harten und distanzlosen Worte tangieren nicht zu sehr – aber wir sind keine Nutzer einer Plattform, sondern derer Produkt.

Die „echten“ Kunden von Facebook, WhatsApp oder Google sind Institutionen oder Unternehmen, die mithilfe unserer Daten Geld verdienen oder anderweitiges Interesse an diesen hegen. Wir werden gekauft, unser Nutzerverhalten wird gekauft – und unsere Naivität. Wir werden mit den einfachsten Methodiken von etwas überzeugt. Und gekonntes Product Placement ist dabei das Marketingmodell schlechthin, möglichst ohne es offenzulegen.

Nicht, dass die Vermutung aufkommt, ich hätte etwas gegen YouTuber, ich respektiere die Arbeit von vielen, und es steht häufig auch vielmehr Überzeugung als Umsatz dahinter, trotzdem eignet sich das Beispiel „YouTube“ abermals:

Da ist also so ein YouTuber, der ist wieder ziemlich cool, und hat in seinem Tätigkeits- oder Themenbereich einen hohen Scope, also eine hohe Reichweite. Und oftmals gilt diese insbesondere jüngeren Zuschauern, also zwischen schätzungsweise 14 und 24 Jahren. Also diejenigen, die sich am einfachsten an eine Marke binden lassen, und zugleich auch die Zukunft dieser gestalten. Die sich von etwas überzeugen lassen, weniger hinterfragen, die sich mit etwas identifizieren wollen, das in ihre Persönlichkeit passt oder passend erscheint – Selbstfindungsphasen und so.

Jetzt macht der YouTuber ein cooles Video und stellt eine Marke vor, die dieser YouTuber angeblich verdammt geil findet. Also es ist fast alles gut an diesem Produkt, natürlich muss aber noch der ein oder andere Kritikpunkt erwähnt werden, um eine Objektivität zu suggerieren, sofern das mit der Produtkplatzierung nicht erwähnt wird, was ja glücklicherweise seit kurzem gesetzlich verschärft wurde.

Dabei agiert das auftraggebende Unternehmen entweder als passiver Teilnehmer, lässt also nur durch Product Placement ein Produkt im Video bewerben, oder stellt sich in zurzeit eher weniger Fällen, aber mit steigender Tendenz, selbst mit dem YouTuber zusammen vor. Das hat selbstverständlich keinen direkten, finanziellen Profit oder Gewinn für das Unternehmen zur Folge, aber durch was ist der Gewinn an Image bei einer „jüngeren Generation“ überhaupt zu ersetzen?

Der YouTuber fungiert also in irgendeiner Art und Weise als Medium zwischen Zuschauer und Unternehmen – wobei immer und immer wieder wir das Produkt sind. Also eben kein Nutzer. Denn wir sind die einzig beteiligten, die keinerlei Profit rausschlagen – mit uns wird aktiv gehandelt.

Und das ist kein Phänomen. Der YouTuber macht das nicht unbeabsichtigt, es gehört zu seinem strategischen Konzept, mit Unternehmen und Marken zu kooperieren, um manipulativ Umsatz zu generieren. Also möglicherweise uns von etwas zu überzeugen, wofür er einfach nur Geld bekommen hat, um es zu tun. Nicht, um uns zu helfen, oder etwas aus eigener Überzeugung nahezulegen. Böse Welt 🌎 … und in vielen Branchen und jeglichen, sozialen Netzwerken Gang und Gäbe.

Der Unterschied hierbei zu Facebook beispielsweise besteht übrigens darin, dass es kein Medium gibt, wir haben also eine direkte Beziehung zu Facebook. Mal abgesehen davon, dass die Datenbeschaffungsrate zu gesamt „YouTube“ nicht vergleichbar ist. Uns wird von Facebook personalisierte Werbung angezeigt, die Datenerhebung dabei erfolgt durch Facebook – und wir feeden es eben freiwillig mit unserem Leben, da es sich als Plattform zur Selbstverwirklichung etabliert hat – und wir Nutzer genau auf diesen „Reach“ oder „Scope“ scharf sind, wie auch die Unternehmen. Nur nicht aus wirtschaftlicher Perspektive, sondern für unser persönliches Selbstwertgefühl. Likes, öffentliche Kommunikation, coole Postings und so.

Aber!!! Facebook und so mag uns doch 🤗

Nur weil wir uns jetzt nicht mehr als Nutzer betrachten, sondern als das „Produkt“, bedeutet das natürlich nicht, dass wir kalt, herzlos und rein materiell behandelt werden. Die Dienstleistungen von Facebook, Google oder WhatsApp sind vollkommen kostenlos und orientieren sich dabei an den Nutzerbedürfnissen, und es gibt immer mal etwas Neues. Es ist unser Bedürfnis, uns darzustellen. Der YouTuber mag uns und lobt uns, weil wir so tolle Zuschauer sind. Hirten kümmern sich gewissenhaft um ihre Schafe, und sind um ihr Wohlergehen besorgt. Sie werden übersichtlich in einer Masse zusammengehalten. Aber was steht für die Hirten dahinter? Das eigentliche Wohlbefinden, oder der Ertrag an Wolle und Milch? Also eine Zucht für maximale Ausschöpfung?

Ist das nicht eigentlich alles okay und gut so? 😶

Wir betrachten alles, was uns soziale Plattformen im Hinblick auf Vernetzung und Selbstverwirklichung bieten, als einen adäquaten Gegenwert für Informationen und Manipulationen, mit denen an uns Gewinn erzielt wird – in vielerlei Hinsicht. Für kein Social-Media-Unternehmen steht das bloße Wohlergehen und Nutzungserlebnis für uns als Produkt im Vordergrund. Aber da wir uns im Durchschnitt (Ups) dessen schon längst irgendwie ein bisschen bewusst sind, und es akzeptieren, indem wir es nutzen, um unsere Bedürfnisse dahingehend zu stillen, scheint es ja wohl auch okay zu sein.

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Spiele-Entwicklung – Chance oder Risiko?

Dominik am 26.April 2017 um 17:04:48

Wir hier auf Replaying berichten neben Retro-Games gerne auch immer wieder über Indie Spiele aus deutscher Hobby-Entwicklung. Es ist der große Traum junger und auch älterer Gamer. Wer reichlich genug zockt und einen kreativen Geist besitzt, der wird sich vielleicht eines Tages sein eigenes Spiel zurecht denken und Vorstellungen davon haben, was er besser als die kommerziellen Titel machen könnte. Für viele ein Traum eines Tages einen Kassenschlager zu veröffentlichen und manche Erfolgsstories fegen den letzten Zweifel dann endgültig beiseite. Das beste Beispiel dafür wäre wohl Minecraft oder das Millionenfach verkaufte Stardew Valley. Ja so mancher Entwickler kann sich da durchaus als Glückspilz fühlen wenn sein Produkt, dass meistens Grafisch hinter den Leitlinien großer Entwickler liegen geblieben ist, Millionen oder Tausend mal verkauft wird. Doch wie sieht es für Hundert anderer Indie Entwickler aus, die neben viel Geld für Lizenzen ihre komplette Freizeit für die Spielentwicklung opfern? Machen wir uns nichts vor für die meisten wird es ein Erfolg wenn ihr Spiel von ein paar Hundert Spielern gespielt wird. Dabei sind es einmalige Einnahmen in den Tausender oder Hunderter Bereichen die diese Entwickler einnehmen. Ein netter Nebenverdienst aber für den Lebensunterhalt viel zu wenig. Nebenbei muss ein Spiel so ertragreich sein damit seine Community auch bereit ist ein Nachfolgerprodukt zu kaufen. Eine schwierige Angelegenheit und für viele endet der Traum vom eigenen Garagen Entwicklerstudio schon nach dem ersten Spiel. Manch ein Spieleprogrammierer schafft es dann auf dem Mobilfunk Markt durch geschaltete Werbung in seiner Spiele App ein kontinuierliches Einkommen zu erzielen. Aber auch das sind bei den meisten nur geringe Einnahmen.

In der heutigen Zeit lässt sich so ein Videospiel, trotz vieler Hürden, leicht erstellen. Eine Idee ist schon mal der Grundstein. Um ein fertiges Spiel jedoch umzusetzen braucht man nachhaltige Konzepte und gute Grafiken die neben der Programmierer Tätigkeit die Hauptlast bei der Spiele Entwicklung tragen. Die richtigen Leute dafür zu finden ist dank diversen Foren in der heutigen Zeit kein Problem mehr. Ein Team mit Geist zu bilden erfordert dann doch einiges mehr als nur gewisse Fähigkeiten. Man muss schon einen hohen Grad an Organisationstalent besitzen um selbst ein kleines Fünf Mann Team erfolgreich leiten und koordinieren zu können. Außerdem muss ein Gameplay Konzept vorliegen mit dem alle Entwickler einverstanden sind. Da es sehr häufig vorkommt das jeder im Team seine eigenen Wunschvorstellungen zum fertigen Spiel hat. Dank Lizenzen für Grafik Engines und ein riesiger Assset Markt ist es selbst ungelernten Leuten möglich beeindruckende 3D Landschaften zu erstellen. Die wirkliche Herausforderung liegt aber im Bereich der Modellierungen von Statischen oder Organischen Figuren und deren flüssigen Bewegungsablauf. Hinzu kommen erforderliche Kenntnisse in diversen Programmier Sprachen um ein abgerundetes Spiel erstellen zu können. Eine der beliebtesten Engines in der Indie Entwicklung ist Unity. Dank ausführlichen Dokumentationen und zahlreichen Tutorials schwenken viele Entwickler auf diese Engine um. Die Nachteile dieser Massenengine sind mir als nicht Programmierer leider nicht bekannt, aber es gibt sie.

Unter den Favoriten der Indie Entwicklung stehen meistens Mehrspieler Spiele. Auch ein Trend zu MMORPG`s ist häufig zu beobachten. Die Inspiration dafür kommt meistens selbst aus eigener Gamer Karriere bei den großen kommerziellen Produkten wie etwa Guild Wars oder World of Warcraft. Es gab viele Indie Studios die aus eigener Tasche die Finanzierung solcher Großprojekte stemmten. Letztlich scheiterten aber sehr viele schon zu Beginn der Entwicklung in der nicht einmal 10% des Spiels erstellt worden sind.

Wer in den letzten Jahren die Entwicklung der Indie Titel auf Plattformen wie Steam verfolgt hat erkennt ganz klar einen Trend in dem der Markt von Spielen nur so überflutet zu sein scheint. Und tatsächlich belegen Studien das Jährlich 50% mehr Spiele veröffentlicht werden aber die Spieleranzahl nur um 10% steigt. Lohnt sich, wenn man kommerzielle Erfolge erzielen möchte, da noch die Spielentwicklung ? Für eine geringe Zahl Entwickler sicherlich für die Masse eher nicht. Dennoch sollte man nicht von der Entwicklung ablassen denn es ist Leidenschaft und diese bringt neben Spaß auch die Erfahrung die, wenn man gut genug ist, auch einen Job in der großen Spielindustrie ermöglichen kann. Man sagt die Werbebranche und die Branche für Kreative allgemein ist für die Mehrheit der dort Beschäftigten ein hartes Pflaster. Doch die Entwicklung von Computerspielen ist ein knallharter Markt der immer stärker umkämpft wird und selbst einige Millionenschwere große Entwickler haben Probleme sich in diesem Markt zu behaupten.

 

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Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC für Spiele unter Windows 98/XP

Malte am 15.November 2014 um 13:11:13

Windows_98_Wallpaper_deviantArt

Die Anleitung und Kaufberatung für einen alten PC (Retro-PC) für alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen?

Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure älteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestmöglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen Dingen ist ein problemloses Spielen nicht immer möglich, da zu leistungsstarke Prozessoren und neue Grafikkarten einige Schnittstellen gar nicht mehr unterstützen oder nur emulieren, was zwangsläufig zu Kompatibilitätsproblemen führt.

In diesem Artikel möchte ich Euch einige Hardwarekomponenten und Zusammenstellungen vorstellen, die mit Windows 98 kompatibel sind, ausreichend leistungsstark für die ehemaligen Benchmark-Titel sind und zugleich haufenweise auf eBay und anderen Internetauktionshäusern oder vergleichbaren Plattformen kostengünstig verfügbar sind.

Priorisiert werden Konfigurationsmöglichkeiten insbesondere für Titel unter Windows 98 bishin zu den Anfängen von Windows XP. Es ist entscheidend, den Spagat aus Leistung und Kompatibilität zu treffen, denn sowohl zu viel, als auch zu wenig Leistung kann ein Problemverursacher sein. DOS-Spiele werden hier etwas vernachlässigt, denn zugegeben: Jedes DOS-Spiel funktioniert blendend mit der DosBox, die im verlinkten Artikel thematisiert wird.

Bildquelle: DeviantART

Die besten Notebooks für alte PC-Spiele

Vintage_Notebook

Das einfache Handling und der geringe Platzbedarf geben guten Grund dazu, nach einem entsprechenden Notebook zu suchen, das vermeintlich jegliche Treiber für Windows 98 oder Windows XP unterstützt und bestenfalls mit D3D und ausreichend Videospeicher aufwartet.

In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Laptops leistungsmäßig hinterhinken, gerade damals, aber aus Marketingzwecken die aktuellsten Betriebssysteme vorinstalliert haben sollen, ist nicht zu erwarten, dass nach 2002 noch zahlreiche Produkte auf den Markt geworfen wurden, die volle Unterstützung für Windows 98 anbieten. Und das wäre selbst für ältere Spiele leider zwingend erforderlich, sofern sie weitgehend flüssig spielbar sein sollen.

Ein mögliches Suchkriterium wäre nichtsdestotrotz die GeForce 2 Go. Leider wurde diese nur in neueren, leistungsstärkeren Laptops verbaut, meistens sogar mit Dual-Core-Prozessor und über 1 GB Arbeitsspeicher, was Windows 98 SE zwangsläufig in die Knie zwingt, im Sinne von: WTF, das kann es doch noch gar nicht geben?
Grundlegend laufen die meisten Spiele für Windows 98 auch unter Windows XP, und das ist in allen rationalen Aspekten die bessere Wahl, nur ist das Betriebssystem eher zweitrangig, denn der Auslöser für Konflikte ist vielmehr die Hardwareselektion.


Empfehlungen: Dell Inspiron 8100, Dell Latitude C840, Dell Precision M50, IBM Thinkpad T42


Die Dell-Modelle stammen aus einer Produktfamilie und beinhalten entweder eine GeForce Go 2 oder gar eine GeForce 4 Go 440, die ihren Desktop-Kollegen natürlich um ein Vielfaches nachstehen, aber ausreichend leistungsstark sind. Als CPU gibt’s einen Intel Pentium mit 1,33 GHz sowie 512 MB-RAM. Ebenso gibt’s einen coolen 15″ Bildschirm mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln – diese Punktdichte erreichen häufig nicht einmal neuere Geräte.

Das IBM Thinkpad T42 ist hingegen die bessere Wahl. Bestückt mit einem Pentium M 1,8 GHz, 512 MB bis 1 GB Arbeitsspeicher und einer Radeon Mobility 9600 sowie voller Treiberunterstützung für Windows 98 als auch Windows XP. Die Ausstattung mit W-LAN, USB 2.0 und vielen weiteren, gängigen Schnittstellen kann sich ebenso sehen lassen. Einzig der Bildschirm mit einer Auflösung von 1024 x 768 steht dem Dell um einiges nach. Die Radeon Mobility 9600 liegt leistungsmäßig deutlich über der GeForce 2 Go, ist aber nicht zu schnell.

Fazit: Die Dell-Produkte sind für natives Retro-Spielen empfehlenswert – die Komponenten sind deutlich leistungsschwächer als die des IBM Thinkpad T42, reichen für einige Benchmark-Titel aus Zeiten von Windows 98 aber noch aus. Bei DirectX 7-Titeln werden die Komponenten an ihre Leistungsgrenze stoßen. Andererseits dürfte die Kompatibilität noch höher sein. Das IBM Thinkpad T42 ist aber der bessere Allrounder, Treiber für Windows 98 als auch Windows XP, ordentliche Radeon Mobility und einen Pentium M mit 1,8 GHz, der für die meisten Titel aber noch nicht zu flott sein dürfte.

Die besten Komponenten fürs Bauen oder als Fertig-PC

Vintage_PC

Es ist hierbei erforderlich, das nach älteren Hardwareteilen gesucht wird und nicht zu neuen, aber leistungsschwächeren gegriffen wird, da hier mangelnde Treiberunterstützung für ältere Betriebssysteme vorliegt. Zunächst stelle ich Euch ein paar Hardwareanforderungen ausgewählter Titel vor, die ihrer Zeit als durchaus leistungshungrig gegolten haben.

  Carmageddon Need for Speed III Unreal Gold Supreme Snowboarding Tony Hawk’s 3
Jahr 1997 1998 1999 2000 2002
System DOS, Windows 95 Windows 95, Windows 98 Windows 95, Windows 98 SE Windows 98 SE, ME, 2000 Windows 98 SE, ME, 2000
CPU Intel Pentium 90 MHz Intel Pentium MMX 200 MHz Intel Pentium II 233 MHz Intel Pentium II 400 MHz Intel Pentium III 500 MHz
RAM 16 MB-RAM 16 MB-RAM 32 MB-RAM 64 MB-RAM 64 MB-RAM + SWAP
GPU 2 MB SVGA 3dfx, D3D mit 8 MB V-RAM Direct 3D mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 16 MB V-RAM

Es handelt sich hierbei um die Mindestanforderungen. Für Spielen in höchster Detailstufe ist unter Umständen (deutlich) mehr Systemleistung erforderlich.

Grafikkarte

Eine Frage von 3dfx oder D3D, von waschechter Nostalgie oder reinem Nutzen.

3dfx Voodoo 4: Sie sind relativ selten und erreichen teilweise Sammlerpreise auf eBay, gerade die neueren Modelle ab der vierten Serie, die für ein flüssiges Spieleerlebnis meines Erachtens aber unbedingt zu empfehlen wären. Zudem ist sie das schwächste Glied der Komposition.

ATI Rage 128 Pro: Mit 32 MB-RAM und hervorragender Treiberunterstützung für Windows 98 SE als auch Windows XP ist die ATI Rage 128 Pro der optimale Mittelweg für natives Windows 98. Für jegliche, ältere Titel ist ausreichend Rechenkapazität und Direct3D bis DirectX 6 stellt keinerlei Problem dar. Zudem lässt sich diese Karte hervorragend über- als auch untertakten, ein größerer Kühler für Ersteres vorausgesetzt. Als Alternative würde ich eine Riva TNT 2 empfehlen, die als etwas flotter als eine ATI Rage 128 Pro galt. Zudem haben GeForces den Ruf der besseren Treiber genossen. Die Kosten belaufen sich auf alle genannten Karten auf ca. 10€ bis 20€.

ATI Radeon 7500: Die nachfolgende Generation mit 64-MB VRAM und DirectX7-Unterstützung. Auf dem Grat zwischen Windows 98 und Windows XP! Wer lieber zur Konkurrenz greifen möchte, sollte sich in dieser Leistungsklasse die GeForce 2 Ti anschauen!

nVidia GeForce 4 Ti 4200: Die GeForce 4 Ti 4200 oder höher stellt mit 128 MB-RAM und Pixel Shader 1.1 aus meiner Perspektive die Leistungsspitze für einen Retro-Computer dar. Ältere Direct3D-Spiele stellen die GeForce 4 vor keine größeren Probleme, sie hat gleichermaßen ausreichend Kraft für jegliche DirectX 7-Titel und erste DirectX 8-Spiele, mit nativer Unterstützung für Pixel Shader und Vertex Shader. Für Treiberunterstützung ist gesorgt, die Inbetriebnahme ist sowohl unter Windows 98 SE als auch Windows XP problemlos möglich. Eine nVidia GeForce 4 Ti kostet ca. 10€ bis 20€. Meine persönliche Empfehlung. Konkurrierend ist die ATI Radeon 8000-Serie.

Prozessor

Intel Pentium II 300 MHz: Das Einstiegsmodell mit hoher Verfügbarkeit auf eBay zu günstigen Preisen. Die Leistung ist für frühe Direct 3D auf jeden Fall ausreichend, ab DirectX 7 wird’s eng. Benötigt wird ein Mainboard mit Slot 1, die ebenfalls in der Regel gut verfügbar sind. Zum Vergleich: Die Leistung reicht auch noch für Spiele wie Tomb Raider IV aus, in Kombination mit einer entsprechenden Grafikkarte.

Intel Pentium II 450 MHz: Für Mehrleistung ist der Griff zum Pentium II abermals empfehlenswert, zumal damals noch vielmehr die reinen MHz ausschlaggebend waren. Die Pentium 2s würden einen schönen Retro-Rechner in Kombination mit einer 3dfx Voodoo 4 ergeben.

Intel Pentium III 600 MHz: Der Leistungssprung zum Pentium II ist nicht zu unterschätzen, die Performance ist für jegliche DirectX 6 Spiele aus den bis Ende der 90er dicke ausreichend. Das passende Mainboard hat Sockel 370. Als Einstiegsrechner eignet sich dieser Prozessor in Kombination mit der ATI Rage 128 Pro.

Intel Pentium III 1 GHz: Der Pentium III mit 1 GHz wäre meine persönliche Empfehlung für ein High-End-System mit Windows 98 SE in Kombination mit einer ATI Radeon 7500. Dieses System rockt alle erdenklichen Spiele mit DirectX 7 (Sockel 370).

AMD Athlon 1200: Der AMD Athlon 1200 erfreut sich ebenfalls hoher Verfügbarkeit auf eBay. Er hat 1,2 GHz, der Leistungssprung zum Pentium III ist abermals enorm und er lässt sich auch durch „neuere“ Titel wie The Elder Scrolls 3: Morrowind vor keine größeren Hürden stellen (Sockel A 462). Ein Ädaquat wäre hierfür die genannte GeForce 4 Ti 4200, mit der dank nativer Unterstützung für DirectX 8 auch Spiele mit Pixel Shadern und Vertex Shadern problemlos laufen.

Fazit: Je nach Anforderung ist der Pentium III 1 GHz eine vernünftige Wahl. Sollen auch neuere Spiele laufen, wäre der AMD Athlon in Erwägung zu ziehen, wobei dieser für manche Titel möglicherweise schon zu flott sein könnte (bspw. Interstate ’76 oder MechWarrior 2).

Übrigens: Bei der Auswahl des Netzteils ist vor allen Dingen bei Athlons zu beachten, dass ausreichend Stromstärke auf der +5V-Leitung liegt. Unter 25A läuft hier nichts.


Mit CPU und GPU sind die relevantesten Hardwarekonfigurationen abgedeckt.


Zu viel Arbeitsspeicher schadet verglichen mit einer zu hohen Prozessorleistung, die vorzugsweise bei einigen DirectDraw-Spielen zu Bugs und Spielfehlern führen könnten, nie, ich würde trotz teilweise geringerer Systemanforderung nicht weniger als 64 MB-RAM verbauen. Windows 98 verwaltet immerhin maximal 256 MB-RAM, das dahingehend in jeder Lebenslage ausreichend sein dürfte. Zu beachten ist natürlich die Speicherschnittstelle, ab Pentium IV und AMD Athlon gibt’s DDR-RAM, zuvor sollte nach SDRAM geschaut werden.


Die Gehäuse- und Netzteilwahl kann nach Belieben getroffen werden, das Netzteil sollte jedoch IDE-Anschlüsse (4-pin) für Datenträger und Laufwerke haben.


Festplatte- und DVD-Laufwerk müssen zwangsläufig mit IDE-Anschlussmöglichkeiten mit sich bringen, teilweise gibt es diese sogar noch neu auf Amazon.


Als Soundkarte sollte zu einer Creative Soundblaster Live! oder Soundblaster AWE gegriffen werden, die ein hohes Spektrum an Treibersupport zur Verfügung stellen und zugleich häufig bei eBay inseriert sind. Die AWE bringt ebenfalls DOS-Unterstützung mit sich, das Mainboard benötigt jedoch ein ISA-Slot.

Beispielkonfiguration

Komponente Typ Kosten
Prozessor Intel Pentium III 1 GHz 10 €
Mainboard ASUS OPBX4 25 €
Grafikkarte ATI Radeon 7500 15 €
RAM 512 MB SD-RAM 35 €
HDD Maxtor Diamond 160 GB IDE 15 €
Soundkarte Creative Soundblaster Live! 5.1 10 €
Gehäuse Sharkoon VS3-S 25 €
Netzteil Xilence RedWing R3 400W (+5V: 25A) 30 €
Summe 175 €

Viel Spaß!

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Mittlerweile über 900 Arcade-Titel auf archive.org im Browser!

Malte am 9.November 2014 um 13:11:37

Internet_Arcade_Retro_Games
Ursprünglich waren es ca. 25 Titel im Internetarchive, darunter bekannte Klassiker wie Pitfall! oder Choplifter. Mittlerweile wurde dieses Angebot auf archive.org auf über 900 Spiele verschiedenster Plattformen erweitert, und zwar direkt emuliert im Webbrowser. Wer also Lust auf ein paar waschechte Retro-Spiele hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen! Gegenwärtig gibt es bei einigen Emulationen jedoch noch Probleme mit der Audiowiedergabe in einigen Internetbrowsern.

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Top 10: Spiele mit Wintersetting für den kalten Winter!

Malte am 2.November 2014 um 12:11:24

Die kurzen Hosen sind passé, Zeit ist’s für die Wintermode. Ein passender Reim ist mir leider nicht eingefallen, aber coole Spiele mit Wintersetting für die kalte Jahreszeit lassen sich da bedeutend einfacher finden. Hier meine Top 10: Spiele mit Wintersetting für den kalten Winter!

Platz 10: Christmas Lemmings

Christmas_Lemmings

Na, wer kennt das? Basierend auf dem Originalspiel Lemmings aus dem Jahre 1991 gab’s von 1991 bis 1994 vier Weihnachts-Spezialausgaben, zunächst kostenfrei, sozusagen als Freeware, dann kostenpflichtig. Das Spiel wurde später unter dem Namen Holiday Lemmings vermarktet und erschien für Amiga, DOS und sogar Macintosh.


Platz 9: Moorhuhn – Winter Edition

Moorhuhn-Winter-Edition

Der insgesamt dritte Teil der nunmehr nicht zählbaren Spiele aus der Moorhuhn-Serie war tatsächlich eine Winter Edition, die 2001 pünktlich zu Weihnachten auf den Markt – und Computer-Bild-Spiele CD-Roms – gepackt wurde. Als kleinen Vorgeschmack und zur spielerischen Motivation hier das vermeintliche Weltrekord-Video mit 5550 Punkten.


Platz 8: Santa Claus in Trouble!

Santa-Clause-in-Trouble

Santa Claus in Trouble! – eine ebenfalls permanente Beigabe jeglicher Computer-Bild-Spiele Ausgaben als Demo-Version und entwickelt von CDV, den Schöpfern der Coassacks-Strategieserie. Ein wirklich spaßiges Jump ’n‘ Run Spiel. Dazu ein schönes Review von Lazy Game Reviews.


Platz 7: Deer Hunter 2005

Deer_Hunter_2005

Die Jagdzeit startet häufig im Herbst und endet im Frühjahr, abgesehen von ganzjährig freigegebem oder geschontem Wild. So könnt Ihr auch in Deer Hunter 2005 den Jäger in Euch wecken und auf Pirsch gehen. Wer weitere Jagdspiele sucht, sollte nach The Hunter 2014, Cabela’s Dangerous Hunts 2013 (Arcade) oder Cabela’s Big Game Hunter Ausschau halten – der Deer Hunter verbleibt jedoch mein persönlicher Favorit.


Platz 6: Dracula 2: Die letzte Zufluchtsstätte

Dracula_2

Ehrlich gesagt erachte ich diesen Titel – entgegen der meisten Testberichte und Rezensionen – als ein durchaus gelungenes Adventure. Hübsch gezeichnete Hintergründe, knackige Rätsel und gruseliger Kult rund um den sagenumwobenen Graf Dracula. Wer auf der Suche nach einem individuelleren Spiel ist, darf sich Dracula 2 gerne einmal anschauen – Winterzeit garantiert!


Platz 5: Syberia 2

Syberia_2

Das 2004 erschienene Syberia 2, geschrieben von Benoît Sokal, ist ein teilweise surrealistisches Adventure-Spiel und nimmt in einem fiktiven Siberien Platz. Wer Zeit für längere Spieleabende aufbringen kann und auf zahlreiche Puzzles Wert legt, ist mit Syberia 2 sehr gut beraten. Leider überschattet das an sich erzählerisch gute Adventure eine konsequente Langatmigkeit.


Platz 4: James Bond: 007 Nightfire

James_Bond_007_Nightfire

Tatsächlich verbringt Ihr in James Bond: 007 Nightfire überdurchschnittlich viel Zeit in Winterlevels, erst später im Spiel geht’s nach Japan oder in die Tropen … und dann wieder in den Winter.


Platz 3: Supreme Snowboarding

Supreme_Snowboarding
Bildquelle: gamersglobal.de

Ich mach’s kurz: Das beste Snowboarding-Erlebnis und eines der besten Sportspiele für den PC. Wer mit Skating oder Snowboarding im Entferntesten etwas anfangen kann, sollte sich Supreme Snowboarding (engl.: Boarder Zone) unbedingt einmal anschauen, zumal die Grafik für 1999 durchaus noch ansehlich ist. Wer’s etwas moderner haben möchte, ist mit Shaun White Snowboarding besser beraten.


Platz 2: Icewind Dale 2

Icewind_Dale_2

Im Rollenspiel Icewind Dale 2 gibt’s wohl so viel Kälte und Winter wie in keinem anderen Rollenspiel. Fans von umfangreicher Taktikschlachten und des Dungeon-&-Dragons-Prinzip kommen zweifelsohne auf ihre Kosten.


Platz 1: Bathman – Arkham City

Batman_Arkham_City
Bildquelle: gameinformer.com

Es ist Winter in Gotham City und Zeit aufzuräumen, denn der anhaltende Schneefall hält Schurken und Schläger nicht davon ab, die Straßen in unsicheres Pflaster zu tauchen. Batman: Arkham City ist eines der besten Spiele aus dem Jahre 2011.


Gibt’s noch weitere Spiele, die ich vergessen habe, hier aber zurecht hätten aufgelistet werden müssen? Dann ab in die Kommentare damit!

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Lokalisierung von Videospielen – mehr als eine Notwendigkeit

Lingo24.com am 25.April 2013 um 15:04:29

Der Begriff „Lokalisierung“ beschreibt die sprachliche und kulturelle Anpassung an den Zielmarkt. Sie stellt sicher, dass alle Teile eines Videospiels, von der Verpackung bis zur Software, optimal angeglichen sind. Wenn man ein Spiel eines westlichen Herstellers auf den asiatischen Markt bringen will, ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hierbei um zwei grundlegend verschiedene Kulturen handelt, was sich auch in der Gameszene bemerkbar macht. Während es sich bei westlichen Kulturen um Low-Context Kulturen handelt, sind asiatische Kulturen High-Context Kulturen. Sie unterscheiden sich unter anderem darin, dass westliche Kulturen sehr vom Individualismus geprägt sind, wohingegen in asiatischen Kulturen der Kollektivismus eine große Rolle spielt. Sie heben sich in weiteren maßgeblichen Punkten voneinander ab, was bei der Lokalisierung eines Videospiels unbedingt zu berücksichtigen ist.

Der asiatische Markt bietet Unternehmen aller technischen Bereiche vielfältige Möglichkeiten. Zum einen lebt mehr als die Hälfte der gesamten Erdbevölkerung auf diesem Kontinent und zum anderen verfügt ein Großteil über einen Internetanschluss. Will man einen der zahlreichen Märkte auf dem asiatischen Kontinent erobern, muss man sein Unternehmen und seine Produkte darauf abstimmen. Das gilt auch bei der Vermarktung von Videospielen, die mithilfe von Lokalisierungen an den jeweiligen Markt angepasst werden können.

Sprachliche Lokalisierung

Ein erster wichtiger Schritt bei einer Lokalisierung ist die sprachliche Adaption, die unter anderem Verpackungstexte, Produktbeschreibungen und Untertitel umfasst. In Asien werden hunderte von Sprachen gesprochen. Wer sich entscheidet, ein deutsches Spiel in Japan zu veröffentlichen, wird Texte im Videospiel übersetzen lassen müssen. Eine korrekte Übersetzung sollte eigentlich selbstverständlich sein, wenn man im Zielland Eindruck machen will.

Das gelingt jedoch nicht allen Herstellern. Immer wieder unterlaufen den Übersetzern Fehler, die entweder einfach nur falsch oder unfreiwillig komisch sind. „27th of Letzter Samen”, lautet die übersetzte Version der Datumsangabe in der deutschen Version des Spiels „The Elder Scrolls 4: Oblivion“. Hier hat der Übersetzer einen Fehler gemacht, die Übersetzung ist einfach falsch. Über solche Fehler kann ein Spieler eventuell noch hinwegsehen, da sie keinen Einfluss auf das Spielvergnügen haben. Weitaus gravierender sind Fehler, die dem Spieler den Spielspaß verderben, weil er aufgrund der falschen Übersetzung nicht im Stande ist, das Ziel des Spiels zu erfüllen. Wer in „Ravenhearst 2“ einen „Kompass“ sucht, eigentlich aber einen „Zirkel“ finden soll, ist enttäuscht und bricht das Spiel unter Umständen ab. Dabei ist dem Übersetzer nicht einmal unbedingt ein Vorwurf zu machen, da das englische Wort „compass“ gleichzeitig „Kompass“ und „Zirkel“ bedeutet.

Wenn es um Spielanweisungen geht, sind diese in Deutschland meist sehr genau, sodass der Spieler diese auch gut befolgen kann. In Asien dagegen, in High-Context Kulturen, ist Kommunikation viel subtiler, was man beim Lokalisierungsprozess auf alle Fälle miteinbeziehen sollte.

Lokalisierung von Animationen, Grafiken, Audio- und Videoinhalten

Ein weiterer Teil der Lokalisierung ist die Zusammenarbeit zwischen Programmierern, Grafikern und Übersetzern. Programmierer sollten Textinhalte nicht hart kodieren, sondern über Datenbanken in das Programm einfließen lassen. Das erleichtert die Arbeit des Übersetzers enorm. Auch bei In-game Texten ist die Zusammenarbeit zwischen Übersetzer und Programmierer sehr wichtig. Erhält man in einem In-game Text nur noch die Hälfte der ursprünglichen Spielanweisung, ist das nicht gerade förderlich für den Spielspaß. Während ein in Deutschland produziertes Videospiel bei Animationen meist gediegener wirkt, sind ihre angepassten asiatischen Pendants meist reicher an Animationen.

High-Context Kulturen bevorzugen viele Animationen und können mehr grafische Inhalte verarbeiten, da sie sich die benötigten Informationen selbst suchen. Bei Spielcharakteren scheiden sich ebenfalls die Geister. Japaner beispielsweise ziehen kindlichere Charaktere vor, wohingegen westliche Spieler ältere Figuren bevorzugen. Daher werden Charaktere des westlichen Markts oft einem Verjüngungsprozess unterzogen. Das ist beispielsweise beim deutschen Browserspiel „Grepolis“ der Fall. In Europa führt ein betagter Odysseus durchs Spiel, in Japan dagegen ist es die junge, leichtbekleidete Psyche.

Kulturelle und Rechtliche Anpassungen

Beim Lokalisierungsprozess eines Videospiels sollten auch kulturelle Eigenheiten berücksichtigt werden. Während in Deutschland Rechtsverkehr herrscht, fährt man im Land der aufgehenden Sonne nämlich links. Bringt man ein Autorenspiel heraus muss man das beachten, um größten Spielspaß zu garantieren.

Auch historisch behaftete Symbole und Inhalte sollten angepasst werden. In der japanischen Version des Videospiels „Fallout 3“ zum Beispiel wurde aus Rücksicht auf die Opfer der Bombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki die Mission weggelassen, in der eine Stadt durch eine Atombombe zerstört wird. Neben kulturellen Besonderheiten sollte man auch staatliche Rechtsinstanzen stets auf dem Radar haben. Wer als Game-Hersteller staatlich-rechtliche Stellen ignoriert, kann sich seine Umsatzchancen ganz schnell verbauen. Hierzu gehören zum Beispiel Altersbeschränkungen, die von Land zu Land variieren und unbedingt beachtet werden müssen.

Es gibt auch auf dem asiatischen Markt Regeln, an die man sich strikt halten muss. In China beispielsweise ist die Darstellungen von Skeletten und Knochen in Videospielen strengstens untersagt, sie müssen in China „angezogen“ werden. Will man also ein Videospiel lokalisieren sollte man sich bereits im Voraus genau überlegen, welche Teile man adaptieren möchte.


Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsunternehmen, das sich auf Website-Übersetzung spezialisiert. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.
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Spiele(n) auch unter Linux, oder doch Windows?

throgh am 28.Februar 2013 um 19:02:22

Ein weiterer Eintrag mit einem komplett neuen Thema: Seit einigen Monaten steht Microsofts neuster Sprößling „Windows 8“ im Laden. Ich möchte ungern nun beginnen positiv wie negativ abzuwägen, da ich mich auch noch sehr gut an „Windows Vista“ erinnerte und die damit verbundenen Gerüchte, dass Microsoft OpenGL nicht mehr unterstützen will bzw. hier nur eine Schnittstelle zu DirectX schaffen will. Ebenso war die Rede von weiteren Maßnahmen, um dem Problem der Raubkopie beizukommen. Nun lang ists her und ich erinnere mich dennoch wie sehr ich gegen die kommenden Windows-Systeme / -Versionen gewettert habe. Und dann? Nun die Neugierde war dann irgendwann doch zu gross und als ich mich bei meinem damaligen Arbeitgeber konfroniert sah schwanden die Vorurteile schnell dahin. Windows 7 habe ich dann schlicht auf dem Wege mitgenommen, weil es schlicht das ausgereiftere System der Zwei war und bis heute ist.

Aber man schaut sich immer wieder um, lernt dazu und versucht sich neu zu erschaffen. Daher galt und gilt die Frage: Kann ein Linux-System ein Windows ersetzen? Sicherlich würden nun die Kenner sagen. Aber gilt dies auch für den „Spieler“? Hier wird es dann schwierig. Ja, es gibt Spiele für Linux. Ja, einige von ihnen sind prominenterer Natur wie z.B. „Sacred“ und wurden von Unternehmen portiert. Großteils aber fand der kleine Pinguin bis heute keine so große Beachtung bei den Spielern. Unverdient im Grunde genommen wie ich nun nach einiger Zeit erfreut feststellen konnte. Die Zeiten, in denen man mit Knoten in den Fingern einen X-Server einrichten und entsprechende Treiber kompilieren muss sind längst vorbei. Linux ist weit mehr inzwischen und von daher möchte ich in dem nachfolgenden Text die Relation und die Möglichkeiten vom heutigen Stand näher beleuchten. Wie immer gilt hier: Meine Meinung erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit und ist ebenso kein Alleinstellungsmerkmal wie sie auch nicht in Stein gemeißelt ist. Wenn also Kritik oder Anmerkungen im Raume stehen, so schreibt sie als Kommentar auf. Umso besser kann man später nachvollziehen, wenn Informationen noch fehlen sollten oder Korrekturen vorgenommen werden müssen.

Also nochmal: Warum das Ganze? Ich könnte auch bei „Windows 7“ bleiben und glücklich sein. Nun es gibt viele Beweggründe, mitunter wäre der Eine, dass wie schon einige Male zuvor und auch im letzten Blogeintrag erwähnt die Hersteller immer rigider mit der Kundschaft umgehen. Dies gilt jetzt nicht nur für Microsoft, sondern für die komplette Branche zum Teil. Schützenswertes Gut ist Software ohne Frage, aber man sollte die Kunden nicht einfach nur als Durchlaufverkehr ansehen, welchen man jedes Jahr erneut auf eine neue Version lenken muss. Der Kunde möchte mitgenommen werden. Sicherlich nicht Jeder, aber es ist von meinem Empfinden her weit interessanter wie auch schöner, wenn man konkret weiß welche Vorteile die neue Version bringt und das auch hinter der schönen Welt der Oberfläche, also unter der Haube. Statt die Kunden nun wirklich mitzunehmen, fingiert man immer neue Systeme. In „Windows 8“ lässt Microsoft eine Liste von installierter Software erstellen, der sog. Smartfilter. Hier gilt es den Nutzer wohl auch vor Schadsoftware zu schützen. Kritisch beachtet nimmt man dem Anwender jedoch nun eine ganze Menge ab. Nun könnte er sich auf das Wesentliche konzentrieren. Allerdings wäre es gar nicht schlecht wenn der Anwender nun sein System auch kennen würde. Mir schwebt da immer eine Art von Horrorvision einer Welt vor, in welcher man sein System nunmehr gar nicht kennt und nur noch durch die Unternehmen mit Inhalten versorgt wird. Da kann man mich paranoid nennen, aber ich bin ein Freund der freien Wahlmöglichkeit. Vor allem auch was ich wie und wo installiere. Jetzt erwische ich mich gerade wieder dabei wie ich doch teils in Detailfragen über das kommende Windows beginne zu schimpfen. Wenden wir uns also lieber dem eigentlichen Thema zu: Linux oder Windows? Kann Linux Windows aus der Perspektive eines Spielers ersetzen?

Die klare Antwort hier kann ich nicht geben, da Jeder für sich entscheiden muss. Allerdings kann ich Empfehlungen nach meinen Tests aussprechen: Ich habe die aktuelle Version von Ubuntu Linux ausprobiert. In dem Falle ist es die Version 12.04 in der 64bit-Variante. Viele Anwender werden durch die Vielfalt an sog. Linux-Distributionen oder auch Derivaten abgeschreckt. Aber ganz so schlimm wie man es sich vorstellt ist das im Grunde nicht. Viel eher ist jede Distribution für sich eine kleine oder auch große Anwendergemeinschaft. Man kann hier schnell viele Antworten finden und vor allem wird einem auch freundlich geholfen bei schwierigen Problemen. Für jeden Anwendertyp gibt es eine Distribution. Ubuntu ist in dem Falle schnell installiert und bietet für die gängigen Anwenderfragen eine Lösung an. Vor allem ist es auch stark in der Kompatibilität: Im Test wurde das Medion-Notebook direkt mit allen notwendigen Treibern versehen, die Webcam wurde erkannt und auch die Grafikkarte wurde in Grundzügen erkannt. Hier kam ich doch direkt zu einer ersten kleinen Hürde: Grafikkarte – UNBEKANNT? Zumindest sagte mir das die zentrale Systeminformation. Hier war guter Rat erstmal teuer: Doch das zuvor beschriebene elendige Treiberproblem? Wäre ja nicht so als wäre dies mein erster Versuch mit Linux gewesen. Die Antwort hierauf: Es ist ein kleiner Anzeigefehler in der aktuellen Distribution. Mit dem Kommando „sudo apt-get install mesa-utils“ löste sich mein Problem sehr schnell und die Ivy-Bridge hatte den Intel-Treiber erkannt. Überhaut wird der Befehl SUDO schnell zum besten Freund, ebenso wie in allen anderen Distributionen. Oberfläche hin oder her, Linux lässt sich auch leicht in der Konsole bedienen. Für den reinen Windows-Anwender ohne tiefere Kenntnis nun etwas ungewohnt. Aber hier sei versichert: Man gewöhnt sich hieran sehr schnell und lernt dies auch zu schätzen. Tja und nun? Nach der ersten Euphorie kam die Ernüchterung: Was mache ich denn nun mit meinem Linux? Man sollte hier nicht nach einem Grund zum Wechsel suchen sondern schlicht beginnen zu „arbeiten“. Für so ziemlich jeden Einsatz gibt es eine entsprechende Applikation: DVD und Videos lassen sich wunderbar über VLC abspielen, die MP3-Sammlung findet auch ein entsprechendes Zuhause und Bildersammlungen können archiviert werden. Dokumente können bequem mit dem vorinstallierten LibreOffice bearbeitet und erstellt werden.

Und die Spiele? Jetzt wird es interessant: Für Spiele jeder Art gibt es verschiedenste Wege. Am Einfachsten sind natürlich die nativen Versionen: Warzone 2100 zum Beispiel lässt sich einfach wie bequem über das Software-Center installieren und ist sogleich auch einsatzbereit. Schwieriger wird es nun mit den reinen Windows-Spielen. Denn hier gibt es zwar WINE. Aber allein die Installation von WINE hilft hier nicht. Viel eher muss man das Konzept hier erst lernen zu verstehen. Unter http://www.winehq.org/ finden sich alle notwendigen Informationen. Wenn man nun in der App-DB etwas recherchiert wird schnell klar: Nicht JEDES Spiel funktioniert unter WINE und einige Spiele brauchen ganz spez. Versionen. Jetzt ist auch der entscheidende Punkt erreicht: Verständlich ist es wenn nun der Anwender sagt: „Ich bin doch nicht verrückt. Unter Windows so einfach? Und nun so kompliziert? Ich wechsele wieder.“ Ja das ist leider so und ein Resultat einer absoluten Konzentration auf das System von Microsoft. Das ist nicht als Vorwurf gedacht, allerdings gestaltet sich nun so ein Wechsel als nahezu unmöglich. Nun ja: FAST! Es gibt Mittel und Wege. Mit etwas Muße und Suche fndet sich ein Helferlein. PLAYONLINUX ist eine Skriptsammlung, welche viele Dinge abnimmt und zugleich auch eine der zentralen Stärken ausspielt, welche man mit WINE nutzen kann: Die sog. WINEPREFIX-Definitionen. Dies muss man sich quasi als eine Art Sandkasten vorstellen. Jeder PREFIX ist eine eigene, autarke Windows-Installation und Version. Ebenso kann jeder PREFIX mit Paketen bestückt werden: DIrectX 9, PhysX, VC-Runtime-Bibliotheken und selbst Steam wie auch Origin finden sich hier. Daneben bietet PLAYONLINUX dann die Möglichkeit für jeden PREFIX eine entsprechende WINE-Version zu installieren. Unter der folgenden URL findet man das schöne Werkzeug: http://www.playonlinux.com/en/.

So gelang es mir Spiele wie „Mass Effect“, „Mass Effect 2“ oder „Aquanox“ zum Laufen zu bringen. Und sie funktionieren wirklich wie auch überraschend gut. Keine Beanstandungen bisweilen, von einigen Nachladerucklern vielleicht abgesehen.
Leider ist das aber noch nicht die komplette Geschichte. Denn ich sprach zuvor ja von einem Notebook. Und wie wir ja wissen haben gerade auch Notebooks mit einem NVIDIA-Chipsatz die sog. Ivy- oder Sandy-Bride-Technologie, auch OPTIMUS genannt. Klingt erstmal vielsagend und auch nett, denn die Technik soll für Stromsparmaßnahmen sorgen. Also sind defakto ZWEI Grafikkarten am Werke. Eine Intel-Grafikkarte, die den normalen Desktop-Betrieb übernimmt und dann die NVIDIA-Grafikkarte mit dediziertem Speicher. Unter Windows funktioniert die Installation des Systems und dessen Betrieb nachhaltig gut. Unter Linux ist das derzeit ein Problem: Es gibt hier nur marginale Unterstützung seitens NVIDIA. Auch wenn das Unternehmen das anders sehen mag. Aber Hilfe bekommt die Linux-Gemeinde nur wenig bei der Entwicklung. Teils sicherlich auch auf sog. Unternehmensinterna zurückzuführen, vielleicht auch verständlich, immerhin möchte NVIDIA Wissen und Eigentum nicht komplett offenlegen. Aber ärgerlich ist es dennoch! Und so sah es noch vor der Installation von PLAYONLINUX so aus als würde mein Versuch hieran scheitern. Und doch: Mit BUMBLEBEE gibt es ein Projekt, welches sich dem annimmt und das Problem quasi anders versucht zu lösen. Etwas vereinfacht gesagt: Die Lösung ist hier eine Art virtuelle Treiberschicht. BUMBLEBEE leitet einfach Anfragen auf die zweite Grafikkarte um und nutzt dann die entsprechenden Treiber als Basis. Als Daemon auf Systemebene aktiv lässt sich BUMBLEBEE natürlich auch konfigurieren. Unter der folgenden URL findet man weitere Informationen zu dem Projekt: http://www.bumblebee-project.or g/! Für Ubuntu und ArchLinux gibt es auch direkt von den Entwicklern erstellte Pakete. Hier sollte man immer darauf achten die sog. STABLE-Version zu nutzen, ebenso wie bei allem Anderen auch unter Linux versteht sich. Einfach auch weil der Entwickler diese Versionen als stabil markiert hat und diese so am Ehesten für den produktiven Einsatz gedacht sind.

Bevor ich es noch vergesse: Neuste Chipsätze von NVIDIA könnten mit BUMBLEBEE noch ein Problem haben. Die FERMI-Architektur wird nicht durchgehend erkannt! Hierzu ein entsprechender Artikel bei den Entwicklern von BUMBLEBEE selbst: https://github.com/Bumblebee-Pr oject/Bumblebee/issues/216. Hier kann man auch hervorragend sehen wie schnell und auch freundlich geholfen wird, denn besagte Meldung stammt eben von mir bei meinem Versuch eben Linux zu testen.

Zusammenfassung

Langer Text, viele Informationen und was steht nun als Resümee? Alles und nichts. Linux ist ebenso wie Windows schlicht ein Betriebssystem mit Ecken und Kanten. Es gibt hier kein BESSER oder SCHLECHTER. Linux ist eben ANDERS vom Einsatz her und lässt sich dennoch gut bedienen. Mit etwas Einarbeitung wird man hier fündig und kann ein neues „Zuhause“ für seine Daten finden. Für Spieler ist Linux heute schon zwar einsatzfähig, aber man muss mit Abstrichen leben können. Nicht jedes Spiel lässt sich durch PLAYONLINUX und WINE zum Laufen bewegen. Aber doch finden sich viele alte Klassiker, die wunderbar funktionieren und DOS-Spiele sind bereits durch die bekannte DOSBox vertreten und damit lauffähig. Windows ist also quasi der fertige Porsche, während Linux erst noch zusammengebaut werden muss. ABER sobald man hier die Teile gut abgestimmt hat, kann man auch unter Linux hervorragend hochtourig laufen. Ich für meinen Teil laufe seit dem Experiment nun zweigleisig und bin stolzer Besitzer eines Linux-Systems. Und demnächst wird auch einmal mit FEDORA die Linux-Distribution des Herstellers „Red Hat“ in einer virtuellen Maschine probiert. Mal sehen was mich hier erwartet!

Übrigens: PLAYONLINUX bietet für viele GOG-Spiele bereits fertige Skripte an!

Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare, Kritiken oder Anmerkungen. Wäre nur schön wenn bewertet wird dies auch entsprechend zu begründen. Nur so lässt sich nachvollziehen was man vielleicht das nächste Mal besser beschreiben oder recherchieren kann. Danke!

von throgh
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