Far Cry 4: Wertungen und Tests im Roundup

In zwei Tagen kommt das heiß ersehnte Far Cry 4 in die Läden und auf jegliche Online-Plattformen. Während es bereits zahlreiche Reviews zur PlayStation 4 gibt, müssen sich hartgesottene PC’ler noch gedulden, denn Far Cry 4 unterliegt bekanntlich einem Embargo. Alle bisherigen Wertungen deutscher Spiele-Magazine im Überblick Wertung Pros Cons … weiter

Dreamfall Chapters – Episode 1: Test, Review

Eines steht fest, die norwegischen Entwickler haben uns Spieler lange Zeit im Regen stehen lassen, denn der Vorgänger Dreamfall: The Longest Journey aus dem Jahre 2006 ließ am Ende einige Fragen, neumodisch: Cliffhanger, rund um das Schicksal der Protagnoisten Zoë Maya Castillo und Kian Alvane offen. Dreamfall Chapters öffnet euch … weiter

McCain – Tom Long: Test, Review

Auch heute, möchte ich erneut über ein Spiel aus meiner Kindheit berichten, diesmal geht es um ein Freeware Point-and-Click Adventure des Unternehmes McCain. Den Meisten wird die Firma eher seitens Pommes, Rösti und Co bekannt sein. Unser Fritten Hersteller, hat damals ein gelungenes Werbeprodukt beigelegt. Downloadlink: http://www.replaying.de/downloads/direct/Tom_Long.zip Kompatibilität Das Spiel … weiter

Titanic – Wettlauf gegen die Zeit: Test, Review

   Vorwort Auch heute möchte ich wieder über ein Spiel berichten, dass mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet und mich sozusagen etwas “geprägt” hat. Wer meinen Review zu Indiana Jones und der Turm von Babel gelesen hat, hat wohl eine schemenhafte Vorstellung vor seinem geistigen Auge, was ich damit … weiter

Holiday Island: Test, Review

Heute möchte ich kurz über ein Spiel berichten, dass etwas Nostalgiefeeling aufkommen lässt. Es geht um das Spiel: Holiday Island von Sunflowers. Es steht unter folgendem Link, frei und ohne Registrierung zum Download zur Verfügung: http://deutschedownloads.de/?manuel_downloader/HolidayIsland/188 Leider ist das Spiel in neueren Windows Versionen nicht mehr kompatibel. Auf Windows XP … weiter

Thief – Deadly Shadows: Test, Review

Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken und meine Wertung über das in 2004 erschiene Thief: Deadly Shadows. Entwickelt von Ion Storm Austin, bekannt für die ersten beiden Deus Ex Titeln und Daikatana. Bei Deadly Shadows handelt es sich um den dritten Titel in der Thief Reihe, welche dieses Spiel … weiter

Indiana Jones und der Turm von Babel: Test, Review (Retro)

In diesem Artikel möchte ich mich mit einem Spiel beschäftigen, welches meine Kindheit geprägt und mich bis heute begleitet hat und mit welchem ich zudem, eine ganz persönliche Geschichte verbinde. Obwohl es bereits zahlreiche Reviews zu diesem Spiel gibt, darunter auch bereits einen Artikel hier im Forum, ist es mir … weiter

Indiana Jones und der Stab der Könige: Test, Review

In diesem Review möchte ich über das LucasArts Spiel, Indiana Jones und der Stab der Könige berichten. Vorab möchte ich, wie schon beim vorangegangenen Review, für Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft, darauf hinweisen, dass ich natürlich Indiana Jones Fan bin und dementsprechend aufpassen muss, bei meinen Reviews objektiv … weiter

Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft: Test, Review

In diesem Review möchte ich über das LucasArts Spiel, Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft, berichten. Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass ich natürlich Indiana Jones Fan bin und dementsprechend aufpassen muss, bei diesem Review objektiv zu bleiben. Sollte dennoch an der einen oder anderen Stelle der Eindruck entstehen, … weiter

Star Trek: Deep Space Nine – The Fallen: Test, Review

Wenn es zu Star Trek Spielen kommt, werden die meisten wohl an Star Trek online oder Star Trek- the video game denken, manche vielleicht auch an die Star Trek Eilte Force Serie. Nur wenige haben von The fallen je gehört, geschweige es selbst gespielt. Es handelt sich hierbei um einen … weiter

Star Wars – Empire At War: Test, Review

Star Wars: Empire at war Star Wars: Empire at war, erschien 2006, eine Mac-Version folgte eine Jahr darauf und wurde von Petroglyph Games entwicklet. Es handelt sich hier um ein Echtzeit-Strategie-Spiel, das zeitlich zwischen die Rache der Sith und eine neue Hoffnung spielt. Es handelt sich hier um ein gelungenes … weiter

Erster Testbericht zu “Bioshock Infinite” aufgetaucht!

Das Online-Magazin IGN durfte aufgrund eines Exklusiv-Deals mit 2k Games das neue Bioshock Infinite für die PS3 und Xbox 360 im Vorab ausführlich unter die Lupe nehmen. Die Wertung des Redakteurs von 9,4 Punkten fällt hierbei grandios aus, denn der Ego-Shooter setze neue Maßstäbe hinsichtlich Gameplay und Storytelling: BioShock Infinite … weiter

F.E.A.R 3: Test, Review

Ganze neun Monate ist es her, dass Point Man und sein F.E.A.R.-Trupp beauftragt wurden, dem blutrünstigen Amoklauf eines telepathisch begabten Verrückten Einhalt zu gebieten. Point Man musste erfahren, dass er die Jagd auf seinen eigenen Bruder, Paxton Fettel eröffnet hat. Dieser machte gemeinsame Sache mit seiner Mutter Alma Wade. Trotz … weiter

Portal 2: Test, Review

2007 wurde mit „Portal“ ein Spiel entwickelt, dass sich von dem großen Angebot üblicher Genres deutlich abhebt und eine vollkommen neue Spieldimension erschafft. Portal wird aus Ego-Sicht im Parcourlauf in einem großen, aufgeteilten Testlabor gespielt. Mit Hilfe von zwei verschiedenfarbigen Portalen muss die Heldin „Chell“ zahlreiche Testkammern passieren, indem sie … weiter

Limbo: Test, Review

Es müssen nicht immer 16.777.216 verschiedene Farben und Millionen von Angriffskombinationen sein. Das zeigt ein sogenanntes Indigame aus dem Hause Playead. Ein Adventure Jump and Run über einen kleinen Jungen mit weißen Knopfaugen, der versucht seine Schwester zu retten. Ohne einen Vorspann oder einem Tutorial wachen wir in Person eines kleinen … weiter

Etherlords im Retro-Test (Review)

“Merke auf, Kind:  Der Äther ist der Quell all unserer Magie und durchzieht die Welt wie ein dünner Faden, an manchen Stellen stark, an Anderen wiederum schwach. Unser Wille und Handeln allein entscheiden, ob Chaos oder Ordnung unser Sein bestimmen: Der Äther versklavt Diejenigen, welche folgen, und zerstört alle Anderen, die … weiter

Deponia: Test, Review

Nach dem großen Erfolg von „Harveys neue Augen“ versuchen die Jungs von Daedalic sich an einem neuem Setting. Sie nehmen uns mit auf eine Reise auf den von Müll übersähten Planeten Deponia und seiner zahlreichen Bewohner. Doch im Gegensatz zu den restlichen Bewohnern, die sich mit ihrem Leben im Müll … weiter

The Binding of Isaac: Test, Review

Der kleine Isaac kauert sich ängstlich zusammen. Doch dafür ist keine Zeit. Er muss überleben und das auch im Angesicht des Grauens, dass auf ihn wartet. In so einer Situation kann er nur noch eins tun: weinen. The Bindung of Isaac ist ein Action RPG-Shooter und das „Action“ ist definitiv gerechtfertigt. Es … weiter

Guild Wars Factions: Test, Review

Guild Wars zählt zu den MMORPGs, spielt sich jedoch etwas anders als die meisten Vertreter dieses Genres. Dennoch findet es großen Anklang und vor allem der Nachfolger Guild Wars 2 wird schon sehnlichst erwartet. Doch was macht den Ausreißer dieses Genres so spannend? Man startet in einem kleinen Außenposten einer … weiter

Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stürzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und müsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flüchten. Erfüllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend … weiter

The Second Guest: Test, Review

Lord Charles Augustus Averton ist verstorben und sein Anwalt Herr Pendergast bittet Mr. Ice nach Grace Castle, auf die Insel Averton Island, zur Testamentsverlesung zu kommen. Doch woher kennt Lord Averton Herr Ice und was steht in dem Testament? Der Beginn eines packenden Kriminalabenteuers. The Second Guest ist ein Point … weiter

Ultima 9: Ascension im Retro-Test (Review)

“Avatar, wachen Sie auf! Der Guardian ist in Britannia eingefallen, und Lord British hat Sie zu Ihrem letzten Abenteuer gerufen!” Tja, da sind wir: Frisch aufgestanden und vielleicht noch etwas verschlafen. Zumindest stehen wir mit unserem Alter Ego, dem Avatar, in entsprechend leichtem Nachtgewand neben dem Bette. Nebst der doch sehr höflich wie … weiter

» Test

Far Cry 4: Wertungen und Tests im Roundup

Malte am 16.November 2014 um 11:11:04
Far_Cry_4_Cover

Far_Cry_4_Wallpaper

In zwei Tagen kommt das heiß ersehnte Far Cry 4 in die Läden und auf jegliche Online-Plattformen. Während es bereits zahlreiche Reviews zur PlayStation 4 gibt, müssen sich hartgesottene PC’ler noch gedulden, denn Far Cry 4 unterliegt bekanntlich einem Embargo.

Alle bisherigen Wertungen deutscher Spiele-Magazine im Überblick

Wertung Pros Cons Test / Video
GamePro 88% + viele Missionen und Nebenaufträge
+ dynamische Events
+ einige Überraschungen
+ wunderschöne Grafik
+ großartige Musikuntermalung
- teils hakelige Animationen
- Multiplayer nicht sehr ausbalanciert
- Welt stellenweise leer
- Ende lässt einiges unkommentiert
Ja / Ja
Gameswelt 8/10 + wunderschöne, offene Welt
+ massenhafte Aufgaben und Missionen
+ abgedrehte Charaktere
- kaum nennenswerte Neuerungen
- Antagonist zeigt wenig Präsenz
- Ajay entwickelt sich kaum weiter
Ja / Nein
CBS Note: 1,56 + grandiose Geschichte
+ riesige Spielwelt
+ motivierendes Crafting
- Reformen zum Vorgänger grenzwertig
- teils fade Nebenmissionen
- Setting erinnert nicht an Himalaja
Ja / Nein
play3.de 8/10 + größer und schöner als der Vorgänger - wenig, echte Neuerungen Ja / Nein

Fazit: Die deutschen Spielefachzeitschriften und Online-Magazine vergeben vorwiegend hohe Wertungen für Far Cry 4, geizen dennoch nicht an Kritik Ein Ego-Shooter in einer riesigen Spielwelt mit zahlreichen Aufträgen und einem eher zweckmäßigen, aber gut inszenierten Plot bei interessanten Charakteren. Leider wiederholen sich Aufträge häufig und es gibt kaum Neuerungen hinsichtlich der Spielmechanik verglichen mit dem ersten Teil, mit all seinen Nach- und Vorteilen. Das Baukasten-Konzept, wie wir es schon von Assassin’s Creed kennen, scheint sich also in der Far Cry-Reihe wiederzufinden – wer Spaß am ersten Teil hatte, wird auch mit Far Cry 4 warm werden. Wer eine lebendigere Spielwelt oder signifikantere Neuerungen erwartet, sollte die Vorbestellung besser stornieren.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Dreamfall Chapters – Episode 1: Test, Review

Malte am 25.Oktober 2014 um 17:10:53
Dreamfall_Chapters_Artikelbild

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Eines steht fest, die norwegischen Entwickler haben uns Spieler lange Zeit im Regen stehen lassen, denn der Vorgänger Dreamfall: The Longest Journey aus dem Jahre 2006 ließ am Ende einige Fragen, neumodisch: Cliffhanger, rund um das Schicksal der Protagnoisten Zoë Maya Castillo und Kian Alvane offen. Dreamfall Chapters öffnet euch 8 Jahre später dank finanziell kräftiger Unterstützung einiger Serienveteranen erneut das Tor zu zwei ebenso einzigartigen wie unterschiedlichen Parallelwelten namens Stark, das stylistisch an waschechten Cyberpunk erinnert und im Jahre 2220 angesiedelt ist, sowie Arcadia, ein an das Mittelalter angehauchte, durch das Azadi-Regiment in Chaos verfallenes Fantasyszenario.

Ohne um den heißen Brei zu reden: Dreamfall Chapters wirft neue Spieler förmlich in einen Epos, der einiges an Struktur, Tiefe und Hintergrund durch die Vorgänger erworben oder gewonnen hat. Wer die Geschichte zumindest im direkten Vorgänger nicht erlebt hat, sollte dies tunlichst nachholen oder sich wenigstens einige Videos zu Gemüte führen. Ich selbst habe Dreamfall: The Longest Journey erst vor einem Jahr durchgespielt und ja, stellenweise fällt es trotz Hintergrundwissen nicht ganz leicht die mit vorhergehenden Ereignissen verknüpften Dialoge gänzlich nachzuvollziehen, ohne die grauen Zellen ein wenig zu bemühen. Ich deklariere mein Erinnerungsvermögen aber als nicht repräsentativ.

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Wir alle träumen und sehnen danach. Sogenannte Dreamachines erlauben in der fiktiven Cyberpunk-Welt zu träumen wann immer es beliebt, denn was gibt es auch schöneres als ein beruhigendes Dahindämmern nach einem anstrengenden Arbeitstag, ganz ohne Nebenwirkungen. Ein verheerender Irrglaube, denn jegliche Dreamachines werden zunehmend von Albträumen heimgesucht, die den Träumenden in eine endlose Schleife der Qual schicken, aus derer ein Fliehen aus alleiniger Kraft nicht möglich ist. Obendrein missbraucht die WATI Corporation, die Produzenten der Dreamer, ihre Verwender, denn Träume bergen gute Ideen und kostbare Informationen über die Persönlichkeit. An dieser Stelle kommt die Protagonistin Zoë Castillo zum Einsatz, oder besser gesagt ihre Seele, die zwar Fähigkeiten erlernt hat, in diesem Kosmos aus Träumen, auch Storytime genannt, bewusst zu interagieren, jedoch selbst in der Traumwelt aufgrund einer – mal frei von Spoilern formuliert – Überdosis an Dreamachine gefangen ist.

Atmosphäre top, Rätsel flop!

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Nach dem wunderbar inszenierten aber für Spieler ohne Vorwissen aus dieser Welt völlig inhaltsleeren zu scheinenden Prolog steuert ihr Zoës gefangene Seele. Offenbar hat sie es sich zur ähm … Lebensaufgabe gemacht, Menschen aus ihren albtraumbehafteten Traumschleife zu befreien und kundzugeben, niemals wieder einen Dreamer als Freizeitbeschäftigung und aus Langeweile anzuschmeißen. So langweilig wie mein Geschreibsel klingt schlagt ihr euch garantiert durch die ersten paar Rätseleinlagen, die wohl aber vielmehr dazu intendiert sind, den Spieler in die Spielmechaniken einzuführen, denn ein Adventure in einer dreidimensionalen, teilweise freibegehbaren Umgebung mit WASD und Maus sieht man auch nicht alle Tage. Dazu später mehr.
Wer größeren und logischen Knobelanspruch als Voraussetzung oder Kriterium für ein gutes Adventure beansprucht, liegt mit Dreamfall Chapters völlig fehl am Platze, denn die gesamte Serie lebt durchweg von Erzählung, Geschichte und atemberaubender bis düsterer Atmosphäre, ohne sich dabei nicht an ein wenig Humor zu bedienen. Nun habt ihr es zwar nicht mit einem interaktiven Film von Telltale zu tun, ein Myst darf aber niemand erwarten. Beispiel gefällig? Kian Alvane, Protagonist und strittiger Charakter in der Parallelwelt Arcadia, muss während eines Gefänigsausbruches einen Weg nach oben suchen. Ein natürlich verschlossenes Tor ist der vermeintlich richtige Weg, bei der Versuchung dieses mit unserem zuvor improvisierten Dietrich zu knacken, zerbricht das Werkzeug. Den Gang weitergefolgt finde ich einen Besen und ein zerfetztes Kissen. An Spielwitz mangelt es nicht, Kians Kommentare sind beim Betrachten des einfachen Besens im Inventar mit ordentlich Selbstironie der Entwickler bestückt – wie wichtig doch ein einfacher Besen sein kann und welche religiösen Hintergründe dieser birgt. Ob dies im Kontext des Spiels ein wirklich geeignetes Stilmittel ist, ist eine andere Frage, amüsant und auflockernd aber allemal. Nach Trial-and-Error-Manier kombiniere ich die beiden Gegenstände aufgrund Mangel an weiteren Möglichkeiten und erhalte, wer hätte es gedacht, einen Besen mit einem übergestülpten Kissen. Wow. Zuvor habe ich noch ein Fenster entdeckt, aus welchem der gesuchte Kian herausschauen kann und stetig mit verfehlenden Pfeilen beschossen wird. Im Stile von Ankh oder Monkey Island, also genau das zu tun, was den wenigsten Anschein von Erfolg hat, halten wir statt unserem hinauslukenden Kopf den Besen mit Kissen hin. Entsprechend wird nun dieser mit Pfeilen beschossen und wir erhalten einen Pfeil. Tatsächlich eignet sich dieser offenbar als Dietrich, wie die erfolgreiche Verwendung mit dem verschlossenen Tor offenbart. Ein weiterer Rätseltypus sind die aus dem Vorgänger bekannten Gegenstände-Beschaffen-Aufträge, das heißt wir suchen in einem spieloffenen Abschnitt ein oder mehrere Gegenstände zusammen, die häufig mit einigen Dialogen und wieder simplen Denkspielen verknüpft wurden, und bringen sie unserem Auftraggeber. Nicht gerade befriedigend.

Interaktionen und Entscheidungen

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„Die Balance ist das Gleichgewicht im Universum zwischen Chaos und Logik. Wenn sowohl Magie und Wissenschaft zusammen existieren, können die Menschen noch nie dagewesene Macht ausüben.“

Mit euren Entscheidungen, die ihr ähnlich wie in Adventures von Telltale während Dialogen treffen könnt, beeinflusst ihr den weiteren Spielverlauf. Das zumindest die Theorie, in diesem Teil bekommt ihr davon noch nicht allzu viel zu sehen. Neben der Einflussnahme auf die zitierten Kräfte, die zwischen den beiden Welten wirken, Chaos und Logik, Magie und Wissenschaft, bestimmen gewählte Dialogoptionen auch das Verhältnis der verschiedenen Charaktere zueinander und haben einen moralischen Hintergrund. Die Umsetzung der Dialogführung ist dabei innovativ. Euch stehen häufig mehrere Schlagwörter zur Auswahl, die von der „inneren Stimme“ des Protagonisten beim Anvisieren via Controller oder Maus stetig kommentiert werden, mit etwaigen Folgen. Ein enges Zeitlimit gibt’s dabei zum Glück nicht.
Erwähenswert ist in diesem Zusammenhang ein Dialog zwischen Kian und dem Gefängniswärter, denn ihr müsst diesen mit geschickter Rhetorik unter Berücksichtigung seiner charakterlichen Merkmale dazu überreden, eine verschlossene Tür zu öffnen. Davon gerne mehr.
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Ein ebenwürdiger Einfallsreichtum – oder: Es ist mal ‘was Neues – ist dem Interaktionsmenü zuzusprechen, denn dieses funktioniert vollkommen nahtlos mit Maus als auch mit Controller. Interaktionsmöglichkeiten werden „dreidimensional“ in der Spielwelt hervorgehoben, via Mausklick oder Stick können dann klassische Aktionen wie Betrachten, Sprechen oder Reden aktiviert werden. Die Traum-Zoë verfügt hierbei noch über drei besondere Fähigkeiten, so können die Zeit verlangsamt, die Gedanken eines designierten Charakters gelesen oder eine Art Lichtkegel in einem Träumenden ausgelöst werden, der wohl dunkle Albträume erhellen soll. Die ersten Rätsel suggerieren, dass eine Herausforderung darin bestehen könnte, diese Fähigkeiten durchdacht miteinander zu kombinieren. Leider scheint zumindest gegenwärtig einiges an Potential vergeudet worden zu sein, denn zu keinem Zeitpunkt erhaltet ihr in der ersten Episode überhaupt noch einmal die Möglichkeit, diese Fertigkeiten in Anspruch zu nehmen.

Europolis

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Das erste Wow-Erlebnis beschert uns nach dem Prolog der buchstäblich schimmernde Dreh- und Angelpunkt Europolis, die frei begehbare Spielwelt in Stark, in der ihr vermutlich die meisten Aufträge beginnen oder ausführen werdet. Große Dystopie erweckt diese zunächst gar nicht mal, auch wenn gleich zu Beginn Nela, Inhaberin einer Würstchenbude und Freundin von Zoë, eine unbegründete Frist der örtlichen EYE-Wächter gesetzt bekommt, ihren Stand binnen 24 Stunden zu entfernen. Immer mal wieder können wir teils witzige Dialoge, die häufig Trends und gesellschaftliche Normen zu dieser Zeit repräsentieren sollen, belauschen, die Spielwelt wirkt durchweg lebendig, auch wenn schnell auffällt, dass sich viele Charaktermodelle wiederholen. Übrigens: Die Proteste der Bevölkerung gegen die „totalitäre“, internationale Polizei „EYE“ erinneren ungemein an selbige aus Beyond Good & Evil gegen die Alpha-Abteilung. Einen rollenspieltypischen Spielablauf mit Haupt- und Nebenquests oder alternativen Wahlmöglichkeiten solltet ihr aufgrund räumlicher Freiheiten aber nicht in Erwartung stellen, die Storyline verläuft in dieser Episode konsequent linear.

Technik – Ein zweischneidiges Schwert

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Storytime, Stark, Arcadia – zumindest eine große Vielfältigkeit was das Grafikdesign anbelangt. Ebenso wirken keinerlei Bestandteile in der jeweiligen Spielwelt von irgendwo her geschmacklos adaptiert, jedes Szenario vermittelt eine individuelle Atmosphäre. Diese vermittelt zuweilen sogar Detailverliebtheit, nur hat Dreamfall offenbar ein großes Problem: Die Unity-Engine. Gerade in größeren Regionen wie Europolis knackt mein Testsystem die 1 FPS. Des Weiteren treten regelmäßig Grafikfehler auf, denn teilweise versinkt das gesamte Spiel hinter völlig überzogenen Gleam- und Bloom-Effekten. Bei näherer Betrachtung fallen auch viele, schmierige Texturen ins Auge, zahlreiche Animationen sind unnatürlich und hätten geradewegs aus dem Vorgänger stammen können.
Grundsätzlich erachte ich hingegen die deutsche Synchronisierung als umso einwandfreier, gerade die Synchronsprecher von Kian und Zoë, wer auch immer das sein mag, vermitteln gekonnt und routiniert derer Charakter. Nur gibt’s auch hier eine kleine Krux: Einige Dialogzeilen scheinen einfach nicht vertont worden zu sein oder wurden dem entsprechenden Text nicht zugewiesen, und das killt derweil die Atmospähre gänzlich. Plötzlich spricht einer der Dialogpartner nicht mehr und wir sind aufs Mitlesen angewesen.

Fazit

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Es ist gegenwärtig nicht möglich ein Urteil für dieses Spiel zu fällen und dieses auch noch in eine ebenso gerechte Bewertungspunktzahl zu stopfen, denn der Serienauftakt fungiert allenfalls als kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag und bleibt offen. Diese Episode hat es zumindest geschafft, mich als Serienkenner genau dahin zurückzubringen, wo der zweite Teil geendet hat und fährt von da an nach allen Regeln eines klassischen Adventures – in einer dreidimensionalen Spielwelt – seicht, ohne große Überraschungen, fort. Red Thread Games hat es jedoch mit Bravour vermasselt, Serienneulinge in die Welt von The Longest Journey einzugeben und vorausgehende Ereignisse der beiden Vorgänger mit dieser neuen Storyline logisch und ohne Interpretationsspielraum zu verknüpfen. Ein Durchspielen des Vorgängers ist eigentlich Voraussetzung. Dennoch: Ich finde großartig, dieses Adventure nach acht Jahren wieder auf dem Bildschirm zu haben, gerade der erste Teil zählt zu meinen persönlichen Highlights des gesamten Genres, auch wenn ich diese Serie erst relativ spät überhaupt entdeckt habe. Es verbleibt schlicht und einfach eine umso höhere Erwartung an die folgenden Episoden.

eingängige Steuerung, sowohl für Maus-Tastatur- als auch Controller-Fans schlechte Einführung für Serienneulingen
Jede Spielwelt vermittelt eine individuelle, dichte Atmosphäre. teilweise miserable Performance und einige Bugs
ansehliche Grafik Der Serieneinstieg ist völlig offen. Wie geht es weiter?
frei begehbares Europolis Storyverlauf strikt linear, Rätsel zu simpel
Sehr gute Dialoge mit teils zahlreichen Wahlmöglichkeiten.
interessante Protagonisten und Nebencharaktere
gute Synchronisierung
Entscheidungen wirken sich aufs Spielgeschehen aus.

7 /10

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Bewertung: 5.0/5 (5)

McCain – Tom Long: Test, Review

Markus am 27.Juli 2014 um 10:07:43
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Auch heute, möchte ich erneut über ein Spiel aus meiner Kindheit berichten, diesmal geht es um ein Freeware Point-and-Click Adventure des Unternehmes McCain. Den Meisten wird die Firma eher seitens Pommes, Rösti und Co bekannt sein. Unser Fritten Hersteller, hat damals ein gelungenes Werbeprodukt beigelegt.

Downloadlink: http://www.replaying.de/downloads/direct/Tom_Long.zip

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Kompatibilität

Das Spiel ist bis inkl. Windows XP SP3 spielbar, ich konnte es im VMware PLayer unter XP zum Laufen bekommen, woher auch die Screenshots stammen. Entwickelt wurde es ursprünglich für DOS. Ansonsten kann auch DOS Box weiterhelfen, gerade bei Betriebssystemen die technisch bereits zu weit von DOS entfernt sind.

Story

“Tom Long”, ein kleiner Junge, wartet zuhause sehnsüchtig auf die Lieferung seiner neuen Computer Hard- u. Software. Ein Spiel mit interaktivem, besonders realitätsnahem Hardware-Interface. Nachdem er seine Mutter überzeugen konnte, die Lieferung in Empfang zu nehmen und die darin befindlichen Artikel, installieren zu dürfen, macht die Hardware sich jedoch selbstständig und “saugt” Tom Longs Freundin “Helen” in das Spiel. Der Bösewicht “Tom Tomato” entführt das Mädchen und hält dieses fest.

Tom Long muss nun ebenfalls in das Spiel einsteigen und durch Raum und Zeit reisen, um seine Freundin zu befreien. Seine Reise führt ihn, mit Hilfe eines Zeitreise Zuges, an Orte, wie das dunkle Mittelalter, ein Schiff und die Steinzeit zu den Dinosauriern. Sein Ziel ist es, Helen zu finden, zu befreien und gemeinsam mit Ihr, in die Gegenwart und somit in die Realität, zurückzukehren.

Steuerung

Wie bei Point an Klick Adventures meistens üblich, steuern wir das Spiel fast ausschließlich mit der Maus. Wir haben vier Grundfunktionen “Schau”, “Nimm”, “Benutze mit”, und “Spreche (mit)”, sowie ein Inventar im unteren Bildschirmbereich, welches uns die Gegenstände anzeigt, welche wir finden konnten und somit mit uns tragen. Diese können wir mit zwei Pfeiltasten durchsuchen, wenn die Anzahl der erworbenen Gegenstände, für die Anzeige auf einem Bildschirm, platztechnisch nicht mehr ausreicht. Des Weiteren können wir natürlich Spielstände speichern und diese wieder laden.

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Gameplay

Das Spiel ist natürlich schon damals für Kleinkinder ausgelegt gewesen, das war ich damals ja schließlich auch, bietet aber zum Teil doch wirklich richtig knackige Rätsel, welche auch Erwachsene beschäftigen (können). Das Spiel hat damals sogar meinen Vater fasziniert, welcher es gemeinsam mit mir gespielt hatte (keine Ahnung, woher er das Game damals hatte, vielleicht aus der Pommes Frites Verpackung) und ihn zum Teil bis tief in die Nacht rätseln lassen. Da die Lösungen aber fast durchgängig, nicht offensichtlich sind und man meist über mehrere Umwege ans Ziel kommen muss, hat auch mein Vater damals an einem Punkt, eine Lösung heranziehen müssen.

Während des gesamten Spielverlaufes, müssen wir Dialoge in der richtigen Reihenfolge führen, um im Spiel Geschehen weiterzukommen, sowie Gegenstände erwerben oder für Andere finden, um Hilfe zu erhalten. Dafür müssen wir auch des Öfteren, an zuvor bereits besuchte Orte zurück gelangen, wenn wir sozusagen etwas “vergessen haben”.

Fazit

Richtig klassischer Adventure Rätselspaß der alten Schule, mit vielen knackigen Rätseln, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene, oder wie in meinem Fall, für Beide gemeinsam. Gemischt mit gut gewähltem Sound, kommt tolle Spannung auf, welche viele nette Stunden ermöglicht.

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Bewertung: 5.0/5 (1)

Titanic – Wettlauf gegen die Zeit: Test, Review

Markus am 21.Juli 2014 um 19:07:21
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Titanic_Adventure_out_of_time_23 Titanic_Adventure_out_of_Time_01 

Vorwort

Auch heute möchte ich wieder über ein Spiel berichten, dass mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet und mich sozusagen etwas “geprägt” hat. Wer meinen Review zu Indiana Jones und der Turm von Babel gelesen hat, hat wohl eine schemenhafte Vorstellung vor seinem geistigen Auge, was ich damit meine :-)

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Ich spreche, wie auch bereits die Überschrift betitelt, von dem Adventure: “Titanic – Wettlauf gegen die Zeit”, englischer Titel: “Titanic – Adventure out of Time”. Entwickelt von CyberFlix, im Jahre 1996.

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Offizielle Homepage (archiviert): http://web.archive.org/web/20000816000646/http://www.barracuda-gssm.com/titanic/thegame.htm

Auch dieses Spiel gehört wohl zu den Klassikern, ist aber leider, wie viele alte Games, kurz davor, vollständig in Vergessenheit zu geraten. Obowhl die Titanic doch zweifellos das legendärste Schiff aller Zeiten ist und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch für lange Zeit bleiben wird und es kaum jemanden am Planeten Erde gibt, der den Namen nicht zumindest einmal gehört hat, ist das Thema in der Spielewelt sehr rar vertreten.

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Trotz dem Rummel, den James Cameron mit seinem, mit 11 Oscas ausgezeichneten, Kinofilm, verursacht hat, existiert(e) außer ein paar Wimmelbildspielen, die es auch für Handheldkonsolen gibt und ein paar, ich nenne sie mal “Juxadventures”, kaum Nennenswertes am Markt. Einzig ein paar verlorengegangene Mods in Simulatoren – wie zB. dem Microsoft Schiffssimulator 2006 – und ein paar Fanprojekte, reihen sich neben James Camerons Titanic Explorer und einem Tauchgang Simulator.

Hinweis: Das Interessanteste aktuelle Fanprojekt im Moment wohl “Titanic – Honor and Glory”: http://titanic-honor-and-glory.tumblr.com/

“Titanic – Wettlauf gegen die Zeit”, ist auf Amazon und Ebay bereits ausgesprochen Rar gesät und zählt wohl mittlerweile zu den seltenen Spielen, welches man vorrangig in Regalen von Fans und Sammlern findet und in den kommenden Jahren vermutlich vollständig vergriffen ist.

Neben einer persönlichen Geschichte, welche mich mit diesem Spiel verbindet, ist auch die Titanic im Generellen, eines meiner Hobbies, und das ungebrochen, seit mittlerweile etwa 17 Jahren. Ich habe unzählige Bücher verschlungen, Filme und Dokumentationen gesehen, Revell- und auch andere Modelle gebaut, Fan-Artikel gesammelt, Berichte gelesen und konnte für lange Zeit, so ziemlich jede erdenkliche Frage zum Schiff, wahrheitsgemäß und sachbezogen beantworten und das zum Teil bereits im Alter von lediglich 10 Jahren. Zudem konnte ich das Thema Titanic, auch mit meinem Kleinkind- und Jugendfreund teilen, durch den ich eigentlich überhaupt erst darauf kam. Die Anzahl der Lego Schiffe, welche wir gebaut haben, kann ich mittlerweile wohl nicht mal mehr schätzen :-)

Kompatibilität

Spätestens seit dem Erscheinen von Windows Vista, ist es mit der Spielbarkeit, von vielen alten Klassikern, ja so ne Sache. Auch bei diesem Game ist das nicht anders, neue Technologien verursachen diverse Probleme. Entwickelt wurde das Game ursprünglich noch für PC – Windows 3.1 und Windows 95 –  und für Mac. Aus diesem Grund musste ich für mein Replaying und in weiterer Folge für dieses Review, erneut auf mein Replaying Notebook mit Windows XP SP3 zurückgreifen. Auf Windows 8.1 X64 war bereits die Installation nicht möglich, ebenso konnte mein VMware Player, mit Windows 7 X64, das Spiel nicht zum Laufen bringen.

Das Hauptproblem dürfte hier jedoch wiederholt die 32/64Bit Thematik sein, wie bei diversen anderen Spielen. Wobei ich ergänzend erwähnen möchte, dass das Spiel unter XP SP3 zwar prinzipiell fehlerfrei läuft (abgesehen von den spielbasierenden Bugs, welche diverse Abstürze verursachen), man jedoch durch diverse Hänger und kurzen Grafikaussetzern schon merkt, dass es für derart “fortschrittliche” Technologien, nicht entwickelt wurde. Gerade das Thema, betreffend 256 Farben oder 8Bit Farmodus, zwingt auch unter Windows XP, so manchen Grafiktreiber in die Knie.

Lieferumfang

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Wie man es von alten Games kennt, kommt (kam) auch dieses Spiel im Pappkarton. Darin befinden sich zwei Papier Hüllen, mit den beiden CD-ROM Datenträgern, sowie eine kleines Booklet Handbuch, welches in einem Jewel CD-Case Platz finden würde. Außer einer Garantiekarte, und einem Rücksendeformular für eine Kundezufriedenheitsumfrage – die das Unternehmen gerade heute, sicher noch ganz besonders interessieren würde – können wir der Verpackung jedoch nichts Weiteres entnehmen.

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Liest man das Handbuch, meint man zu merken, dass Bill Gates´ Motto: “A PC on every desktop” damals noch sehr jung war, schließlich erhält man das Gefühl, dass man das Handbuch auch mit “Softwareinstallationen für Dummies” betiteln hätte können. Im Weiteren ist das Handbuch jedoch nett gestaltet, wenn auch lediglich in Grautönen gedruckt.

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Grafik

Das Spiel wird als 3D Adventure deklariert, das trifft zwar im Grunde zu, mit dem heute bekannten 3D Feeling, kann man die Grafik von damals aber natürlich nicht vergleichen. Die 3D Technologie war zur damaligen Zeit auch noch nicht derart verbreitet, vor allem auch, da die PC Hardware noch nicht so potent war wie heute. In diesem Adventure erleben wir  gefühlt, eher 2D Grafiken, die dreidimensional dargestellt werden. Dieser Eindruck stellt sich vor Allem dann ein, wenn man sich schneller bewegt. Die Grafiken werden während der Bewegungen stark unscharf und erst nach kurzer Verzögerung wieder scharfgestellt, dies dauert etwa eine halbe Sekunde, ähnlich einem Autofokus einer Kamera. Eine deratige Grafikengine, habe/hatte ich bis Dato noch nicht gesehen.

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Darüber hinaus ist die Grafik aber – den Umständen entsprechend – sehr ansehnlich. Die Innenräume wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und die Fargebung, sowie das Umgebungslicht, vermitteln Mystik- und Adventure Feeling. Gerade die oftmals sehr schwach beleuchteten Stellen, vermitteln einen düsteren Eindruck, der sowohl zum Thema Titanic im Generellen – immerhin versteckt sich hinter dem Namen eine Tragödie, welche unzählige Menschenleben forderte – als auch zur Story und im Weiteren zur Tages- bzw. in diesem Fall eben Nachtzeit, perfekt passen.

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Sound

Wie schon die Grafik, vermittelt auch der Sound ein entsprechendes Feeling. Die gut ausgewählten Titel und Melodien, knüpfen an die Grafik an und helfen dabei, gemeinsam durch die Rätsel, direkt in das Spielgeschehen gezogen zu werden.

Lediglich die Abwechslung, lässt etwas zu Wünschen übrig. Je nachdem in welchem Bereich auf dem Schiff man sich befindet, wird als Hintergrundmusik ein anderes Theme verwendet, dass entsprechend zur Umgebung passt. Während in den Tiefen des Frachtraums, düstere und dunkle Musik gespielt wird, ertönen auf den oberen erste Klasse Decks, fröhliche und aufmunternde Klaviermelodien. Die verschiedenen Soundtracks, sind in Summe auf etwa zehn Stück beschränkt, zu wenig, für ausreichend Vielfalt.

Da man gerade als Blind Spieler ohne Walkthrough, unzählige Stunden am Schiff verbringen wird, vor Allem, wenn man das Spiel erfolgreich beenden möchte, kann der Sound nach einiger Zeit wirklich richtig nerven. Ebenfalls etwas unschön, ist die Skalierung der Lautstärke. Je nach Voreinstellung, der allgemeinen Lautstärke des Betriebssystems, kann es bereits beim Spielstart, gefühlt, die Lautsprecher zerfetzen. Man kann die Spiellautstärke jedoch manuell nachjustieren.

Story/Gameplay

 

Möglicherweise ist die Idee zur Story eines solchen Spiels an sich, die Antwort darauf, warum es zum Thema Titanic, keine einschlägigen Titel gibt. Jeder der das Schiff kennt, kennt wohl auch dessen Schicksal. Welche Story sollte man dabei bereits großartig erfinden? Den Entwicklern ist es jedoch gelungen, diese Frage mit Bravour zu beantworten.

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  1. April 1942 – 30 Jahre ist es nun her, dass Frank Carlson, als Geheimagent, an seinem Auftrag auf der Titanic, gescheitert ist. In seinem Londoner Büro fristet er sein Rentnerdasein und sinnt über vergangene Zeiten nach, es hätte alles anders kommen sollen.

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Ein Bombenanschlag katapultiert uns 30 Jahre zurück in die Vergangenheit, zur besagten Schicksalsnacht. Schicksal sowohl für Frank, als auch für die Titanic. Der 14. April 1912, an dem nicht nur ein Schiffsunglück unzählige Leben fordern, sondern auch Franks Auftrag scheitern sollte. Doch wir bekommen eine zweite Chance, die Fehler von damals zu bereinigen und die Geschichte zu ändern.

Erreichen können wir das Ziel, in dem wir mit vier Gegenständen lebendig von Bord gehen, welche normalerweise mit dem Schiff gesunken wären. Die Rettung dieser Reliquien, kann sogar den zweiten Weltkrieg verhindern.

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In der Nacht zum 14. April 1912, finden wir uns in unserer Kabine wieder. Wir reisen erster Klasse, befinden uns also im vorderen Bereich des Schiffes, auf den oberen Decks. Von unserem Steward, der uns zudem auch nützliche Tips geben kann, erhalten wir unseren ersten Hinweis. Wir sollen unseren Kontakt(mann) an Bord, im Fitnessraum aufsuchen. So erhalten wir Informationen zu unserem Auftrag.

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Im Zuge unserer Reise durchs Schiff, erhalten wir immer wieder Anweisungen, zum Teil von verschiedenen Personen. Im Regelfall betrifft dies das Auffinden von Gegenständen, oder Erhalten von Informationen. Mit den Pfeiltasten, oder den Tasten W,A,S u. D, steuern wir unseren Charakter (stets aus der EGO Perspektive) durch das Schiff. Wir haben eine Tasche dabei, welche unser Inventar darstellt und worin unsere Gegenstände aufbewahrt werden. Ein Hauptanteil des Gameplays beinhaltet das Führen von Dialogen mit Personen an Bord des Schiffes, von denen wir Informationen erhalten, um unsere Geschichte voranzutreiben. Die Story entwickelt sich erst nach und nach, im Verlauf des Spiels. Hiezu ist es wichtig, die Dialoge auch tatsächlich zu lesen und zu verstehen.

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Im ersten Teil des Spiels, haben wir unbeschränkt Zeit, die Rätsel zu lösen oder auch, wenn gewünscht, das Schiff zu begutachten. Der Spielverlauf ist dabei, in nicht direkt sichtbare Kapitel unterteilt. Haben wir gewisse Spielfortschritte erreicht, wird uns dies, durch Cut Scenes, in welcher das Schiff, in verschiedenen Perspektiven, über den Atlantik fährt, mitgeteilt. Der Spielverlauf ist alles Andere als linear. Wir können im Wesentlichen viele Dinge parallel erledigen und auch mehrere parallele Handlungsabläufe im Spiel verfolgen. Nicht alle Aufgaben müssen wir erfüllen, für gewisse Ziele, gibt es mehrere Lösungswege um diese zu erreichen. Bei manchen gelösten Rätseln wird deren Nutzen sofort klar, bei Anderen wiederum, erfahren wir erst im späteren Spielverlauf, wofür die Aufgabe eigentlich gedacht war.

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Die Rätsel sind zum Teil sehr knackig und zudem meist wenig offensichtlich. Man muss in der Tat viel Raten, Ausprobieren und aus Misserfolgen lernen. Des Weiteren, ist viel Kombinieren gefragt und vor Allem, viel manuelles Speichern. Abgesehen davon, dass das Spiel häufig zu Abstürzen neigt, kann man mit falschen Spielentscheidungen und/oder nicht absolvierten Spielwegen, das Weiterkommen im Spiel be- oder sogar verhindern.

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Absolviert man gewisse Aufgaben nicht, oder falsch, ist es nicht möglich, alle benötigten Gegenstände zu erhalten und damit das Schiff lebendig zu verlassen. Es gibt verschiedene alternative Enden, welche erreicht werden können, bedingt dadurch, wie viele und welche, der benötigen Gegenstände, man mit von Bord nimmt. Für das Erhalten der Items, gibt es mehrere Lösungswege, auch mehrere erneute Lösungswege, an gewissen Spielfortschritten, später im Spiel, für manche Items hat man lediglich eine einzige Chance, diese zu erstehen.

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Gewisse Gegenstände, sind auch nur für eine gewisse Zeit, an einem bestimmten Ort. Ein Gemälde beispielsweise, können wir im Frachtraum des Schiffes finden, lassen wir uns zuviel Zeit, hat dieses jedoch bereits eine andere Person für uns abgeholt und wir müssen dieses auf andere Art wiederbeschaffen.

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Im zweiten Teil des Spiels, läuft uns die Zeit davon. Das Schiff kollidiert mit dem Eisberg und beginnt zu sinken. Ab diesem Zeitpunkt, laufen die Cut Scenes – nun wird das Voranschreiten des Untergangs der Titanic gezeigt – nicht mehr nach Erreichen einer gewissen Menge von Fortschritten ab, sondern nach einer festgelegten, dem Spieler jedoch nicht offensichtlich angezeigten, Zeit. Erschwert wird unser Spiel zusätzlich dadurch, dass wir einige Bereiche sofort und gewisse Bereiche, mit fortwährendem Sinken des Schiffes, nicht mehr betreten und/oder durchschreiten und somit Spielziele, nicht oder nicht mehr vollständig, erreichen können.

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Haben wir also bereits im ersten Teil des Spiels zu viel versäumt, wird die Zeit nun knapp. Kennt man den Lösungsweg in- und auswendig, ist es auch in diesem Zeitraum noch möglich, an alle Gegenstände zu kommen, selbst wenn man bis zu diesem Punkt, noch Keinen ergattern konnte. Spielt man das Game jedoch “Blind”, ist dies ohne Speichern kaum möglich, schon gar nicht, im ersten Anlauf.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir in der Tat nicht klar ist, wie man das Spiel im ersten Versuch, erfolgreich, mit allen benötigten Gegenständen, beenden soll. Es gibt derart viele Lösungswege und verschachtelt darin, verschiedene Teillösungswege, die zudem noch unwahrscheinlich variabel, sowie derart hoch in ihrer Anzahl sind, dass man keiner konkreten Strategie folgen kann. Zudem ist das Game im ersten Teil beschränkt auf das Finden von Gegenständen, im zweiten Teil aber, vollständig zeitabhängig konstruiert. Ein richtiges, klassisches Rätsel Adventure, der alten Schule.

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Als ich das Spiel damals erstmalig spielen durfte, war ich acht Jahre alt. Ursprünglich darauf gestoßen, bin ich durch einen Schulkameraden, der mit mir in diesselbe Klasse ging und bei Welchem ich Zuhause eingeladen war. Dort konnte ich ihn beim Rätseln am Rechner entdecken.

Zu dem Zeitpunkt war ich noch kein Titanic Fan, später als ich durch meinen Jugendfreund an dieses Thema kam, griff ich sofort auf das Spiel zurück. Soweit ich mich erinnern kann, benötigten wir, über mehrere Wochen hinweg zusammengefasst, sicher gut und gerne zwanzig bis dreißig Stunden, zum Lösen der Rätsel. Komplettlösungen, auf die man hätte zurückgreifen können, kannten wir damals ja noch nicht. Ich meine mich erinnern zu können, dass wir das Schiff im ersten Anlauf, nicht lebend und wenn doch, sicher ohne auch nur einen einzigen benötigten Gegenstand verlassen haben. Soweit ich noch im Kopf habe wussten wir zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, welches Ziel das Spiel eigentlich hatte.

Erweiterungen

Das Spiel enthält neben dem gewöhnlichen Spiel Modus, einen Besichtigungsmodus, der es dem Spieler erlaubt, das Schiff zu besichtigen, ohne an eine Story gebunden zu sein. Viele der Charaktere, mit welchen man im gewöhnlichen Verlauf interagieren muss, befinden sich an verschiedenen Stellen an Bord, wo man sich auch im Storymodus,  finden würde. Im Besichtigungsmodus erzählen Sie interessante, für die damalige Zeit korrekte – vieles weiß man heute ja bereits besser – Fakten, über das Schiff und dessen Untergang.

Standardmäßig sind nur drei dieser sogenannten Tourguides im Spiel implementiert. Auf der Homepage konnte man damals – und durch die Archivierung kann man es auch jetzt noch – weitere Tourguides herunterladen. Außerdem sind Online auch diverse Themes und Soundtracks, sowie Screenshots zu finden, welche man herunterladen kann.

Des Weiteren existiert ein Art “Demo” zum Spiel: “Titanic – The lost Mission”. Diese sehr seltene Demo CD, habe ich damals über Ebay in Amerika erstanden. Sie enthält eine kleine Kurzmission an Bord des Schiffes.

Fehler im Spiel

Wie ich weiter oben bereits indirekt verkündet habe, gibt es zahlreiche Fehler im Spiel, die das Adventure plötzlich abstürzen lassen. Es wirkt zum Teil, als wären Stellen nicht sauber, oder nicht fertig programmiert worden. Beispielsweise führt der Versuch, eine Tür zu einem Bereich, zu welchem man eigentlich keine Zutrittsmöglichkeit hätte, zu betreten, zum Spielabsturz. Im Besonderen nervig sind die Abstürze, da sie zu oftmaligem Datenträger Wechseln nötigen. Um das Spiel zu starten, muss CD-1 eingelegt sein. Für den Hauptteil des Spiels, abgesehen von der ersten paar Spielminuten und dem Spielabschnitt, nach der Kollision der Titanic mit dem Eisberg, wird jedoch CD-2 benötigt. Somit kommt es, dass während des Absturzes CD-2 eingelegt war, man zum Spielstart nun kurzfristig CD-1 einlegen muss, nur um gleich im Anschluss, nach Laden des Spielstandes, sofort wieder zu CD-2 wechseln zu dürfenDa es oft auch zu mehreren Abstürzen kurz hintereinander kommen kann – die Abstürze folgen keinerlei logischem Muster – kann das außerordentlich frustrierend sein. Außerdem gibt es im Spiel zahlreiche Übersetzungsfehler. Charaktere sprechen gewisse Sätze oder Satzbausteine auf Englisch, anstatt auf Deutsch, dies ist manchmal aber auch sehr witzig.

Fazit

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei definitiv um ein Game der ganz alten Schule, mit viel knackigem Rätselspass, gutem Sound, schöner alter Grafik und aufregendem Mystikfeeling. Gerade Adventure Spielern, die auf das Lösen schwieriger Rätsel stehen und dafür auch gerne einiges an Zeit in Anspruch nehmen, würde ich das Game wärmstens empfehlen.

Natürlich ist das Spiel wohl auch für Titanic Fans ein absolutes Muss. Man erhält Einblicke auf viele grafisch rekonstruierte Abschnitte des Schiffes, welche es in der Form, bis heute nicht gibt. Sollte das oben erwähnte Fan Projekt tatsächlich jemals, oder in naher Zukunft fertig werden, war das Spiel für knapp 20 Jahre, das einzige Game, in welchem man sich interaktiv auf dem Schiff bewegen konnte. Einzig die vielen Spielabstürze, aufgrund von Bugs, und das oftmalige Wechseln der Datenträger, trüben den Spielspaß, hier ist sehr viel manuelles Speichern angesagt, um nicht jeden Abschnitt wiederholen zu müssen.

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Bewertung: 5.0/5 (6)

Holiday Island: Test, Review

Markus am 20.Juli 2014 um 11:07:00
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Heute möchte ich kurz über ein Spiel berichten, dass etwas Nostalgiefeeling aufkommen lässt. Es geht um das Spiel: Holiday Island von Sunflowers.

Es steht unter folgendem Link, frei und ohne Registrierung zum Download zur Verfügung: http://deutschedownloads.de/?manuel_downloader/HolidayIsland/188

Leider ist das Spiel in neueren Windows Versionen nicht mehr kompatibel. Auf Windows XP SP3 läuft es (noch), auf Windows 8.1 funktioniert es nicht mehr, wobei ich die Problematik hier eher dahingehend vermute, da es ein 64Bit Betriebssystem ist. Auf Windows Vista / Windows 7 32/64Bit konnte ich leider nicht testen, bzw. nur per VMware Player, jedoch war es auch hier im 64Bit Bereich fehlerhaft, bzw. lies sich nicht starten. Auf meinem Replaying Notebook mit Windows XP SP3 32 Bit läuft es problemlos.

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Es ist eines meiner ältesten Spiele, das ich in meiner Jugend spielen konnte. Es wurde noch für Windows 3.x / 95 entwickelt. Im Prinzip basiert es auf dem Prinzip von Simulatoren wie Sim City und ist somit nur ein Game unter Vielen. Es erschiend damals in 2 Versionen, die Nachfolgeversion enthielt geringfügige Hotel Erweiterungen und war dann für Windows 98 kompatibel. Wirklich wesentliche Unterschiede gab es jedoch nicht. Trotz, oder vielleicht sogar genau wegen, dem sehr hohen Alter, hat das Spiel seine eigenen, ganz besonderen, Reize.

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Nachdem ich das Game damals bis zum Exzess gespielt hatte, versuchte ich mich an Sim City und hatte lange nicht so viel Spass wie mit Holiday Island. Ohne dem Bauen von Kanalisationen, dem Trennen von verschiedenen Industriegruppen usw.  mag das Spiel eher oberflächlich wirken, ist es jedoch bei Weitem nicht. Es bietet einige interessante und abwechslungsreiche Features und kann mitunter sogar ganz schön schwierig werden. Hat man die KI jedoch mal durchschaut, ist es wiederrum auch nicht mehr wirklich möglich, dabei zu verlieren.

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Die “Story” wenn man so will, lässt einen einsamen Rumtreiber in seinem Flugzeug über dem Meer fliegen, bis dieser von der Ferne eine unbesiedelte tropische Insel entdeckt. Groß wird sofort der Wunsch, sich dort niederzulassen und ein Inselparadies zu schaffen um damit Geld zu verdienen und sich zur Ruhe zu setzen. Hier ist der Spieler gefragt, mit geringem Kredit in der Tasche starten wir ins Inselabenteuer und beginnen mit unserem Urlaubsparadies.

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Wir bauen (Flug-)häfen, die Passagiere müssen ja immerhin auch zur Insel kommen, Hotels, Villen, jedoch auch Strandbars, Bungalows und Tennisplätze. Von der Strandhütte für 5 Personen bis zum Luxushotel für 1000 Gäste, vom Kiosk bis zum Casino, ist alles vorhanden. Aber Achtung, damit die Gebäude auch entsprechend ausgelastet sind, müssen genug Gäste auf die Insel. Zusätzlich erhalten wir noch die Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten zu ersteigern und diese auf unserer Insel zu errichten.

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Virtuell kann man auch gegen den Computer antreten und Dinge wie Sabotage aktivieren. Die Computer KI ist jedoch relativ gut, hier ist es sehr schwer zu gewinnen. Außerdem neigt der Computer dazu, seine Gebäude wirklich überall zu verteilen, sich im Inselgebiet sein eigenes verschlafenes Nest zu bauen, ist somit schwierig. Hier geht man wohl stark nach dem Motto: Konkurrenz belebt den Markt.

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Der Funkfaktor ist überraschend groß, trotz der pixeligen 2D Grafik mit maximaler Auflösung von 640 x 480 Pixel. Für mich persönlich immer noch einer meiner liebsten Wirtschaftssimmulatoren, die ich spielen durfte. Außerdem erinnert es mich an meine Kindheit und hat für mich somit auch noch einen ganz anderen Flair. Leider geraten diese netten alten Spiele, bei denen man viele lustige Stunden verbringen kann, durch neuere Betriebssysteme und Technologien, sowie durch Massenware wie Sim City, immer mehr in Vergessenheit.

Am besten gefällt mir der tolle Sound, die Musikclips, welche im Hintergrund laufen, vermitteln tatsächlich Insel Feeling und Laden zum längeren Verweilen ein.

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Thief – Deadly Shadows: Test, Review

User am 1.Juni 2014 um 21:06:21
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Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken und meine Wertung über das in 2004 erschiene Thief: Deadly Shadows. Entwickelt von Ion Storm Austin, bekannt für die ersten beiden Deus Ex Titeln und Daikatana. Bei Deadly Shadows handelt es sich um den dritten Titel in der Thief Reihe, welche dieses Spiel zum Ende geführt hatte, bis die Reihe in 2014 rebootet wurde.

Die Thief Reihe war schon immer als Urvater des Stealthgenres bekannt und auch der dritte Teil macht hier keine Ausnahme, ein angriffslustiger oder aggressiver Pfad ist meistens die Lösung und eine der obersten Pflicht lautet nicht töten, obwohl dies als Option enthalten ist. Meistens bricht man in Häuser oder größere Anlagen ein, muss ein Hauptziel erfüllen und stiehlt dabei so viel wie möglich, um das Geld den Armen (also sich selbst) zufließen zu lassen.

Verpackung

Thief: Deadly Shadows kommt in der standardisierten DVD-Hülle, in der sich heute jedes Spiel befindet. Die Xbox Version des Spieles wurde auch in dieser geliefert, nur mit anderer Farbgebung. Auch existiert eine Premier Collection Version des Spieles, die aber nicht große Unterschiede in der Verpackung aufwies. Eine Version in einer der kleinen CD-Hüllen wurde dann, hauptsächlich zum Gebrauch in der Wühlkiste, herausgegeben.

Vor kürzerer Zeit erschien noch eine Squareenix Enix Masterpieces Version, für 10 Euro und eine Sammlung mit der gesamten originalen Thief Trilogie, die auch wiederum in einer DVD-Hülle erschienen. Das Handbuch befindet sich hierbei auf den DVDs.

Grafik und Atmosphäre

Das Spiel benutzt eine stark modifizierte Unreal 2 Engine und es sieht auch heute gut aus. Natürlich erkennt man auch heute die wenig aufgelösten Texturen und manchmal etwas seltsamen Effekte wie Feuer, aber was Thief 3 nicht mit Grundgrafik schafft, retuschiert es mit Atmosphäre und Hintergrundmusik, die sich so gut in die Welt einblendet, das man sie öfters nicht bemerkt. Laternen fackeln, das Weinen von Kindern ist in einem verlassen Waisenhaus zu hören, Licht fällt durch trübe Fensterscheiben, Fackeln brennen, man belauscht das Gespräch zwischen zwei Wachen. Das und zusammen mit den Echtzeitschatten wird Thief 3 zu einem wahren atmosphärischen Meisterstück. Allerdings bringt der Umstieg von der DarkEngine, die in den letzten 2 Teilen verwendet wurde, auf die Unreal 2 Engine auch Nachteile: Level sind grundsätzlich in mehrere Teile unterteilt und mit Ladezeiten verbunden, auch kann Garret aufgrund der Limitationen der Unreal 2 Engine nicht mehr schwimmen.

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Ich möchte noch ein paar Worte zu den Ladebildschirmen finden. Grundsätzlich sind die Ladezeiten ca. 40-50 Sekunden lang, auf einem PC schwankt das aufgrund der Leistung des Computers, aber auf meinem, wohl gemerkt schlechten, Laptop dauerten die Ladezeiten ungefähr 10 Sekunden, was nicht sonderlich lang ist. Auch werden die Ladebildschirme meiner Meinung nach gut ausgenützt. Oft wird in den Ladezeiten kleine Ausschnitte aus verschiedenen Gedichten und Texten präsentiert, meistens sind diese sogar recht brutal oder unheimlich gestaltet und kriechen auch manchmal unter die Haut.

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Steuerung

Thief: Deadly Shadows steuert sich ähnlich wie ein normaler Ego-Shooter, WASD zum Bewegen, Maus zur Steuerung der Kamera. Man hat die Wahl zwischen der Egosicht und Third-Person-Perspektive, das Spiel sollte aber hauptsächlich in der Ego-Perspektive gespielt werden, für Anfänger ist die Third-Person-Sicht empfehlenswert, da man hier mehr Kontrolle und Sicht über den Spielcharakter hat. Da das Herumschalten zwischen den zwei Sichten sehr schnell verläuft, empfiehlt es sich sogar an manchen Stellen die Ansicht zu wechseln, besonders empfiehlt sich die Third-Perspn-Ansicht beim Klettern mit den Kletterhandschuhen.

 

Mit x kriecht man und mit der linken Maustaste schlägt man mit Dolch oder Knüppel bzw. spannt man den Bogen. Gegenüber dem Vorgängern wurde Garrets Schwert gegen einen Dolch ersetzt um den Stealtheindruck zu verstärken. Neu ist es, dass man ein kleines Minigame absolvieren muss, um Schlösser zu knacken.

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Gameplay

Das Spiel beginnt mit einem Turtorial, das penibel genau die Steuerung erklärt. Thief 3 ist ein Schleichspiel, das heißt Gegner möglichst ausweichen, in den Schatten bleiben, zuschlagen und verschwinden, Fackeln löschen, leise sein, den Lichtedelstein, am unteren Rand des Bildschirm im Auge behalten, Leichen verstecken. Thiefs Gameplay ist leicht zu verstehen aber schwer zu meistern, so wird man einige Stunden damit verbringen sich zu verbessern. Ich erinnere mich das erste Mal wie ich Thief 3 gespielt habe. Ich habe die Wachen immer frontal attackiert und viel zu viele Gegner getötet, ich überstand die ersten Stunden des Spielens nur mit sehr viel Neuladen und Glück.

Auf dem Turtorial folgt die 1. Mission, man bricht in eine Burg ein und schlägt sich mit den Wachen herum. Nachher wird man in die namenlose Stadt entlassen und erfüllt Auftrage der Hüter um weiter in der Story voran zu kommen.

Ein cooles Feature ist dass man sich mit Gruppen verbünden kann, indem man verschiedene Aufträge erfüllt, wie das Töten von riesigen Käfern oder das Bekämpfen von Untoten. Die Stadt ist bevölkert von verschiedenen Gegnern, Freunden und Neutralen, die einem wirklich das Gefühl geben in einer großen Metropolis zu sein, leider grenzen die kleinen Gebiete dieses Gefühl wieder ein.

Was wäre Thief ohne stehlen, der Namen sagt`s schon, was man hier auch tun wird. Nämlich Gold, Silber und Edelsteine stehlen und dann an Hehler verkaufen, damit man sich neue Waffen und andere Gegenstände leisten kann.

K.I. und Gegner

Die häufigsten Gegnern werden die einfachen Wachen seinen, sie sind mit einem Schwert bewaffnet und patrollieren in Herrenhäuser und in den Straßen der Stadt. Das Gegnerraster von Thief 3 ist recht hoch gesteckt, es werden öfters neue Gegner erscheinen, die immer neue Taktiken erfordern, wenn man also den einen Gegner genau kennt und ihn gut austricksen kann, kommt schon der nächste und man muss sich das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Garrets Waffen, wie Blitzbomen, Minen und Ölflaschen und sein Bogen mit verschiedener Munition kommen ihm genau richtig. Meine persönliche Lieblingsfeinde waren die Gargoyles und die Puppen. Die Gargoyles sind sehr aggressiv und mächtig und verlangen ein sehr gekonntes Schleichen, die Puppen sind genauso gefährlich, nur dass sie auch noch Grusel mit sich führen und man leicht eine Gänsehaut bekommt. Thief 3 wechselt die Gegner oft genug um das Gameplay nicht ein trocknen zu lassen und es fühlt sich auch am Ende frisch an.

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Die K.I. ist grundsätzlich gut, sie durchkämen das Dunkle nach Garret sollte ihnen etwas verdächtig vorkommen. Sie reagieren auf den Charakter und die Geräusche die er verursacht, genauso auf verlorene Gegenstände und offene Türen. Sie sind nicht sehr nachgiebig und teilweise richtig schlau. Auch fühlen sie sich realistisch an, sie wollen leben, nicht wie andere Gegner in anderen Spielen, die in ihren Tod laufen. Sie fliehen wenn verletzt rufen um Hilfe und alarmieren so andere Wachen. Leider hat die K.I. so ihre Aussetzer, sie können manchmal Treppen nicht heraufsteigen, reagieren zu langsam und sehen Garret manchmal nicht obwohl er sehr sichtbar ist. Auch sind den Wachen ein paar Fähigkeiten nicht programmiert wurden, wie Leitern erklettern und schwimmen. Letzteres kann auch Garret nicht, da die Unreal 2 Engine, das nicht ermöglicht.

Story

Die Story fängt an, damit dass Garret eine Burg ausraubt und einen Opal erbeutet. Bald darauf bitten die Hüter ihn um Hilfe, damit Garret eine Prophezeiung zu Ohren kommt muss er Aufgaben für sie erfüllen. Das Geschehen steigert sich immer mehr und man entdeckt Geheimnisse und Verschwörungen im Hüterorden, eine antike Macht, ein fürchterliches Geschöpf lauert im Dunklen…

Weiter und genauer erzählen wäre schade, für jeden der das Spiel noch nicht gespielt hat. Die Story ist wirklich gut, sie überschlägt sich und wendet sich ein paar mal. Man wird auch in einige wirklich gute Levels geschickt. Die Höhepunkte sind eindeutig, die Shalebridge Wiege und das Strandhaus. Beide geniale Level, die Shalebridge-Wiege ist unheimlich und entführt einem in lange vergangenen Zeiten und das Strandhaus ist düster und hat einen sehr interessanten Flair, den man irgendwie mit Gruselhaus trifft Melancholie trifft untreue Dienerschaft und Witwe vergleichen kann. Die Story ist wirklich gut und endet auch gut, die Thieftrilogie wird würdevoll zu Ende getragen und das mit dem besten Soundtrack, den ich je vor dem Abspann gehört habe.

Fazit

Thief 3 ist ein grandioses Spiel, genauso gut wie alle anderen Teile der Serie, wenn nicht besser. Allerdings kann man sich wohl nicht genau entscheiden welcher nun der Beste ist, sie alle sind einfach nur zu gut um genau eine Entscheidung zu treffen. Ja, es mag sein, dass Thief3 seine Schwächen hat, aber das macht es wett mit Atmosphäre, einem tollem Gameplay, guter Story…. Für jeden Stealth und Thieffan ein Muss, aber auch Neulinge werden ihren Spaß haben, nur weiß ich nicht ob ich die Xbox Version empfehlen soll, da diese einen unbehbaren Bug besitzt, der dien Schwierigkeitsgrad resettet.

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Indiana Jones und der Turm von Babel: Test, Review (Retro)

Markus am 31.Mai 2014 um 14:05:04
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In diesem Artikel möchte ich mich mit einem Spiel beschäftigen, welches meine Kindheit geprägt und mich bis heute begleitet hat und mit welchem ich zudem, eine ganz persönliche Geschichte verbinde. Obwohl es bereits zahlreiche Reviews zu diesem Spiel gibt, darunter auch bereits einen Artikel hier im Forum, ist es mir nun doch ein Anliegen, auch selbst über dieses Game zu berichten.

Es geht, wie man an der Überschrift ja unschwer erkennen kann, um das Spiel: Indiana Jones und der Turm von Babel.

Vorwort – Persönliche Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1999, ich gerade mal 11 Jahre alt, jedoch bereits damals schon seit Längerem Indiana Jones Fan, mit einem Klassenkammeraden des Gymnasiums, im Kiosk am Weg zur Bushaltestelle. Zu damaliger Zeit, war es noch nicht üblich, dass jedes Kind in unserem Alter, bereits Konsolen, Computer, Notebooks oder Smartphones zu Hause hatte, oder generell so etwas in der Familie verfügbar war. Somit waren Dinge für Computerspiele, zu diesem Zeitpunkt, für mich unbekannt und weltfremd.

Plötzlich hielt mir mein Mitschüler eine Computer Zeitschrift vor die Augen und meinte: “Schau mal, das neue Indy Game ist nun erhältlich!“

Zu diesem Zeitpunkt, war mir noch nicht mal so richtig bewusst, dass man am Computer auch Spiele spielen könnte, geschweige denn, was ein PC Game und vor allem was 3D ist. Begeistert jedoch war ich, als man mir erklärte, dass ich in der Lage wäre, einen meiner Lieblingshelden auf dem Rechner zu steuern. Die anfängliche Euphorie jedoch wurde gedämpft, als ich daran dachte, dass meine Eltern mir den Erwerb des Spiels wohl sicher nicht erlauben würden, da sie im Generellen gegen jedwede Art von Konsolen bzw. digitalen Spielen waren, Kinder würden vor Allem in die frische Luft gehören. Zudem war das Spiel ja auch nicht gerade billig, damals noch ÖS 599,00 / DM 89,00. Das wären heute etwa um die EUR 45,00. Wobei man erwähnen muss, dass diese EUR 45,00, damals gefühlt eher noch EUR 55,00 wert waren. Das war zum damaligen Zeitpunkt, schon so einiges an Taschengeld.

In der Hoffnung, meine Eltern würden in Anbetracht meines Faibles für Indiana Jones, in diesem Fall eine Ausnahme machen, bat ich meine Eltern nach der Schule darum, mir dieses Spiel zu kaufen. Ich war sehr überrascht, als ich ohne große Gegenwehr eine Zusage bekam, ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich sogar ohne großes Bitten, eine positive Antwort erhielt, eher nach dem Motto: Ja klar, wieso denn auch nicht. Ich habe das, soweit ich mich erinnern kann, nie hinterfragt, natürlich auch nicht, aus Angst, sie würden es sich eventuell anders überlegen, aber eventuell waren meine Eltern hier so nachgiebig, da sie genau wussten, dass ich ein sehr großer Fan war und auch keinen, für mein Alter verwerflichen Inhalt, hinter diesem Spiel vermuteten.

Ich gehörte damals noch zu den Schülern, welche auch am Samstag zur Schule mussten, so auch am kommenden Tag. Der Samstag war zudem noch der vorrangige Einkaufstag meiner Eltern, umso erfreuter war ich, als meine Eltern angaben, sie würden im Zuge der morgigen Einkäufe, einen Sprung zu Media Markt sehen, ob das Spiel den vorrätig sei und dieses gegebenenfalls mitbringen. Obwohl ich mir trotzdem eher geringe Hoffnungen machte, war ich am Folgetag in der Schule sehr angespannt, in der Erwartung, wenn ich nach Hause käme, könnte mich mein Spiel erwarten. Am frühen Nachmittag, war ich kurz vor meinen Eltern zuhause und blickte gespannt in die Einfahrt, wann denn nun meine Eltern vom Einkauf zurückkommen würden, um vielleicht mein Game in Empfang nehmen zu können. Und tatsächlich, meine Mutter überreichte mir neben einigen Einkaufssäcken – die Vorräte wurden immer für 2-3 Wochen eingekauft – mein gewünschtes Indiana Jones PC Game.

Es war damals das erste Computerspiel, das ich überhaupt je in den Händen hielt. Eine schöne große weiße Box, welche vorne zum Teil auch noch wirklich schön glitzerte, mit meinem Helden abgebildet. Ich öffnete vorsichtig den Karton und entnahm eine Spielanleitung in Farbe, sowie eine CD-Box mit 2 CD-ROMs. Ich startete meinen Rechner und in weiterer Folge natürlich die Installation des Spiels. Fortschrittlich, war sogar bereits Windows 98 installiert.

Nebenbei sei erwähnt, dass in meinem Rechnergehäuse noch der altbekannte „Turbo Button“ verbaut war und am Systemboard ein Intel Pentium MMX mit 166Mhz arbeitete. Die Festplatte kann ich glaube ich noch mit 4GB beziffern, das CD-ROM Laufwerk mit 2-4x Geschwindigkeit und den Arbeitsspeicher mit 32MB. Betrachtet man nun die Systemanforderungen für das Spiel, CPU: 200 MHz, RAM: 32 MB, Grafikkarte: 4 MB, Soundkarte: 16-bit, ist es nicht übertrieben zu behaupten, dass die Rechenleistung etwas mehr als nur knapp bemessen war. Dass ich mit dieser These auch damals schon richtig gelegen hätte, wobei ich zu dieser Zeit betreffend Rechnerspezifikationen, bestenfalls aufgrund des IT Jobs meines Vaters, aus Gesprächen heraus aufgeschnapptes, Halbwissen hatte, zeigte eine Fehlermeldung nach Abschluss der Installation:

3D-Beschleuniger erforderlich!

Tja, liebe Hardcore Gamer mit NVidia Karten im SLI Verbund, ich gehörte noch zu den Typen, die damals noch nicht mal eine 3D Grafikkarte verbaut hatten. Vollkommen irritiert, eilte ich zu meinem Vater, welcher gemeinsam mit meiner Mutter, noch am Verstauen der Lebensmittel war und bat um Hilfe. Die Ernüchterung kam, als er mir erklärte, was ein 3D-Beschleuniger ist und vor allem, dass das ein Teil wäre, das zusätzlich kosten würde und zu verbauen sei. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob mein Gefühlschaos auch nach außen drang, innerlich brach jedoch eine Welt in sich zusammen und ich war wahrlich tief enttäuscht und unglaublich traurig. Einerseits, weil ich das Spiel nun doch nicht spielen konnte, andererseits, weil ich ja nicht wissen konnte, ob meine Eltern nun auch noch eine entsprechende Grafikkarte organisieren würden, mit welchem ich das Spiel zum Laufen bringen konnte.

Nun hatte es doch Vorteile, einen Vater zu haben, der in der IT Abteilung eines großen Unternehmens arbeitete und welcher ab und an, gute Teile aus alten ausgemusterten Rechnern, aufbewahrte. Er fuhr also extra am Samstag, gemeinsam mit mir, in die Firma und stöberte in den Überresten der alten Computer, nach der passenden Hardware. Die Neuanschaffung einer Grafikkarte, kam nicht in Frage, da dies wiederum eine Neuanschaffung der Hauptplatine und in weiterer Folge des Prozessors vorausgesetzt hätte. Sprich auch zu damaligen Zeiten, wäre ein vollständig neuer Rechner erforderlich gewesen. Das hätte natürlich die Toleranz meiner Eltern etwas überfordert, zudem hätte das Budget diese Anschaffung wohl kaum zugelassen.

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Nun wurde das benötigte Teil zum Upgrade jedoch gefunden und gemeinsam mit meinem Vater, fuhr ich frohen Mutes wieder nach Hause. Das Einbauen der Karte ging schnell, eine 3dfx Vodoo 2 Grafikkarte werkelte nun in meinem System. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Unternehmen, nach finanziellen Schwierigkeiten, im Jahre 2000 von Nvidia übernommen wurde. Der nächste Dämpfer, lies natürlich nicht lange auf sich warten. Einerseits erleichtert, die erforderliche Hardware gefunden zu haben, war ich auf der anderen Seite nun noch ein Stück ungeduldiger. Doch was kam nun? Die Suche nach dem Treiber. Was nun ein Treiber sei, war in meinem damaligen Verständnis für IT, trotz Erklärung kaum nachvollziehbar. Ich kann mich noch erinnern, dass die Installation der korrekten Version einige Zeit in Anspruch nahm, bis die Grafikkarte und in weiterer Folge das Spiel, fehlerfrei zu starten war. Zum Einen, war es damals nicht so einfach, die richtige Treiberversion zu finden, zum Anderen möge man sich an die Geräteinstallationspolitik der früheren Windows Versionen zurückerinnern, frei nach dem Motto: „Jeder Mausklick, ein Neustart“. Im Anbetracht der Gesamtumstände in Kombination mit der Rechnerhardware, wurde meine Geduld schon hart auf die Probe gestellt. Man möge hierbei auch erwähnen, dass ein falscher Gerätetreiber wiederum BlueScreens zur Folge haben konnte, welche Neustarts im abgesicherten Modus erforderten, in welchem man den/die Treiber wieder mühsam entfernen musste, nur um wieder mit einem neuen Versuch zu starten.

Ich denke, dass gerade auch ältere Gamer und Replayer, die früher auf vergleichbarer, oder vielleicht sogar noch älterer PC Hardware, arbeiten mussten, sich hier wohl ein Bild machen und nachvollziehen können, welche Zereißprobe so etwas für einen 11 Jährigen Jungen darstellt, der endlich sein heißersehntes Game starten und spielen möchte, im Besonderen wenn er während der ganzen Zeit, nicht mal weiß, ob das Alles am Ende zum Erfolg führt. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber soweit ich das dunkel im Kopf habe, erstreckte sich das Besorgen der Grafikkarte, die Installation und das Troubleshooting, über den ganzen Nachmittag und Abend, sowie in die späte Nacht hinein und bis zum kommenden Vormittag. Wobei ich auch von Glück sprechen konnte, dass dies ein IT Systemadministrator erledigt hat, der 300 Clients im Unternehmen betreut. Nehmen wir mal an, jemand der hier unbedarft ist, muss sich dessen annehmen. Ich meine ich wurde dann müde und bin so gegen 23:00 Uhr ins Bett, oder wurde ins Bett geschickt.

Am kommenden Tag war es aber dann endlich soweit, das Spiel konnte gestartet werden. Nun mag der Eine oder Andere denken, die Geschichte wäre vorbei,… oh nein, das ist sie definitiv noch nicht.

Nach dem Spielstart, empfing mich das Intro zum Game, der Ladebalken des Levels und schließlich Indy, nach einer kurzen Einleitung, am Bildschirm. Ich will hier jetzt nicht auf die Steuerung oder das Gameplay eingehen, dazu gibt es weiter unten noch Näheres, sondern bei meiner Geschichte bleiben. Das erste Level war rasch durch, der Abspann berichtete über unsere zugrundeliegende Story und wir kommen in das zweite Level des Spiels, Babylon.

Nun kommt ganz am Anfang dieses Levels ein Sprung von einem Vorsprung auf ein Funkhaus. Es ist einer der weiteren Sprünge des Spiels, bei dem Indiana Jones, sich auf der anderen Seite festhalten und im Anschluss hochziehen muss. Ich weiß nicht mehr, wie viele Versuche ich startete, diesen Sprung zu schaffen, es klappte einfach nicht. Vermutlich über 100 Stück, gefühlt sicher 1000. Indy prallte am Funkhaus ab, als würde er daran hinunterkratzen oder herunterrutschen, dies wurde auch durch einen verbuggten Soundeffekt untermalt, der zur Animation des Aufpralls passte und stürzte zu Boden, oftmals verstarb er sogar daran oder wurde zumindest schwer dabei verletzt. Das Ganze führte nach zwei Stunden erfolglosem Probieren dazu, dass meine Mutter zu mir kam, die Steuerung lernte – und glaubt mir, das Erlernen der Steuerung an sich, dauert auch schon seine Zeit – jedoch an den Versuchen scheiterte, mein Vater hinzukam, sich ebenfalls mehreren Versuchen bemühte und ich versuchte über eine Online Suchmaschine (damals noch Yahoo, Google war noch nicht so bekannt), Hinweise dazu zu finden. Cheats, wobei ich natürlich auch hier, damals erst noch nicht wusste was das ist, Komplettlösungen, Foren, alles half nichts, der Sprung war nicht zu bewältigen.

Was meinen Frust betrifft, kann sich an dieser Stelle wohl jeder selbst hochrechnen, wie es darum stand. Damals wusste ich natürlich auch von der generellen Gestaltung eines solchen Games noch nichts. Somit dachte ich, als ich den „Alle Waffen“ Cheat sah, dass ich doch, mit der Panzerfaust, einfach das Gebäude, oder das Gittertor, welches einen Durchgang hinter dem Gebäude verschloss, wegsprengen könne. Aber natürlich beschränkte sich die Explosionsgewalt dieser Waffe auf Gegner, oder gescriptete, Story relevante Elemente. Gebäude oder Mauern, ließen sich auch von dieser Sprengkraft, nicht beeindrucken. Das einzig Weiterführende, das ich nach zahlreichen Versuchen mit der Panzerfaust erreichen konnte war, dass die sehr weit hinten im nächsten Abschnitt explodierende Rakete, wohl ein Script aktivierte, welches das Gittertor hinter dem Funkhaus öffnete. Ich kam auf diese Weise zwar einen Schritt weiter, die Reise endete aber kurze Zeit später, bei einem Sprung auf den Lastwagen.

Es sah doch am Ende in der Tat so aus, als würde der Sprung auf das Funkhaus, als auch der Sprung auf den Lastwagen, nicht klappen, weil der Rechner nicht in der Lage wäre, den Sprung zu „berechnen“. Was generelle Bugs in Spielen betrifft und entsprechende Patches, wusste ich damals natürlich ebenfalls nicht Bescheid. Im Nachhinein betrachtet, weiß ich natürlich, dass das Spiel im Generellen sehr viele Fehler hatte, vor allem auch, als es den ersten Patch dazu noch nicht gab und es durchaus sein kann, dass es sich hierbei um einen Spielfehler handelte, der natürlich in Kombination auch etwas mit meiner knappen Hardware zu tun haben könnte. Ich habe mittlerweile ebenfalls den Beruf des IT Technikers erlernt, viele Jahre ausgeübt und mich mit allen möglichen technischen Dingen beschäftigt, aber was nun damals die Ursache dafür war, werde ich vermutlich niemals in Erfahrung bringen.

In jedem Fall, war die anfängliche Euphorie vollständig eliminiert. Ich war traurig, sauer, böse, enttäuscht und was weiß Gott noch alles.

Was lange währt, wird endlich gut,… Nun könnte man ja meinen, das Ganze hätte sich erledigt. Richtig, das hat es auch, zum Glück aber nur vorübergehend. Nachdem meine Euphorie betreffend des Games, nach den Strapazen ja vollkommen vergessen war, verschwand die CD-ROM erstmal in der Schublade und ich wandte mich wieder anderen Dingen zu. Doch irgendwann kam Weihnachten und für mich dadurch ein neuer Rechner. Da ich schon in diesem Alter, meinen Wunsch auf eine IT Ausbildung geäußert hatte, begann mein Vater schon sehr früh damit, mir gewisse Dinge beizubringen. Den PC zu Weihnachten in Einzelteilen zu bekommen, war da nur ein Teil davon. Aber irgendwann war auch dieser zusammengebaut und installiert. Natürlich kam ich dann auf die Idee, es nochmal mit dem Game zu versuchen.

Die Spannung war nahezu unerträglich, während ich das erste Level durchspielte und noch schlimmer, als ich ins zweite Level zu besagtem Vorsprung kam… Doch welch Wunder, der Sprung klappte, und nach ein paar Versuchen, auch die Sache mit dem Lastwagen. Die Weihnachtsfeiertage verbrachte ich nahezu Tag und Nacht damit, das Spiel durchzuspielen, es hat mich so richtig in den Bann gezogen. Die Mystik, die Farbvielfalt, der Sound, die Story, Indiana Jones,… es ließ mich nicht mehr los und zwar bis heute nicht.

Diese Erinnerung an die Zeit, wo das Spiel dann lief, habe ich bis heute behalten und führt dazu, dass der Eindruck, den das Spiel damals bei mir hinterlassen hat, bis heute unverändert anhält und ich das Game immer noch sehr gerne spiele. Ich habe das Spiel immer wieder mal zwischendurch installiert und gespielt, jedoch kam dann auch irgendwann Windows 2000 und Windows XP und somit auch das Ende der fehlerfreien Spielbarkeit des Games. Dies jedoch, lag nicht mehr an meiner jeweilig aktuellen Hardware, sondern an der Kompatibilität mit dem Betriebssystem. Der nervigste Fehler, war der Soundfehler, beim Benutzen einer stärkeren Waffe. Das Spiel stütze komplett ab und der Sound war zum Teil nur durch einen Rechnerneustart, nicht mal durch Beenden des Tasks im Task Manager, zu beheben. Hierfür gibt es aber jetzt einen replaying.de Patch, aber dazu später mehr,…

Verpackung

Beginnen wir den eigentlichen Review nun gleich mit der Verpackung. Das Game stammt noch aus einer Zeit, in der es noch nicht so gängig, bzw. noch nicht so standardisiert war, PC u. Konsolenspiele, in der klassischen DVD Box auszuliefern. Somit kommt das Game in der damals üblichen, sehr großen, Pappkartonbox. Damals konnte ich Dinge wie Design und Optik noch nicht so einstufen wie heute, ich muss jedoch sagen, dass ich das Layout im Nachhinein betrachtet, sehr ansprechend finde. Aus Archivierungsgründen profitiert man natürlich vom DVD Box Standard, da behindern die größeren Kartons schon etwas mehr, außerdem sind diese sehr schnell Opfer von kaputten Ecken und Kanten, jedoch finde ich diesen, etwas nostalgischen Stil, sehr ansprechend.

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Des Weiteren befand sich natürlich eine Anleitung in der Box. Die Anleitung ist auch sehr groß, also leider ebenfalls nicht kompatibel für “DVD Cover Bastler”:

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Im Web existieren bereits einige Fan-Art Cover zu “Indiana Jones und der Turm von Babel”, ein sehr gutes und hochauflösendes unter Anderem auf ecover.to zum freien Download. Es enthält leider einige Schreibfehler und ein Textbaustein fehlt, ich habe das selbst nachkorrigiert, möchte die ausgebesserte Kopie, aus eventuellen Copyright Gründen jedoch hier nicht veröffentlichen. Aufgrund meiner Vorgeschichte und meiner Beziehung zum Spiel, habe ich auch selbst Covers entworfen, diese können auf replaying.de heruntergeladen werden. Da meine Möglichkeiten im Grafikdesign, jedoch nicht über die Verwendung von Microsoft Paint hinausgehen, sind diese sehr primitiv:

http://www.replaying.de/leserartikel/indiana-jones-und-der-turm-von-babel-cover-3/

Anbei noch ein Foto von der CD-Box, welche im Karton war und den beiden CD-ROM Datenträgern, welche sich darin befinden:

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Einige Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe, wurde das Spiel in einer EU Box Version erneut herausgegeben. Der Karton war minimal kleiner als der Original Karton, enthielt nur noch die CD-Box mit abgeändertem BackCover und das gedruckte Handbuch wurde nicht mehr beigelegt. Es wurde stattdessen als *.pdf Datei, auf CD-1 hinzugefügt. Dies trifft auch auf die Indiana Jones Adventure Kit Sammlung zu, welche ebenfalls den Titel “Turm von Babel” enthält. Hier kann man das Handbuch, so wie es auch im Original gedruckt wurde, digital downloaden:

www.laraweb.de/download/indianajones5.pdf

Des Weiteren wurde das Spiel später auch als “Wühltruhenversion” verkauft, sprich nur die CD-Box, ohne weiterem Zubehör und ohne Karton.

Kompatibilität

Das Spiel wurde ursprünglich für Windows 95 und Windows 98 entwickelt, war auch auf späteren Windows Versionen spielbar, jedoch zum Teil mit vielen Fehlern, eingeschränkter Funktionalität und einer hohen Menge an Systemabstürzen. Beispielsweise gab es Grafikfehler, welche die Kamera an jedem Levelbeginn, in einem Blick zum Himmel einfrieren liesen, die Benutzung von Waffen mit höherer Feuerkraft, führten zu Spielabstürzen oder das Spiel stürzte generell an gewissen Stellen plötzlich ab.

Seitens LucasArts wurde bereits kurz nach Veröffentlichung des Spiels, ein Patch zur Verfügung gestellt, sowie die später herausgegebenen Spielversionen mit einer Information im CD-Cover versehen, dass das Spiel eventuell Updates benötigen würde um fehlerfrei zu laufen. Jedoch behebt dieser Patch lediglich gewisse Fehler im Spiel an sich, jedoch keinerlei Kompatibilitätsprobleme mit Windows Versionen. Spätestens für jene Spieler, welche versuchten das Spiel auf einem 64 Bit Betriebssystem zum Laufen zu bekommen, war definitiv Ende im Gelände. Das Spiel lies sich erst gar nicht mehr installieren, der Installer crashte beim Start und lies keine weitere Interaktion zu.

Zum Glück konnte replaying.de hiezu einen Installer entwickeln, mit welchem sich das Spiel wieder installieren und im Wesentlichen auch nahezu fehlerfrei spielen lässt. Der Installer enthält den offiziellen LucasArts Patch, sowie diverse Optimierungen und macht das Spiel mit 64Bit Betriebssystemen kompatibel, bis einschließlich Windows 8.1, mit welcher ich das Game zuletzt, fehlerfrei bis zu Ende durchspielen konnte. Dieser kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

http://www.replaying.de/download-datenbank/?did=80

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Folgende Beiträge, können euch bei Problemen unterstützen und bieten zudem noch viele Infos zu den vorangegangenen Problemen und Fehlern im Spiel:

http://www.replaying.de/indiana-jones-5/indiana-jones-5-der-turm-von-babel-unter-windows-xp-vista-7/

http://www.replaying.de/indiana-jones-5/indiana-jones-5patch-fur-windows-xp-vista-7-x64/

Steuerung

Gesteuert wird in erster Linie mit der Tastatur. Optional könnte man auch die Maus, einen Joystick, oder ein GamePad benutzen. Ich habe im Laufe der vielen Jahre, alle drei anderen Varianten probiert, ich kann euch nur empfehlen, mit der Tastatur zu spielen,… Sicher ist die Steuerungsmethode an sich, auch eine Sache der Gewohnheit, in diesem Fall bietet sich aber zudem die Problematik, dass die übrigen Steuerungsmethoden in ihrer Funktionsvielfalt sehr eingeschränkt sind. Während es für nahezu jede Waffe, jedes Item und jede Interaktion, auf der Tastatur eine eigene Tastenbelegung gibt, fällt dies aufgrund der hohen Anzahl, auf den anderen Eingabegeräten weg. Sprich man ist letzten Endes doch zusätzliche auf das Keyboard angewiesen, oder muss sich immer den etwas mühsamen Weg, durch das Inventar suchen. Anbei ein Auszug der Tastenbelegungen, das unterstreichen soll, was ich meine. Derart viele HotKeys auf einem Gamepad, Joystick oder gar der Maus, zu belegen, dürfte etwas schwieriger werden:

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Im Generellen gestaltet sich auch aber auch das Einlernen der Tastatur Steuerung, als nicht ganz so einfach. Sie ist sehr statisch und träge und vermittelt den Eindruck, als würde sie die Bewegung stark einschränken. Indiana Jones kann immer nur eine Aktivität zur gleichen Zeit durchführen, sich an Vorsprüngen nur dann festhalten, wenn er ansonsten nichts in seinen Händen hält und bereits begonnene Bewegungen auch nicht während der Ausführung abbrechen. Um Vorsprünge hochzuklettern, muss er definitiv genau und gerade davor stehen, ebenso verhält es sich bei Interaktionen, Sprüngen bei denen er sich auf der anderen Seite festhalten muss um sich nach oben zu ziehen und dem Aufheben von Gegenständen. Alle Interaktionen wirken sehr starr und sehr robotermäßig, wirklich flüssige Interaktionen sind sehr selten und kaum vorhanden. Wie jedoch bei allen Games, gewöhnt man sich nach einiger Zeit an die Steuerung, bis man sie jedoch wirklich verinnerlicht hat, dauert es eine ganze Weile. Das ist gerade anfänglich sehr frustrierend, da es dadurch des Öfteren vorkommt, dass ein Sprung misslingt, man in Abgründe stürzt, sich schwer verletzt oder stirbt und die Passage nochmals wiederholen darf, im Besonderen wenn man zuvor vergessen hat zu speichern. Sind die meistens benötigten Kombinationen jedoch in Fleisch und Blut übergegangen, im Regelfall gibt es vorrangig bei den weiteren Sprüngen Probleme, ist jedoch auch das kein Problem mehr, wobei sich prinzipiell an der Charakteristik der statischen Bewegungen nichts ändert.

Story

Das Spiel spielt im Jahr 1947. Der kalte Krieg hat begonnen und Russland sucht auf der ganzen Welt nach Artefakten, welche sich als Waffe einsetzen lassen und somit dabei helfen sollen, sich einen signifikanten Machtvorteil zu verschaffen. Der Antagonist des Spieles ist ein sowjetischer Wissenschaftler namens Gennadi Volodnikov, welcher meint, in den Ruinen des Turms zu Babel, auf etwas gestoßen zu sein. In der Bibel wird die Sprachverwirrung, als Grund für das Scheitern des Turmbaus angeführt, Dr. Volodnikov glaubt jedoch nicht an die Schilderung im Buch der Bücher. Er wisse von einer “höllischen Maschine” welche der Turm beherbergen soll. Die Babylonier hätten den Turm nur aus Angst davor eingerissen und vier Artefakte mitgenommen, welche sie auf der ganzen Welt verteilt hätten um zu verhindern, dass das Teufelswerk, je wieder in Betrieb genommen werden würde. Die Grabungen in Babylon sollen dabei helfen, Hinweise über den Aufenthaltsort der Artefakte zu finden um diese dazu zu verwenden, den Turm wieder in Gang zu setzen.

Prinzipiell klingt die Story typisch nach Indy. Wir haben eine Geschichte biblischen Ursprungs, Artefakte die über die Erde verteilt gefunden werden müssen, eine Partnerin, einen Gegenspieler und dessen russische Schergen. Was will man mehr? Mich hat die Story des Spiels schon damals fasziniert und das tut sie heute noch. Während des ganzen Spiels, bekommen wir immer wieder Zwischensequenzen, welche uns durch die Entwicklung des Spielgeschehens führen. Es wird storyseitig eigentlich nie langweilig und bleibt durchgehend spannend. Jedoch stört mich, wie auch bei “Legende der Kaisergruft” oder “Königreich des Kristallschädels”, das absolut irreale Ende. Wir spielen das letzte Level im Aetherium, einer Art Parallelwelt, außerhalb der uns bekannten Realität. Wir kennen bereits von “Jäger des verlorenen Schatzes” ein eher übernatürliches Ende, auch in “der letzte Kreuzzug” werden Schusswunden durch die mystischen Heilkräfte des Grals geheilt, aber ein Ende, dass wiederum derart weit entfernt von jedweden Parallelen zur Wirklichkeit entfernt liegt, hat mir schon damals am Ende, die Stimmung ziemlich versaut.

Zusammenfassend ist die Story jedoch wirklich ganz gut gelungen und kann durchwegs als Indy-konform bezeichnet werden.

Grafik/Sound

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Wie man an der kleinen Collage bereits unschwer erkennen und angesichts des Alters des Spiels auch erahnen kann, ist die Grafik aus heutiger Sicht bereits etwas in die Jahre gekommen. Aber auch für die damalige Zeit, konnte das Spiel hier nicht gerade mit Höchstleistungen punkten. Die Grafikengine siedelte sich im Mittelmaß an, grafisch aufwendigere Spiele waren jedoch bereits durchaus verfügbar. Die Texturen sind sehr eckig und kantig gehalten, auf Detailgetreue bei Emotionen und Gesichtszügen hat man nahezu vollkommen verzichtet, einzige der Mund bewegt sich bei den meisten Charakter.

Bewundernswert ist und sehr eindrucksvoll, gestaltet sich jedoch zum Großteil die Farbenvielfalt und Farbenpracht des Games, vor Allem und im Besonderen in besonders mystischen Orten, in Kombination mit wirklich gut gewähltem und platziertem Sound, wird das Spiel des Öfteren zum besonderen Erlebnis. Genau diese Kombination war es früher auch, die ausschlaggebend dafür war, bei mir einen derartigen Eindruck zu hinterlassen. Ich fühlte mich derart mystisch gepackt und gefesselt, dass ich mich nahezu in das Game hineingezogen fühlte und alles Andere um mich ausblendete.

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Trotz der altbackenen Grafik, kann das Spiel durchaus Adventure und Mystik Feeling vermitteln. Gerade auch Nostalgiker, kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten.

Gameplay

Besonders im Gameplay, kann das Spiel die Stärken unter Beweis stellen und mit Abwechslung punkten. Eine Quicksave und Quickload Funktion, runden das Ganze ab.

Wir steuern Indiana Jones durch insgesamt sechzehn, plus ein optionales, Level. Das optionale Level, lässt sich durch das Erwerben einer “geheimen Karte” freischalten, diese kann gegen virtuelles Geld erworben werden, dass wir durch das Sammeln von Schätzen erhalten. Diese geheime Karte, führt uns zurück nach Peru und an den Ort, den wir schon vom Vorspann aus “Jäger des verlorenen Schatzes” kennen.

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Das Spiel beginnt in den Canyonlands, einem Tutorial Level, dass dem Spieler die Steuerung näher bringen soll und gegen Ende, als Einleitung zur eigentlichen Geschichte des Adventures dient. Am Ende des ersten Levels, begegnen wir einer alten Bekannten von Indiana Jones, Sophia Hapgood. Sie begleitete unseren Archäologen bereits in “Fate of Atlantis”, Mittlerweile arbeitet sie für die CIA. Sie berichtet von den Vorkommnissen in Babylon und schickt uns dorthin auf die Reise, um Untersuchungen vorzunehmen und gegebenenfalls den Russen zuvorzukommen um Schlimmeres zu verhindern.

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Von Babylon aus geht es weiter ins Tian Shan Gebirge, zur sowjetischen Grenze zu China, in Kasachstan, wo wir nach einer aufregenden Flussfahrt, in einem alten Kloster aushelfen dürfen, nur um uns augenblicklich darauf, in einer Lagune des Inselgebietes Palawan wieder zu finden. Kurz danach durchstreifen wir Tempel- und Vulkananlagen, um weiter nach Teotihuacan in Mexiko zu reisen und ein verstecktes Tal zu entdecken. Daraufhin werden wir von den Russen unter Arrest gestellt, nur um wieder daraus entkommen zu müssen und weiter ins sandige Meroe zu reisen um dort die Pyramidengräber der nubischen Könige zu durchforsten.

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Wie sich unschwer erkennen lässt, reisen wir um die ganze Welt und bekommen durch die unterschiedlichen Schauplätze auch massig Abwechslung. Wir haben in jedem Level die Möglichkeit, zehn Schätze zu entdecken, die mal mehr, mal weniger gut versteckt sind. Jeder Schatz bringt uns eine unterschiedlich hohe Geldmenge ein, außerdem wird unser IQ (in diesem Fall Indy-Quotient) erhöht. Letzterer dient wie bereits in den Vorgängerspielen dazu, unser Spielvermögen anhand einer Highscore zu messen. Anders als bei “der letzte Kreuzzug” und “Fate of Atlantis”, haben wir jedoch keine Möglichkeit auf optionale Lösungswege, welche mehr IQ Punkte einbringen.

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Am Ende jedes Levels, gelangen wir in eine Handelsstation. Hier können wir mit Hilfe, des durch die Schätze gewonnenen Geldes, Ausrüstung, Munition sowie Gegenstände, die unsere Gesundheit verbessern, erwerben. Die geheime Karte können wir für 2500 Dollar erstehen. Ein sehr teurer Preis, daher lohnt es sich, entsprechend etwas an Geld zusammen zu sparen. Wer mit dem Bonuslevel jedoch auch geduldig bis zum Ende des Spiels warten kann, darf sein Geld ruhig anderweitig investieren. Nach Abschluss der sechzehn Hauptkapitel, gelangen wir automatisch nach Peru.

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Indiana Jones und der Turm von Babel, bietet außerdem eine Quicksave Funktion, die es ermöglicht, durch das Drücken einer vordefinierten Taste, den aktuellen Spielstand zu sichern, Voreinstellung dafür ist F5. Mit der voreingestellten Taste F8, können wir eben diesen Spielstand auch wieder schnell Laden. Der vorangegangene Quicksave Speicherstand, wird durch neuerliches Speichern, mit Hilfe der QuickSave Funktion, überschrieben. Gerade bei gefährlichen Sprüngen oder Stellen mit vielen und/oder starken Gegnern, ist dies eine nützliche und gerne gesehene Hilfe. Nahezu alle aktuellen Spiele, bieten generell keine manuelle und somit individuelle Speichermöglichkeit mehr, was sehr frustrierend sein kann, wenn man oftmals ganze Level oder Levelabschnitte wiederholen muss, weil man an einer schwierigen Stelle nicht vorankommt. “Legende der Kaisergruft” hat hier beispielsweise einiges an Gameplay Sympathie eingebüßt, wie ich auch bereits in meinem Review dazu, berichten konnte.

Aber in diesem Adventure am Meisten ausgereift und somit auch zum Genre passend, sind die Rätsel. Anders als bei “Legende der Kaisergruft” oder “Stab der Könige” ist der Spielverlauf hier nicht durchgängig linear, sondern bietet so einiges an Abwechslung. In manchen Levels kann man sich durchaus verlaufen, Dinge in falscher oder nicht optimaler Reihenfolge erledigen oder gar ganz vergessen, nur um dann plötzlich nicht mehr weiter zu kommen, oder Wege von Anfang an neu gehen bzw. wiederholen zu müssen. Außerdem sind die Rätsel oftmals nicht offensichtlich und/oder gut versteckt. Man muss dazu Dinge finden und untersuchen, gedanklich kombinieren, Vorarbeiten leisten, oftmals logisch denken, Schriftzüge an Wänden richtig interpretieren und entsprechend handeln. Hier ist wirklich richtig Indy Feeling vorhanden. Absolut TOP!

Zum Teil sind die Rätsel jedoch sogar etwas übertrieben schwer und können Frust auslösen, da man schon einige Zeit mit der Lösungsfindung beschäftigt ist. Aber immerhin wird das Game auf diese Art, auch für eingefleischte Adventure Spieler, nicht sofort langweilig. Die größtenteils besonders langen Level, verstärken dieses Feeling noch zusehends. Gerade als Spieler, welcher das Game zum ersten Mal spielt, ist man in manchen Abschnitten sicher mehrere Stunden unterwegs.

Was ich damit jedoch konkret meine, möchte ich mit einem detailliert beschriebenen Beispiel veranschaulichen (man bedenke dabei auch die Altersfreigabe des Spieles):

  • Beispiel (Spoiler): In Kapitel 12, muss man Hyänen töten, damit ein Junge, der sich in einem eingestürzten Minenschacht versteckt, dem Spieler behilflich ist. Damit er jedoch hilft, möchte er als Gegenleistung, eine Uhr. Damit wir an benötigen Gegenstand kommen, müssen wir in einem Geräteschuppen gelagertes Dynamit, durch einen Schuss, zur Explosion bringen, um ein Loch in den Schuppen zu sprengen, nur um darin, neben einem leeren hölzernen Eimer, eine Antriebskette für eine alte Förderanlage zu finden. Damit können wir diese wieder in Gang setzen um sie als Aufzug zu verwenden, um so in eine Grube zu fahren, um dort eine im Sand liegende Taschenuhr zu finden und wieder nach oben zurückzukehren, wobei wir von unten noch das Rad einer kaputten Lore mitnehmen. Nachdem wir dem Jungen, durch Betreten einer gescripteten Stelle, die Uhr überreicht haben, holt er uns einen Edelstein, durch balancieren über ein Eisenbahngleis, welches über einen Abgrund führt, welcher uns nach unterirdischer Erkundung von vier Pyramiden, voller weiterer Rätsel und todbringender Fallen, durch Reflexion von Lichtstrahlen dabei helfen wird, eine Tür zu öffnen. Der zuvor entdeckte Eimer wird dabei ebenfalls für die Umleitung einer Reflexion benötigt, indem er dazu benutzt wird, Wasser aus einer Wasserquelle zu schöpfen. Das daraus geschöpfte Wasser wiederum, wird dazu verwendet einen Lichtstrahl zu brechen und dadurch umzulenken. Das Rad der Lore benötigen wir, um eine andere Lore, ganz am Ende des Levels wieder in Stand zu setzen.

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Wenn man das Alles weiß, ist es ja kein Problem. Aber sehen wir das mal aus der Sicht eines neuen Spielers, der das Level ohne Heranziehen einer Komplettlösung zum ersten Mal spielt:

  • Man muss ausreichend Hyänen töten, genaugenommen alle, welche man finden kann. Solange bis ein kurzes Indy Theme ertönt, als Hinweis dafür, dass man genügend Tiere getötet hat, damit der Junge behilflich ist. Wer soll das wissen? Im Regefall läuft man nicht als Massenmörder durch die Gegend, nur um alles zu töten, was man so vor die Flinte bekommt. Zumindest nicht die Tierwelt, die sich zum Teil weiter entfernt bewegt. Außerdem kommen viele der Hyänen erst dann hinzu, wenn man bereits einmal mit dem Jungen gesprochen hat (Script), ansonsten läuft man zum Teil unnötig im Kreis, ohne weitere Gegner zu finden. Auf diese Art läuft man Gefahr, den Versuch den Jungen zu befreien, soweit überhaupt entdeckt, irgendwann aus Frust aufzugeben, was jedoch das Weiterkommen verhindert.
  • Wie soll man auf die Idee kommen, mitten im verlassenen Wüstengebiet, im Sand nach einer Taschenuhr zu suchen? Man bekommt zwar einen Hinweis darauf, dass der Junge eine Uhr möchte, aber auch erst nach Aktivieren eines Scripts. Nur wie soll man erahnen, wo das Teil zu finden sein mag?
  • Das Dynamit im Schuppen, muss erst von außen erkannt werden. Man ist von den vorangegangenen Kapiteln eigentlich eher gewohnt, mühsam Schlüssel für Türen zu finden, unter anderem auch für solche Türen, die grafisch die gleiche Textur aufweisen, wie die Tür des vorhandenen Schuppens. Dass man in diesem Fall das Dynamit als “Türöffner” zu benutzen hat, muss man erst mal richtig erkennen.
  • Die Antriebskette im Schuppen, kann man mit dem Aufzug gedanklich kombinieren, wenn man diesen bereits vorher entdeckt hat. Den Eimer nimmt man jedoch nur zufällig mit, nachdem man probiert hat ihn aufzunehmen, da es der erste und auch der einzige Eimer im ganzen Game ist, mit dem man überhaupt interagieren kann bzw. in diesem Fall muss. Hier kann es leicht passieren, dass man das Ding stehen lässt und später vergeblich sucht.
  • Nachdem die Taschenuhr in der Grube entdeckt wurde, könnte man das Rad an der Lore vergessen. Auf welche Weise auch gedanklich mit etwas verbinden, dass darauf hindeuten würde, dass man das Rad mitnehmen müsse? Was wenn wir den Teil mit der Grube vor dem Töten der Hyänen, absolviert hätten, der Junge der uns darauf hinweist, ist ja schwer zu finden, woher nun wissen, was mit der Uhr zu tun sei?
  • Wir erhalten einen Edelstein von dem Jungen der uns hilft. Man würde davon ausgehen, diesen eventuell wo benutzen zu müssen, dass er jedoch erst gegen Ende des Levels relevant wird, wissen wir ja zu dem Zeitpunkt noch nicht.
  • Beispielsweise suchen wir nun nach dem Ort, an dem wir den Eimer platzieren müssen, haben noch derart unglaublich viel Glück und finden die passende Stelle (der Ort liegt innerhalb einer der Pyramiden, es gibt mehrere Abzweigungen dorthin, man könnte die Richtige auch ganz am Ende erwischen und sich zuvor den Weg durch die Pyramiden bahnen), woher sollen wir wissen, dass wir den Eimer an einer Schöpfanlage montieren müssen, um damit Wasser zu schöpfen? Und selbst wenn wir darauf noch kommen, woher wissen wir wozu das Ganze hilfreich sein soll?

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Fassen wir zusammen: Im schlimmsten Fall, geben wir das Töten der Hyänen zu früh auf (oder erkennen dies überhaupt erst gar nicht als möglichen Lösungsweg), erhalten somit keinen Hinweis auf eine Uhr, bekommen dadurch auch keinen Edelstein, gelangen nicht in den Schuppen und somit auch nicht in die Grube und geben verzweifelt auf. Gerade in diesem Level habe ich schon einige Blind LetsPlayer gesehen, die eine Komplettlösung brauchten.

Spoiler Ende

Nun gut, das angesprochene Beispiel, ist zugegeben, auch eines der komplexeren Kapitel des Spieles, soll aber zeigen, wie individuell die Wegefindung sein kann und wie viele Optionen sich bieten können. Das trifft auch auf viele andere Abschnitte des Spiels zu, komplexe Rätsel, gibt es in der Tat zur Genüge. Hier lassen die Entwickler zum Teil schon heftig raten.

Was also den Adventure Faktor und das Indy Feeling betrifft, kann das Game eindeutig punkten. Betrachtet man allerdings die Altersfreigabe und die Zielgruppe, ist das Spiel zum Teil schon wirklich grenzwertig schwer. Hier kann jedoch auch die Karte weiterhelfen, die bei entsprechender Einstellung im Optionen Menü, auch durch ein Kreuz den nächsten Wegepunkt anzeigt, den man untersuchen sollte. Das Benutzen der Karte, kostet jedoch IQ Punkte (maximal zehn pro Level). Diese kleine Hilfe kann man aber wirklich gut gebrauchen, gerade in derart komplexen Leveln, kann man sonst für lange Zeit festhängen.

Fazit

Fassen wir nun zusammen. Was am Ende an Negativem bleibt, ist die etwas unflexible Steuerung und die altbackenen Grafiktexturen. Dafür gibt es auch einen guten Punkt Abzug. Jedoch macht das Game diese Mankos, durch mystisches Grafikdesign, untermalt mit fesselndem Sound und knackigen Rätseln definitiv wieder wett. Das Spiel bietet so einiges an Adventure Feeling, dass vielen anderen Adventure Spielen, oftmals bei Weitem fehlt und fordert, aufgrund der Anzahl und Länge der Levels, so einiges an Spielzeit.

Eine klare Empfehlung meinerseits, nicht nur für Indiana Jones Fans und Adventure Spieler, sondern für alle Gamer in Rätsellaune.

9 /10

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Bewertung: 5.0/5 (6)

Indiana Jones und der Stab der Könige: Test, Review

Markus am 21.Mai 2014 um 13:05:51
StaffOfKings_Playstation

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In diesem Review möchte ich über das LucasArts Spiel, Indiana Jones und der Stab der Könige berichten. Vorab möchte ich, wie schon beim vorangegangenen Review, für Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft, darauf hinweisen, dass ich natürlich Indiana Jones Fan bin und dementsprechend aufpassen muss, bei meinen Reviews objektiv zu bleiben. Sollte dennoch an der einen oder anderen Stelle der Eindruck entstehen, dass hier subjektiv bewertet wurde, bitte ich schon vorab um Verzeihung. Aber als Indiana Jones Fan, macht nun halt mal letzten Endes jedes Spiel irgendwie Laune.

Ich kann mich noch gut an damals erinnern, als ich im Internet nach News betreffend Indiana Jones stöberte (eigentlich nach Infos zu einem neuen Kinofilm) und plötzlich durch Zufall auf einen Artikel gestoßen bin, der dieses Game ankündigte. Das Herz pochte höher, ein neues Indy Spiel? Endlich? Schnell recherchierte ich und tatsächlich, Indiana Jones and the Staff of Kings, LucasArts arbeitet an einem neuen Indiana Jones Adventure.

War “Turm von Babel” 1999, ja spätestens jetzt, wirklich in die Jahre gekommen und zumindest zum damaligen Zeitpunkt, aufgrund von Kompatibilitäsproblemen mit neueren Windowsversionen zum Teil nicht mehr, oder zumindest nicht mehr vollständig (fehlerfrei) spielbar und “Legende der Kaisergruft” 2003, auch schon etwas angestaubt, wurde es doch Zeit, dass hier was Neues kommt.

  • Hinweis: “Turm von Babel” ist durch einen replaying.de Patch nun wieder im Allgemeinen fehlerfrei spielbar, auch unter 64Bit Systemen und bis einschließlich Windows Version 8.1

Generell konnte ich persönlich, mit jedweder Art von “Lego”- Spielen nicht viel anfangen, bis heute hat sich dies übrigens auch nicht geändert, umso höher meine Freude über Stab der Könige. Ich versuchte so schnell als möglich herauszufinden, wann man denn mit dem Release rechnen könne, jedoch ohne Erfolg, fand stattdessen jedoch eine mögliche Enttäuschung, welche meine anfängliche Euphorie massiv in die Schranken wies: Available for PS/2, Wii, PSP.

Und was zum Teufel ist mit dem PC?! Alleine der Gedanke machte mich damals bereits stinkesauer. Was soll das und vor allem warum? Fehlt hier nur der Eintrag, kommt die PC Version später nach? Und wenn nicht, warum wurde auf die PC Ausgabe verzichtet? Ich verstand die Welt nicht mehr. Liegt es am Kopierschutz? Konnte doch auch nicht sein, alle anderen Games von LucasArts erschienen doch ebenfalls für Windows. Oder sah der Hersteller die Zukunft in den Konsolen, vor allem in Anbetracht der Wii Technik?

Fragen über Fragen, welche mir monatelange Anspannung kosteten und bis zum Release auch nicht beantwortet wurden. Dann kam jedoch die Enttäuschung. Keine Version für den PC. Also ab in den Laden, um neben dem Spiel, eine PS/2 Konsole zu kaufen. Damals war diese zum Glück bereits, für sehr günstiges Geld, zu bekommen. Ich spiele zwar ansonsten keine Konsolenspiele, bis heute nicht, aber ich wollte keinesfalls auf den neuen Indy Titel verzichten.

Verpackung

Wie man sich vielleicht bereits denken kann, gibt es an der Verpackung keine erwähnenswerten Besonderheiten. Ein DVD Box Cover für die PS/2 (bzw. Wii – oder PSP Box Cover für PSP), mit einem grafisch gestalteten Teaser zum Game und einem FSK Logo in Übergröße. Darin befindet sich ein Handbuch, welches, wie bereits beim Vorgänger, im Notizbuch Stil entworfen wurde, sich jedoch als sehr dünn und schlicht herausstellt und natürlich die DVD, welche die Spieldaten enthält. Die PS/2 bekannte Standardisierung bringt, anders als bei “Legende der Kaisergruft”, den Vorteil, dass das Cover gut geschützt und auch ersetzbar ist. Ansonsten macht die Verpackung im Generellen nicht besonders viel her und entspricht dem Standard.

Grafik

Aufgrund der Tatsache, dass ich bislang keine Konsolen besaß und auch bis heute, außer diesem Spiel, weiterhin meine Adventures am Desktop PC meistere, fällt mir eine Beurteilung hier sehr schwer. Da es sich hierbei ja um eine Spielekonsole handelt, auf deren Grafikprozessor und Grafikengine man keinerlei Einfluss hat, ist man darauf angewiesen, was man vom Programmierer angeboten bekommt. Anders als am Personal Computer, kann man hier keine Auflösung ändern, Shader aktivieren, oder mit Antialising, eine Kantenglättung erwirken.

Ich kenne natürlich die generelle PS/2 Grafik selbst nicht so gut, soweit ich mich jedoch umgehört habe, Let´s Play Videos, von anderen Games, online finden konnte und Meinungen von anderen Rezensenten (zB. Amazon), zu diesem Game gelesen habe, hätte man offensichtlich mehr herausholen können. Hier hat man sich offensichtlich keiner Meisterleistungen bedient. Persönlich würde ich die Grafik als bestenfalls mittelmäßig einstufen. Obwohl ich die Bildskalierung meines Fernsehers auf 4:3 fixiert und jedwede Zoomfunktion deaktiviert habe, ist das Bild ausgesprochen pixelig, verschwommen und zum Teil sehr unklar (32″Diagonale, 200Hz, FullHD, Blickentfernung ca. 2 Meter). Die Grafik flimmert zum Teil sehr stark und hat Bildfehler, die Texturen erinnern im Generellen an Teile von “Turm von Babel”. Andere Elemente des Spiels, im Besonderen Bereiche die eine Interaktion erfordern, wurden jedoch wiederum stellenweise sehr schön konzipiert.

Die generelle Einschätzung ist somit sehr schwierig, in Summe würde ich die Grafik, im unteren Mittelmaß, einstufen. Ich weiß jedoch auch nicht, was die PS/2, theoretisch technisch können müsste. Möglicherweise ist auch nicht viel mehr möglich, oder man war gezwungen Kompromisse oder Abstriche zu machen. Hätte man das Spiel für die PS/3 konzipiert, hätte sicher mehr daraus werden können. Viele Rezensenten schreiben auch, dass die Grafik auf der Wii Konsole, wesentlich besser sei, und dort auch eine der Besseren im Allgemeinen darstelle.

  • Hinweis: Was den Hersteller dazu bewogen hat, neben der PC Version, auch auf eine PS/3 Version zu verzichten, ist mir unklar, vor allem da es Letztere bereits seit 2005 gab. In diversen Fan-Foren berichtet man jedoch von plötzlichen Budget Kürzungen, während den frühen Entwicklungsarbeiten des Spieles. Offensichtlich wollte man anfänglich, wesentlich mehr aus dem Adventure herausholen, aus diesem Grund, hätte man auch derart viele Bemühungen, in die neue Bewegungsphysik investiert. Die Trailer versprachen ja wesentlich mehr, als man am Ende zu Gesicht bekommt. Möglicherweise wäre das auch die Erklärung, für die fehlende Entwicklung auf anderen Plattformen? Ob dies jedoch stimmt, oder es sich dabei nur um (unbestätigte) Gerüchte handelt(e), kann ich nicht beurteilen.

Gameplay

Gerade als PC Spieler, merkt man sofort die etwas andere Steuerungscharakteristik einer Konsole, daher tat ich mir damals anfänglich etwas schwer, lernte aber sehr schnell. Die zu drückenden Tasten werden eingeblendet, die möglichen Bewegungen durch Hinweise erklärt. Wobei diese nicht nur anfänglich, wie meist üblich, in einem Tutorial Level gezeigt, sondern während des ganzen Games gezeigt werden.

Das GamePlay ist weitestgehend in Ordnung, wenn auch wenig abwechslungsreich. Als Schusswaffe gibt es lediglich den Revolver und dies nur in gescripteten Situationen, in welchen man sich automatisch duckt und statisch, von einer gewissen vorgegebenen Stelle, auf entfernte Gegner schießen muss. Hier sind die Gegner jedoch, oftmals durch das Beschießen von anderen Gegenständen, indirekt auszuschalten, was jedoch gerade ganz am Anfang noch nicht klar ist. Man vermutet, wie von anderen Spielen gewohnt, man müsse die Gegner mit den Kugeln der Waffe treffen. Während man sich jedoch für den Schuss kurz aus der Deckung begibt, wird man selbst getroffen, ohne jedoch den Kontrahenten niederzustrecken. Das daraus resultierende Ableben, kann dazu führen, dass man mit dem Gedanken spielt, seinen Controller zu zerbeißen, oder gegen den Fernseher zu werfen. Dass der Gegner jedoch nur durch das Zerstören, einer über ihm befindlichen Werbetafel zu besiegen ist, welche auf ihn herabstürzt, ahnt man an dieser Stelle nicht, bzw. ist anfänglich nicht klar.

In den Gametrailern gewann man damals den Eindruck, als hätte man viel und vorrangig auf die Entwicklung der Faustkämpfe gesetzt, wie auch bereits bei “Legende der Kaisergruft”.
So umfangreich die Möglichkeiten theoretisch sein mögen, so begrenzt sind sie in der Praxis. In der Tat ist die Anzahl an Gegenständen, mit welchen man interagieren kann, nochmals um eine hohe Anzahl gewachsen, um im Spiel jedoch zu überleben, bedient man sich relativ schnell, der wenigen, wirklich brauchbaren, Moves, wie “Packen – Schleudern – Schlagen – Packen – etc.” und ergänzt diese nach Möglichkeit mit dem Werfen von Gegenständen, um sich seiner Gegner zu entledigen. Um Spezialbewegungen auszuführen, bzw. diese zu testen, bleibt im Regelfall wenig Zeit. Hier geht sehr viel Potential des Spiels verloren. Den Grund dafür, ermittle ich in der in Summe doch recht statischen Steuerung. Die, durch die einzelnen Tasten ausgeführten Bewegungen, gehen nicht flüssig ineinander über, um einen dynamischen Bewegungsablauf zu generieren, sondern laufen eher Schritt für Schritt ab. Da man parallel dazu, nicht so viel Einfluss auf die Kamera hat, ist man in der Bewegung stark eingeschränkt.

Nachdem man beim Vorgänger “Legende der Kaisergruft”, eher auf komplexe Rätsel verzichtet hat, hat man bei “Stab der Könige” etwas aufgeholt. Stellenweise frustriert dies jedoch bei diesem Game wieder. Dies führe ich jedoch nicht darauf zurück, dass man übertrieben hätte, nein, die Rätsel sind zum Teil sogar ganz gut und angemessen, lassen sich aber oft einfach nur nicht konkret als solche erkennen. Entsprechend lange sucht man zum Teil auch bei Aufgaben, die sich im Nachhinein als denkbar einfach herausgestellt hätten. Zudem kommt die mittelmäßige Grafik, und die oftmals etwas unglücklich positionierte Kamera. Ich habe mich nicht selten dabei erwischt, wie ich mich direkt vor den Fernseher setzte und begann, den Bildschirm nach Hinweisen abzusuchen, nur um festzustellen, dass das Ganze dann noch verpixelter aussah, ich noch weniger erkennen konnte und ich, zu meiner entfernten Position auf der Couch, zurückkehrte. Am Ende bleibt an gewissen Stellen nur das Heranziehen einer Komplettlösung.

Videos und Animationen kann man leider nicht überspringen und werden dadurch, im Laufe der Zeit, zur Zereißprobe. Fans erinnern sich vielleicht an die Indy-Typische Szene, in welcher der Wind, Indianas zuvor verlorenen Hut, heranweht, er ihn aufhebt, etwas Staub abklopft und ihn wieder aufsetzt. Diese Szene wird nach Indys Ableben im Spiel verwendet und per Spielgrafik nachgestellt, nachdem der zuletzt gespeicherte Spielstand geladen wurde. Gerade an Stellen, an denen man sich bereits des Öfteren versucht, führt es zu noch mehr Frust, sich zum wiederholten Male die gleiche, dann schon nervige, Sequenz, ansehen zu müssen.

Wie auch bereits beim Vorgänger, ist manuelles Speichern nicht möglich. Das Spiel speichert selbständig während des Spiels an gewissen vordefinierten, nicht zu beeinflussenden Stellen, zudem wird im gleichen Zug, die Gesundheit aufgefüllt. Auf das Finden und Verwenden von Medipacks oder Ähnlichem, wurde vollständig verzichtet.

Das Auffinden von Artefakten wurde, wie bei beiden Vorgängern, beibehalten.

Story

Anfänglich fasziniert, hat mich der Titel. Wie im ersten und dritten Indiana Jones Film, sind wir wieder auf der Suche nach einem religiösen Objekt, diesmal nach dem Stab des Mose. Persönlich interessierten bzw. interessieren mich dergleichen Storys im Generellen, immerhin haben mich auch Dan Browns Romane, in deren Bann gezogen, ebenso habe ich die anschließenden Filme verschlungen. Somit war ich auch damals bei “Indiana Jones und der Stab der Könige” schon gespannt. Ganz erfüllt wurden meine Erwartungen jedoch nicht.

Die Geschichte ist prinzipiell gut und auch durchdacht, geht jedoch im Allgemeinen etwas unter. Auch hier wäre mehr Potential vorhanden gewesen. Die Story entwickelt sich nur sehr gemächlich und bruchstückhaft. Außerdem hält sie sich, auch angesichts des zum Teil frustrierenden GamePlays, im Hintergrund. Im Wesentlichen befindet sie sich aber auf dem Niveau der bisherigen Games und auch der Filme und ist somit ganz in Ordnung.

Fazit

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass das Spiel wohl eher für Indiana Jones Fans geeignet ist, da es für generelle Adventure Spieler, wohl ansprechendere und empfehlenswertere Titel gibt, als “Stab der Könige”. Gerade Indy Fans kommen aber in jedem Fall auf ihre Kosten. Was die Allgemeinheit betrifft, kann ich nur empfehlen, für die Kaufentscheidung generell mehrere Reviews, sowie gegebenenfalls Kundenrezensionen, heranzuziehen und auf den Preis zu achten. Das Spiel macht zum Teil nämlich schon richtig Frust und man benötigt stellenweise einiges an Geduld, um das Game zu Ende zu bringen. Prinzipiell kann ich es daher nur durchschnittlich empfehlen.

Am Ende kann ich nur hoffen, dass wir irgendwann wieder ein wirklich richtig gutes Indiana Jones Spiel zu sehen bekommen. Rätsel wie in “Turm von Babel”, Steuerung wie in “Legende der Kaisergruft” und Bewegungs- bzw. Interaktionsvielfalt, wie in “Stab der Könige”. Die Zusammensetzung dieser Elemente wäre aus meiner Sicht, das richtige Rezept für einen Indy-Game-Kassen-Schlager. Aufgrund des Kaufs von LucasArts durch Disney, fürchte ich jedoch und zweifle ich daran, dass wir hier, außer einem weiteren “Lego Indiana Jones”, noch etwas (brauchbares) erleben werden, aber man wird sehen,…

6 /10

Vollständiges, originales, PS/2 Box Cover:

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Bewertung: 5.0/5 (7)

Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft: Test, Review

Markus am 18.Mai 2014 um 13:05:59
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In diesem Review möchte ich über das LucasArts Spiel, Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft, berichten.

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass ich natürlich Indiana Jones Fan bin und dementsprechend aufpassen muss, bei diesem Review objektiv zu bleiben. Sollte dennoch an der einen oder anderen Stelle der Eindruck entstehen, dass hier subjektiv bewertet wurde, bitte ich schon vorab um Verzeihung. Aber als Indiana Jones Fan, macht nun halt mal letzten Endes jedes Spiel irgendwie Laune.

Verpackung

Beginnen wir bei der Verpackung des Spieles. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es erst gestern gewesen, als ich das Spiel zum ersten Mal im Verkaufsregal gesehen habe. So erfreut ich, damals über die einfallsreiche Verpackungsmethode war, so schnell kam auch die (persönliche!) Enttäuschung. Das Adventure kommt in einem Karton Schuber, den Inhalt herausgezogen, kann man diesen ausklappen und die Anleitung, sowie die beiden CDs kommen zum Vorschein. Nun finde ich die generelle Aufmachung der Verpackung ja sehr gelungen, einfallsreich und hübsch. Nachhaltig betrachtet jedoch, beinhaltet diese Variante einen großen Nachteil.

Gerade als Indiana Jones Fan möchte man sein Spiel, als Teil seiner Sammlung, natürlich auch äußerlich wohl gehütet wissen. Was passiert jedoch mit Pappkartons? Genau! Die Ecken klaffen etwas auf, die Farbe an den Kanten schabt ab, der Karton vergilbt etc.

Das ist jedoch etwas, dass mir subjektiv, aus eben erwähnten Gründen nicht gefällt, für Andere mag dies auch vollkommen irrelevant sein.

Im Karton findet man anschließend die 2 CD-ROMs des Spiels, sowie eine, doch recht aufwändig gestaltete, Spielanleitung. Sie wurde im „Notizbuch-Format“ entworfen und macht für Indiana Jones Fans entsprechend was her. Für Spieler, die nur kurz betreffend der Steuerung nachschlagen wollen, finde ich sie jedoch etwas unübersichtlich, da der tatsächliche Hauptinhalt, zum Teil in den vielen Grafiken und Zeichnungen untergeht und man – sagen wir mal – „etwas genauer hinsehen“ – muss, um den sinngemäßen Handbuchinhalt, optisch von den Grafiken abzugrenzen.

Im Großen und Ganzen ist die Aufmachung jedoch optisch nett gestaltet und man kann daran nicht wirklich etwas aussetzen.

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Installation

Die Installation gestaltet sich sehr einfach. Wie bei anderen Spielen üblich, wird CD-1 eingelegt, die Installation gestartet und nach Auswählen des Speicherpfades, der optionalen Startmenü Einträge und der optionalen Desktop Verknüpfung wird das Spiel installiert, wobei während der Installation natürlich auch der zweite Datenträger benötigt wird.

  • Hinweis: Ich empfehle, das Spiel, unter allen Windows Versionen, nach Windows XP, nicht im Standardinstallationspfad C:\Programme\LucasArts\ zu installieren, sondern einen Installationspfad in den „Eigene(n) Dateien“, oder einem sinngemäß vergleichbaren Ordner zu wählen. Grund hierfür ist das „Rechte-System“ von Windows, seit Vista, unter welchem man nicht mehr standardmäßig, als angemeldeter Benutzer, Administratorrechte besitzt und somit auch die ausgeführten Anwendungen nicht mehr Vollzugriff, auf alle Dateiordner, haben. In weiterer Folge entstehen beispielsweise dadurch Probleme, wenn man den Wunsch verspürt, seine Spielstände zu sichern. Der Speicherorder „Saves“ und die darin abgelegte SaveGame *.ses Datei, befindet sich ansonsten nicht im Spielordner, sondern sehr versteckt, im AppData Cache des Systems. Die Daten von dort aus zu sichern, ist natürlich wesentlich umständlicher.
  • Hinweis: Wird das Spiel unter Windows 8.1 64Bit installiert, erscheint während der Installation der Hinweis seitens des Betriebssystems, dass für die Funktionstüchtigkeit des Spiels „Direct-Play“ installiert werden muss. Nach Bestätigung der Meldung durch OK, installiert Windows diese Komponente selbstständig und führt im Anschluss daran, die Installation des Spieles fort. Des Weiteren wird für die Spielbarkeit unter Windows 8.1 64Bit der offizielle Spielpatch von LucasArts benötigt, der parallel dazu auch diverse Fehler im Spiel behebt. Dieser lässt sich per Google Suche sehr einfach finden und auch downloaden. Die Datei hat ca. 13MB und extrahiert sich selbst ins Spieleverzeichnis. Nach Update der Programmdateien, erhält man das Feedback, dass das Spiel nun gepatcht sei, außerdem befindet sich im Anschluss daran eine entsprechende ReadMe Datei im Spieleverzeichnis.

Nach der Installation wird zum Spielstart wiederrum CD-1 benötigt. Dies jedoch lediglich aus Kopierschutzgründen, Spieldaten werden nicht länger vom optischen Datenträger, sondern von der Festplatte gelesen.

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Etwas unangenehm ist die Lautstärke der Installer Animation. Startet man die Setup.exe, wird man durch einen netten Installationsbildschirm begrüßt. Hier wurde als akustische Animation der Sound hinterlegt, welcher auch am Beginn des Filmes “Jägers des verlorenen Schatzes (Raiders of the lost Ark)“, verwendet wurde, als Indy die Statue vom Podest nimmt und anschließend der Komplex beginnt, in sich zusammenzustürzen. Das Geräusch der fallenden Felsbrocken wurde hier eingebunden. Hat man durch Zufall die Systemlautstärke gerade sehr hoch eingestellt, erleidet man kurzfristig einen “gefühlten” Hörschaden, da die Lautstärke des Sounds sehr hoch skaliert. Beim Bewegen der Maus über die Schaltflächen des Installations-/Spielemenüs, wurde der Sound hinterlegt, welcher beim Schwingen (nicht Knallen), der Peitsche entsteht, animiert, auch hier ist die Lautstärke entsprechend hoch. Hier hätte man die Lautstärke durchaus etwas zurückfahren können. Gerade für Spieler mit Headset, finde ich das schon recht heftig.

Nach der Installation des Spieles und des Patches, begrüßt uns das Spiel, nach Klick auf die Verknüpfung, ebenfalls mit eben erwähntem Startbildschirm, lediglich mit dem Unterschied, dass nun an der Stelle des Punktes „Installation“, die Option „Neues Spiel“ anwählbar ist.

  • Hinweis: Gerade beim Replaying, verwenden Viele des Öfteren bewusst ältere Systeme, um die Kompatibilität der jeweiligen Spiele zu gewährleisten. von welcher ich damals noch niemals etwas gehört hatte. Diese Technologie stammt(e) scheinbar von Nvidia und kam erstmals bei der Grafikkarte Geforce 256 zum Einsatz. Onboard Grafikkarten, vor allem und im Besonderem bei älteren Systemen, unterstützen diese Technologie nicht. Die Fehlermeldung welche ausgeworfen wird, lautet wie folgt:
  • „(Render) Unable to initialize D3D on your system. You need update to directx 8.1 or later, and make sure that your video card supports hardware transfomation and lighting.“

Steuerung und erster Eindruck

Hat man als Spieler das Spiel, „Indiana Jones und der Turm von Babel“, in Erinnerung und die zum Teil damit verbundene, frustrierende, Steuerung, sowie die sehr altbackene Grafik, erhält man im ersten Moment den Eindruck, man befände sich im Schlaraffenland für Gamer, vor allem zum damaligen Zeitpunkt der Technik. Obwohl die Grafikengine nicht bahnbrechend, sondern im Generellen eher durchschnittlich war, begrüßt ein grafisch wesentlich ansprechenderes Intro, eine kurze animierte Einleitung und man findet Indy, mitten im grünen Paradies stehend, vor. Es ist sonnig, rechts sitzen ein paar gelbe Vögel, man hat den Eindruck als befände man sich im Urlaub unter Palmen. Beim nach vorne Laufen stellt man fest, dass die Spielfigur nun, neben der Tastatur, auch die Maus benötigt und die Vögel, bei Annäherung, automatisch wegfliegen. Tolle KI, oder nur gut gescriptet? Man weiß es an dieser Stelle noch nicht,…

Gameplay

Wie bei vielen, oder vermutlich fast allen, Games üblich, fungiert/fungieren das erste Level bzw. die ersten Teillevel als Tutorial Level. Man bekommt Tipps und Hinweise, wie man die Steuerung einsetzt, wie man mit Gegenständen interagieren kann und wie die Kamera zu positionieren ist. Gerade am Anfang ist die Steuerung jedoch etwas frustrierend. Da die Richtung in welche Indy läuft, sowohl durch die Richtung in welche die Kamera, welche man durch die Maus steuert, zeigt, bestimmt wird, als auch durch die Tastatur, durch Drücken der Richtungstasten W, A, S und D, läuft oder springt man hier schon des Öfteren nicht so ganz in die Richtung, in welche man sich gerne bewegen würde. Soweit ich mich erinnern kann, hat es bei mir durchaus einige Level gedauert, bis ich die Steuerung, bzw. sagen wir mal, das vollständige Potential der Steuerung, verinnerlicht hatte. Anfänglich frustrierend und ungenau, ist sie aber mit genug Übung und Gewohnheit, dann doch sehr gelungen und annehmbar.

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Bereits im zweiten Teillevel des ersten Kapitels, lernt man die Faustkämpfe, sowie die neuen Funktionen der Peitsche und der herumliegenden, nun interaktiven, Gegenstände, kennen. Gerade jedoch bei diesem Spielfortschritt, könnte das Spiel, neue Spieler, mal eben auf den Gedanken bringen, das Spiel aufzugeben. Indy greift oft ins Leere, verfehlt Gegner, steckt jedoch selbst ein und fällt verletzt um. Und spätestens beim Ersten Mal an dieser Stelle, stellt man entsetzt fest, dass das Spiel keine manuelle Speicherfunktion besitzt.

Es gibt in Summe, einschließlich des ShowDown Kapitels am Ende, 10 Hauptkapitel, welche sich in unterschiedliche Teilabschnitte aufteilen. Das Spiel speichert, nach Abschluss des jeweiligen Teillevels, automatisch. Stirbt man dazwischen, kann man wieder am Beginn, des jeweiligen Teils, starten. Im Besonderen aufgrund der anfänglich ungewohnte Steuerung, welche den einen oder anderen, oft sogar einfach aussehenden, Sprung, tödlich enden lässt, ist das ausgesprochen frustrierend. Spätestens beim letzten Teillevel des Spieles, würde man am liebsten die Tastatur zerbeißen.

  • Spoiler: Man begegnet einem Riesenkrokodil in einem unterirdischen Gewölbe, dessen erster und einziger Biss, unverzüglich tödlich endet. Natürlich bewegt man sich, in genau diesem Level, permanent frei in der Luft, über dem Gewässer, und springt von A nach B und weiter zu C. Dauernd die Gefahr im Nacken, nach unten ins Wasser zu fallen um vom Krokodil zerfetzt zu werden, bevor man rasch genug das Trockene erreichen konnte. Ich gebe zu, dass auch ich das Spiel damals, trotz anfänglicher Euphorie, an dieser Stelle beendet und ein paar Tage Spielpause eingelegt habe. Nach einigen mühsamen und nervenzerfetzenden Versuchen, verteilt über mehrere Tage, war das erste Großkapitel, dann am Ende doch geschafft und wie nach dem Tutorial Bereich üblich, startete das zweite Kapitel mit der Einleitung zur Haupthandlung des Spiels. Spoiler
  • Bemerkung: Wenn ich das Spiel heute, auch nach längerer Spielpause, erneut spiele, klappen auch Level wie diese, fast immer auf Anhieb. Hat man die Steuerung erst inhaliert, scheitert man kaum noch an solchen Stellen.

 

Nach Beenden des Tutorial Kapitels finden wir uns, in Indys Universität wieder, wo wir die Einleitung zu Story des Hauptteils erhalten

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  • Spoiler: Indy befindet sich am Schreibtisch in einem seiner Hörsäle und begutachtet sein Fundstück, aus dem vorangegangenen Kapitel. Plötzlich betritt eine Delegation aus China den Raum und heuert unseren Abenteurer an, das Herz des Drachens zu finden, eine makellose schwarze Perle, die in der Gruft, des ersten Kaisers von China, versteckt sein soll. Mithilfe dieses Artefakts, sei man in der Lage, den Willen der Menschen zu kontrollieren und die Menschheit somit zu unterwerfen. Bislang hätte die chinesische Republik niemanden gestattet das Grab zu betreten, dies hätte sich nun jedoch geändert. Um den Eingang der Grabkammer zu finden und zu öffnen, benötige man jedoch den Spiegel der Träume, welcher in drei Teile verstreut, am ganzen Kontinent zu finden sei. Indy hat die Suche sogar bereits, unwissentlich durch das zuvor entdeckte Relikt, begonnen. Es enthält den ersten Teil des Spiegels, wie sich nach Zerbrechen des Artefaktes herausstellt. Indiana Jones startet seine Suche unverzüglich, dies führt uns in das zweite Großkapitel und nach Prag. Spoiler

 

Im Laufe der nächsten Kapitel, lernt man die Steuerung etwas besser kennen und freundet sich langsam damit an. Schnell bemerkt man jedoch leider, dass die anfänglich umfangreich wirkenden Interaktionen, doch am Ende in der Anzahl begrenzt sind und beginnen langweiliger zu werden. Die KI der Gegner ist gut, aber auch nicht ganz ausgereift, sowie zum Teil sehr nervig, die Bewegungs- und Kampfvariationen sind umfangreich, man stößt aber auch hier nach einer gewissen Zeit an die Grenzen. Nach einiger Zeit verändern sich nur noch die Umgebungen und die Schauplätze, das Gameplay fängt an, etwas zu ermüden. Wir beschränken uns auf das Töten von Gegnern, das Hochsteigen von Leitern, das betätigen von Schaltern um Dinge zu aktivieren/deaktivieren, ein-/auszuschalten, oder zu bewegen. Konkrete Abwechslung gibt es hier nur selten.

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Die wirklichen Rätsel, bei denen man überlegen, raten, oder suchen muss, fehlen hier nahezu vollständig und stellen keinen Vergleich, zum Vorgänger, „Turm von Babel“ dar, bei welchem man oftmals stundenlang erfolglos probieren und sogar auf Komplett-Lösungen zurückgreifen musste. Der Spielverlauf ist sehr linear, man kann sich im Wesentlichen nicht verlaufen und auch kaum Handlungsabfolgen in ungünstiger oder gar vollkommen falscher Reihenfolge durchführen. Stattdessen begegnet man zum Teil nur besser bewaffneten Gegnern, in höheren Mengen, bei welchen man sich, an der zum Teil gefühlt übermenschlichen KI, jeweils eine Zeit lang die Zähne ausbeißt. Auch hier spürt man abermals die fehlende Speicherfunktion. Neben den flachen Rätseln, gibt es auch storytechnisch, bis zum Ende des Spiels, wenig Änderungen. Vieles lässt sich bereits vorab erahnen, oder ist von Anbeginn klar. Erst gegen Ende des Spiels, nach Betreten der Kaisergruft, begegnen wir wieder etwas Mystik Feeling. Wobei auch hier die wirklich knackigen Aufgaben auf sich warten lassen und sich dies eher auf die, durch Sound und Grafik generierte, Atmosphäre beschränkt.

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Vom Ende des Spiels war ich offen gestanden etwas enttäuscht. Schon bei „Turm von Babel“, sowie im Kinofilm „Königreich des Kristallschädels“, finden wir uns, in einem vollständig irrealen Gebiet, außerhalb der uns bekannten Realität, wieder. Und obwohl wir von Indy ja bereits wissen, dass sich seine Expeditionen, bzw. die daraus resultierenden Funde, immer am Rande der Realität und Mystik bewegen, werden wir im Vorgängerspiel, sowie im Film, zumindest von Anfang an irgendwie darauf vorbereitet. In „Legende der Kaisergruft“, habe ich ein derartiges Ende, eher als Wende in der Handlung wahrgenommen, nicht als Indy typisches Showdown. Das ist natürlich eine ausgesprochen subjektive Wahrnehmung. Um hier nicht zu Spoilern, möchte ich jedoch nicht näher darauf eingehen.

Spielende

Generell hat man das Gefühl, als hätte das Spiel nun relativ abrupt geendet und wäre sehr kurz gewesen. Dies mag jedoch ebenso ein subjektiver Eindruck sein. Die Abschlusssequenz hätte etwas umfangreicher ausfallen können, auch wenn Indy-Fans, den Inhalt dieser, bereits hätten erahnen können. Im Großen und Ganzen ist man jedoch ganz zufrieden.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Star Trek: Deep Space Nine – The Fallen: Test, Review

User am 18.Mai 2014 um 11:05:12
Explosionen sind das Schönste was sie in diesem Spiel grafisch sehen werden.

Wenn es zu Star Trek Spielen kommt, werden die meisten wohl an Star Trek online oder Star Trek- the video game denken, manche vielleicht auch an die Star Trek Eilte Force Serie. Nur wenige haben von The fallen je gehört, geschweige es selbst gespielt. Es handelt sich hierbei um einen Third-Person-Shooter, wie man dem Titel entnehmen kann, im Star Trek Universum spielt und zwar mit Charakteren der Fernsehserie Star Trek Deep Space Nine. Erschienen 2000 für Windows und Mac, entwickelt von The Collective Inc. und veröffentlicht von Simon and Schuster. Es ist ein durchaus gutes Spiel, mit ein paar verpassten Gelegenheiten, und da es recht gut auf modernen Betriebssystemen läuft, und deshalb auch heute kein Fehlgriff ist. Nach der Installation versucht man das Spiel zu starten, damit es dazu kommt, muss man zuerst etwas in den Dateien herumfummeln und manchmal die Kompatibilität verändern. Nun startet das Spiel, bei mir gibt es einen Fehler beim Spielstarten, das die CD anscheinend nicht richtig erkannt wird, ungefähr beim 6ten Mal wird sie einlesen und das Spiel startet. Nach dem die Entwickler Logos durch das All geflogen sind, folgt eine Sequenz, die schon ein kleinen Vorgeschmack auf die Story gibt und man ladet im Menü. Wie viele Andere überprüft man zuerst die Grafikeinstellungen, aber man sollte die Auflösung aber nicht zu hoch einstellen, sonst stürzt das Spiel ab. Wenn man ein neues Spiel startet, darf man zwischen drei Charakteren, Lt. Sisko, Kira Nerys und Worf, die alle verschiedene Level und Missionsziele besitzen. Die Story wird in Zwischensequenzen weitergeführt, aber ehrlich gesagt, die Geschichte des Spieles hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, den sie ist eher auf dem Niveau der Fernsehserie, was nicht heißen soll die Story der Serie sei schlecht, aber während den Zwischensequenzen, wo man die arg pixelige Grafik besonders stark erkennt, fühlt man sich als würde man sich die Serie anschauen. Auf dem TV-Bildschirm funktioniert das gut, aber im Spiel fühlt es sich etwas seltsam an. Die Story beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit, die Bajoraner glauben an drei mystische Drehkörper, die ein Wurmloch öffnen, womit sie mit ihren Göttern kommunizieren können. Bei der Untersuchung eines dieser Drehkörper, unter der Wissenschaftlerin Terell, kommt es zu einem Ausstoß von Energie und zwei ihrer Wachen werden in die Wand gebrannt. Sie verlassen die Raumstation, auf dem sie arbeiteten und verriegeln das Labor. Die Förderation übernimmt die Station und nennt sie in Deep Space Nine um. Sechs Jahre später wird ein Förderationsraumschiff angegriffen und Cap. Sisko lässt sich an Bord beamen. Er rettet die Überlebenden, während die U.S.S. Defiant von einem Raumschiff angegriffen wird. Sie können fliehen. Sisko und seine Begleiter sind aufgebrochen um auf einem alten Planeten Informationen über die Drehkörper zu finden und kehren, nachdem er sich mit Tieren und Soldaten geschlagen hat, zurück. Die zwei Wachen, die einst durch den Drehkörper verbrannt wurden, werden entdeckt und Terell erscheint, und gibt vor sie untersuchen zu wollen. Sie stiehlt den Drehkörper und flieht, trotz Bemühungen sie zu fassen… Gameplay besteht aus dem üblichen Repertoire eines Schulter-shooters, hauptsächlich schießen, kleine Rätsel und Klettereinlagen. Die Steuerung geht gut von der Hand und man findet sich schnell zurecht. Auch ist es bewundernswert, welch tolles Spielgefühl geschaffen wurde, man rast blitzschnell über die Landschaft, zerlegt Gegner mit schnellen Handfeuerwaffen. Auch Klettern und Springen fühlt sich meistens genau an, nur hin und wieder vermasselt man einen Sprung. DS9 the fallen benutzt, auf den Normaleinstellungen, ein Auto-Aim-Prinzip, man kann das aber frei ändern, so wird das Spiel aber auch etwas schwerer. Zu den Waffen muss man sagen, dass die Entwickler wohl nach dem Prinzip Qualität über Quantität gegangen sind. Es gibt nicht sehr viele Waffen, dafür sind sie aber alle brauchbar, nur der Granatenwerfer ist etwas schwer zu steuern. Die KI der Gegner ist eigentlich grundsätzlich gut, sie verhalten meistens so wie sie sollen, und ich kann nie genug davon kriegen, wie Gegner schreiend zu Asche zerfallen, wenn sie von einem Phaser getroffen werden. Nur automatische Türen machen manchmal Ärger für die KI. Die Atmosphäre von DS9 the fallen ist genial, das Licht der Taschenlampe des Spielers huscht durch einen dunklen Gang, Vögel schreien auf einer Alienwelt, das riesige Wrack eines Raumschiffes verfault im Wasser eines Planeten. Ich wünschte ich könnte das selbe über die Grafik sagen, besonders in den Zwischenseuenzen, erkennt man die pixelige Grafik sehr. Auch im Spiel sieht man wenn man eine kleine Zwischenpause von Soldaten in Asche verdampfen einlegt, das es echt kein Grafikwunder ist, nur manche Explosionen und Glüheffekte können überzeugen, aber es ist eigentlich unfair ein altes Spiel wegen schlechter Grafik zu tadeln. Fazit: Star Trek Deep Space Nine ist ein gutes Spiel, nicht grandios, aber sehr gut. Es hat die richtige Atmosphäre und ein spaßiges Gameplay. Nervig ist nur manchmal die Grafik, die Story riss mich leider nicht mit und das ewige Schlüssel für Türen suchen kann auf die Nerven fallen. Wenn man Star Trek mag, kann man getrost zu schlagen.

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Star Wars – Empire At War: Test, Review

User am 14.Mai 2014 um 16:05:08
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Star Wars: Empire at war

Star Wars: Empire at war, erschien 2006, eine Mac-Version folgte eine Jahr darauf und wurde von Petroglyph Games entwicklet. Es handelt sich hier um ein Echtzeit-Strategie-Spiel, das zeitlich zwischen die Rache der Sith und eine neue Hoffnung spielt. Es handelt sich hier um ein gelungenes Spiel, das leider recht unbekannt ist.

Verpackung:

Das Goldpack kommt in einer ca. A4-Blatt großen Verpackung, die aus Karton besteht. In ihr befindet sich das eigentliche Spiel in einer kleinen CD-Hülle. Die Anleitung kommt auf den Datenträger und lässt sich nur auf den Computer lesen. Die Hülle macht sich gut im Regal und nützt sich nur schwer bzw. gar nicht ab, meine Verpackung ist fast noch im Originalzustand.

Steuerung:

Das Spiel steuert sich einfach: Mit den Pfeiltasten steuert man die Kamera und mit Maus wählt man Truppen aus und gibt einen Befehle. Zusätzlich gibt es noch einige Tastenkürzel, die man aber grundsätzlich nicht braucht.

Singleplayerkampagne:

Man kann zwischen zwei (mit Addon sogar drei) Kampagnen auswählen, in den man eine verschiedene Story folgt mit unterschiedlichen Fraktionen, Einheiten und Missionszielen. Die erste Kampagne wäre die Rebellenkampagne, hier muss man hauptsächlich auf Helden und ihre Spezialfähigkeiten setzen, da die Soldaten der Rebellen nicht so stark sind. Auch empfand ich die Rebellen-Kampagne am besten unter anderem weil die Story am interessantesten war und man auch auf bekannte Gesichter wie Han Solo trifft. Zweitere wäre die Imperium-Kampagne, die hauptsächlich auf Macht setzt. Gigantische Raumschiffe, AT-ATs, Panzer, Dunkle Truppen und den Todesstern, den man am Ende der Kampagne herstellt und dann ganze Planeten in Asteroiden verwandelt. Die dritte und letzte Kampagne, welche man nur mittels Addon dazubekam, wäre die Konsortium-Kampagne, die ich persönlich als nicht sehr gut empfand. Sie fühlt sich sehr unausgeglichen an und der Protagonist ist keine interessante Person. Allerdings finde ich die Idee dieser Kampagne sehr gut, nämlich man sollte die Korruption über die ganze Galaxis ausbreiten, was sie auch recht gut umgesetzt haben, man kann zum Beispiel die lokale Miliz eines Planeten bestechen, einen Gouverneur kidnappen…

Zusätzlich sollte man sagen, dass die Handlung der Missionen durch cineastische Zwischensequenzen fortgetrieben werden, die meistens sehr gut animiert sind, auch ist das Voice-Acting gelungen. Man sollte auch sagen, dass die Kampagnen in drei Schwierigkeitsgraden spielbar sind: Leicht, Normal und Schwer. Insbesondere die Rebellen-Kampagne wird sehr schwer durch einen erhöhten Schwierigkeitsgrad.

Gameplay:

Bei EaW handelt es sich um ein Echtzeitsstrategiespiel und wer solche Spiele öfters spielt, wird sich gleich heimisch fühlen. Man kann das Spielen in drei Abschnitte unterteilen: Wirtschaft, Weltraum und Boden.

Wirtschaft: Die Wirtschaftskarte besteht aus den verschiedenen Planeten, die man kontrolliert, aber auch die der Feind beherrscht. Hier verbringt man die Zeit zwischen den Schlachten und bereitet sich auf die nächsten vor. Man bekommt pro Planet, den man kontrolliert einen fixen Geldbetrag, aber je mehr Minen man auf einen Planeten setzt, desto mehr Geld fließt hinzu. Man erbaut verschiedene Raumstationen im Orbit der Planeten und am Boden errichtet man Minen, Turbolaser, Kasernen… Mittels Kasernen und Fabriken stellt man Truppen, wie Sturmsoldaten, Rebelleninfanterie, Panzer… her, Verteidigungsanlagen, wie Turbolaser, schützen vor Invasionsflotten. Und die Weltraumstationen dienen als Produktions- und Verteidigungsanlage gleichzeitig. Zusätzlich kann man noch mit Spionen und Helden den Gegner manipulieren.

Weltraum: Entweder greift man mit einer Invasionsflotte den Gegner an oder verteidigt sich solche. Meistens muss man seine Weltraumstationen vor gegnerischen Beschuss und greift mit Bombern, Tie-Jägern oder sogar dem Todesstern den Gegner an. Öfters wird man von Admirälen angefunkt die panisch schreien wenn ihr Schiff in Flammen aufgeht oder Berichte über den Feind machen.

Boden: Mit Panzern, Speederbikes und AT-ATs bekämpfen sich die drei Faktionen auf dem Boden, hier kommen meistens auch Helden zum Einsatz, mächtige Krieger wie: Darth Vader oder Luke Skywalker. Öfters bekommt man Unterstützung von freundlich gesinnten Bewohnern.

Durchgehend gibt es eine sogenannte Battlecam, die die Kämpfe aus üblichen Filmeinstellungen zeigt, verbunden mit der genialen Musik kommt wahres Star Wars Feeling auf.

Add-on:

Es gab auch ein Add-on, welches hauptsächlich eine neue Faktion einfügt und eine paar zusätzliche Truppen und Einheiten hinzufügte. Es war eigentlich durchaus gelungen, aber die neue Kampagne war, wie schon erwähnt, die Schlechteste. Außerdem führte das Add-on die Supersternenzerstörer ein, die alles zerlegten wo man sie hin schickte.

Ein gelungenes Spiel, mit wirklich nur ein paar kleinen Schwächen, so spielt es sich manchmal etwas untatktisch, da man öfters einfach eine große Masse an Truppen braucht um den Gegner in den Boden zu stampfen, auch ist die Kampagne des Add-ons nicht so gelungen. Noch zu kritisieren sind die Nutzlosigkeit mancher Einheiten und dass manche Einheiten (Supersternenzerstörer) extrem overpowert sind. Das positive überwiegt aber eindeutig und mit dem umfangreichen Mod Republic at war zahlt sich das Spiel eindeutig aus. Ich würde die Gold-Pack empfehlen, da diese auch gleich das Add-on inne hat.

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Bewertung: 4.3/5 (3)

Erster Testbericht zu “Bioshock Infinite” aufgetaucht!

Malte am 22.März 2013 um 10:03:05
Bioshock-Infinite-News

Das Online-Magazin IGN durfte aufgrund eines Exklusiv-Deals mit 2k Games das neue Bioshock Infinite für die PS3 und Xbox 360 im Vorab ausführlich unter die Lupe nehmen. Die Wertung des Redakteurs von 9,4 Punkten fällt hierbei grandios aus, denn der Ego-Shooter setze neue Maßstäbe hinsichtlich Gameplay und Storytelling:

BioShock Infinite is a brilliant shooter that nudges the entire genre forward with innovations in both storytelling and gameplay.

Bioshock-Infinite-Screenshot-01
Am 26. März erscheint Bioshock Infinite offiziell für PC, PS3 und Xbox 360. Wir sind gespannt, welche Wertungen die deutschen Magazine ohne “Exklusiv-Deal” vergeben.

Quelle: PC Games | IGN

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Bewertung: 0.0/5 (0)
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F.E.A.R 3: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 11:03:12
F.E.A.R. 3

Ganze neun Monate ist es her, dass Point Man und sein F.E.A.R.-Trupp beauftragt wurden, dem blutrünstigen Amoklauf eines telepathisch begabten Verrückten Einhalt zu gebieten. Point Man musste erfahren, dass er die Jagd auf seinen eigenen Bruder, Paxton Fettel eröffnet hat. Dieser machte gemeinsame Sache mit seiner Mutter Alma Wade. Trotz dieser Erkenntnis befolgt Point Man weiterhin seine Befehle, legt auf seinem Weg die halbe Stadt in Schutt und Asche und verliert viele Männer aus seinem F.E.A.R.-Team. Doch Alma überlebte und wurde wieder Schwanger, doch diesmal mit einem Wesen, das die ganze Welt in Tod und Verderben stürzen könnte. Fettel euer Bruder (den man im zweiten Teil am Ende erschossen hat) ist von den Toten auferstanden und hilft auf euch euer Mission Alma zu finden.

 

Gameplay:

Das Game Play ist fast wie im jeden Egoshooter gleich, ihr könnt zwei Waffen mit euch tragen, verschiedene Anzahl von Granaten und ein Messer für den Nahkampf. Als Zusätzliches Feature könnt ihr als Point Man die Zeit verlangsamen, was dazu führt das euer Gegner sich langsamer bewegt und schießt. Dies Fähigkeit könnt ihr immer nur eine bestimmte Zeit einsetzten und müsst nach jeden Verbrauch auf die Wiederherstellung warten. Die KI (künstliche Intelligenz der Gegner) ist überraschend schlau, sie gehen in Deckung werfen gezielt Granaten, Flankieren einen und zielen sehr Präzise. Es gibt eine Vielzahl an Gegner, die alle andere Eigenschaften aufweisen und die Karten (Maps) ähneln sich untereinander kaum. Ab und zu treten auch Schockeffekte auf, die aber nicht wirklich Angst herbeiführen, da man sie meist nicht mitbekommt und vorahnen kann. Am Ende eines Kapitels könnt ihr das gleiche Kapitel, dann mit euren Bruder Fettel Spielen, der anstatt Waffengewalt auf psychische Mentale Fähigkeiten zählt und kann z.B. tödliche Impulse schießen oder in den Körpern der Gegner gelangen und sie steuern.

Steuerung und Technik:

Beide Charakter lassen sich Präzise steuern und man kann auf der Pc-Version auch die Tastenbelegung nach wünschen ändern. Es gibt keine Delays und keine Frame Einbrüche. Es gibt einige tolle Effekte (DirectX 10 Niveau), die Umgebung ist scharf und Detailreich und die Schatteneffekte sind auf mittlere Niveau.

Fazit:

F.E.A.R. 3 ist Technisch stabil, die KI ist intelligent und fordernd und Grafisch auf hohem Niveau. Trotzdem fehlt es an Innovation und richtigen Schockeffekten und wird auch sehr schnell langweilig. Die Story ist viel zu verwirrend für einen Neueinsteiger der Fear-Saga und zu einfallslos für Kenner der ersten Teile. Wenn ihr einen soliden Egoshooter sucht mit guter Grafik sucht dann greift zu. Für alle andern, die mehr auf Story und Atmosphäre achten ist das Spiel eher nicht zu empfehlen.

6,5 /10

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Bewertung: 4.0/5 (1)

Portal 2: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 10:03:27
Portal-2-PS3-Cover

2007 wurde mit „Portal“ ein Spiel entwickelt, dass sich von dem großen Angebot üblicher Genres deutlich abhebt und eine vollkommen neue Spieldimension erschafft. Portal wird aus Ego-Sicht im Parcourlauf in einem großen, aufgeteilten Testlabor gespielt. Mit Hilfe von zwei verschiedenfarbigen Portalen muss die Heldin „Chell“ zahlreiche Testkammern passieren, indem sie Portale, deren Position sie selbst festlegen kann, zur Fortbewegung nutzt. Die Testkammern werden durch den Einbau von Objekten einzigartig und fördern zudem den Spielfluss. Die Story (wenn man es denn so bezeichnen kann) wird von einem netten und humorvollen Computerprogramm namens Glados erzählt, dass allerdings zum Ende hin seine böse Seite zum Vorschein bringt.Und genau am Ende knüpft nun Portal 2 an: ihr spielt wieder die Heldin Chell und versucht den tödlichen Testkammern zu entkommen, die zum Ende hin immer kniffliger werden. Im Gegensatz zum ersten Teil seid ihr nicht ganz alleine, da euch ein kleiner Roboter namens „Wheatley“ begleitet, mit dem ihr im Verlauf des Spiels humorvolle kleine Dialoge führt. Als neues Featue kommen verschiedene Schleimarten an Wänden und Böden vor, wobei z.B. blauer Schleim als als Trampolin fungiert und weißer Schleim erlaubt es euch, Öffnungen von Portalen auf vorher nicht haftbare Flächen zu heften. Euer Ziel ist, dem Labor mit seinen Testkammern zu entkommen. Die Singelplayer Kampagne bietet, je nachdem, wie viel Zeit man in den jeweiligen Räumen verbringt, ca. 9 stunden Spielspaß. Aber damit nicht genug: es gibt auch einen kooperativen Modus, den ihr entweder im LAN oder Online mit einem Freund zocken könnt. Mit der Möglichkeit, den Co-op Modus erstmals durch eine Verbindung zwischen PC und Playstation 3 spielen zu können, wird das Spiel um ein multimediales Feature bereichert.Im Co-op Modus spielt ihr die Roboter P-body (orange) und Atlas (blau) und bestreitet eine ganz eigene Kampagne, dessen Story aus den Spielverläufen im Singleplayer-Modus weitergeführt wird. Trotzdem steht es euch frei, mit der Co-op Kampagne zu beginnen. Ihr müsst, wie auch im Solo-Spiel, Testkammern bestehen, und das geht nur mit ganzer Teamarbeit. Zudem besitzt ihr nun 4 Portale, jeweils 2 pro Spieler, die ihr miteinander verknüpfen könnt. Nebenbei werdet ihr auch von Glados unterschwellig gegeneinander auf-gehetzt, was im Spiel immer wieder für kleine Lacher sorgt. Technisch bietet Portal 2 hohen Spielspaß, da es keine Laggs und keine Frame-Einbrüche gibt, aber die optischen Möglichkeiten des betagten “Source”-Grafiksystems können mit einem Crysis 2 nicht mehr mithalten. Dennoch reicht es aus, um eine spannende atmosphärische Stimmung herbeizuführen.

Fazit:

Schon Portal war beeindruckend, und Portal 2 tritt in die großen Fußstapfen seines Vorgängers. Es stimmt alles; von der Grafik bis hin zum Spielspaß. Hier und da gibt es zwar kleinere langweilige Spielabschnitte und die Story wirkt teilweise etwas verwirrend, aber wer darüber hinwegsehen kann, wird seine helle Freude an Portal 2 haben.

8,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (4)

Limbo: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 10:03:06
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Es müssen nicht immer 16.777.216 verschiedene Farben und Millionen von Angriffskombinationen sein. Das zeigt ein sogenanntes Indigame aus dem Hause Playead. Ein Adventure Jump and Run über einen kleinen Jungen mit weißen Knopfaugen, der versucht seine Schwester zu retten. Ohne einen Vorspann oder einem Tutorial wachen wir in Person eines kleinen Jungen in einem düsteren Wald auf und hören nichts als die normalen Geräusche der Umgebung. Dies ist nicht nur der Stoff aus dem die Alpträume von kleinen Jungen und Mädchen ist sondern auch verschiedener Filme. Die Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Identität des Jungen und seiner “Mission” wird auch das Spiel über beibehalten. Nur aus der Beilage im Heft oder auf der Internetseite erhalten wir Informationen über die Hintergrundgeschichte des Jungen in Schwarz. Er ist auf dem Weg durch den Rand der Hölle um unsere kleine Schwester zu retten. Das Spiel ist anders als zu erwarten doch farblos in Schwatz Weiß gehalten. Dies unterstützt jedoch einerseits die Einsamkeit des Charakters und andererseits die Bedrohlichkeit der Umgebung. Diese wird auch durch die wenigen Hintergrund Geräusche eher unterstrichen als Begleitet. Wir nehmen die Hintergrundgeräusche durch die Ohren des kleinen Jungen wahr, was uns beim ersten Tod durch Ertrinken klar wird. Trotz der Tristen Umgebung und das Fehlen der Farben ist die Grafik sehr gut und auch mit Hilfe der mitgelieferten Brille in 3D. Auf seiner Reise muss er viele Gefahren in Form von Bärenfallen, Kreissägen, riesigen Spinnen und anderen überstehen. Selbst die einzelnen Gestalten, die ihm auf seinem Weg begegnen sind entweder längst tot oder legen alles daran den kleinen Jungen zu töten. Zum Glück sind die automatischen Speicherpunkte gut und zahlreich gesetzt, da Limbo kein Erbarmen mit dem Spieler zeigt. Auch bei den Rätseln lernt man die Speicherpunkte zu schätzen, da diese im Spielverlauf schwerer und auch komplexer werden, was teils mehrere Versuche bedarf. Dies mag für den einen oder anderen vielleicht auf Dauer frustrieren sein. Es zeigt aber so am besten den schwarzen Humor des Spiels und die Bedrohlichkeit der Spielewelt.

 Fazit:

Limbo ist für jeden zu empfehlen, der Spaß an den Rätseln findet, das Durchhaltevermögen und vielleicht auch eine Spur von schwarzem Humor besitzt. Denn in Limbo wird dem kleinen Jungen mit den weißen Knopfaugen nichts geschenkt.

7,5 /10

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Bewertung: 3.3/5 (4)

Etherlords im Retro-Test (Review)

throgh am 7.März 2013 um 15:03:35
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“Merke auf, Kind:  Der Äther ist der Quell all unserer Magie und durchzieht die Welt wie ein dünner Faden, an manchen Stellen stark, an Anderen wiederum schwach. Unser Wille und Handeln allein entscheiden, ob Chaos oder Ordnung unser Sein bestimmen: Der Äther versklavt Diejenigen, welche folgen, und zerstört alle Anderen, die sich ihm verweigern!”

Auch wenn dies nun kein wirkliches Zitat aus dem Spiel selbst ist, orientiert es sich an eben diesem. Aber was hat es auf sich mit “Etherlords”? Können die inzwischen über GOG.com erhältlichen Teile 1 und 2 tatsächlich faszinieren? Oder ist das Spiel doch nur eher ein standardisiertes wie auch lustloses Plagiat weit größerer Vorbilder? Ich würde sagen, dass entscheiden wir gemeinsam in dem folgenden Test wie auch gern weiterhin in den Kommentaren.

Inhalt

Die Etherlords-Saga unterteilt sich inzwischen in zwei Teile auf. GOG.com bietet beide Spiele unabhängig zum Kauf an, leider jedoch nicht als Komplettpaket. Dennoch lohnt es sich beide Spiele zusammen hier zu beschreiben und auch in ihrer Erzählung bauen diese aufeinander.

Als Grundelement der gesamten Welt von Etherlords wird der “Äther” genannt: Ein großer Fluss aus weißem Äther, der in der Mitte des Universums entspringt, teilt sich in vier gleichmäßige Strömungen auf – eine Kraftquelle, die als Magie bezeichnet wird. Die Welt selbst wird von vier verschiedenen Rassen bewohnt, die sich jeweils die Macht einer dieser Ätherströmungen zu Nutze gemacht haben: Die aggressiven Chaosianer, die sich Rudeln fortbewegen und wilde Kreaturen wie Wölfe, Ratten, Orks sowie Kobolde herbeirufen können. Zu ihren magischen Fähigkeiten gehören Blitze bis hin zu mächtigen Erdbeben. Dann gibt es die Kineten, die eher auf Wasser- und Wind-Magie setzen. Nur ihnen ist es möglich, die gewaltigen Drachen herbeizurufen. Die dritte Partei sind die Vitali, die Macht über viele Tiere und Pflanzen in der Natur haben. Daher kämpfen Schlangen, Zecken, Bienen usw. auf Seiten der Vitali. Die vierte und letzte Rasse nennt sich Syntheten und besteht aus einer Mischung von Mensch und Maschine. Im Kampf setzten sie mechanische Würmer oder sonstige mit Messern bewaffnete Maschinen ein.
Geführt werden diese Parteien von den so genannten Lords, Herrscher ihrer jeweiligen Rasse. Mit Hilfe des Äthers errichten diese Burganlagen, zähmen Monster, graben Minen, trainieren Helden und arbeiten an den magischen Fähigkeiten. Bis eines Tages die Planeten wieder alle in einer Reihe stehen und der weiße Äther gebündelt auf die Welt strömt. Wenn diese Sternenkonstellation erreicht ist, kann Einer der Herrscher im “Tempel der Zeit” aufsteigen. Er wird dann der Weiße Lord genannt und kann entsprechend die komplette Magie in sich bündeln.

Etherlords 1

Im ersten Teil werden wir als Spieler nunmehr initial mit dieser Welt konfrontiert und müssen nach Wahl der Seite erkunden was es nun mit den kommenden Veränderungen auf sich hat – zur Wahl setehen jeweils die Vitali / Kineten und Chaosianer / Syntheten. Dabei kann es durchaus passieren, dass man mit zunächst Verbündeten oder gar Freunden brechen muss. Am Schluss steht die Konfrontation mit dem Weißen Lord selbst, aber bis dahin sind noch einige Hürden zu nehmen und zahlreiche Lektionen in der Kunst des Krieges wollen schmerzlich gelernt werden!

Etherlords 2

Der zweite Teil greift die vorangegangenen Ereignisse auf und erwähnt nunmehr auch namentlich direkt zu Beginn die Figur der Diamanda, welche durch Experimente der Syntheten verändert wurde. Sie taucht nun als eine Art Hybrid auf und verbreitet eine Krankheit, welche den Opfern all ihre Energie und damit die Lebensgrundlage entzieht. Die jeweiligen zwei Seiten verbleiben wie auch im ersten Teil und der Spieler muss sich für eine Partei entschließen. Am Ende jedoch wartet das Spiel mit einem kompletten Epilog auf, in welchem man dann die Rolle der Diamanda übernimmt und herausfindet wer tatsächlich hinter all den Vorgängen der magisch verursachten Krankheit steckt! Mehr sei aber an dieser Stelle auch nicht verraten.

Atmosphäre und Spielmechanik

“Etherlords” ist ein rundebasiertes Strategiespiel. Aus der isometrischen Perspektive steuern wir als Spieler unseren jeweiligen Helden über eine Karte und überdenken die einzelnen Züge wie auch Vorgehensweisen ohne weitere Einflüsse oder Hektik. Allerdings bietet das Spiel auch weit mehr, denn die Kämpfe selbst geschehen mit einem sog. Schriftrollen-Set. Die einzelnen Schriftrollen sammelt man als Trophäen aus den verschiedenen Konfrontationen. In der Anwendung haben sie verschiedene Auswirkungen und rufen Monster / Kreaturen herbei oder beschwören mächtige, elementare Kräfte als Zerstörung oder Unterstützung. Auch erhält der Held nach Kämpfen, besonderen Funden von versteckten Orten und Schätzen wie auch erledigten Aufgaben Erfahrungspunkte und kann Fertigkeiten, Lebens- und Magiepunkte steigern bzw. ausbauen.

Die zwei Teile unterscheiden sich in ihrer grundlegenden Spielweise nur insoweit, dass “Etherlords 2″ weit näher mit der Kamera am Geschehen ist und etwas mehr Vielfalt in Sachen Aufgaben mit sich bringt. Ansonsten sind Kämpfe und Fortbewegung an das rundenbasierte Konzept gebunden, welches dennoch sehr fordernd sein kann, sofern zum Beispiel der Gegner einen vollkommen unerwarteten Zug tätigt und eine Kreatur beschwört, der unsere Verteidigung kaum etwas entgegensetzen kann. Hierbei unterscheidet das Spiel nochmals zwischen passiven und aktiven Kreaturen.

Diese sind leicht zu unterscheiden, da die jeweiligen Punkte für “Angriff” und “Verteidigung” eingeblendet werden. Wenn nun eine gegnerische Kreatur mit einem höheren Angriffswert attackiert unterliegt unsere natürlich folgerichtig. Das sorgt in den Kämpfen für reichlich Dynamik!

Grafik und Sound

Aufgrund des Alters dürften beide Spiele im Vergleich zu heutigen Produktionen sicherlich nicht mehr als “zeitgemäß” gelten. Von daher ist auch hier die Einordnung als “Good Old Games” korrekt. Allerdings hat NIVAL hier einen kleinen Trick verwendet und die Spielwelt eher mit Comic-Elementen versehen. So entsteht ein eher ungebundenes Gesamtbild und auch heute wissen beide Spiele zu begeistern in ihrer audiovisuellen Darstellung. Ein Wehmutstropfen ist jedoch, dass die Bildschirmauflösungen relativ fix vorgegeben sind. Die interne Architektur erlaubt sicherlich auch Veränderungen, jedoch wird die Oberfläche nicht mit skaliert. Das bedeutet eben, dass man durchaus eine Skalierung des gesamten Bildes vermeiden kann dafür dann aber auch eine abgeschnittene Oberfläche akzeptieren muss.

Es ist daher nicht ratsam die Auflösung intern durch Manipulation der Konfigurationsdateien zu verändern. Das Ergebnis wäre nur zur Hälfte tatsächlich befriedigend. Hier hätte NIVAL vielleicht doch noch etwas Abhilfe schaffen können. Dem eigentlichen Spiel jedoch bringt dies keinen allzu großen Schaden! Unter Linux lassen sich die beiden Klassiker problemfrei wie auch unter Windows installieren. Empfehlenswert wäre aber auch gerade für Linux die Kontrolle, ob eine 16Bit-Farbtiefe konfiguriert ist. Gerade für “Etherlords 1″ ist das essentiell wichtig!

Resümee

“Etherlords” wirkt teils immer noch wie ein Zusammenspiel vieler einzelner Komponenten: Der Sammeltrieb aus einem System wie “MAGIC – The Gathering”, Rollenspielelemente und Entdeckerfreuden aus einem “Heroes of Might & Magic”. Kann das denn begeistern? Klare Antwort: Natürlich! Auch wenn die Erzählweise der Geschichte doch etwas bieder zunächst wirkt, können sowohl “Etherlords 1″ als auch “Etherlords 2″ faszinieren. Der Reiz entfaltet sich hierbei nicht in pompös inszenierten Zwischensequenzen sondern eben schlicht wie einfach durch die Handlungsweisen des Spielers selbst. Allerdings muss man auch hierzu schon etwas resistenter gegenüber Frustrationen sein: Die “Etherlords”-Saga ist nur bedingt einfach gehalten. Wählt man eine eher ungünstige Kombination der Karten respektive Schriftrollen zu Beginn hat man es im weiteren Verlauf nicht gerade einfach. Daher gilt auch der Leitsatz: Lieber einmal mehr sichern als keinmal!
Die Geschichte rund um den Äther und seinen Einfluss wie auch den schlichten Antrieb von Mächten zum reinen Selbsterhalt ist zwar nur unterschwellig, aber dennoch stets präsent. Gerade der zweite Teil setzt das weit geschickter um mit dem Verweis auf die pure Abhängigkeit, die aber auch zugleich ein Fluch ist: Chaos und Ordnung stehen in steter Konkurrenz. Dennoch hätte NIVAL hier den Spieler etwas mehr bei der Hand nehmen können: An einigen Stellen fühlt man sich schon etwas “verloren”. Aber auch das lässt sich mit etwas Wille zum Risiko bewältigen. Was bleibt sind eben zwei wirklich schöne wie auch alte Spiele, deren Kauf man keinesfalls bereut.

Link zur GOG-Gamecard “Etherlords 1″
Link zur GOG-Gamecard “Etherlords 2″

von throgh
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Bewertung: 5.0/5 (1)

Deponia: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 12:03:53
Deponia

Nach dem großen Erfolg von „Harveys neue Augen“ versuchen die Jungs von Daedalic sich an einem neuem Setting. Sie nehmen uns mit auf eine Reise auf den von Müll übersähten Planeten Deponia und seiner zahlreichen Bewohner. Doch im Gegensatz zu den restlichen Bewohnern, die sich mit ihrem Leben im Müll abgefunden haben, will Rufus nur eins: weg. Es muss nicht immer ein vor Grafikeffekten strotzendes Actionspektakel sein um ein mitreißende Geschichte zu erzählen. Dies beweist Deponia, der neue Titel aus dem Hause Daedalic. Die Hamburger Schmiede, die schon mit ihren früheren Titeln wie „Edna bricht aus” und „Harveys neue Augen“ gezeigt hat, dass die Herren und Damen mit vielen Ideen und einer ordentlichen Portion Humor gesegnet sind. Mit Deponia stürzen sie sich wieder auf ein neues Setting, welches zwar immernoch ein Grafik Adventure ist jedoch von der Umgebung her nicht klassisch eingeordnet werden kann. Wir spielen den egozentrischen, kindlichen jedoch erfindungsreichen Außenseiter Rufus, der noch bei seiner Ex-freundin Toni wohnt. Wir begleiten ihn auf seinem Weg nach Elysium. Einem weit entfernten Ort mit wunderschönen Orbitelfen, welche natürlich nur auf Rufus warten. So zumindest seine Vermutung. Und natürlich hat Rufus auch wieder mal einen Plan sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Auch aller skeptischen und meist sarkastischen Bemerkungen zum Trotz, setzt er seinen Plan in die Tat um. Auf der ersten Station seiner Reise kommt es, wie könnt es auch anders sein, zur Situation der holden Mait in Nöten. Der tapfere Rettungsversuch endet zwar mit der Befreiung der holden Mait aus den Klauen des Organon jedoch landen beide auf Deponia, wo das eigentlich Abenteuer beginnt. Deponia ist ein Point and Klick Adventure in einer im Comicstil gezeichneten Welt in hochauflösender Grafik. Jeder einzelne der Charaktere der Rufus auf seiner Reise begegnet, fügt sich gut in das Gesamtbild Deponias ein. Seien es Jacken mit Löchern oder auch Hütte, welche nicht von einem konventionellen Hutmacher gemacht wurden. Auch hat jeder seine eigene Art und trägt mit seinen Aussagen immer mehr zum Gesamtbild von Rufus bei.Während der Gesamten Spielzeit fügen sich Hintergrundmusik und Geräusche dezent und authentisch ins Spiel ein. Bei Gesprächen wie auch Monologen werden sie auch entsprechend reduziert um keinen Witz zu verpassen. Zusätzlich zum Hintergrundsound wurden für Kapitelwechsel auch Songs in das Spiel integriert. Diese werden von Poki, einem der Entwickler von Deponia, gesungen,  was dem Spiel zusätzlich Charme verleiht. Die Rätsel, die ja das wichtige bei einem Point and Klick Adventure sind, wirken zwar an einigen Stellen skurril. Sie passen jedoch immer perfekt in die Welt. Auch wenn ein Espresso mit Batteriesäure verfeinert für unsere Begriffe doch recht seltsam erscheinen mag.

 Fazit:

Deponia kann allen empfohlen werden, die sich gern kniffligen Rätseln stellen. Aber auch für die, die einen der Vorgänger gespielt haben, ist am Ende noch ein witziges Gimmick eingebaut worden. Man darf gespannt sein, ob und wenn ja wann eine Fortsetzung von Rufus Abenteuern erscheint.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (1)

The Binding of Isaac: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 11:03:44
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Der kleine Isaac kauert sich ängstlich zusammen. Doch dafür ist keine Zeit. Er muss überleben und das auch im Angesicht des Grauens, dass auf ihn wartet. In so einer Situation kann er nur noch eins tun: weinen. The Bindung of Isaac ist ein Action RPG-Shooter und das „Action“ ist definitiv gerechtfertigt. Es ist zu großen Teilen ein sehr schnelles Spiel. Dies liegt dabei nicht nur an den Gegnern, von denen einige ziemlich flott unterwegs und andere in größerer Anzahl ersccheinen, sondern auch an den sehr verschiedenen Angriffen, die es Isaac oft schwer machen zu überleben. Die gesamte Geschichte von Isaac ist eine doch recht traurige. Er lebt mit seiner Mutter in einem netten Haus. Das Leben ist schön bis zu dem Tag, an dem seine Mutter anfängt eine Stimme zu hören. Diese befiehlt ihr Isaac ihr zu opfern. In seiner Angst entdeckt Isaak nur einen Ausweg: Die Falltür die in den Keller führt. Im Keller muss er sich dem Grauen stellen. Die Spielewelt ist in mehrere Ebenen, mit jeweils zufällig angeordneten Räumen, aufgeteilt. Am Ende einer jeden Ebene wartet auf Isaac ein Zwischenboss. The Binding of Isaac ist für alle ab 16 Jahre freigegeben. Man sollte jedoch erwähnen, dass es kein Survival Horror Titel ist. Die comichafte Grafik und die teilweise recht skurrilen Feinde nehmen The Binding of Isaac etwas den Schrecken. Die Hintergrundmusik ist bis auf die Bosskämpfe eine Mischung aus Rock und der ruhigen Musik, die aus Horrorfilmen bekannt ist. Auch ist die Idee, den kleinen Isaac mit einem endlosen Vorrat an Munition auszustatten, wenig furchterregend. Die Tatsache, dass seine Tränen und einige Bomben meist alles sind, mit denen Isaac den gefährlich Weg durch die zufällig generierten Level beschreitet, ist auch eher belustigend. Zusätzlich zu den Tränen können jedoch noch über 100 verschiedene Objekte mit den unterschiedlichsten Effekten gefunden und neue Charaktere freigeschaltet werden. Die Effekte sind aber nicht immer positiv. Was teilweise witzig ist – manchmal aber bei zu wenig Lebenspunkten auch zum sofortigen Tot führen kann. Die freizuschaltenden Charaktere haben jeweils eine besondere Fähigkeit oder Eigenschaft, wie zum Beispiel ein zusätzliches Herz. Es lohnt sich also die komplette Welt von The Binding of Isaac zu erkunden.

Fazit:

The Binding of Isaac richtet sich besonders an alle Shooter-Fans, die RPG-Elemente und eine Comic-Grafik zu schätzen wissen. Aber auch Gelegenheitsspieler kommen bei The Binding of Isaac voll auf ihre Kosten. Durch seine vielen Objekte gibt es auch viel zu entdecken, jedoch ist es dadurch erforderlich, mehrere Runden zu spielen, um alles zu entdecken.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Guild Wars Factions: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 11:03:39
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Guild Wars zählt zu den MMORPGs, spielt sich jedoch etwas anders als die meisten Vertreter dieses Genres. Dennoch findet es großen Anklang und vor allem der Nachfolger Guild Wars 2 wird schon sehnlichst erwartet. Doch was macht den Ausreißer dieses Genres so spannend?

Man startet in einem kleinen Außenposten einer größeren Stadt im Anfangsgebiet. Hier sind keine anderen Mitspieler zu finden, denn in Guild Wars sind alle Gebiete außerhalb der Städte instanziert. D. h., dass für jeden Spieler ein eigenes, sozusagen “privates” Abbild der Welt erschaffen wird. Bei Guild Wars können bis zu 8 Spieler gleichzeitig in einem dieser Abbilder spielen. Wenn man sich nun also zum ersten mal eingeloggt hat, erwartet einen ein netter Tutor, der einem die Grunddynamik des Spiels näher bringt. Nebenbei wird auch noch die Einführung in die Story erzählt. Die Story wird stets durch Missionen und Videosequenzen erzählt.

Schauplatz der Factions-Kampagne ist Cantha, der Heimatkontinent des Kaiserreichs der seefahrenden Händler, mit einem asiatischen Hintergrund. Die Hintergrundgeschichte dreht sich um den Antagonisten Shiro Tagachi, einen ehemaligen Beschützer des canthaischen Kaisers etwa 200 Jahre vor dem aktuellen Geschehen. Shiro ermordete seinen Herrn und wurde dafür getötet. Bei seinem Tode stieß er einen Schrei aus, der so machtvoll war, dass er die Ozeane in Jade verwandelte und die Wälder versteinerte. Und, was noch schlimmer ist, 200 Jahre nach seinem Tod kommt er als Geist wieder und belästigt die Canthaner erneut. Die Aufgabe des Spielers ist es, Shiro endgültig zu besiegen. Außerdem konzentriert sich die Geschichte auf die zwei Fraktionen Luxon und Kurzick, die um die Ressourcen in Cantha kämpfen und beide benötigt werden, um Shiro zu besiegen.

http://www.youtube.com/watch?v=8z3anYxWmFo

Quelle: GuildWiki (http://www.guildwiki.de/wiki/Guild_Wars_Factions)

Guild Wars ruft verschiedene Gefühle in den Spielern hervor. Die einen hassen es, die anderen lieben es.

Doch was macht dieses Spiel so besonders und einzigartig?

Hier ein paar der wichtigsten Punkte:

Man kann nur bis Level 20 leveln

Alle Gebiete außerhalb der Stadt sind instanziert

Es gibt keine ultimativen Ausrüstungsgegenstände. Rein das spielerische Können entscheidet über den Sieg.

Man kann eine Primär- und eine Sekundärklasse wählen, wodurch viele taktische möglichkeiten entstehen.

Das Spiel ist vor allem für “Teilzeitgamer” etwas, da man sich nicht mühselig ein gutes Equip erarbeiten muss, um mit anderen Spielern mithalten zu können.

Doch auch die “Vollblutzocker” kommen auf ihre kosten: PvP-Schlachtfelder, schwierige Dungeons, schwer zu erreichende Titel und nette Events sind zu genüge vorhanden.

 

Der Spieleinstieg kann sich etwas schwierig gestalten. Obwohl einem der Tutor das Spiel erklärt, kann man es noch lange nicht spielen. Erst nach der Zeit erkennt man den Nutzen bestimmter Fähigkeiten und weiß diese geschickt im Kampf einzusetzen. So können vor allem die Missionen kurz nach der “Schonungsphase” zu Beginn schwierig zu meistern sein. Da Guild Wars ein MMORPG ist, spielt man ständig mit anderen Spielern. Doch dies ist nicht zwingend notwendig. Wenn man einmal keine Mitspieler findet oder einfach keine Lust hat eine Gruppe zu suchen, nimmt man einfach NPCs mit, die einen bei den Kämpfen unterstützen. Mit diesen NPCs sind fast alle Quest zu schaffen, nur bei den Story-Missionen sollte man sich eine Gruppe mit realen Spielern suchen. In Guild Wars Factions gibt es insgesamt 8 Klassen zu Spielen. So kann man zwischen 56 verscheidenen Klassenkombinationen wählen. Außerdem wurden 20 neue Missionen, über 200 Quests und 300 neue Skills implementiert. Guild Wars Factions legt einen großen Wert auf PvP, weshalb auch hier ein neuer Modus, der Allianzenkrieg, eingeführt wurde. Die Grafik ist sehr gut für ein MMORPG diesen Alters. DIe komplette umgebung wie auch die Charactere sind in Echtzeit gehalten. Die Städte sind teilweise zwar sehr groß, jedoch trotzdem übersichtlich gestaltet. Die Landschaft in Guild Wars Factions ist im asiatischen Stil. Weite Wiesen mit ein paar asiatischen Schreinen und Tempel, wie auch verwinkelte Gassen durch alte Städte sind oft zu finden. Gegen Ende des spiels kommt man dann entweder in eine Wald oder in eine Art “Eismeer” Region, die wieder leicht asiatisch angehaucht sind. Die Musik von Guild Wars Factions ist immer sehr stimmig mit dem jeweiligen Event zusammenpassend. Sie ist auch sehr im Asiatischen Stil gehalten, was mir persönlich sehr gefällt.

Fazit:

Guild Wars Factions ist ein sehr gelungenes MMORPG, das einen frischen Wind in die MMORPG-Szene bringt. Es birgt für jeden, sowohl Vollblut- als auch Teilzeitzocker, seine Vorteile. Durch das Kämpfen mit NPCs, kein langes Suchen nach guten Ausrüstungsgegenständen und einem Maximallevel von 20, kann man selbst mit wenig Zeitaufwand schon alles erleben. Doch auch die Langzeitmotivation bleibt durch den sehr großen PVE- und sehr anspruchsvollen PVP-Content nicht auf der Strecke. Wer etwas neues im MMORPG Genre sucht, und noch nicht Guild Wars ausprobiert hat, sollte dies unbedingt tun, nicht zuletzt da das Spiel nurmehr 15€ kostet.

7,5 /10

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Bewertung: 1.0/5 (1)

Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 10:03:16
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Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stürzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und müsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flüchten. Erfüllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzählt und bleibt dem Stil von Assassins Creed treu? Viele solcher Fragen kommen auf. Um darauf eine passende Antwort zu geben, sollte man erst einmal genauer ins Detail gehen.

Als Besitzer der vorherigen Teile findet man sich schnell wieder in das Spiel ein. Es knüpft direkt an das Ende vom zweiten Teil an, ist dadurch allerdings auch für Neulinge erst einmal etwas verwirrend und benötigt eine Eingewöhnungsphase. Nachdem der Anfang mit zugehörigen Anleitungen und Wiedersehen der Familie überstanden ist, wird man direkt in das Spielgeschehen geworfen. Anfangs noch angenehm überrascht von seiner Frau, wacht man als Ezio am Morgen auf und muss feststellen, dass die Borgia mit einem gewaltigen Aufmarsch die Stadt angreifen. Zusammen mit seinem Onkel Mario versucht Ezio die Stadt zu verteidigen, bis alle Einwohner geflohen sind. Als dabei euer Onkel vom Borgia-Anführer getötet wird, reist Ezio nach Rom um die Borgia zu stürzen und sich zu rächen. „Die Borgia: Eine mächtige Gemeinschaft, angeführt von der Borgia Familie die über Rom herrscht“

Neben dieser Hauptmission stehen euch einige Nebenmissionen, Schätze und Auftragsattentate, sowie der Wiederaufbau Roms zur Verfügung. Im Vergleich zu seinen Vorgängern, seid ihr in Assassins Creed Brotherhood nicht mehr auf euch allein gestellt, sondern müsst im Verlauf der Missionen Assassinen-Rekruten ausbilden. Dafür stehen in ganz Rom Taubenposten verteilt, über die ihr eure Rekruten auf Missionen schickt und ausbildet. Bis sie schließlich ebenfalls zu Meister-Assassinen aufsteigen. Damit stehen euch im Vergleich zu den ersten zwei Teilen neue Möglichkeiten zur Verfügung, so könnt ihr beispielsweise mit sechs verfügbaren Rekruten einen Pfeilhagel auf eure Feinde anfordern oder einzelne Rekruten rufen, um euch im Kampf zu unterstützen. Allerdings habt ihr durch den Angriff der Borgia alles verloren und müsst euch in Rom hocharbeiten. Dabei kann man vielseitig vorgehen. In erster Linie muss man den Einfluss der Borgia in der Stadt senken und kann dadurch die besetzten Gebäude kaufen, die dann wiederrum euer verdientes Geld (alle 20 Minuten) steigern. Neben alltäglichen Gebäuden wie Schneidereien, Schmieden etc. sind auch bekannte Bauwerke wie das Kolosseum käuflich. Dabei darf man sein eigentliches Ziel nicht vergessen – Verbündete für sich gewinnen. Söldner, Kurtisanen und die Diebesgilde gilt es dabei für euren Kampf zu überzeugen und eine anfängliche Hilfe zu bieten. Diese liefern euch im Gegenzug wichtige Informationen und sind in den Straßen Roms anzuheuern. Falls man sich eine Pause vom Assassinen-Getümmel gönnen will, kann man jederzeit den Animus verlassen und als Desmond die Gegenwart erkunden, sich mit den anderen „Teammitgliedern“ unterhalten oder Emails über die aktuelle Lage in der Gegenwart lesen. „Animus: Ein Stuhl, der ausgestattet ist mit allerlei Technik und somit eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht)“ Wem das alles zu langweilig ist, kann auch den Singleplayer Modus komplett auslassen und sich direkt in den Multiplayer stürzen. Die Maps sind von 17 verschiedenen Charaktermodellen bevölkert. Jeder menschliche Spieler schlüpft in die Haut eines dieser Charaktere. Nun bekommt jeder einen Spieler zugewiesen, den es zu eliminieren gilt. Man ist also gleichzeitig Jäger und Gejagter. Dabei gewinnt nicht zwangsläufig der Spieler mit den meisten Kills. Wer sich verhält wie ein echter Assassine, unauffällig und hinterhältig, der bekommt mehr Punkte für seine Aktionen, als jemand, der blindwütig auf sein Ziel zustürmt. Neben dem Jeder-für-sich-Modus gibt es auch noch einen Teammodus, in dem ihr als Gruppe oder in Zweierteams gegeneinander antretet.

Sound & Grafik: Ebenso wie die Vorgänger passt die Stimmungsvolle Musik, allerdings kann es bei leistungsschwächeren Computern zu Synchronfehlern bei Charakteren kommen, so das teilweise Spannung etwas schlecht rüber kommt. Die Grafik fügt sich gut ein, hat sich aber auch nicht sonderlich verändert, nur für Käufer mit Leistungsstarken Computern im Detail zu entdecken, schönere Licht Animationen, realistische Schatten und saubere Kantenglättung

Steuerung & Gameplay: Nachdem der erste Teil ziemlich einseitig aufgebaut war und sinnvolle Nebentätigkeiten fehlten, wurde schon im zweiten Teil einiges verbessert und im dritten nun durch die Ausbildung von Gefolgsleuten optimiert. Dennoch kommt es auf der PC-Version öfter mal zu Steuerungsschwierigkeiten, so das man Ezio leicht von hohen Häusern Richtung Erdboden steuert anstatt auf das nächstgelegene Haus. Ansonsten läuft es flüssig und die einseitigen Konter-Kämpfe von den Vorgängern wurden beseitigt, indem man nur noch einen Konterangriff erfolgreich ausführt, nachdem man im richtigen Moment zuschlägt.

Fazit:

Assassins Creed spiegelt erfolgreich den typischen Stil der Assassinen-„Saga“ wieder, schließt damit allerdings auch eine etwas wirre Geschichte ein, die wieder einmal den Spieler mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurück lässt. Für Perfektionisten ist es eher eine Enttäuschung. Es stehen zwar viele Möglichkeiten zur Verfügung, die allerdings mit zunehmender Zeit eher mit Quantität statt Qualität glänzen. Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood ein Meisterwerk aus Ideen und Vielseitigkeit, bei dem es allerdings teilweise an vollendeten Ansätzen und einer guten Umsetzung der Umgebung von Desmond mangelt.

7,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (3)

The Second Guest: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 10:03:07
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Lord Charles Augustus Averton ist verstorben und sein Anwalt Herr Pendergast bittet Mr. Ice nach Grace Castle, auf die Insel Averton Island, zur Testamentsverlesung zu kommen. Doch woher kennt Lord Averton Herr Ice und was steht in dem Testament? Der Beginn eines packenden Kriminalabenteuers.

The Second Guest ist ein Point & Click Adventure von Headup Games um den Krimi des verstorbenen Lord Avertone und der Geschichte seines Ablebens.

 

 

 

Zu Beginn erhält Jack Ice ein Schreiben eines fremden Anwalts. Er bittet ihn zur Testamentseröffnung des Lord Averton auf eine Insel namens Averton Island zu kommen, da Lord Averton Jack darin “großzügig bedacht“ hat und ihm ein Brief ausgehändigt werden soll. Obwohl Mr. Ice weder Lord Averton noch Herrn Pendergast kennt macht er sich auf die Reise nach Grave Castle. Auf der Insel angekommen stellt sich nicht nur heraus, dass auch Herr Pendergast ermordet wurde, sondern der Mörder es auch auf Mr. Ice abgesehen hat. Doch warum wird Mr. Ice im Testament berücksichtigt und wer versucht ihn zu ermorden? Fragen über Fragen, die Mr. Ice klären muss, was ihm auch den Griff auf eine Flasche des Getränkewagens im Salon verwehrt. Im Haus und auf dem Rest der Insel können verschiedenste Charaktere getroffen werden, die meist einem bestimmten Klischee entsprechen. Der alte Seebär an der Anlegestelle oder die gutmütige und kräftig gebaute Köchin sind nur zwei Beispiele. Sämtliche Orte wie auch die verschiedenen Charaktere sind im hochauflösenden Comicstil gezeichnet und werden durch professionelle Synchronstimmen vertont.

Der alte Seebär hat einen viel raueren und legereren Sprachstil als zum Beispiel der Buttler, der sich sehr gewählt und wie zu erwarten war höfflicher auszudrücken weiß. Dies macht die Aussagen und die Geschichte aber noch authentischer und glaubhafter. Die gesamte Atmosphäre incl. der Hintergrundmusik ist düster gehalten und könnte original aus einem Samstagabend Krimi stammen. Genauso wie das gesamte Setting in einem alten Schloss mit den vielen Gemälden und Räumen.  Genauso wie die Charaktere, die sehr unterschiedlich sind und Jack mit ihren Aussagen verschiedene, teils hilfreiche Hinweise, geben und Jack mit persönlichen Geschichten über einander helfen andere Charaktere besser kennen zu lernen. Die Rätsel, die das wichtigste bei einem Point and Klick Adventure darstellen, sind authentisch und werden im weiteren Spielverlauf auch schwerer. Zusätzlich wird auch die Karte erforscht um an neue Ort gelangen zu können.

Um dabei lange Laufwege auf der Insel zu vermeiden, wurde eine Karte neben dem Inventar beigelegt, die es ermöglicht automatisch an den gewünschten Ort zu reisen, sobald dieser entdeckt wurde. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig da das Kontextmenu, in dem ausgewählt werden kann, ob man mit einem Objekt sprechen, es benutzen oder es nur ansehen möchte, erst nach längerem Druck auf die linke Maustaste geöffnet wird. Dies irritiert jedoch nur kurzzeitlich.

Fazit:

The Second Guest ist an alle gerichtet, welche gern Krimis lesen und denen, die gern Rätsel lösen. Es bietet jedem, der es spielt, eine authentische Geschichte gemischt mit lustigen Sprüchen und Dialogen der liebevoll gestalteten Charakteren. The Second Guest sollte in keiner Spielesammlung fehlen.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (5)

Ultima 9: Ascension im Retro-Test (Review)

throgh am 2.März 2013 um 11:03:49
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“Avatar, wachen Sie auf! Der Guardian ist in Britannia eingefallen, und Lord British hat Sie zu Ihrem letzten Abenteuer gerufen!”

Tja, da sind wir: Frisch aufgestanden und vielleicht noch etwas verschlafen. Zumindest stehen wir mit unserem Alter Ego, dem Avatar, in entsprechend leichtem Nachtgewand neben dem Bette. Nebst der doch sehr höflich wie förmlichen Anrede des Erzählers werden wir durch illustres Vogelgezwitscher von draußen und dem anbrechenden Tage geweckt. Hat man es bereits am Titel erkannt? Ja, in diesem Blogeintrag geht es um Eines der letzten Werke der Firma “Origin”. Basierend auf der Idee von Richard Garriott alias “Lord British” erschuf das Unternehmen die Welt von “Ultima”, in deren Erzählung wir als Erdenbürger in einer anderen Welt den Einwohnern gegen die Mächte der Finsternis zu Hilfe eilen. Nun ist der letzte Teil der Saga auch auf GOG erhältlich und somit auch Anlass für ein kurzes Resümee.

Inhalt

Wie im Intro bereits angekündigt: Der Guardian als finsterer Gegenspieler des Avatars hat es erneut geschafft Britannia in arge Bedrängnis zu bringen. In diesem Fall sind die acht Tugenden gefährdet wie auch korrumpiert. Auf uns als “Avatar”wartet also die Aufgabe die Schreine und verbundene Tugenden zu reinigen. Wie jetzt, das war es schon? Nein, keineswegs. Vorweg sei gesagt, dass “Ultima 9″ gleich zu Beginn eine ordentliche Portion Freiheit anbietet. Man kann schon allein das Haus des Avatars mit Geduld erkunden und entdeckt allerlei Andeutungen und Verweise auf andere Spiele von Origin und EA. Etwas traurig hierbei ist allerdings, dass “Origin” auch zugleich der Name der DRM-Maßnahme wie auch Onlineplattform seitens EA geworden ist. Die eigentliche Firma hat hiermit aber nichts mehr zu tun. Deren Erbe findet sich eben hier in diesem Spiel.

Was erwartet mich denn überhaupt in “Britannia”? Das kann man so adhoc gar nicht einmal sagen. Vielleicht würde es am Besten passen, wenn man schlicht erwähnt, dass es reichlich Abenteuer und Entdeckungen gibt. “Ultima 9″ ist hierbei ganz und gar nicht linear und bietet auch einfach nur Möglichkeiten durch die Landen zu streifen. Was es dann mit dem Guardian und den verdorbenen Schreinen wie auch Tugenden auf sich hat, erfährt man durch die Gespräche mit den Einwohnern. Und man entdeckt wirklich ungeheuerliche Dinge. So besuchen wir im Verlauf der Geschichte eine Stadt der Magie, werden Zeugen einer Zivilisation der Gargoyles am Rande der Vernichtung und folgen den Spuren der Vernichtung eines Drachen. Und das sind nur einige Höhepunkte. Hatte ich schon die gute Raven nebst dem Dorf der Piraten in einer Bucht erwähnt? Und das Schiff des Avatars, mit welchem wir uns über weitere Entfernungen bewegen? “Ultima 9″ ist ein wunderschöner Klassiker mit einer eher klassisch angehauchten Atmosphäre. Für Freunde der schnellen “Action” vielleicht nur bedingt geeignet, jedoch für den Genießer umso mehr. Man sollte also auch etwas Zeit mitbringen, um “Britannia” kennenzulernen.

Atmosphäre und Spielmechanik

Wie zuvor erwähnt: “Ultima 9″ ist ein Spiel für Genießer. Schnelle Action findet sich hier vielleicht in den Kämpfen, aber ansonsten kann man sich auch etwas Zeit nehmen. Gerade bei dem Erkunden der “Dungeons” und der dort lauernden Fallen ist auch dies nicht gerade unwichtig. Direkt noch auf der guten alten “Erde” wird man schon mit einem der zentralen Elemente konfroniert: Der Entscheidung. Das Spiel legt hier großen Wert auf die Entscheidung des Spielers bzw. Avatars und signalisiert dies auch bei der Art der Charaktererstellung, die nicht durch Werte an sich, sondern durch eine Zigeunerin geschieht. Die Dame stellt entsprechende Fragen, zu welchen man entsprechende Antworten geben kann. Hieraus resultiert dann quasi die Charakterklasse. Das Spiel ist somit auch ein wirkliches ROLLENSPIEL. Natürlich machen Werte auch einen Bestandteil eben besagten Genres aus. Jedoch ist ein Rollenspiel nicht gekennzeichnet durch das Streben nach eben besseren Werten, sondern durch das Erleben der Welt durch die Augen eines Charakters. So nimmt “Ultima 9″ dies dem Spieler aus der Hand. Keine gute Entscheidung? Nun in meinen Augen die Beste, die “Origin” hier treffen konnte. Es gibt zwar auch reichlich Kleidungsstücke, aber auch Gegenstände haben nicht den Stellenwert, wie sie es bei modernen Vertretern unter Umständen haben. Jedem bleibt selbst überlassen, wie er sich der Spirale an Gegenständen hingeben möchte. Allerdings ist in “Ultima 9″ erkunden und erforschen an der Tagesordnung.

So bestaunt man schlicht die mächtige Architektur der Stadt der Gargylen oder zieht das Schwert in einem finsteren Kellerloch in Erwartung furchtbarer Fallen und Gegner um die Ecke. Das Spiel gewinnt seine Atmosphäre durch die vielen kleinen Details. Ich kann mich durchweg daran erinnern damals noch mit einer 3DFX-Karte gerüstet mehrfach nur auf einer Klippe gestanden und die Bahnen der virtuellen Sonne beobachtet zu haben. Das allein für mehrere Stunden mit offenem Mund und dem leisen Wort “WAHNSINN” auf den Lippen. Nun ja, die Zeit ist vergangen und doch hat das Spiel bis heute nichts davon einbüßen müssen. Vielleicht hierzu noch ein Video aus der damaligen Ausgabe der GameStar?

Nein, keine Sorge: Das Spiel ruckelt nicht mehr auf heutigen PCs. Im Gegenteil läuft es außerordentlich gut.

Grafik und Sound

Auch “Ultima 9″ ist definitiv ein “Good Old Game”. Die Schärfe der Texturen ist im Vergleich zu heutigen Spielen auch kaum ein Vergleich. Ist das Spiel deswegen jetzt häßlich? Nein, die vielen kleinen Details und die liebevolle Ausgestaltung der Welt machen direkt von Angebinn bis zum Ende des Spiels Freude. Ja auch die etwas altertümlich erscheinende Musik ist ein Genuß. Auch wenn dies im GameStar-Video anders erscheinen mag. “Ultima 9″ ist natürlich kein “Skyrim”, aber die durchweg schöne Spielwelt und eine gute Vertonung machen das Spiel zu einem echten Erlebnis.

Resümee

Das waren noch Zeiten, so möchte ich jetzt allerdings nicht enden. Viel eher mit einer weiteren Empfehlung: Jeder Cent ist gut investiert in “Ultima 9″. Man kann sich in der Welt verirren, kann aber auch jederzeit wieder auf den allg. Weg zurück finden. Nebenher sei auch erwähnt, dass die Geschichte des Spiels sehr tief erzählt wird. Also auch mit fein animierten Zwischensequenzen und das Ende, welches ich hier an dieser Stelle nicht verrate, lässt doch die eine oder andere Träne fließen. So war es zumindest bei mir als ich mit meinem Avatar dann kurz vor Abschluss stand und sich all die Weggefährten, welche man über wirklich mehr als 80 Spielstunden getroffen hat, nochmals zum Abschied versammelt hatten. Eindringlich erzählt und der Titel “Ascension” wurde auch nicht umsonst gewählt. So verbleibt die Wahl, denn “Ultima 9″ bietet auch als Originalverpackung reichlich Extras.

Allein deswegen nenne ich das Spiel immer auch bei Vergleichen zu heutigen Standards, bei welchen man schon froh sein kann ein dünnes Handbuch in der DVD-Verpackung zu bekommen. Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht und mir damals noch die Originalverpackung zugelegt habe. Allein die Landkarte ist wunderschön. Und nur zu gern habe ich die Fassung von GOG erworben. Der Grund? Schlicht und einfach: Meine Fassung ist deutsch. Die von GOG ist natürlich Englisch und nichts ist schöner als auch einmal den Vergleich zu haben.

8,5 /10

Einen tollen Videopodacst rund um Ultima gibt es auch diesmal auf StayForever: Hier klicken!

Link zur GOG-Gamecard “Ultima 9: Ascension”

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Bewertung: 4.0/5 (4)
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