Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe! Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfübar. Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt. Denn in Zeiten … weiter

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Ich vermisse Spiele aus den 90ern und 2000ern!

Je älter man wird und je mehr die Zeit voranschreitet, desto öfter hört man Sprüche, wie etwa das bekannte „Früher war alles besser!“ und ähnliche, egal in welchem Bereich, sei es nun Musik oder Gaming. Sowas ist normal, denn es wird immer Menschen geben, welche sich nicht jedem Trend anpassen wollen. Mir geht es genauso, … weiter

Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

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Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

Malte am 17.Juni 2019 um 21:06:05

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe!

Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfübar.

Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt.

Denn in Zeiten von sozialen Medien ist es offensichtlich kaum noch möglich, sich abseits der großen Netzwerke einen Namen zu machen und etwas Neues zu schöpfen. Im Wesentlichen stellen wir  alle notwendigen Instrumente zur Verfügung: Community-Funktionen, ein Forum, redaktionelle als auch technische Artikel zu zahlreichen Retro-Spielen. Nur findet dies allenfalls moderaten Anklang und führte nie wirklich zu einem Durchbruch.

Strategisches Versagen aufgrund einer persönlichen Evolution rund um Webentwicklung und Marketing, die mit dieser Webseite seit ihrer Entstehung im Grunde genommen einhergeht, steht dabei ganz weit oben. Von nichts kam halt im Mittelstufen-Alter irgendwie etwas. Initial übrigens auf einem WordPress-Blog. Weder mit hochkarätigen Besucherzahlen, geschweige denn irgendwelchen, monetären Einnahmen können wir uns seit einem Bestehen von fast 10 Jahren rühmen. Dieses Projekt existiert seit jeher auf freiwilliger Basis aller Beteiligten. Wir sind mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden, denn wir haben Spieler erreicht.

Die Forenkultur stirbt aus.

Ein Blick über den Tellerrand verrät uns: Euer Forum macht keinen Sinn. Denn jeglicher Austausch von Interessengruppen findet heutzutage einzig und alleine über soziale Medien statt. Nur die ganz Großen, die gefühlt seit Bestehen des Internets auf dem Markt vertreten sind, wie ComputerBase oder GameStar, können ihre Communities erhalten. Stellt euch selbst die Frage: Wann habt ihr euch zuletzt auf irgendeiner Plattform angemeldet? Das muss entweder technisch etwas ganz Attraktives oder Neuartiges sein, oder ihr habt nach etwas Bestimmten eine hohe Nachfrage, dessen Bedarf an fundierter Beratung sonst nirgendwo gedeckt wird.

Auch die Vergangenheit von Replaying zeigt ein interessantes Phänomen. Wir hatten wöchentlich zahlreiche Registrierungen zu verzeichnen, als diese für einen Download noch Voraussetzungen waren, da wir einzigartiges Material anbieten. Seitdem die Registriegungspflicht abgeschaltet ist, schwappen im Monat vielleicht noch ein paar Benachrichtigungen über Neuanmeldungen ins Postfach rein – und das war’s. 

Trotzdem wollen wir Erfahrungen oder Erlebnisse mehr denn je teilen. Sonst wäre Facebook wohl kaum so erfolgreich, wie es ist. Aber dieses Grundbedürfnis schlummerte schon immer in uns Menschen. Unsere Großeltern versendeten ihre Portraits vielleicht noch per Post an Freunde mit einer kleinen Nachricht angehängt. Wir zeigen sie der ganzen Welt. Dass so etwas technisch seit einiger Zeit möglich ist, kann eine unglaubliche Errugenschaft für unser Dasein sein. Mit zuweilen gravierenden Kehrseiten, die allerdings einen eigenen Kommentar für sich in Anspruch nähmen.

Retro-Spiele werden trendy.

Der Trend sagt: Retro ist cool.

Ihr fühlt euch mit eurem Hobby oder eurem Interesse für Retro-Spiele irgendwie alleine gelassen? Das seid ihr nicht, ihr seid im Trend. Seit der Aufzeichnung des Keywords „Retro“ bei Google Trends klettert die kleine Chart fleißig nach oben. Und Google Trends hat recht. Auch meine subjektiven Eindrücke sehen das so. Du wirst mit Retro-Spielen nahezu täglich konfrontiert. Selbst Sony hat mit der PlayStation Classic vor nicht allzu langer Zeit eine Retro-Konsole auf den Markt gebracht, die sich, trotz ihrer Mängel, einer enormen Beliebtheit erfreut. Das Ding kennt einfach jeder.

Wir wollen eine Community rund um Retro-Spiele etablieren.

Das ist absurd, denn das ist nahezu unmöglich nach dem bisherigen dictus zu urteilen. Aber es ist der perfekte Zeitpunkt. Wir starten mit einer Facebook-Gruppe. Wir hoffen, irgendwann vielleicht doch noch einmal eine komplette Neuentwicklung als Plattform anbieten zu können, die attraktive Möglichkeiten des Austausches bietet und sowohl technisch als auch inhaltlich in einer Ausprägung umgesetzt wird, wie sie eigentlich nur von größeren Projekten zu erwarten wäre. Das muss sich in Anbetracht des Aufwandes leider irgendwie lohnen und kann nicht für ein paar Mitglieder hochgezogen werden.

Das ist unsere Facebook-Gruppe.

„Werdet ein Teil von uns!“ oder „Wir freuen uns auf euch!“. Zwar ist dem so, allerdings möchten wir euch mit weiterer Marketingsprache durchaus verschonen. Es ist eben eine Facebook-Gruppe, was gibt’s denn da schon großartig zu sagen.

Hier geht’s lang: Retro-Gaming, Spiele, Community, Konsolen & Handel – REPLAYING.de

Ihr könnt:

  • Fragen stellen, Bilder posten, Gaming-Erlebnisse teilen.
  • Wir wollen einen Fokus auf den Handel von Spielen legen. Hierzu wird ein Regelwerk aufgestellt.
  • Bei Nachfrage veranstalten wir virtuelle LAN-Partien mit Retro-Spielen.

Und wir wollen dem größten Problem der Facebook-Gruppen nachhaltig entgegenwirken: Dem Finden von Informationen. Das ist wohl das größte Übel des Aussterben des Forums. Abgesehen des gefühlt inhaltlich und sprachlich Abbaus eines jeden Beitrages. Ich möchte über etwas Recherchieren und google. Wie viele Facebook-Beiträge einer Gruppe werden da doch gleich angezeigt? Richtig, keiner. Und da Facebook-Gruppen wiederum zu den größten Austauschplattformen heranwachsen, stehen wir dahingehend vor einem Problem. Wir posten deswegen, sofern es sich irgendwann einmal ergeben sollte, die besten Fragen und Antworten, etwa zu Kompatibilitätslösung, als Artikel auf die Seite. Mit schön viel SEO.

Was läuft mit REPLAYING.de so?

Abgesehen der fleißigen Beiträge ganz besonders unseres lieben Dominiks, aber auch Kevins, und natürlich Florians, nicht zu vergessen Reddoks, und einigen, weiteren Autoren, die ihr allesamt immer fleißig unter jedem Artikel gelistet seht, sind erst einmal keine Relaunches, neuen Features oder größeren Überarbeitungen in Planung. Auch wenn das Design, das seit 7 Jahren bereits in dieser Form online ist (und dafür noch ganz schick aussieht!), sicherlich einmal ein mobilfreundlichere Variante vertragen könnte.

Anregungen und Kritik sind natürlich jederzeit willkommen. Sogar sehr willkommen, denn dies spräche für eine Steigerung der Reichweite der Webseite, die uns selbstverständlich freuen würde! 😎

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Bewertung: 5.0/5 (5)

Rückblick: Star Trek Spiele

FloosWorld am 2.November 2018 um 21:11:35

Qapla‘! Anlässlich des Tag des ersten Kontaktes, welcher laut Star Trek am 5. April 2063 stattfinden wird, möchte ich an einige Star Trek Spiele erinnern und diese Vorstellen. Wie immer gilt: Ich beschränke mich auf Spiele, welche ich auch selbst gespielt habe. Als Bonus gibts zudem ein Brettspiel und ein Mod.

 

Star Trek: 25th Anniversary (Interplay/1992)

Das erste Spiel in der Liste ist ein Spiel zur Zeit der Originalcrew um Kirk, Spock und co., welches anlässlich des 25. Jubiläums der Originalserie veröffentlicht wurde. Ganze acht Episoden, welche eigens für das Spiel geschrieben wurden können hier gespielt werden. Das Spiel selbst ist ein Point and Click Adventure, beinhaltet aber auch Raumkämpfe sowie einen fiesen Kopierschutz, der den Spieler für das falsche Anfliegen von Sonnensystemen bestraft.

In klassischer Star Trek Manier sind ebenfalls Redshirts bei den Außenmissionen vertreten, welche bei Unachtsamkeit umgebracht werden können, was sich negativ auf die Missionsbewertung auswirkt.

Zu dem Spiel gab es zudem eine Enhanced Edition mit Sprachausgabe in der alle Schauspieler mit Ausnahme von Nichelle Nichols auch ihre Rollen sprechen.

 

Star Trek: Generations (Microprose/1997)

Drei Jahre nach dem siebten Star Trek Film kam das offizielle Spiel zum Film raus. Wie auch schon im Film hat die USS Enterprise den Auftrag Dr. Tolian Soran zu stoppen, welcher Sonnensysteme vernichtet, um in den sogenannten „Nexus“ zu gelangen.

Das Spiel beinhaltet diverse Schauplätze des Films. Die Handlung des Spiels beginnt bei dem Angriff auf das Amargosa-Observatorium, weicht hier jedoch vom Film ab. So ist man alleine als Riker unterwegs und bestimmte Dialogzeilen aus dem Film werden von anderen Personen wiedergegeben.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Star Trek: Generations eine Mischung aus Ego-Shooter, Adventure, Raumkampf und Strategie ist.

Ist man nicht auf Raumstation, Planeten und sonstigen Einrichtungen (Ego-Shooter/Adventure) unterwegs, so befindet man sich in der Stellarkartographie und scannt das Universum nach Spuren Sorans ab. Gelegentlich kämpft man gegen feindliche Schiffe. Erwähnenswert ist, dass der Photonentorpedovorrat der Enterprise mit laufendem Spiel sinkt.

Spürt man Soran irgendwo auf, beamt man mit einem festgelegten Crewmitglied zum Einsatzgebiet. Außenmissionen lassen sich in zwei verschiedene Kategorien ordnen: 1.) Soran daran hindern ein Sonnensystem zu zerstören, indem man seine Waffe umlenkt und 2.) Soran daran hindern sich Nachschub auf dem Planeten zu beschaffen. Zu den Außenmissionen zählen, falls man gut genug ist, mehrere Ausflüge im Amargosa-Observatorium, ein Undercovereinsatz in einer romulanischen Geheimeinrichtung oder auch auf einen lebenden Planeten. Soran darf im gesamten Spielverlauf maximal zwei Sonnensysteme zerstören, ansonsten ist das Spiel vorbei. Trödelt man beim Spielstart mit der ersten Außenmission auf das Amargosa-Observatorium, ist das Spiel ebenfalls vorbei.

Das Spiel läuft in Echtzeit ab und der Handlungsverlauf ist unterschiedlich, jedoch ist der Anfang und das Ende gleich. Wer den siebten Film gesehen hat, der wird wissen, wo sich Soran am Schluss befinden wird. Ausgeliefert wird das Spiel auf 2 CDs zwischen denen je nach Mission gewechselt werden muss.

Teile der Handlung werden in Zwischensequenzen erzählt, welche aus dem Film entnommen wurden, so z.B. das Intro mit der Enterprise B.

Erwähnenswert ist, dass die deutsche Synchronisation Soran komplett anders betont als im Film. So wird sein Name hier eher deutsch betont und sein Sprecher ist ein komplett anderer als im Film.

Star Trek: Starfleet Academy (Interplay/1997)

Wieder ein Spiel aus dem Hause Interplay und wiederum aus der TOS-Zeit, hier allerdings zur Zeit der Kinofilme. Starfleet Academy ist eine Raumkampfsimulation aus dem Star Trek Universum und lässt uns als Kadetten Forester spielen.

Das Spiel beinhaltet 13 Missionen, welche auf 5 CDs verteilt sind. Als Kadett Forester haben wir das Kommando über eine Kadettencrew und werden diversen Situationen ausgesetzt, wie z.B. der Jagd nach einem getarnten Romulanischem Schiff. Neben den Missionen gibt es auch Zwischensequenzen aus der Sternenflotten Akademie, in denen der Spieler entscheiden darf, wie Forester reagiert.

Ebenfalls mit dabei: Der Kobayashi Maru Test, welcher im Star Trek Universium als No-Win-Szenario an der Sternenflottenakademie gilt. James T. Kirk war der einzige Kadett, welcher jemals diesen Erfolgreich abschließen konnte, nachdem er den Test manipuliert hatte und wie einst Kirk darf hier auch Forester den Simulator so manipulieren, damit er das Szenario gewinnt.

Für das Spiel wurden Zwischensequenzen mit den aus der Originalserie bekannten Darstellern gedreht. Hier geben sich Chekov, Kirk, Scotty usw. die Ehre und leiten in manchen Missionen die Kadetten an.

Neben den Missionen lässt sich auch eine Raumschlacht mit maximal 8 Raumschiffen, die auf 2 Teams verteilt werden können, spielen.

Die deutsche Übersetzung des Spiels ist an einigen Stellen etwas fehlerhaft. So wird der getarnte Romulaner als „Mantel Romulaner“ und der Phasermodus zum kampfunfähig schießen als „Deaktivieren“ bezeichnet.

 

Star Trek: Der Aufstand (Activision/1999)

Wiederum ein Spiel zu einem Film, auch wenn das eher weniger stimmt, denn Star Trek: Der Aufstand beinhaltet nicht die selbe Handlung wie der neunte Film, sondern spielt einige Wochen danach. In Deutschland wurde das Spiel wahrscheinlich aus Marketinggründen mit dem Namen des Films verkauft, während das Spiel im englischsprachigen Raum als „Hidden Evil“ bekannt ist.

Man spielt den Halb-Vulkanier Sovok, welcher auf Außenposten 40 im Briar Patch versetzt wurde. Die Kameraperspektive des Spiels ähnelt dem des ersten Resident Evil.

Das Spiel handelt von einem durch Genmanipulation erschaffenen Wesen namens „der Samen“ und beinhaltet 9 Missionen. Die letzte Mission spielt dabei auf der Enterprise E, welche aus Star Trek 8-10 bekannt ist.

Auf der deutschen Verpackung steht zudem „Der Film hat ein Nachspiel“.

 

Star Trek: Voyager – Elite Force (Activision/2000)

Während man im allerersten Star Trek Shooter „Klingon Honor Guard“ aus dem Jahr 1998 noch auf Klingonen ballerte, da man der Ansicht war, dass ein Shooter mit der Föderation nicht funktionieren würde spielt der von Raven Software entwickelte Shooter aus dem Jahr 2000 auf der Namensgebenden USS Voyager.

Zur Hintergrundgeschichte: Sicherheitschef Tuvok hat zusammen mit Captain Janeway das Hazard-Team gegründet, welches bei besonders gefährlichen Missionen zum Einsatz kommen soll.

Der Spieler hat die Wahl zwischen Fähnrich Alexander oder Alexandria Munro.

Die Handlung: Die Voyager ist nach der Zerstörung eines Schiffes, welches unprovoziert angegriffen hatte in einem Dämpfungsfeld gefangen. In diesem Dämpfungsfeld befinden sich mehrere ausgeschlachtete Wracks. Ein Schiff, welches die Voyager ausschlachten soll, ist bereits im Anflug.

Als Munro ist man z.B. in einem Borg-Kubus oder auf einer Raumstation mit einem Bund aus Klingonen, Hirogen, Malonen und Terranern aus dem Spiegeluniversum unterwegs.

Zu Elite Force gab es eine Erweiterung, welche als großes Feature eine Tour auf der Virtuellen Voyager beinhaltet.

Die Charaktermodelle der Voyager-Crew sind alle richtig gut getroffen, wenn auch Figuren wie Tuvok etwas seltsam modelliert aussehen.

 

Star Trek: Armada 2 (Activision/2001)

Was darf in keinem bekannten SciFi-Franchise fehlen? Ein Echtzeitstrategiespiel. Star Wars hatte diverse Titel, wie den Age of Empires-Klon „Galatic Battlegrounds“ oder auch Empire At War. Und so veröffentlichte Activision im Jahr 2000 und 2001 die beiden Spiele der Armada-Reihe. Obwohl ich beide Spiele auch gespielt habe, möchte ich mich hier auf Armada 2 beschränken, da es mehr bietet, als der Vorgänger.

Zu den spielbaren Völkern des ersten Teils (Föderation, Klingonen, Romulaner, Cardassianer, Borg) ist nun die aus Star Trek: Voyager bekannte Spezies 8472 dazu gekommen. Ebenfalls neu: Der Warpantrieb, der schnelles Reisen aus der Karte ermöglicht und die Möglichkeit das Weltall tiefer zu machen, das Kämpfe in einer 3D-Umgebung ermöglicht.

Die Handlung der Kampagnen spielt sechs Monate nach den Ereignissen aus Armada 1: Nachdem die Beziehung zwischen den Klingonen und den Romulanern sich langsam wieder beruhigt droht die nächste Gefahr durch Spezies 8472.

Das Gameplay an sich besteht aus Basenbau, Rohstoffabbau, Kolonisation, Forschung und Kampf, so wie man es von RTS wie Age of Empires gewohnt ist. Die Völker an sich gleichen sich ziemlich gut aus, obwohl sich die Schiffe der Föderation nie tarnen können und Spezies 8472 Schiffe nur durch organisches Material erschaffen kann.

Jedes Volk hat ein Spezielgebäude, was für interessante Momente im Gameplay sorgt. So hat die Föderation Zugriff auf eine Temporale Forschungseinrichtung, welche Verzerrungen auf der Karte verursachen kann und gegnerische Schiffe, die sich in dieser Verzerrung befinden, einfrieren lässt.

Zu Star Trek: Armada 2 erschien eine Mod namens Star Trek: Fleet Operations. Dieser erneuert die Engine des Spiels und fügt viele Neuerungen und Verbesserungen ein, z.B. Spezialwaffen für so gut wie jedes Schiff, wie etwa die Trikobaltvorrichtung der Intrepid-Klasse, die man im Pilot zu Star Trek: Voyager sehen konnte.

 

Star Trek: Bridge Commander (Activision/2002)

Nach Star Trek: Klingon Academy aus dem Jahr 2000 folgte 2002 nun die mittlerweile dritte Flugsimulation aus dem Star Trek Universum und lässt den Spieler den Platz des Captains einnehmen.

Erwähnenswert ist, dass die Entwickler hinter Bridge Commander Totally Games sind, welche in den 90ern für die Star Wars: X-Wing Serie bekannt waren.

Neben einer Handlung, welche 9 Episoden und Gastauftritte von Picard und Data und der Enterprise umfasst, gibt es auch einen Multiplayermodus mit bis zu 32 Spielern, welcher riesige und taktische Raumschlachten ermöglicht. Das Spiel lässt sich zudem modden und ermöglicht es die etwas winzige Schiffsauswahl individuell zu erweitern. Der Kobayashi Maru Mod ist dabei der bekannteste und fügt neben Schiffen wie der Intrepid Klasse auch noch die Schiffe des 23. Jahrhunderts und Exoten, wie den Bird of Prey aus Star Trek 6 sowie der Scimitar aus dem zehnten Film hinzu.

Das Spiel selbst gibt es nur in einer englischen Sprachfassung, dafür allerdings mit deutschen Untertiteln. Unter den Sprechern ist übrigens Martha Hackett dabei, welche Voyager-Fans ein Begriff sein könnte, da diese Seska in den ersten beiden Staffeln spielte.

Ebenfalls erwähnenswert ist es, dass das Activision zum Zeitpunkt des Erscheinens die Star Trek Lizenz vorzeitig zurück gab und deswegen nur rund 5000 Kopien des Spiels existieren. Wer dabei für 40 € das Spiel gebraucht im guten Zustand abgreift, hat Glück gehabt.

 

Bonus 1: Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert – Eine Klingonische Herausforderung (MB Spiele/1994)

Das einzige Nicht-Computerspiel in dieser Liste ist ein Interaktives Videobrettspiel aus dem Jahr 1993 bzw 1994.

Die Handlung: Die USS Enterprise muss repariert werden und dockt bei der Sternenbasis 74 an. Captain Picard hat der gesamten Crew bis aus den Spielern natürlich Landurlaub genehmigt. Zur gleichen Zeit beamt sich ein Klingone an Bord, der die Enterprise kapert, einen direkten Kurs auf die klingonische Heimatwelt setzt und mit Warp 9, also der Maximalgeschwindigkeit der Enterprise, dorthin reist. Der Klingone stellt sich bald als Kavok vor, welcher von Robert O’Reilly gespielt wird (Kanzler Gowron aus Star Trek: TNG und Star Trek: DS9). Kavok ist unglücklich über den momentanen Friedensvertrag zwischen der Föderation und den Klingonen, da dieser seiner Meinung nach der klingonischen Kriegernatur nicht würdig ist. Die Aufgabe der Spieler ist es nun die Kontrolle über die Enterprise wiederzuerlangen, bevor sie die klingonische Heimatwelt erreicht. Dazu hat man 60 Minuten Zeit. Läuft die Zeit ab, so wird die Enterprise von mehreren Bird of Prey angegriffen und zerstört (ob das Logisch ist sei mal dahin gestellt, immerhin schafft es ein einzelner Klingone das Flaggschiff der Föderation wie bei einem Autodiebstahl einfach so zu stehlen). Allerdings befindet man sich in einer Zeitschleife und erhält dadurch eine zweite Chance, Kavok zu stoppen, also die Star Trek Art einem zu sagen, dass man das Spiel gerne mehrmals spielen kann.

Dem Spiel liegen Kommunikatoren, sowie Rangabzeichen bei, mit denen sich die Spieler ausstatten sollen. Im Laufe der 60 Minuten meldet sich Kavok mehrmals zu Wort. Kavok tut alles, um die Spieler an ihrem Ziel zu hindern, indem er sie in Stasisfelder steckt, in die Arrestzelle beamt und sonstige Gemeinheiten parat hat.

Jeder Spieler hat einen Trikorder, an dem fünf isoliniare Chips angebracht werden müssen, um sich nacheinander Zugriff auf die Waffenkammer und der Brücke zu verschaffen. Die Brücke kann nur mittels der Jeffries-Röhren erreicht werden. Ist man in den Röhren, muss man den Kommunikator ablegen. Vergisst man das und wird das von den Mitspielern bemerkt, wird man von Kavok direkt in die Arrestzelle gebeamt.

Dem Spiel ist eine VHS-Kassette mit einer Laufzeit von 60 Minuten beigelegt, den Inhalt kann man sich in diesem Video ansehen. Durchaus empfehlenswert, wenn auch etwas hektisch.

Funfact: Es waren weitere dieser interaktiven Videobrettspiele geplant, das Videomaterial für ein zweites Spiel, das Q und die Borg beinhalten sollte, wurde bereits abgedreht. Allerdings entschied man sich gegen eine Veröffentlichung.

Bonus 2: Stellaris – Star Trek: New Horizons Mod (2016)

Für Stellaris vom schwedischen Entwickler Paradox Interactive gibt es ein Mod, welcher das Star Trek Universum ab 2150 einfügt. Hier erlebt man die Anfänge der großen Reiche und Imperien des Star Trek Universums und die Gründung der Föderation.

Das Spiel berechnet ähnlich wie Europa Universalis 4 täglich, ohne dabei wie in Hearts of Iron die Stunden zu berücksichtigen.

Während bei Armada schnelle und taktische Kämpfe im Vorderung standen, spielt bei New Horizons auch der Handel, die Schiffskonstruktion und die Erforschung der Galaxie eine große Rolle.

Mit einer der neueren Versionen ist es auserdem möglich als Borg zu spielen, sowie ein Spiel im Spiegeluniversum zu starten.

Meine Empfehlung: Beim ersten Start den leichten Modus auswählen, dazu den Soundtrack von Star Trek: Enterprise (ebenfalls als Mod im Steam-Workshop erhältlich) anmachen und sehen, wie die Föderation entsteht.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
6 » Retro

Ich vermisse Spiele aus den 90ern und 2000ern!

FloosWorld am 1.Februar 2018 um 20:02:54

Je älter man wird und je mehr die Zeit voranschreitet, desto öfter hört man Sprüche, wie etwa das bekannte „Früher war alles besser!“ und ähnliche, egal in welchem Bereich, sei es nun Musik oder Gaming. Sowas ist normal, denn es wird immer Menschen geben, welche sich nicht jedem Trend anpassen wollen. Mir geht es genauso, denn ich möchte mich nun mal nicht allem neuen beugen. Aber auch ich mache bei modernen Trends mit, auch wenn ich davon wenig begeistert bin. So nutze ich nun Windows 10 und spiele darauf die Open Beta von Age of Empires: Defenitive Edition, nachdem ich im August 2017 die Windows 10 Exklusivität kritisiert habe und Microsofts Verhalten mit einem Kindergeburtstag verglichen habe. Hinter dieser Meinung stehe ich nach wie vor, denn Microsoft schafft es nicht die Defenitive Edition auf Steam zu veröffentlichen, da man Xbox Live als primäre Gamingplattform sieht. Schwachsinn, da selbst Ubisoft seine Spiele auf Steam veröffentlicht und auch dadurch auch mit der Publishereigenen Plattform Uplay verbindet. Aber gut, ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab.

Mir sind in den letzten 6 Jahren, seit ich nun Steam, Origin, Uplay und GOG nutze einige Dinge aufgefallen, welche mich an der heutigen Gaminglandschaft ankotzen und zu denen ich gut und gerne den von mir am Anfang erwähnten Spruch sagen kann, denn ich finde, dass die heutige Gamingwelt aus ihren früheren Tagen lernen kann. Hier sind nun meine Dinge, welche ich an der Gamingwelt der 90er und 2000er super fand und welche man heute wieder bringen sollte.

Physische Medien und Laufwerke

In Zeiten der Digitalisierung rücken Physische Medien, als Spiele ausschlieslich auf CD/DVD ausgeliefert worden sind immer mehr in den Hintergrund. Dies scheint schon einen neuen Punkt erreicht zu haben, denn es gibt heutzutage auch PC Nutzer, welche komplett auf ein eingebautes DVD-Laufwerk verzichten. Mir persönlich hat es als Kind immer wieder Spaß gemacht die Hülle von dem Spiel, welches ich da gerade Spiele in den Händen zu halten, da es sich einfach besonders anfühlt und man mehr auf sein Spiel achtet. Publisher begründen das Sterben der Physischen Medien damit, dass dies sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr lohnen würde, was sehr sehr schade ist. Eine Kompromisslösung scheint zu sein, dass Spiele zwar als Hülle ausgeliefert werden, aber sich im inneren nur der Downloadcode befindet, welcher das Spiel wieder mal an eine Plattform wie Steam oder Origin bindet, was mich zu meinem zweiten Punkt führt.

DRM, was ist das?

Digital Rights Management, besser bekannt als DRM sorgt dafür, dass Digitale Angebote mit einem Schutz versehen werden, der Unbefugten den Zugriff darauf verwehren soll. Man kennt das z.B. vom PayTV mit Sky und deren Onlineangebot SkyGo oder auch durch Steam & co. Einmal den Key eingegeben und das Spiel ist an den Account gebunden und der Weiterverkauf wird dadurch unmöglich. Eines der ersten Spiele, welche für einen Aufschrei gesorgt haben, war Half Life 2. Gut, es gibt Lichtblicke mit GOG.com, welche darauf vertrauen, dass der Spieler mit dem gekauften Spiel schon das richtige tun wird und er das Spiel ohne Einschränkungen an seine Freunde verteilen kann, leider sind solche Lichtblicke viel zu selten. Der Sinn des DRMs soll sein, dass Raubkopien damit eingedämmt werden, für mich ist das ganze nur eine Schikane. Raubkopierer wird es immer geben, denn es ist für solche Leute ein leichtes den Steam-Kopierschutz auszuhebeln.

Mehrere Größen bei der Installation

Dieser Punkt ist mir besonders durch die Beta von Age of Empires: Defenitive Edition aufgefallen, da diese 17 GB groß ist. Hierbei geht sehr viel Speicher für die Grafik drauf, denn AoE: DE remastert das erste Age of Empires mit 4K-Texturen und einem stufenlosen Zoom. Für mich ist das aber uninteressant, da ich keinen 4K-fähigen Monitor habe, genauso, wie es Spieler gibt, welche nur 4K haben wollen. Heutige Spiele kommen mit einer festen Größe daher und zwingen den Spieler dazu alle Inhalte runterzuladen, egal, ob man sie nun braucht, oder nicht. Warum kann man nicht beide Gruppen zufriedenstellen und einen Installer mit verschiedenen Optionen anbieten, so wie es früher der Fall war? Dadurch würde nicht so viel Speicher auf der Festplatte mit Texturdateien vollgestopft werden. Installer von 90er und 2000er Spielen hatten meistens 3-4 verschiedene Installationsoptionen, je nachdem, was man haben wollte: Minimal, Standard, Voll, Benutzerdefiniert oder auch nur eine reine Multiplayerinstallation.

Demos

Früher, als das Internet noch nicht so stark verbeitet war und Spielemagazine höhere Auflagen hatten, da hatte man sich immer auf sie gefreut: Demos! Zeitschriften wie GameStar, PC Games, Computer Bild Spiele hatten meist CDs, welche mit Demos vollgestopft waren zu damaligen Toptiteln. Der Sinn dahinter: Bevor man einen Fehlkauf begeht nochmal testen, ob die Hardware das Spiel packt und ob einem das Spiel gefällt. Heutzutage sind Demos immer seltener geworden und lassen sich meist nur noch beim neuesten Fifa finden. Haben Publisher etwa Angst vor Kritik, welche es vorab geben kann?

Fordernde Spiele

Spiele werden immer leichter! Das ist die auffälligste Beobachtung, die ich in den 6 Jahren meiner Spielerkarriere bei Steam gemacht habe, besonders dann wenn Spielereihen wie Thief oder Deus Ex ein Reboot bekommen. Bei Deus Ex kann ich es noch verschmerzen, da Human Revolution und Mankind Devided beides großartige Spiele sind, aber das 2014er Thief war meine größte Spielenttäuschung bisher: Per Knopfdruck die „Fokusfunktion“ aktiviert, welche alle Beutestücke farbig markiert und eine Automap, welche uns gerade verrät, wo wir uns befinden und wo das nächste Ziel ist. Wo bleibt da die Herausforderung? Weder The Dark Project, noch The Metal Age und Deadly Shadows haben eine Automap oder Fokusfunktion benutzt, was das Spiel zusätzlich spannend gemacht hat. Alles, was man hatte, war Garretts per Hand gezeichnete Karte, welche eventuelle wichtige Punkte markiert und blaue Farbe auf dem Bereich, in dem wir uns gerade aufhalten. Mich regt es einfach auf, dass Spiele heutzutage den Spieler bei der Hand nehmen und ihm alles vorkauen, besonders bei Spielen mit Quick-Time-Events, in denen schnelles Knopfdrücken angesagt ist.

Spiele werden auch immer Linearer. Beispiele dazu sind Stealth-Titel wie Hitman: Absolution, das 2014er Thief und auch Deus Ex. Während die Präsentation Hollywoodreif wirkt, leidet die Variation darunter: Meist haben wir nur einen Weg zur Auswahl, wie wir das Ziel erreichen. Absolution enttäuschte mich zudem mit dem Punktesystem, welches bei jedem Level mitlief und mich als Spieler unter Druck setzte, wenn man mal bei einem schlechten Durchgang mehr als die Zielperson tötete.

Leider lassen sich richtig fordernde Spiele meist nur im Indiebereich finden, während AAA-Spiele weiterhin auf ihre einfache Art setzen.

LAN-Multiplayer

Der LAN-Multiplayer scheint heute ein Relikt vergangener Tage zu sein, denn der momentan dominierende Mulitplayermodus ist Online. Klar, man kann sich mit mehreren Leuten in einem Raum setzen und z.B. Battlefield 1 spielen, das ersetzt aber nicht das selbe Gefühl, dass Battlefield 1942, Vietnam, 2 und 2142 ausstrahlten, da diese auch noch einen LAN-Modus mit Botunterstützung hatten. Age of Empires: Defenitive Editon hätte auch keinen LAN-Modus bekommen, wenn dieser nicht gewünscht worden wäre.

Ich denke Publisher wollen da auch Schwarzkopien ihrer Spiele verhindern, da man bei LAN-Sessions meistens die gleiche Kopie für alle hatte.

Addons, nicht DLCs!

Ein Begriff, über den ich mich aufregen könnte ist Downloadable Content, besser bekannt als DLC. Erweiterungen zu Spielen, manche mehr und manche weniger sinnvoll. Früher war es in den Meisten fällen so, dass Addons ihren Hauptspielen gleichwertig waren oder sie noch zusätzlich verbessert hatten. Positive Beispiele sind Age of Empires: Rise of Rome, Grand Prix 3: 2000 Season, Age of Empires 2: The Conquerors oder auch GTA: London 1969 und 1961.

Es gibt aber auch Negativbeispiele bei Addons, etwa die zu Sims 1 und 2. EA ist in dem Sinne auch der Erfinder der modernen DLCs, da die Erweiterungspakete zu den ersten beiden Sims-Teilen gerade mal so viel hinzugefügt haben, dass hier und da eine Kleinigkeit verbessert wurde. Zudem waren die Erweiterungen zu Sims 2 teilweise Kopien der Erweiterungen des ersten Sims, nur mit ein wenig Zusatzinhalt. Nightlife für Sims 2 ist im Grunde eine etwas erweiterte Version von Hot Date für Sims 1.

Das erste DLC, welcher einerseits kritisiert wurde, aber andererseits auch gut verkauft wurde, war die berühmte Pferderüstung für The Elder Scrolls IV: Oblivion. Knapp 2 € wurden hier verlangt, damit das Pferd eine goldene Rüstung erhält.

Innovation

Als Codemasters zu F1 2013 die Funktion Sessions zwischenzuspeichern ankündigte und als große Neuerung anpreiste, zuckte ich nur mit den Schultern und startete Grand Prix 3. Dieser mittlerweile 18 Jahre alte Titel hatte im Jahr 2000 bereits die Funktion ein Rennen zu jeder Zeit zwischenzuspeichern und von da aus wieder aufzunehmen.

Heutige Spiele fügen Elemente aus Klassikern ein, welche lange nicht mehr da waren und werden als Trendsetter gefeiert. Traurig, aber leider wahr.

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Bewertung: 5.0/5 (5)
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Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

Malte am 30.November 2017 um 11:11:23


Wir bewegen uns gemächlichen Schrittes auf die besinnlichste Zeit des Jahres zu – Weihnachten 🎄 Bereits seit einigen Wochen können wir die fleißigen Menschen beobachten, die unsere geliebten, aber auch geschäftstüchtigen, Weihnachtsmärkte aufbauen und mühevoll dekorieren. Unsere Wochenenden werden wir demnächst wieder bei Zeit gemeinsam an Punsch- und Glühweinständen verbringen dürfen. Doch wir alle wissen: Ein paar Tage vor Weihnachten wird’s wieder richtig stressig, denn Familie und Freunde sollen natürlich auch individuell beschenkt werden 🎁

Ihr zählt Euch zu Gamern oder möchtet einen gleichgesinnten beschenken? In Euren Regalen stehen bereits das neue Star Wars Battlefront 2 und alle erdenklichen A-Titel? Dann erfahrt Ihr hier ein paar einzigartige Geschenkideen für eine Wunschliste zum Gaming-Weihnachten 2017! 😃

Quelle des Hintergrundbildes: http://www.doublemesh.com/

Slaps & Beans

Fangen wir doch mit etwas an, was unserer Idee einer Retro- und Indie-Plattform auch inhaltlich gerecht wird – Slaps & Beans von Trinity Team! Dieses Indie-Spiel, der Retrowelle entlang reitend mit nostalgischer Grafik, ist ein klassisches Beat ‚em‘ Up mit den glorreichen Halunken Terence Hill und Bud Spencer 😎 Der Release ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den 15. Dezember datiert. Also wer mal nach etwas alternativem sucht und vielleicht nicht gerade das aktuelle Star Wars Battlefront auf den Wunschzettel bappen will, kann sich damit beschenken lassen – oder beschenken! 😃 Zwar gibt es entsprechend noch keine Kritiken und Rezensionen, der Trailer lässt aber durchaus auf eine kleine Perle hoffen:

Clockwork

Wie groß in der rechten Seitenleiste beworben – wir haben seit kurzem eine Facebook-Seite, auf der wir gelegentlich kürzere, informative Beiträge oder eben ein paar unnütze Memes posten! 😃 Dort haben wir bereits auf eine neue, wie sagt man, Retroware hingewiesen – Clockwork Gameshell! Mithilfe dieses Handhelds im GameBoy-Design könnt Ihr plattformübergreifend Remakes zahlreicher Retro-Spiele zocken, und auf Basis einer eigenen Entwicklungsumgebung auch programmieren. Zwar mag das relativ wenig mit echter Nostalgie am Hut haben, allerdings ist das Konzept durchaus innovativ:

Outcast – Second Contact

In Fachzeitschriften verrissen, doch hochgelobt bei den User Ratings auf Steam. Ob Outcast – Second Contact einen Blick wert ist, hängt wohl in erster Linie von der Affinität und Begeisterungen zu Retro-Spielen ab. Serviert bekommt man lediglich das damalige Technikwunder Outcast in zeitgemäßem Gewand. Wer kein cineastisches Story-Telling erwartet und mit Sci-Fi etwas am Hut hat, kann’s riskieren, denn Outcast ist ein waschechter Klassiker und Pionier der „Voxel-Technik“. Darüber hinaus ist der Protagnist mit der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis vertont! Hier ein sehenswertes Vergleichsvideo 😎

Black Mirror (2017)

Begrifflich verknüpft man Black Mirror aktuell eher mit der hervorragend bewerteten SciFi-Serie, die übrigens auch schon seit Ewigkeiten auf meiner persönlichen Watchlist leider ungesehen schlummert 😁 Dass eine gleichnamige Adventure-Reihe mit diesem Namen seit 2004 auf unseren heimischen Datenträgern haust, ist dabei schon in Vergessenheit geraten – dabei erlangte diese unter Spielern vollkommen zurecht einen sehr hohen Bekanntsheitsgrad. Sechs Jahre nach dem Release von Black Mirror III steht nun ganz ohne medialen Rundumschlang ein neuer Ableger vor der Tür, der auf Metacritic mit 65 von 100 Punkten allerdings nur mäßig rezensiert ist. Mangels Konkurrenz an klassischen Point ’n‘ Click-Adventures dürfte Black Mirror zumindest einen Blick wert sein sein, denn seit geraumer Zeit beherbergt das Genre eigentlich nur noch Retro-Remakes oder Indie-Adventures.

SpellForce 3

Ein weiteres Revival einer bekannten Spiele-Reihe fabriziert am 07. Dezember 2017 nach über zehn Jahren SpellForce 3 , das eine einzigartige Mischung aus RPG und RTS in Fantasy-Setting darlegt. Derweil gelten die beiden Vorgänger als Begründer dieser Genre-Mixtur, weshalb die Erwartungen auch aufgrund keinerlei vergleichbarem Titel, der die spielerische Ausgefeiltheit von SpellForce erreichen würde, sehr hoch sind. In Erinnerung geblieben ist mir immer die Titelmusik von SpellForce 2, die irgendwie eine beruhigende Note hat. Zum Greifbar nahen Releasetermin werden wir wohl mehr wissen, nach einer Enttäuschung wirkt folgender Trailer allerdings nicht! 😃

The C64 Mini

Zurück zu ein bisschen Hardware und Retro-Gaming – aber leider auch keinem direkten Weihnachtsgeschenk, denn die Neuauflage der gerne als „Spiele-Brotkasten“ bezeichneten Konsole ist erst auf Anfang 2018 datiert. The C64 Mini wird wie schon die SNES Mini eine Handvoll Retro-Spiele in einem neu-modellierten C64-Gehäuse emulieren. Die Auswahl aller 64 bereitgestellten Titel findet Ihr hier. Die Konsole ist dabei allerdings nicht auf Erweiterbarkeit ausgelegt und ein in auf Linux basierend, geschlossenes System. Für knapp 90 € bekommt man also eine gehörige Portion Retro-Feeling, die Liebhabern aber nicht ausreichen wird, denn an klassischen Mechaniken und Handgriffen wird es eben fehlen. Für alle Anderen oder als cooles (teures) Gadget – auf jeden Fall einen Blick wert! 😊

ELEX

Ich muss gestehen, dass ich ein großer Freund jeglicher Spiele aus dem Hause Piranha Bytes bin, da sie eine individuelle Charakteristik versprühen – wir begeben uns eben mal nicht ins wunderschöne Einhorn-Fantasy-Mittelalter, sondern werden mit dreckigen Dialogen und schwarzem Humor zugeballert. Schon Gothic hat mich im Kindesalter in seinen Bann gezogen, das eine für mein Empfinden unfassbar suchterregende Spielmechanik bot. Mit den Risen-Teilen hat Piranha Bytes einen gelungenen Ableger auf die Beine gestellt, auch wenn mich das gefühllose Balancing der letzten beiden Teile genervt hat. Mit ELEX schreiten die Entwickler aus Essen nun mal in ein ganz anderes Szenario hinein – Science-Fantasy. Und ja, ELEX spielt sich tatsächlich wie ein Gothic mit Laserguns. Nur technisch ist ELEX nicht mehr auf der Höhe der Zeit, denn gefühlt wird seit Gothic 3 die gleiche Engine mit aktuellen DirectX-Features wieder und wieder recycled. Auch wenn mir der Autor dieses fundierten Artikels über die technische Entwicklung von Gothic bis ELEX da möglicherweise widersprechen würde. Aber wie auch immer – ein tolles Weihnachtsgeschenk bleibt ELEX nichtsdestotrotz für Rollenspielliebhaber und letzten Endes insbesondere derer, die traditionelle Gothic-Fans sind! 😍

tbc

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