Assassins Creed: Brotherhood


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Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stürzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und müsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flüchten. Erfüllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzählt und bleibt dem Stil von Assassins Creed treu? Viele solcher Fragen kommen auf. Um darauf eine passende Antwort zu geben, sollte man erst einmal genauer ins Detail gehen.

Als Besitzer der vorherigen Teile findet man sich schnell wieder in das Spiel ein. Es knüpft direkt an das Ende vom zweiten Teil an, ist dadurch allerdings auch für Neulinge erst einmal etwas verwirrend und benötigt eine Eingewöhnungsphase. Nachdem der Anfang mit zugehörigen Anleitungen und Wiedersehen der Familie überstanden ist, wird man direkt in das Spielgeschehen geworfen. Anfangs noch angenehm überrascht von seiner Frau, wacht man als Ezio am Morgen auf und muss feststellen, dass die Borgia mit einem gewaltigen Aufmarsch die Stadt angreifen. Zusammen mit seinem Onkel Mario versucht Ezio die Stadt zu verteidigen, bis alle Einwohner geflohen sind. Als dabei euer Onkel vom Borgia-Anführer getötet wird, reist Ezio nach Rom um die Borgia zu stürzen und sich zu rächen. „Die Borgia: Eine mächtige Gemeinschaft, angeführt von der Borgia Familie die über Rom herrscht“

Neben dieser Hauptmission stehen euch einige Nebenmissionen, Schätze und Auftragsattentate, sowie der Wiederaufbau Roms zur Verfügung. Im Vergleich zu seinen Vorgängern, seid ihr in Assassins Creed Brotherhood nicht mehr auf euch allein gestellt, sondern müsst im Verlauf der Missionen Assassinen-Rekruten ausbilden. Dafür stehen in ganz Rom Taubenposten verteilt, über die ihr eure Rekruten auf Missionen schickt und ausbildet. Bis sie schließlich ebenfalls zu Meister-Assassinen aufsteigen. Damit stehen euch im Vergleich zu den ersten zwei Teilen neue Möglichkeiten zur Verfügung, so könnt ihr beispielsweise mit sechs verfügbaren Rekruten einen Pfeilhagel auf eure Feinde anfordern oder einzelne Rekruten rufen, um euch im Kampf zu unterstützen. Allerdings habt ihr durch den Angriff der Borgia alles verloren und müsst euch in Rom hocharbeiten. Dabei kann man vielseitig vorgehen. In erster Linie muss man den Einfluss der Borgia in der Stadt senken und kann dadurch die besetzten Gebäude kaufen, die dann wiederrum euer verdientes Geld (alle 20 Minuten) steigern. Neben alltäglichen Gebäuden wie Schneidereien, Schmieden etc. sind auch bekannte Bauwerke wie das Kolosseum käuflich. Dabei darf man sein eigentliches Ziel nicht vergessen – Verbündete für sich gewinnen. Söldner, Kurtisanen und die Diebesgilde gilt es dabei für euren Kampf zu überzeugen und eine anfängliche Hilfe zu bieten. Diese liefern euch im Gegenzug wichtige Informationen und sind in den Straßen Roms anzuheuern. Falls man sich eine Pause vom Assassinen-Getümmel gönnen will, kann man jederzeit den Animus verlassen und als Desmond die Gegenwart erkunden, sich mit den anderen „Teammitgliedern“ unterhalten oder Emails über die aktuelle Lage in der Gegenwart lesen. „Animus: Ein Stuhl, der ausgestattet ist mit allerlei Technik und somit eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht)“ Wem das alles zu langweilig ist, kann auch den Singleplayer Modus komplett auslassen und sich direkt in den Multiplayer stürzen. Die Maps sind von 17 verschiedenen Charaktermodellen bevölkert. Jeder menschliche Spieler schlüpft in die Haut eines dieser Charaktere. Nun bekommt jeder einen Spieler zugewiesen, den es zu eliminieren gilt. Man ist also gleichzeitig Jäger und Gejagter. Dabei gewinnt nicht zwangsläufig der Spieler mit den meisten Kills. Wer sich verhält wie ein echter Assassine, unauffällig und hinterhältig, der bekommt mehr Punkte für seine Aktionen, als jemand, der blindwütig auf sein Ziel zustürmt. Neben dem Jeder-für-sich-Modus gibt es auch noch einen Teammodus, in dem ihr als Gruppe oder in Zweierteams gegeneinander antretet.

Sound & Grafik: Ebenso wie die Vorgänger passt die Stimmungsvolle Musik, allerdings kann es bei leistungsschwächeren Computern zu Synchronfehlern bei Charakteren kommen, so das teilweise Spannung etwas schlecht rüber kommt. Die Grafik fügt sich gut ein, hat sich aber auch nicht sonderlich verändert, nur für Käufer mit Leistungsstarken Computern im Detail zu entdecken, schönere Licht Animationen, realistische Schatten und saubere Kantenglättung

Steuerung & Gameplay: Nachdem der erste Teil ziemlich einseitig aufgebaut war und sinnvolle Nebentätigkeiten fehlten, wurde schon im zweiten Teil einiges verbessert und im dritten nun durch die Ausbildung von Gefolgsleuten optimiert. Dennoch kommt es auf der PC-Version öfter mal zu Steuerungsschwierigkeiten, so das man Ezio leicht von hohen Häusern Richtung Erdboden steuert anstatt auf das nächstgelegene Haus. Ansonsten läuft es flüssig und die einseitigen Konter-Kämpfe von den Vorgängern wurden beseitigt, indem man nur noch einen Konterangriff erfolgreich ausführt, nachdem man im richtigen Moment zuschlägt.

Fazit:

Assassins Creed spiegelt erfolgreich den typischen Stil der Assassinen-„Saga“ wieder, schließt damit allerdings auch eine etwas wirre Geschichte ein, die wieder einmal den Spieler mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurück lässt. Für Perfektionisten ist es eher eine Enttäuschung. Es stehen zwar viele Möglichkeiten zur Verfügung, die allerdings mit zunehmender Zeit eher mit Quantität statt Qualität glänzen. Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood ein Meisterwerk aus Ideen und Vielseitigkeit, bei dem es allerdings teilweise an vollendeten Ansätzen und einer guten Umsetzung der Umgebung von Desmond mangelt.

7,5 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (3)
Assassin's Creed - Brotherhood: Test, Review, 5.0 out of 5 based on 3 ratings
Profilbild von Dominik von Dominik am 4.März 2013   Assassins Creed: Brotherhood, Testberichte in der Datenbank! « 2.696 Klicks

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