Onimusha Warlords Remaster – Das Dark Souls der Silent Hills!

Während sich zurzeit andere mit dem Resident Evil 2 Remake befassen, vergnügte ich mich mit dem Remaster von Onimusha Warlords von 2001. Anders als beim Remake, gibt es dort noch gerenderte Hintergründe, Echtzeitcharaktere und -gegenstände, sowie feste Kameraperspektiven – allerdings mit mehr Action als in ähnlichen Spielen dieser Art. Und nein, die Überschrift ist kein … weiter

Diablo 3: Test, Review

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschlägt den Himmelsphäre über das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das Königshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschlägt reißt er den letzten verbliebenen  Horadrim Deckard … weiter

» Dämonen

Onimusha Warlords Remaster – Das Dark Souls der Silent Hills!

Reddok am 12.März 2019 um 11:03:04

Während sich zurzeit andere mit dem Resident Evil 2 Remake befassen, vergnügte ich mich mit dem Remaster von Onimusha Warlords von 2001. Anders als beim Remake, gibt es dort noch gerenderte Hintergründe, Echtzeitcharaktere und -gegenstände, sowie feste Kameraperspektiven – allerdings mit mehr Action als in ähnlichen Spielen dieser Art. Und nein, die Überschrift ist kein Witz. Der größte Unterschied zu Dark Souls ist wohl das Fehlen einer Ausdauerleiste. Aber vielleicht fange ich lieber von vorn an:
Wir schlüpfen in die Haut von Samanuske, einem Samurai, der ein Attentat auf den berüchtigten Oda Nobunaga ausgeführt hat. Wer meinen Nioh-Text – bzw. den Leitfaden für japanische Geschichte und Kultur – gelesen hat, weiß wovon ich rede. Ihn erreicht ein Brief von seiner Prinzessin Yuki, in der sie schreibt das irgenwas im Argen ist – als treuer Samurai eilt Samanuske und seine Begleiterin Kaede, eine Kunoichi, direkt zur Burg der Prinzessin… Wo man direkt merkt, dass etwas übelriechendes am dampfen ist. Wir schaffen es zwar, Yuki vor seltsamen Shinobi zu retten, werden jedoch einem großen Dämon ausgenockt. Das nutzt ein Clan von Oni (welche im Prinzip auch nur Dämonen sind, sich eventuell nur etwas netter verhalten), um uns eine Waffe anzuvertrauen, besser gesagt einen Geisterhandschuh. Mit diesem sollen wir die Dämonen ausschalten, ihre Seelen sammeln und uns (oder besser gesagt, den Handschuh) mit diesen zu stärken. Klingt vertraut? Es geht weiter! Ein Dämon belebt Nobunaga wieder. mit dem Ziel, die Welt für die Dämonen zu beherrschen. Dafür muss er das Blut der Prinzessin aus ihrem eigenen Schädel trinken. Also nicht unbedingt eine einzigartige Story und der Name der Prinzessin ist in dieser Hinsicht auch nicht gerade überragend, aber was soll’s.

Katana trifft auf Zombie

Der Großteil der Gegner, den wir bekämpfen ist untot, und die Steuerung wird dem angehenden Dämonenjäger eher schlecht als recht erklärt. Anfangs hab ich einfach nur irgendwelche Tasten gedrückt, um zu sehen was passiert – und war damit überraschend erfolgreich. Ich hab mir allerdings später noch im Optionsmenü die Steuerung angesehen – allerdings gibt es keine Auflistung von Kombos/Moves, die muss man sich selbst erarbeiten. Zu der Steuerung ansich komm ich noch, denn vorher muss ich noch was erklären. Bei seiner Quest, um die Prinzessin zu berfreien, erlangt Samanuske drei Kugeln, die je einem Element zugewiesen sind: Blitz, Feuer und Wind, die mit ihren eigenen Schwertformen einhergehen. Blitz ist schnell, Feuer langsam und zerstörerisch und Wind ist… windig. Dies spiegelt sich auch im Äußeren dieser Formen und ihren Movesets wieder. Beides (Waffen und Kugeln) kann man an Schreinen bis maximal Stufe 3 verbessern – das bringt nicht nur höheren Schaden, sondern öffnet auch wortwörtlich Türen. An Schreinen kann man auch speichern, oder mithilfe von Seelen Munition verbessern und aus Kräutern Medizin machen. Wo wir schon dabei sind… werden Gegner wiederbelebt? Jain. Das kommt auf den Raum an, wo wir uns in der Story befinden und manchmal auch auf den Zufall. So kann man Beispielsweise von geretteten Soldaten Heilkräuter gekommen, wenn man sie vor den Dämonen beschützt.

Aber wie macht man das? Also theorethisch kann man alles, was einem vor das Katana läuft einfach mit X umprügeln. Funktioniert bei den meisten Gegnern recht gut – wobei das möglicherweise an der modernisierten Steuerung liegt, denn mit der Panzersteuerung kann man Gegnern nicht allzugut ausweichen. Will man das ganze etwas hübscher gestalten, visiert man die Gegner mit RB an und blockt mit LB. RB kann man beim Blocken allerdings loslassen, da Samanuske 360° blocken kann und sich sowieso dabei nicht mitdreht. Das ist aber nicht immer der beste Weg, denn manche Gegner sind gut darin, den Block zu durchbrechen: In dem Fall muss man ausweichen, was nur geht, wenn man einen Gegner anvisiert hat und den linken Stick, bzw. das Kreuz  in eine gewünschte Richtung drückt. Etwas ähnliches gilt für spezielle Angriffe, dabei muss man jedoch zwischen der original und der modernen Steuerung unterscheiden. Für einen Kick muss man mit dem Steuerkreuz nach unten und gleichzeitig X drücken. Mit dem linken Analogstick muss man allergings in weg von dem anvisierten Gegnern steuern. Genau so funktioniert die Stichattacke, die man mit dem genauen Gegenteil auslöst. Dann gibt es noch einen Konterangriff, der kurz vor einem gegnerischen Treffer durch das drücken von X ausgelöst wird; dafür muss man den Gegner nicht anvisieren. Alternativ kann man auch im letzten Moment blocken und dann X drücken. Ich empfand das Timing allerdings relativ schwierig und hab diese Moves eher selten hinbekommen. Ist aber auch nicht schlimm, da selbst der defensivste Gegner mit ein bisschen Timing und Strategie ausgespielt werden kann. Einfacher ist aber folgende Strategie: Sollte der Gegner am Boden liegen (z.B. durch einen Tritt), kann man sich einfach daneben stellen, X drücken und dem Monster wird der Rest gegeben. Dann gibt’s aber noch eine, für den Nahkampf wichtige Taste, und das ist Y. Je nach ausgerüsteter Kugel/Waffe löst man damit einen Spezialangriff aus, der von der ausgerüsteten Waffe abhängig ist. Feuer und Wind ermöglichen einzelne Angriffe, wobei Wind eher gegen viele schwache Gegner gedacht ist, und Blitz eine schnelle Kombo, die getroffene Gegner kurz lähmt und mit einem mächtigen Blitzschlag endet, der die meisten Gegner in die Knie zwingt. Diese Angriffe kosten Dämonenenergie, mehr dazu gleich.

Aber anstelle dieses ganzen Hokus-Pokus kann man sein Vertrauen auch auf Stahl und Schießpulver setzten… Wenn die Munition recht. Solange man nichts anvisiert, kann man mit dem rechten Stick (der auch im Nahkampf zum Zielwechseln benutzt wird) zielen und schießen, indem man ihn runterdrückt. Man merkt schon, die Steuerung ist ziemlich komplex, aber es kommt noch besser: Waffen wechselt man mit LT(Fernkampf) und RT(Nahkampf), ABER NUR SOLANGE MAN STILL STEHT. Das kann in Bosskämpfen oder anderen hektischen Situationen schon mal ziemlich nervig sein – zum Beispiel wenn man gegen einen fliegenden Gegner und mehrere kleinere kämpft. Was mich zum letzten Punkt bringt, die Seelen. Tote Gegner verlieren 3 verschiedene Arten von Seelen: Rot, Blau und Gelb. Anders als in Dark Souls muss man diese mit B einsaugen (erinnert mich frappierend an Soul Reaver), ansonsten verschwinden sie. Die roten sind nur zum Bezahlen der Upgrades da, die blauen füllen die Dämonenenergie für die Elementarangriffe wieder auf und gelbe heilen Samanuske. Man muss aber auch so lange B gedrückt halten, wie die Seelen brauchen, um zum Handschuh zu fliegen, man kann sich dabei weder bewegen noch blocken.

Und wenn man sich irgendwann einigermaßen an die Steuerung gewöhnt hat, wechselt die Spielfigur. An 2-3 Stellen schlüpfen wir in die Haut von Kaede, die als Ninja andere Waffen und Fähigkeiten besitzt. So ist sie um einiges mobiler, hat aber nur Messer und Kunai(Wurfmesser) zur Verfügung. Außerdem hat sie von den Entwicklern (undynamische) Brustphysik spendiert bekommen, was Michael Obermeiers Stimme durch meinen Kopf schallen ließ: „Die Japaner…!“

Es ist mir ein Rätsel

Silent Hill, Resident Evil… genau wie diese Spiele hat Onimusha auch Rätsel, verschlossene Türen und versteckte Gegenstände. Meiner löchrigen Erinnerung zufolge hatten diese Spiele aber viel mehr davon, und waren weniger linear. In Onimusha gibt es ganze 2 Rätsel, die nicht optional sind: eines davon ist ein Schieberätsel, das andere eine recht simple Aneinanderreihung von Fallen… Beides befindet sich im selben Abschnitt. Bei den Optionalen gibt es Kisten mit zwei Arten: Ein Drehrätsel, bei dem man Zahlen in die richtige Reihenfolge bringen muss, und Quizfragen, die man in Dämonenschrift beantworten muss. Für letzteres muss man bis zu 4 Teile eines Textes (pro Kiste) finden, der diese Übersetzt. Diese sind allerdings in der ganzen Burg verstreut.

Apropos Burg: Wie ich schon angedeutet hatte, ist das Leveldesign ziemlich linear. Bis auf wenige Ausnahmen kommt man an den meisten Orten nur einmal vorbei. Nachdem ich den Hauptteil gesehen hatte, wusste so gut wie immer, wo ich hin muss. Nur einmal, als ich eine Tür übersehen/vergessen hatte, hat es ein paar Minuten länger gedauert. Insgesamt war ich beim ersten, blinden Durchlauf im normalen Schwierigkeitsgrad (im Remaster ist einfach dazugekommen), bereits nach 4 Stunden fertig. Gut, Resident Evil kann man bestimmt genau so schnell durchspielen, aber nur wenn man weiß, was man tut. Was mir aber positiv aufgefallen ist: Interaktion mit der Spielwelt. Man geht nicht überall hin und drückt A – okay, sowas fällt besonders auf, wenn die gerenderten Hintergründe sich von den Echtzeit-Modellen abheben, vielleicht ist es mir deshalb so stark aufgefallen.
Was mir auch gefallen hat, ist die Gegnervielfalt. Okay, es gibt starke und schwache Untote sowie Bogenschützen – es gibt aber auch viele unterschiedliche Dämonengegner, die unterschiedliche Techniken einsetzen. Zum Beispiel eine Art Dämonenigel, der Sonic-mäßig auf Samanuske zugerollt kommt, oder garstige Bälle, die Seelen einsaugen und verschwinden, sobald sie lange genug in Ruhe gelassen werden.

abwechslungsreiche Gegner und Bosskämpfe kurz
gutes Kampfsystem mit taktischen Möglichkeiten simple Story
leicht zu lernen, schwer zu meistern ein paar Portierungsschwächen (kein „Spiel verlassen“ im Hauptmenü.)
insgesamt recht verzeihender Schwierigkeitsgrad

Fazit

Wer klassischen Survival-Horror und taktische Kämpfe mag, kann mit Onimusha Warlords Remastered wenig verkehrt machen.
Fun Fact: Ein bug in diesem Spiel hat dafür gesorgt, dass Gegner in die Luft geschleudert wurden, wenn man sie angriff – daher kommt das „jonglieren“ der Feinde in Actiongames.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.8/5 (4)

Diablo 3: Test, Review

Dominik am 15.Juni 2012 um 22:06:41

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschlägt den Himmelsphäre über das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das Königshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschlägt reißt er den letzten verbliebenen  Horadrim Deckard Cain in die Tiefen der unterirdischen Katakomben des einstigen Palastes des untergegangenen Königs Leoric. Durch die dadurch freigesetzten Energien wird der verstorbene König wieder ins Leben zurückgerufen und mit ihm zahlreiche Untertanen die nun als wandelnde Leichen den neuen Ortsteil von Neu Tristram verwüsten. Nur durch Glück entgeht Cains Nichte Leah den Einschlag des überirdischen Gesteinsbrocken und flüchtet mit letzter Kraft in die nun von Zombie Horden belagerte Stadt. Dieses Ereignis blieb der Außenwelt nicht verborgen und unermüdliche Helden machen sich auf dem Weg um sich der neuen Bedrohung zu stellen und Neu Tristram vor dem Untergang zu retten. Wir sind einer von Ihnen.

 

 

 

 

Mit Diablo 3 geht eine mehr als 10 jährige Entwicklung endlich zu Ende. Blizzard hat sich viel Zeit gelassen und einen meiner Meinung nach bisher halbwegs gelungenen Nachfolger zum Hack&Slay Klassiker des Jahres 2000 erschaffen. Neben vielen Änderungen am Talentsystem, dem Spielumfang insgesamt und der Grafik wurden außerdem 5 brandneue Klassen dem Spiel hinzugefügt. Vorbei sind die Zeiten des Paladins, Amazonen und der Totenbeschwörer. Stattdessen haben nun der auf Distanzangriffe spezialisierte Dämonenjäger, den universal einsetzbare Hexendoktor und der Nahkampf spezifische Mönch den Weg in die Pforten Sanktuarios gefunden. Die neuen Klassen bieten nur teilweise einen Kontrast zu ihren Vorspielern aus Diablo 2. So kann der Mönch neben zahlreichen Kung Fu Einlagen seine Gefährten heilen und Feinde kurzzeitig außer Gefecht setzen. Der Hexendoktor beschwört mithilfe von Vodoo Zaubern unterschiedliche Gehilfen die Diablos Diener im Nahkampf binden können während er selber mit dem Spuckrohr aus der Ferne agiert. Den Dämonenjäger sind Bögen und Armbrüste wichtiger als irgendwelche Äxte und Schwerter. Aus dem Hinterhalt überrascht diese Klasse seine Gegner mit Pfeilhageln und Bolzengeschossen. Im direkten Kontakt mit Untergebenden der Hölle sieht er aber kein grünes Licht. Der Handel mit seltenen und wertvollen Gegenständen und Waffen hat bereits Diablo 2 sehr geprägt. So sehr das auf der Handelsplattform Ebay digitale Schwerter für echte Dollars zu ergattern waren. Blizzard hat dieses Konzept 1:1 in das neue Metzelspiel integriert. An erster Stelle wurde das Auktionshaus als wichtiger Bestandteil des Spieles integriert. Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung hat der Publisher angedeutet das dieses System zum zentralen Spielinhalt des neuen Diablos gehören wird. Um den Handel zwischen den Spielern effektiver zu gestalten wurden außerdem die Droprates an dieses System angepasst. So kommt es sehr selten vor das man beim Spielen nützliche Gegenstände für die eigene Charakterklasse findet. Vielmehr muss man sich diese im Auktionshaus für Spielgeld kaufen. Neu hinzugekommen ist auch noch das Echtgeldauktionshaus. In diesem können Spieler Items für echte Euros kaufen. Blizzard behält sich als Plattformanbieter außerdem das Recht vor bei einer Geldauszahlung eine  teil des Gewinns für sich zu behalten. Mit der Unterstützung von Drittanbietern wie Paypal werden die Transaktionen abgewickelt. Bis jetzt sind noch nicht alle digitalen Spielgüter für Euros zu haben. Mit kommenden Hotfix`s werden aber auch diese nachgereicht werden wie etwa zum Beispiel Spielgold. Ich persönlich hoffe das ein Großteil der Community diesem Bezahlsystem kritisch gegenüber steht und die Finger vom Handel mit dem echten Geld lässt.

Geschichtlich spielt das neue Diablo einige Generationen nach dem letzten Teil. Seit die drei großen Übel Diablo, Mephisto und Baal von einer Heldengruppe besiegt und vernichtet wurden kehrte für längere Zeit Frieden in Sanktuario ein. Bis ein Feuer vom Himmel dieser Idyllischen Ruhe ein Ende bereitete und ein Meteor in die alte Kathedrale der Ruinen von Tristram einschlägt. Deckard Cain der letzte verbliebene Magier des vom Erzengel Tyrael gegründeten Horadrim Ordens wird bei dem Aufprall in die Tiefen gerissen und nur seine Nichte Leah schafft es dem Einschlag zu entgehen. Die durch den Meteor freigesetzten Ströme bringen neues Unheil über die Bevölkerung von Neu Tristram. Der gefallene König Leoric wurde wieder in die Welt der Lebenden geholt und mit ihm eine ganze Horde Untoter verschiedener Dimensionen. Der Terror des einstigen Tyrannen entflammt erneut auf und die Überreste der Lebenden verschanzen sich in der belagerten Stadt. Die eigentlich Bedrohung der Welt geht jedoch nicht von Leoric und seinem Gesindel aus. In den weiten Wüsten von Kehjistan, in der Kaiserlichen Handelsmetropole Caldeum lauert im Untergrund eine weitaus größere Gefahr. Das vergessene Böse hat sich erneut erhoben und ist bereit die Welt mit Flammen zu überziehen.

Wie auch in den beiden Vorgängern ist Diablo3 ein Hack&Slay Spiel bei dem es darum geht immer bessere Ausrüstung zu sammeln um immer stärker werdende Gegner schneller zu besiegen. Dabei kämpft man nicht gegen einzelne Feinde sondern steht fast immer einer großen Gruppe gegenüber. Neben der richtigen Ausrüstung spielt noch das Talentsystem in Form von Runen eine wichtige Rolle. Nach einem Stufenaufstieg hat der Spieler die Möglichkeit neue Runen mit Fertigkeiten auszuwählen. Darunter gibt es viele Spezialisierungen. So kann man sehr starke Zauber wirken die besonders gegen schwer gepanzerte oder besondere Gegner effektiv sind. Dann gibt es noch Fähigkeiten deren Stärke in der Anwendung auf Flächen basiert. Neben diesen Angriffsfertigkeiten sind noch Runen zu entdecken die Ausweichmanöver, verstärkende Rüstungen oder das Beschwören von Gehilfen ermöglichen. Alle diese Fähigkeiten können beliebig kombiniert werden um besondere Taktiken zu entwickeln. Der Großteil des Spielspaßes ist auf den Mehrspielermodus ausgelegt. In diesem werden die Feinde je nach Anzahl der Spieler stärker oder schwächer und seltene Rare Gruppen bieten auf den vier Schwierigkeitsgraden immer neuere Herausforderungen. Allerdings sind viele dieser Bossgruppen auf höheren Stufen sehr schwer zu bezwingen. Im letzten Schwierigkeitsmodus, dem Inferno, ist es wenigen Spielern bisher gelungen das erste Drittel des Spiels erfolgreich zu meistern. Im Einzelspieler gibt es Begleiter die den Spieler im Kampf unterstützen können. Darunter sind ein Templer, eine andere Version des Paladins, ein Schurke und eine Zauberin. Diese vom Computer gesteuerten Charaktere können mit dem Spieler neue Level aufsteigen, ausgerüstet werden und besitzen sogar ein eigenes kleines Talentsystem. Als Spieler kann man aber nur einen von den Drei mit nehmen. Der Wechsel zu einem anderen Begleiter kostet kein Gold jedoch sollten diese optimal ausgerüstet sein damit sie gegen die Höllenbrut ihre Stärken ausspielen können.

Technisch ist Diablo 3 wie fast jeder Titel von Blizzard kein Meilenstein in der grafischen Darstellung. Es wurde auf eine Dreidimensionale Umgebung verzichtet und die Spielmodelle sind bei genauerem betrachten recht Polygonarm gehalten. Die Welt wird in einer vorgerenderten 2D Grafik präsentiert. Diese ist sehr Detailverliebt gestaltet und bietet mit seiner Farbenfrohen Darstellung den ein oder anderen Hingucker. Durch den Einsatz mehrerer Farbpaletten ist Diablo 3 bunter als sein Vorgänger und damit weniger düster was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tut. Denn insgesamt ist die Grafik an sich sehr stimmig und es gibt keinen Moment in den man das Zusammenspiel von Bildhintergrund und Geschichte missversteht. Leider gibt es nur eine begrenzte Zoomfunktion. Drehen oder Höhenverstellungen mit der Kameraansicht sind nicht möglich. Damit schafft es Blizzard Low Polymodele geschickt zu verwischen um Ecken und Kanten an Figuren nicht bemerkbar zu machen. Bei Effekten wurde hingegen weniger gespart. Partikel und Explosionen wirken wie aus einem Guss. Damit wird bei Gruppenkämpfen so manches Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert. Sehr nett anzusehen, bei brenzligen Situationen jedoch eher ein Störfaktor. Das GUI ( Benutzerinterface) sieht mit seinen beiden Globes sehr gut umgesetzt aus und auch die malerische Darstellung von Inventar, Items und anderen Gegenständen passt wunderbar zusammen. Am beeindruckendsten sind aber die Cinematic Sequenzen. Deren Hollywood reife Inszenierung zeigt mal wieder das Blizzard es versteht spannende Momente in Szene zu setzen. Gemeinsam betrachtet stimmt die Optik überein und zeigt der Branche wieder mal sehr deutlich das High end Grafik nicht in allen Genrebereichen von großer Bedeutung ist.

massiv Items zum Sammeln und verkaufen Droprate zu niedrig
sehr viele Monster und Gegnertypen Berufe bringen kaum Vorteile
neue gut spielbare Klassen Talentsystem nicht Individuell genug
Film reife Cinematic Sequenzen Echtgeldauktionshaus
schöne detailverliebte Umgebung AH steht zentral im Game Design
Event Dungeons AKT III und Akt V bieten zu wenig Umfang
4  herausfordernde Schwierigkeitsgrade Online Zwang als DRM Maßnahme
gut inszenierte Geschichte Aktbosse zu einfach gehalten
Stabile Server Inferno Modus teilweise zu schwierig
gute deutsche Synchronisation
ausreichend Speicherpunke
sehr guter Soundtrack

Kompletten Beitrag lesen

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Bewertung: 4.6/5 (11)