Erster Testbericht zu “Bioshock Infinite” aufgetaucht!

Das Online-Magazin IGN durfte aufgrund eines Exklusiv-Deals mit 2k Games das neue Bioshock Infinite für die PS3 und Xbox 360 im Vorab ausführlich unter die Lupe nehmen. Die Wertung des Redakteurs von 9,4 Punkten fällt hierbei grandios aus, denn der Ego-Shooter setze neue Maßstäbe hinsichtlich Gameplay und Storytelling: BioShock Infinite is a brilliant Weiterlesen

F.E.A.R 3: Test, Review

Ganze neun Monate ist es her, dass Point Man und sein F.E.A.R.-Trupp beauftragt wurden, dem blutrünstigen Amoklauf eines telepathisch begabten Verrückten Einhalt zu gebieten. Point Man musste erfahren, dass er die Jagd auf seinen eigenen Bruder, Paxton Fettel eröffnet hat. Dieser machte gemeinsame Sache mit seiner Mutter Alma Wade. Trotz dieser Erkenntnis befolgt Weiterlesen

Portal 2: Test, Review

2007 wurde mit „Portal“ ein Spiel entwickelt, dass sich von dem großen Angebot üblicher Genres deutlich abhebt und eine vollkommen neue Spieldimension erschafft. Portal wird aus Ego-Sicht im Parcourlauf in einem großen, aufgeteilten Testlabor gespielt. Mit Hilfe von zwei verschiedenfarbigen Portalen muss die Heldin „Chell“ zahlreiche Testkammern passieren, indem sie Portale, deren Position Weiterlesen

Limbo: Test, Review

Es müssen nicht immer 16.777.216 verschiedene Farben und Millionen von Angriffskombinationen sein. Das zeigt ein sogenanntes Indigame aus dem Hause Playead. Ein Adventure Jump and Run über einen kleinen Jungen mit weißen Knopfaugen, der versucht seine Schwester zu retten. Ohne einen Vorspann oder einem Tutorial wachen wir in Person eines kleinen Jungen in einem Weiterlesen

Etherlords im Retro-Test (Review)

“Merke auf, Kind:  Der Äther ist der Quell all unserer Magie und durchzieht die Welt wie ein dünner Faden, an manchen Stellen stark, an Anderen wiederum schwach. Unser Wille und Handeln allein entscheiden, ob Chaos oder Ordnung unser Sein bestimmen: Der Äther versklavt Diejenigen, welche folgen, und zerstört alle Anderen, die sich ihm verweigern!” Weiterlesen

Deponia: Test, Review

Nach dem großen Erfolg von „Harveys neue Augen“ versuchen die Jungs von Daedalic sich an einem neuem Setting. Sie nehmen uns mit auf eine Reise auf den von Müll übersähten Planeten Deponia und seiner zahlreichen Bewohner. Doch im Gegensatz zu den restlichen Bewohnern, die sich mit ihrem Leben im Müll abgefunden haben, will Weiterlesen

The Binding of Isaac: Test, Review

Der kleine Isaac kauert sich ängstlich zusammen. Doch dafür ist keine Zeit. Er muss überleben und das auch im Angesicht des Grauens, dass auf ihn wartet. In so einer Situation kann er nur noch eins tun: weinen. The Bindung of Isaac ist ein Action RPG-Shooter und das „Action“ ist definitiv gerechtfertigt. Es ist zu großen Weiterlesen

Guild Wars Factions: Test, Review

Guild Wars zählt zu den MMORPGs, spielt sich jedoch etwas anders als die meisten Vertreter dieses Genres. Dennoch findet es großen Anklang und vor allem der Nachfolger Guild Wars 2 wird schon sehnlichst erwartet. Doch was macht den Ausreißer dieses Genres so spannend? Man startet in einem kleinen Außenposten einer größeren Stadt im Weiterlesen

Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stürzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und müsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flüchten. Erfüllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzählt und bleibt Weiterlesen

The Second Guest: Test, Review

Lord Charles Augustus Averton ist verstorben und sein Anwalt Herr Pendergast bittet Mr. Ice nach Grace Castle, auf die Insel Averton Island, zur Testamentsverlesung zu kommen. Doch woher kennt Lord Averton Herr Ice und was steht in dem Testament? Der Beginn eines packenden Kriminalabenteuers. The Second Guest ist ein Point & Click Adventure Weiterlesen

Ultima 9: Ascension im Retro-Test (Review)

“Avatar, wachen Sie auf! Der Guardian ist in Britannia eingefallen, und Lord British hat Sie zu Ihrem letzten Abenteuer gerufen!” Tja, da sind wir: Frisch aufgestanden und vielleicht noch etwas verschlafen. Zumindest stehen wir mit unserem Alter Ego, dem Avatar, in entsprechend leichtem Nachtgewand neben dem Bette. Nebst der doch sehr höflich wie förmlichen Anrede des Weiterlesen

Dark Project: Der Meisterdieb im Retro-Test (Review)

“Du hast die Finsternis durchreist, doch was weißt du? Das Auge ist das Licht des Leibes, wenn aber das Licht in dir Finsternis ist, wie gross wird dann die Finsternis sein?” So beginnt eines der Spiele, welches wirklich Geschichte geschrieben hat und wegweisend für ein Genre war. Ich würde sogar sagen, dass “Thief” prägend für ein Weiterlesen

Riddick: Assault on Dark Athena im Retro-Test (Review)

“Aber diese neue Prämie auf meinen Kopf, von einem heiligen Mann, einem Typen dem ich mal den Hals gerettet hatte … tja, Lektion gelernt. Das Wort FREUND ist gestrichen. Es kann nur böse enden, wenn man jemanden zu dicht an sich ran lässt … böse für sie!” Wie soll man einen absoluten Antagonisten beschreiben, der soviel “Coolness” - um Weiterlesen

System Shock 2 im Retro-Test (Review)

„Sch-schau dich an, H-h-hacker. Ei-ei-eine erbärmliche Kreatur aus Fleisch und Knochen, die keu-keuchend und schwitzend durch meine Korridore rennt. Wie kannst du eine p-perfekte, unsterbliche Maschine herausfordern?“ So und nicht anders beginnt ein Spiel, welches in manchen Kreisen gar keiner Vorstellung mehr bedarf: SYSTEM SHOCK 2. Wieso denn jetzt bitte direkt den zweiten Teil vorstellen? Nun ja, Weiterlesen

Orcs Must Die! 2: Test, Review

Ein flotter Startschuss für die zweite Runde der spaßigen Ork-Metzelei „Orcs Must Die“! Knapp ein Jahr ließen sich die Entwickler nun Zeit für den Nachfolger zum preisgekrönten ersten Teil. Nun stellt sich natürlich die Frage, welche Erwartungen überhaupt an solch einen „Schnellschuss“ Nachfolger gestellt werden dürfen. Oder hat das eine Jahr doch für Weiterlesen

Diablo 3: Test, Review

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschlägt den Himmelsphäre über das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das Königshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschlägt reißt er den letzten verbliebenen  Weiterlesen

Sniper Elite V2: Test, Review

Wie ich sie hasse. Scharfschützen in Multiplayer-Spielen. Ob Battlefield, Star Wars Battlefront oder Team Fortress 2 – sie verderben mir als normalen Soldat die Spiellaune. Aber eine Sache gibt es definitiv nicht zu bemängeln: Die Effektivität der Scharfschützen. Für eine gewisse Zeit ungesehen räumen sie das Schlachtfeld mächtig auf, unterstützen Fußsoldaten und haben Weiterlesen

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Erster Testbericht zu “Bioshock Infinite” aufgetaucht!

Malte am 22.März 2013 um 10:03:05
Bioshock-Infinite-News

Das Online-Magazin IGN durfte aufgrund eines Exklusiv-Deals mit 2k Games das neue Bioshock Infinite für die PS3 und Xbox 360 im Vorab ausführlich unter die Lupe nehmen. Die Wertung des Redakteurs von 9,4 Punkten fällt hierbei grandios aus, denn der Ego-Shooter setze neue Maßstäbe hinsichtlich Gameplay und Storytelling:

BioShock Infinite is a brilliant shooter that nudges the entire genre forward with innovations in both storytelling and gameplay.

Bioshock-Infinite-Screenshot-01
Am 26. März erscheint Bioshock Infinite offiziell für PC, PS3 und Xbox 360. Wir sind gespannt, welche Wertungen die deutschen Magazine ohne “Exklusiv-Deal” vergeben.

Quelle: PC Games | IGN

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Bewertung: 0.0/5 (0)
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F.E.A.R 3: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 11:03:12
F.E.A.R. 3

Ganze neun Monate ist es her, dass Point Man und sein F.E.A.R.-Trupp beauftragt wurden, dem blutrünstigen Amoklauf eines telepathisch begabten Verrückten Einhalt zu gebieten. Point Man musste erfahren, dass er die Jagd auf seinen eigenen Bruder, Paxton Fettel eröffnet hat. Dieser machte gemeinsame Sache mit seiner Mutter Alma Wade. Trotz dieser Erkenntnis befolgt Point Man weiterhin seine Befehle, legt auf seinem Weg die halbe Stadt in Schutt und Asche und verliert viele Männer aus seinem F.E.A.R.-Team. Doch Alma überlebte und wurde wieder Schwanger, doch diesmal mit einem Wesen, das die ganze Welt in Tod und Verderben stürzen könnte. Fettel euer Bruder (den man im zweiten Teil am Ende erschossen hat) ist von den Toten auferstanden und hilft auf euch euer Mission Alma zu finden.

 

Gameplay:

Das Game Play ist fast wie im jeden Egoshooter gleich, ihr könnt zwei Waffen mit euch tragen, verschiedene Anzahl von Granaten und ein Messer für den Nahkampf. Als Zusätzliches Feature könnt ihr als Point Man die Zeit verlangsamen, was dazu führt das euer Gegner sich langsamer bewegt und schießt. Dies Fähigkeit könnt ihr immer nur eine bestimmte Zeit einsetzten und müsst nach jeden Verbrauch auf die Wiederherstellung warten. Die KI (künstliche Intelligenz der Gegner) ist überraschend schlau, sie gehen in Deckung werfen gezielt Granaten, Flankieren einen und zielen sehr Präzise. Es gibt eine Vielzahl an Gegner, die alle andere Eigenschaften aufweisen und die Karten (Maps) ähneln sich untereinander kaum. Ab und zu treten auch Schockeffekte auf, die aber nicht wirklich Angst herbeiführen, da man sie meist nicht mitbekommt und vorahnen kann. Am Ende eines Kapitels könnt ihr das gleiche Kapitel, dann mit euren Bruder Fettel Spielen, der anstatt Waffengewalt auf psychische Mentale Fähigkeiten zählt und kann z.B. tödliche Impulse schießen oder in den Körpern der Gegner gelangen und sie steuern.

Steuerung und Technik:

Beide Charakter lassen sich Präzise steuern und man kann auf der Pc-Version auch die Tastenbelegung nach wünschen ändern. Es gibt keine Delays und keine Frame Einbrüche. Es gibt einige tolle Effekte (DirectX 10 Niveau), die Umgebung ist scharf und Detailreich und die Schatteneffekte sind auf mittlere Niveau.

Fazit:

F.E.A.R. 3 ist Technisch stabil, die KI ist intelligent und fordernd und Grafisch auf hohem Niveau. Trotzdem fehlt es an Innovation und richtigen Schockeffekten und wird auch sehr schnell langweilig. Die Story ist viel zu verwirrend für einen Neueinsteiger der Fear-Saga und zu einfallslos für Kenner der ersten Teile. Wenn ihr einen soliden Egoshooter sucht mit guter Grafik sucht dann greift zu. Für alle andern, die mehr auf Story und Atmosphäre achten ist das Spiel eher nicht zu empfehlen.

6,5 /10

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Bewertung: 4.0/5 (1)

Portal 2: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 10:03:27
Portal-2-PS3-Cover

2007 wurde mit „Portal“ ein Spiel entwickelt, dass sich von dem großen Angebot üblicher Genres deutlich abhebt und eine vollkommen neue Spieldimension erschafft. Portal wird aus Ego-Sicht im Parcourlauf in einem großen, aufgeteilten Testlabor gespielt. Mit Hilfe von zwei verschiedenfarbigen Portalen muss die Heldin „Chell“ zahlreiche Testkammern passieren, indem sie Portale, deren Position sie selbst festlegen kann, zur Fortbewegung nutzt. Die Testkammern werden durch den Einbau von Objekten einzigartig und fördern zudem den Spielfluss. Die Story (wenn man es denn so bezeichnen kann) wird von einem netten und humorvollen Computerprogramm namens Glados erzählt, dass allerdings zum Ende hin seine böse Seite zum Vorschein bringt.Und genau am Ende knüpft nun Portal 2 an: ihr spielt wieder die Heldin Chell und versucht den tödlichen Testkammern zu entkommen, die zum Ende hin immer kniffliger werden. Im Gegensatz zum ersten Teil seid ihr nicht ganz alleine, da euch ein kleiner Roboter namens „Wheatley“ begleitet, mit dem ihr im Verlauf des Spiels humorvolle kleine Dialoge führt. Als neues Featue kommen verschiedene Schleimarten an Wänden und Böden vor, wobei z.B. blauer Schleim als als Trampolin fungiert und weißer Schleim erlaubt es euch, Öffnungen von Portalen auf vorher nicht haftbare Flächen zu heften. Euer Ziel ist, dem Labor mit seinen Testkammern zu entkommen. Die Singelplayer Kampagne bietet, je nachdem, wie viel Zeit man in den jeweiligen Räumen verbringt, ca. 9 stunden Spielspaß. Aber damit nicht genug: es gibt auch einen kooperativen Modus, den ihr entweder im LAN oder Online mit einem Freund zocken könnt. Mit der Möglichkeit, den Co-op Modus erstmals durch eine Verbindung zwischen PC und Playstation 3 spielen zu können, wird das Spiel um ein multimediales Feature bereichert.Im Co-op Modus spielt ihr die Roboter P-body (orange) und Atlas (blau) und bestreitet eine ganz eigene Kampagne, dessen Story aus den Spielverläufen im Singleplayer-Modus weitergeführt wird. Trotzdem steht es euch frei, mit der Co-op Kampagne zu beginnen. Ihr müsst, wie auch im Solo-Spiel, Testkammern bestehen, und das geht nur mit ganzer Teamarbeit. Zudem besitzt ihr nun 4 Portale, jeweils 2 pro Spieler, die ihr miteinander verknüpfen könnt. Nebenbei werdet ihr auch von Glados unterschwellig gegeneinander auf-gehetzt, was im Spiel immer wieder für kleine Lacher sorgt. Technisch bietet Portal 2 hohen Spielspaß, da es keine Laggs und keine Frame-Einbrüche gibt, aber die optischen Möglichkeiten des betagten “Source”-Grafiksystems können mit einem Crysis 2 nicht mehr mithalten. Dennoch reicht es aus, um eine spannende atmosphärische Stimmung herbeizuführen.

Fazit:

Schon Portal war beeindruckend, und Portal 2 tritt in die großen Fußstapfen seines Vorgängers. Es stimmt alles; von der Grafik bis hin zum Spielspaß. Hier und da gibt es zwar kleinere langweilige Spielabschnitte und die Story wirkt teilweise etwas verwirrend, aber wer darüber hinwegsehen kann, wird seine helle Freude an Portal 2 haben.

8,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Limbo: Test, Review

Dominik am 9.März 2013 um 10:03:06
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Es müssen nicht immer 16.777.216 verschiedene Farben und Millionen von Angriffskombinationen sein. Das zeigt ein sogenanntes Indigame aus dem Hause Playead. Ein Adventure Jump and Run über einen kleinen Jungen mit weißen Knopfaugen, der versucht seine Schwester zu retten. Ohne einen Vorspann oder einem Tutorial wachen wir in Person eines kleinen Jungen in einem düsteren Wald auf und hören nichts als die normalen Geräusche der Umgebung. Dies ist nicht nur der Stoff aus dem die Alpträume von kleinen Jungen und Mädchen ist sondern auch verschiedener Filme. Die Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Identität des Jungen und seiner “Mission” wird auch das Spiel über beibehalten. Nur aus der Beilage im Heft oder auf der Internetseite erhalten wir Informationen über die Hintergrundgeschichte des Jungen in Schwarz. Er ist auf dem Weg durch den Rand der Hölle um unsere kleine Schwester zu retten. Das Spiel ist anders als zu erwarten doch farblos in Schwatz Weiß gehalten. Dies unterstützt jedoch einerseits die Einsamkeit des Charakters und andererseits die Bedrohlichkeit der Umgebung. Diese wird auch durch die wenigen Hintergrund Geräusche eher unterstrichen als Begleitet. Wir nehmen die Hintergrundgeräusche durch die Ohren des kleinen Jungen wahr, was uns beim ersten Tod durch Ertrinken klar wird. Trotz der Tristen Umgebung und das Fehlen der Farben ist die Grafik sehr gut und auch mit Hilfe der mitgelieferten Brille in 3D. Auf seiner Reise muss er viele Gefahren in Form von Bärenfallen, Kreissägen, riesigen Spinnen und anderen überstehen. Selbst die einzelnen Gestalten, die ihm auf seinem Weg begegnen sind entweder längst tot oder legen alles daran den kleinen Jungen zu töten. Zum Glück sind die automatischen Speicherpunkte gut und zahlreich gesetzt, da Limbo kein Erbarmen mit dem Spieler zeigt. Auch bei den Rätseln lernt man die Speicherpunkte zu schätzen, da diese im Spielverlauf schwerer und auch komplexer werden, was teils mehrere Versuche bedarf. Dies mag für den einen oder anderen vielleicht auf Dauer frustrieren sein. Es zeigt aber so am besten den schwarzen Humor des Spiels und die Bedrohlichkeit der Spielewelt.

 Fazit:

Limbo ist für jeden zu empfehlen, der Spaß an den Rätseln findet, das Durchhaltevermögen und vielleicht auch eine Spur von schwarzem Humor besitzt. Denn in Limbo wird dem kleinen Jungen mit den weißen Knopfaugen nichts geschenkt.

7,5 /10

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Bewertung: 3.3/5 (4)

Etherlords im Retro-Test (Review)

throgh am 7.März 2013 um 15:03:35
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“Merke auf, Kind:  Der Äther ist der Quell all unserer Magie und durchzieht die Welt wie ein dünner Faden, an manchen Stellen stark, an Anderen wiederum schwach. Unser Wille und Handeln allein entscheiden, ob Chaos oder Ordnung unser Sein bestimmen: Der Äther versklavt Diejenigen, welche folgen, und zerstört alle Anderen, die sich ihm verweigern!”

Auch wenn dies nun kein wirkliches Zitat aus dem Spiel selbst ist, orientiert es sich an eben diesem. Aber was hat es auf sich mit “Etherlords”? Können die inzwischen über GOG.com erhältlichen Teile 1 und 2 tatsächlich faszinieren? Oder ist das Spiel doch nur eher ein standardisiertes wie auch lustloses Plagiat weit größerer Vorbilder? Ich würde sagen, dass entscheiden wir gemeinsam in dem folgenden Test wie auch gern weiterhin in den Kommentaren.

Inhalt

Die Etherlords-Saga unterteilt sich inzwischen in zwei Teile auf. GOG.com bietet beide Spiele unabhängig zum Kauf an, leider jedoch nicht als Komplettpaket. Dennoch lohnt es sich beide Spiele zusammen hier zu beschreiben und auch in ihrer Erzählung bauen diese aufeinander.

Als Grundelement der gesamten Welt von Etherlords wird der “Äther” genannt: Ein großer Fluss aus weißem Äther, der in der Mitte des Universums entspringt, teilt sich in vier gleichmäßige Strömungen auf - eine Kraftquelle, die als Magie bezeichnet wird. Die Welt selbst wird von vier verschiedenen Rassen bewohnt, die sich jeweils die Macht einer dieser Ätherströmungen zu Nutze gemacht haben: Die aggressiven Chaosianer, die sich Rudeln fortbewegen und wilde Kreaturen wie Wölfe, Ratten, Orks sowie Kobolde herbeirufen können. Zu ihren magischen Fähigkeiten gehören Blitze bis hin zu mächtigen Erdbeben. Dann gibt es die Kineten, die eher auf Wasser- und Wind-Magie setzen. Nur ihnen ist es möglich, die gewaltigen Drachen herbeizurufen. Die dritte Partei sind die Vitali, die Macht über viele Tiere und Pflanzen in der Natur haben. Daher kämpfen Schlangen, Zecken, Bienen usw. auf Seiten der Vitali. Die vierte und letzte Rasse nennt sich Syntheten und besteht aus einer Mischung von Mensch und Maschine. Im Kampf setzten sie mechanische Würmer oder sonstige mit Messern bewaffnete Maschinen ein.
Geführt werden diese Parteien von den so genannten Lords, Herrscher ihrer jeweiligen Rasse. Mit Hilfe des Äthers errichten diese Burganlagen, zähmen Monster, graben Minen, trainieren Helden und arbeiten an den magischen Fähigkeiten. Bis eines Tages die Planeten wieder alle in einer Reihe stehen und der weiße Äther gebündelt auf die Welt strömt. Wenn diese Sternenkonstellation erreicht ist, kann Einer der Herrscher im “Tempel der Zeit” aufsteigen. Er wird dann der Weiße Lord genannt und kann entsprechend die komplette Magie in sich bündeln.

Etherlords 1

Im ersten Teil werden wir als Spieler nunmehr initial mit dieser Welt konfrontiert und müssen nach Wahl der Seite erkunden was es nun mit den kommenden Veränderungen auf sich hat - zur Wahl setehen jeweils die Vitali / Kineten und Chaosianer / Syntheten. Dabei kann es durchaus passieren, dass man mit zunächst Verbündeten oder gar Freunden brechen muss. Am Schluss steht die Konfrontation mit dem Weißen Lord selbst, aber bis dahin sind noch einige Hürden zu nehmen und zahlreiche Lektionen in der Kunst des Krieges wollen schmerzlich gelernt werden!

Etherlords 2

Der zweite Teil greift die vorangegangenen Ereignisse auf und erwähnt nunmehr auch namentlich direkt zu Beginn die Figur der Diamanda, welche durch Experimente der Syntheten verändert wurde. Sie taucht nun als eine Art Hybrid auf und verbreitet eine Krankheit, welche den Opfern all ihre Energie und damit die Lebensgrundlage entzieht. Die jeweiligen zwei Seiten verbleiben wie auch im ersten Teil und der Spieler muss sich für eine Partei entschließen. Am Ende jedoch wartet das Spiel mit einem kompletten Epilog auf, in welchem man dann die Rolle der Diamanda übernimmt und herausfindet wer tatsächlich hinter all den Vorgängen der magisch verursachten Krankheit steckt! Mehr sei aber an dieser Stelle auch nicht verraten.

Atmosphäre und Spielmechanik

“Etherlords” ist ein rundebasiertes Strategiespiel. Aus der isometrischen Perspektive steuern wir als Spieler unseren jeweiligen Helden über eine Karte und überdenken die einzelnen Züge wie auch Vorgehensweisen ohne weitere Einflüsse oder Hektik. Allerdings bietet das Spiel auch weit mehr, denn die Kämpfe selbst geschehen mit einem sog. Schriftrollen-Set. Die einzelnen Schriftrollen sammelt man als Trophäen aus den verschiedenen Konfrontationen. In der Anwendung haben sie verschiedene Auswirkungen und rufen Monster / Kreaturen herbei oder beschwören mächtige, elementare Kräfte als Zerstörung oder Unterstützung. Auch erhält der Held nach Kämpfen, besonderen Funden von versteckten Orten und Schätzen wie auch erledigten Aufgaben Erfahrungspunkte und kann Fertigkeiten, Lebens- und Magiepunkte steigern bzw. ausbauen.

Die zwei Teile unterscheiden sich in ihrer grundlegenden Spielweise nur insoweit, dass “Etherlords 2″ weit näher mit der Kamera am Geschehen ist und etwas mehr Vielfalt in Sachen Aufgaben mit sich bringt. Ansonsten sind Kämpfe und Fortbewegung an das rundenbasierte Konzept gebunden, welches dennoch sehr fordernd sein kann, sofern zum Beispiel der Gegner einen vollkommen unerwarteten Zug tätigt und eine Kreatur beschwört, der unsere Verteidigung kaum etwas entgegensetzen kann. Hierbei unterscheidet das Spiel nochmals zwischen passiven und aktiven Kreaturen.

Diese sind leicht zu unterscheiden, da die jeweiligen Punkte für “Angriff” und “Verteidigung” eingeblendet werden. Wenn nun eine gegnerische Kreatur mit einem höheren Angriffswert attackiert unterliegt unsere natürlich folgerichtig. Das sorgt in den Kämpfen für reichlich Dynamik!

Grafik und Sound

Aufgrund des Alters dürften beide Spiele im Vergleich zu heutigen Produktionen sicherlich nicht mehr als “zeitgemäß” gelten. Von daher ist auch hier die Einordnung als “Good Old Games” korrekt. Allerdings hat NIVAL hier einen kleinen Trick verwendet und die Spielwelt eher mit Comic-Elementen versehen. So entsteht ein eher ungebundenes Gesamtbild und auch heute wissen beide Spiele zu begeistern in ihrer audiovisuellen Darstellung. Ein Wehmutstropfen ist jedoch, dass die Bildschirmauflösungen relativ fix vorgegeben sind. Die interne Architektur erlaubt sicherlich auch Veränderungen, jedoch wird die Oberfläche nicht mit skaliert. Das bedeutet eben, dass man durchaus eine Skalierung des gesamten Bildes vermeiden kann dafür dann aber auch eine abgeschnittene Oberfläche akzeptieren muss.

Es ist daher nicht ratsam die Auflösung intern durch Manipulation der Konfigurationsdateien zu verändern. Das Ergebnis wäre nur zur Hälfte tatsächlich befriedigend. Hier hätte NIVAL vielleicht doch noch etwas Abhilfe schaffen können. Dem eigentlichen Spiel jedoch bringt dies keinen allzu großen Schaden! Unter Linux lassen sich die beiden Klassiker problemfrei wie auch unter Windows installieren. Empfehlenswert wäre aber auch gerade für Linux die Kontrolle, ob eine 16Bit-Farbtiefe konfiguriert ist. Gerade für “Etherlords 1″ ist das essentiell wichtig!

Resümee

“Etherlords” wirkt teils immer noch wie ein Zusammenspiel vieler einzelner Komponenten: Der Sammeltrieb aus einem System wie “MAGIC - The Gathering”, Rollenspielelemente und Entdeckerfreuden aus einem “Heroes of Might & Magic”. Kann das denn begeistern? Klare Antwort: Natürlich! Auch wenn die Erzählweise der Geschichte doch etwas bieder zunächst wirkt, können sowohl “Etherlords 1″ als auch “Etherlords 2″ faszinieren. Der Reiz entfaltet sich hierbei nicht in pompös inszenierten Zwischensequenzen sondern eben schlicht wie einfach durch die Handlungsweisen des Spielers selbst. Allerdings muss man auch hierzu schon etwas resistenter gegenüber Frustrationen sein: Die “Etherlords”-Saga ist nur bedingt einfach gehalten. Wählt man eine eher ungünstige Kombination der Karten respektive Schriftrollen zu Beginn hat man es im weiteren Verlauf nicht gerade einfach. Daher gilt auch der Leitsatz: Lieber einmal mehr sichern als keinmal!
Die Geschichte rund um den Äther und seinen Einfluss wie auch den schlichten Antrieb von Mächten zum reinen Selbsterhalt ist zwar nur unterschwellig, aber dennoch stets präsent. Gerade der zweite Teil setzt das weit geschickter um mit dem Verweis auf die pure Abhängigkeit, die aber auch zugleich ein Fluch ist: Chaos und Ordnung stehen in steter Konkurrenz. Dennoch hätte NIVAL hier den Spieler etwas mehr bei der Hand nehmen können: An einigen Stellen fühlt man sich schon etwas “verloren”. Aber auch das lässt sich mit etwas Wille zum Risiko bewältigen. Was bleibt sind eben zwei wirklich schöne wie auch alte Spiele, deren Kauf man keinesfalls bereut.

Link zur GOG-Gamecard “Etherlords 1″
Link zur GOG-Gamecard “Etherlords 2″

von throgh
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Bewertung: 5.0/5 (1)

Deponia: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 12:03:53
Deponia

Nach dem großen Erfolg von „Harveys neue Augen“ versuchen die Jungs von Daedalic sich an einem neuem Setting. Sie nehmen uns mit auf eine Reise auf den von Müll übersähten Planeten Deponia und seiner zahlreichen Bewohner. Doch im Gegensatz zu den restlichen Bewohnern, die sich mit ihrem Leben im Müll abgefunden haben, will Rufus nur eins: weg. Es muss nicht immer ein vor Grafikeffekten strotzendes Actionspektakel sein um ein mitreißende Geschichte zu erzählen. Dies beweist Deponia, der neue Titel aus dem Hause Daedalic. Die Hamburger Schmiede, die schon mit ihren früheren Titeln wie „Edna bricht aus” und „Harveys neue Augen“ gezeigt hat, dass die Herren und Damen mit vielen Ideen und einer ordentlichen Portion Humor gesegnet sind. Mit Deponia stürzen sie sich wieder auf ein neues Setting, welches zwar immernoch ein Grafik Adventure ist jedoch von der Umgebung her nicht klassisch eingeordnet werden kann. Wir spielen den egozentrischen, kindlichen jedoch erfindungsreichen Außenseiter Rufus, der noch bei seiner Ex-freundin Toni wohnt. Wir begleiten ihn auf seinem Weg nach Elysium. Einem weit entfernten Ort mit wunderschönen Orbitelfen, welche natürlich nur auf Rufus warten. So zumindest seine Vermutung. Und natürlich hat Rufus auch wieder mal einen Plan sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Auch aller skeptischen und meist sarkastischen Bemerkungen zum Trotz, setzt er seinen Plan in die Tat um. Auf der ersten Station seiner Reise kommt es, wie könnt es auch anders sein, zur Situation der holden Mait in Nöten. Der tapfere Rettungsversuch endet zwar mit der Befreiung der holden Mait aus den Klauen des Organon jedoch landen beide auf Deponia, wo das eigentlich Abenteuer beginnt. Deponia ist ein Point and Klick Adventure in einer im Comicstil gezeichneten Welt in hochauflösender Grafik. Jeder einzelne der Charaktere der Rufus auf seiner Reise begegnet, fügt sich gut in das Gesamtbild Deponias ein. Seien es Jacken mit Löchern oder auch Hütte, welche nicht von einem konventionellen Hutmacher gemacht wurden. Auch hat jeder seine eigene Art und trägt mit seinen Aussagen immer mehr zum Gesamtbild von Rufus bei.Während der Gesamten Spielzeit fügen sich Hintergrundmusik und Geräusche dezent und authentisch ins Spiel ein. Bei Gesprächen wie auch Monologen werden sie auch entsprechend reduziert um keinen Witz zu verpassen. Zusätzlich zum Hintergrundsound wurden für Kapitelwechsel auch Songs in das Spiel integriert. Diese werden von Poki, einem der Entwickler von Deponia, gesungen,  was dem Spiel zusätzlich Charme verleiht. Die Rätsel, die ja das wichtige bei einem Point and Klick Adventure sind, wirken zwar an einigen Stellen skurril. Sie passen jedoch immer perfekt in die Welt. Auch wenn ein Espresso mit Batteriesäure verfeinert für unsere Begriffe doch recht seltsam erscheinen mag.

 Fazit:

Deponia kann allen empfohlen werden, die sich gern kniffligen Rätseln stellen. Aber auch für die, die einen der Vorgänger gespielt haben, ist am Ende noch ein witziges Gimmick eingebaut worden. Man darf gespannt sein, ob und wenn ja wann eine Fortsetzung von Rufus Abenteuern erscheint.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (1)

The Binding of Isaac: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 11:03:44
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Der kleine Isaac kauert sich ängstlich zusammen. Doch dafür ist keine Zeit. Er muss überleben und das auch im Angesicht des Grauens, dass auf ihn wartet. In so einer Situation kann er nur noch eins tun: weinen. The Bindung of Isaac ist ein Action RPG-Shooter und das „Action“ ist definitiv gerechtfertigt. Es ist zu großen Teilen ein sehr schnelles Spiel. Dies liegt dabei nicht nur an den Gegnern, von denen einige ziemlich flott unterwegs und andere in größerer Anzahl ersccheinen, sondern auch an den sehr verschiedenen Angriffen, die es Isaac oft schwer machen zu überleben. Die gesamte Geschichte von Isaac ist eine doch recht traurige. Er lebt mit seiner Mutter in einem netten Haus. Das Leben ist schön bis zu dem Tag, an dem seine Mutter anfängt eine Stimme zu hören. Diese befiehlt ihr Isaac ihr zu opfern. In seiner Angst entdeckt Isaak nur einen Ausweg: Die Falltür die in den Keller führt. Im Keller muss er sich dem Grauen stellen. Die Spielewelt ist in mehrere Ebenen, mit jeweils zufällig angeordneten Räumen, aufgeteilt. Am Ende einer jeden Ebene wartet auf Isaac ein Zwischenboss. The Binding of Isaac ist für alle ab 16 Jahre freigegeben. Man sollte jedoch erwähnen, dass es kein Survival Horror Titel ist. Die comichafte Grafik und die teilweise recht skurrilen Feinde nehmen The Binding of Isaac etwas den Schrecken. Die Hintergrundmusik ist bis auf die Bosskämpfe eine Mischung aus Rock und der ruhigen Musik, die aus Horrorfilmen bekannt ist. Auch ist die Idee, den kleinen Isaac mit einem endlosen Vorrat an Munition auszustatten, wenig furchterregend. Die Tatsache, dass seine Tränen und einige Bomben meist alles sind, mit denen Isaac den gefährlich Weg durch die zufällig generierten Level beschreitet, ist auch eher belustigend. Zusätzlich zu den Tränen können jedoch noch über 100 verschiedene Objekte mit den unterschiedlichsten Effekten gefunden und neue Charaktere freigeschaltet werden. Die Effekte sind aber nicht immer positiv. Was teilweise witzig ist – manchmal aber bei zu wenig Lebenspunkten auch zum sofortigen Tot führen kann. Die freizuschaltenden Charaktere haben jeweils eine besondere Fähigkeit oder Eigenschaft, wie zum Beispiel ein zusätzliches Herz. Es lohnt sich also die komplette Welt von The Binding of Isaac zu erkunden.

Fazit:

The Binding of Isaac richtet sich besonders an alle Shooter-Fans, die RPG-Elemente und eine Comic-Grafik zu schätzen wissen. Aber auch Gelegenheitsspieler kommen bei The Binding of Isaac voll auf ihre Kosten. Durch seine vielen Objekte gibt es auch viel zu entdecken, jedoch ist es dadurch erforderlich, mehrere Runden zu spielen, um alles zu entdecken.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (1)

Guild Wars Factions: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 11:03:39
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Guild Wars zählt zu den MMORPGs, spielt sich jedoch etwas anders als die meisten Vertreter dieses Genres. Dennoch findet es großen Anklang und vor allem der Nachfolger Guild Wars 2 wird schon sehnlichst erwartet. Doch was macht den Ausreißer dieses Genres so spannend?

Man startet in einem kleinen Außenposten einer größeren Stadt im Anfangsgebiet. Hier sind keine anderen Mitspieler zu finden, denn in Guild Wars sind alle Gebiete außerhalb der Städte instanziert. D. h., dass für jeden Spieler ein eigenes, sozusagen “privates” Abbild der Welt erschaffen wird. Bei Guild Wars können bis zu 8 Spieler gleichzeitig in einem dieser Abbilder spielen. Wenn man sich nun also zum ersten mal eingeloggt hat, erwartet einen ein netter Tutor, der einem die Grunddynamik des Spiels näher bringt. Nebenbei wird auch noch die Einführung in die Story erzählt. Die Story wird stets durch Missionen und Videosequenzen erzählt.

Schauplatz der Factions-Kampagne ist Cantha, der Heimatkontinent des Kaiserreichs der seefahrenden Händler, mit einem asiatischen Hintergrund. Die Hintergrundgeschichte dreht sich um den Antagonisten Shiro Tagachi, einen ehemaligen Beschützer des canthaischen Kaisers etwa 200 Jahre vor dem aktuellen Geschehen. Shiro ermordete seinen Herrn und wurde dafür getötet. Bei seinem Tode stieß er einen Schrei aus, der so machtvoll war, dass er die Ozeane in Jade verwandelte und die Wälder versteinerte. Und, was noch schlimmer ist, 200 Jahre nach seinem Tod kommt er als Geist wieder und belästigt die Canthaner erneut. Die Aufgabe des Spielers ist es, Shiro endgültig zu besiegen. Außerdem konzentriert sich die Geschichte auf die zwei Fraktionen Luxon und Kurzick, die um die Ressourcen in Cantha kämpfen und beide benötigt werden, um Shiro zu besiegen.

http://www.youtube.com/watch?v=8z3anYxWmFo

Quelle: GuildWiki (http://www.guildwiki.de/wiki/Guild_Wars_Factions)

Guild Wars ruft verschiedene Gefühle in den Spielern hervor. Die einen hassen es, die anderen lieben es.

Doch was macht dieses Spiel so besonders und einzigartig?

Hier ein paar der wichtigsten Punkte:

Man kann nur bis Level 20 leveln

Alle Gebiete außerhalb der Stadt sind instanziert

Es gibt keine ultimativen Ausrüstungsgegenstände. Rein das spielerische Können entscheidet über den Sieg.

Man kann eine Primär- und eine Sekundärklasse wählen, wodurch viele taktische möglichkeiten entstehen.

Das Spiel ist vor allem für “Teilzeitgamer” etwas, da man sich nicht mühselig ein gutes Equip erarbeiten muss, um mit anderen Spielern mithalten zu können.

Doch auch die “Vollblutzocker” kommen auf ihre kosten: PvP-Schlachtfelder, schwierige Dungeons, schwer zu erreichende Titel und nette Events sind zu genüge vorhanden.

 

Der Spieleinstieg kann sich etwas schwierig gestalten. Obwohl einem der Tutor das Spiel erklärt, kann man es noch lange nicht spielen. Erst nach der Zeit erkennt man den Nutzen bestimmter Fähigkeiten und weiß diese geschickt im Kampf einzusetzen. So können vor allem die Missionen kurz nach der “Schonungsphase” zu Beginn schwierig zu meistern sein. Da Guild Wars ein MMORPG ist, spielt man ständig mit anderen Spielern. Doch dies ist nicht zwingend notwendig. Wenn man einmal keine Mitspieler findet oder einfach keine Lust hat eine Gruppe zu suchen, nimmt man einfach NPCs mit, die einen bei den Kämpfen unterstützen. Mit diesen NPCs sind fast alle Quest zu schaffen, nur bei den Story-Missionen sollte man sich eine Gruppe mit realen Spielern suchen. In Guild Wars Factions gibt es insgesamt 8 Klassen zu Spielen. So kann man zwischen 56 verscheidenen Klassenkombinationen wählen. Außerdem wurden 20 neue Missionen, über 200 Quests und 300 neue Skills implementiert. Guild Wars Factions legt einen großen Wert auf PvP, weshalb auch hier ein neuer Modus, der Allianzenkrieg, eingeführt wurde. Die Grafik ist sehr gut für ein MMORPG diesen Alters. DIe komplette umgebung wie auch die Charactere sind in Echtzeit gehalten. Die Städte sind teilweise zwar sehr groß, jedoch trotzdem übersichtlich gestaltet. Die Landschaft in Guild Wars Factions ist im asiatischen Stil. Weite Wiesen mit ein paar asiatischen Schreinen und Tempel, wie auch verwinkelte Gassen durch alte Städte sind oft zu finden. Gegen Ende des spiels kommt man dann entweder in eine Wald oder in eine Art “Eismeer” Region, die wieder leicht asiatisch angehaucht sind. Die Musik von Guild Wars Factions ist immer sehr stimmig mit dem jeweiligen Event zusammenpassend. Sie ist auch sehr im Asiatischen Stil gehalten, was mir persönlich sehr gefällt.

Fazit:

Guild Wars Factions ist ein sehr gelungenes MMORPG, das einen frischen Wind in die MMORPG-Szene bringt. Es birgt für jeden, sowohl Vollblut- als auch Teilzeitzocker, seine Vorteile. Durch das Kämpfen mit NPCs, kein langes Suchen nach guten Ausrüstungsgegenständen und einem Maximallevel von 20, kann man selbst mit wenig Zeitaufwand schon alles erleben. Doch auch die Langzeitmotivation bleibt durch den sehr großen PVE- und sehr anspruchsvollen PVP-Content nicht auf der Strecke. Wer etwas neues im MMORPG Genre sucht, und noch nicht Guild Wars ausprobiert hat, sollte dies unbedingt tun, nicht zuletzt da das Spiel nurmehr 15€ kostet.

7,5 /10

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Bewertung: 0.0/5 (0)

Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 10:03:16
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Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stürzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und müsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flüchten. Erfüllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzählt und bleibt dem Stil von Assassins Creed treu? Viele solcher Fragen kommen auf. Um darauf eine passende Antwort zu geben, sollte man erst einmal genauer ins Detail gehen.

Als Besitzer der vorherigen Teile findet man sich schnell wieder in das Spiel ein. Es knüpft direkt an das Ende vom zweiten Teil an, ist dadurch allerdings auch für Neulinge erst einmal etwas verwirrend und benötigt eine Eingewöhnungsphase. Nachdem der Anfang mit zugehörigen Anleitungen und Wiedersehen der Familie überstanden ist, wird man direkt in das Spielgeschehen geworfen. Anfangs noch angenehm überrascht von seiner Frau, wacht man als Ezio am Morgen auf und muss feststellen, dass die Borgia mit einem gewaltigen Aufmarsch die Stadt angreifen. Zusammen mit seinem Onkel Mario versucht Ezio die Stadt zu verteidigen, bis alle Einwohner geflohen sind. Als dabei euer Onkel vom Borgia-Anführer getötet wird, reist Ezio nach Rom um die Borgia zu stürzen und sich zu rächen. „Die Borgia: Eine mächtige Gemeinschaft, angeführt von der Borgia Familie die über Rom herrscht“

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Neben dieser Hauptmission stehen euch einige Nebenmissionen, Schätze und Auftragsattentate, sowie der Wiederaufbau Roms zur Verfügung. Im Vergleich zu seinen Vorgängern, seid ihr in Assassins Creed Brotherhood nicht mehr auf euch allein gestellt, sondern müsst im Verlauf der Missionen Assassinen-Rekruten ausbilden. Dafür stehen in ganz Rom Taubenposten verteilt, über die ihr eure Rekruten auf Missionen schickt und ausbildet. Bis sie schließlich ebenfalls zu Meister-Assassinen aufsteigen. Damit stehen euch im Vergleich zu den ersten zwei Teilen neue Möglichkeiten zur Verfügung, so könnt ihr beispielsweise mit sechs verfügbaren Rekruten einen Pfeilhagel auf eure Feinde anfordern oder einzelne Rekruten rufen, um euch im Kampf zu unterstützen. Allerdings habt ihr durch den Angriff der Borgia alles verloren und müsst euch in Rom hocharbeiten. Dabei kann man vielseitig vorgehen. In erster Linie muss man den Einfluss der Borgia in der Stadt senken und kann dadurch die besetzten Gebäude kaufen, die dann wiederrum euer verdientes Geld (alle 20 Minuten) steigern. Neben alltäglichen Gebäuden wie Schneidereien, Schmieden etc. sind auch bekannte Bauwerke wie das Kolosseum käuflich. Dabei darf man sein eigentliches Ziel nicht vergessen – Verbündete für sich gewinnen. Söldner, Kurtisanen und die Diebesgilde gilt es dabei für euren Kampf zu überzeugen und eine anfängliche Hilfe zu bieten. Diese liefern euch im Gegenzug wichtige Informationen und sind in den Straßen Roms anzuheuern. Falls man sich eine Pause vom Assassinen-Getümmel gönnen will, kann man jederzeit den Animus verlassen und als Desmond die Gegenwart erkunden, sich mit den anderen „Teammitgliedern“ unterhalten oder Emails über die aktuelle Lage in der Gegenwart lesen. „Animus: Ein Stuhl, der ausgestattet ist mit allerlei Technik und somit eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht)“ Wem das alles zu langweilig ist, kann auch den Singleplayer Modus komplett auslassen und sich direkt in den Multiplayer stürzen. Die Maps sind von 17 verschiedenen Charaktermodellen bevölkert. Jeder menschliche Spieler schlüpft in die Haut eines dieser Charaktere. Nun bekommt jeder einen Spieler zugewiesen, den es zu eliminieren gilt. Man ist also gleichzeitig Jäger und Gejagter. Dabei gewinnt nicht zwangsläufig der Spieler mit den meisten Kills. Wer sich verhält wie ein echter Assassine, unauffällig und hinterhältig, der bekommt mehr Punkte für seine Aktionen, als jemand, der blindwütig auf sein Ziel zustürmt. Neben dem Jeder-für-sich-Modus gibt es auch noch einen Teammodus, in dem ihr als Gruppe oder in Zweierteams gegeneinander antretet.

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Sound & Grafik: Ebenso wie die Vorgänger passt die Stimmungsvolle Musik, allerdings kann es bei leistungsschwächeren Computern zu Synchronfehlern bei Charakteren kommen, so das teilweise Spannung etwas schlecht rüber kommt. Die Grafik fügt sich gut ein, hat sich aber auch nicht sonderlich verändert, nur für Käufer mit Leistungsstarken Computern im Detail zu entdecken, schönere Licht Animationen, realistische Schatten und saubere Kantenglättung

Steuerung & Gameplay: Nachdem der erste Teil ziemlich einseitig aufgebaut war und sinnvolle Nebentätigkeiten fehlten, wurde schon im zweiten Teil einiges verbessert und im dritten nun durch die Ausbildung von Gefolgsleuten optimiert. Dennoch kommt es auf der PC-Version öfter mal zu Steuerungsschwierigkeiten, so das man Ezio leicht von hohen Häusern Richtung Erdboden steuert anstatt auf das nächstgelegene Haus. Ansonsten läuft es flüssig und die einseitigen Konter-Kämpfe von den Vorgängern wurden beseitigt, indem man nur noch einen Konterangriff erfolgreich ausführt, nachdem man im richtigen Moment zuschlägt.

Fazit:

Assassins Creed spiegelt erfolgreich den typischen Stil der Assassinen-„Saga“ wieder, schließt damit allerdings auch eine etwas wirre Geschichte ein, die wieder einmal den Spieler mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurück lässt. Für Perfektionisten ist es eher eine Enttäuschung. Es stehen zwar viele Möglichkeiten zur Verfügung, die allerdings mit zunehmender Zeit eher mit Quantität statt Qualität glänzen. Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood ein Meisterwerk aus Ideen und Vielseitigkeit, bei dem es allerdings teilweise an vollendeten Ansätzen und einer guten Umsetzung der Umgebung von Desmond mangelt.

7,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (2)

The Second Guest: Test, Review

Dominik am 4.März 2013 um 10:03:07
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Lord Charles Augustus Averton ist verstorben und sein Anwalt Herr Pendergast bittet Mr. Ice nach Grace Castle, auf die Insel Averton Island, zur Testamentsverlesung zu kommen. Doch woher kennt Lord Averton Herr Ice und was steht in dem Testament? Der Beginn eines packenden Kriminalabenteuers.

The Second Guest ist ein Point & Click Adventure von Headup Games um den Krimi des verstorbenen Lord Avertone und der Geschichte seines Ablebens.

 

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Zu Beginn erhält Jack Ice ein Schreiben eines fremden Anwalts. Er bittet ihn zur Testamentseröffnung des Lord Averton auf eine Insel namens Averton Island zu kommen, da Lord Averton Jack darin “großzügig bedacht“ hat und ihm ein Brief ausgehändigt werden soll. Obwohl Mr. Ice weder Lord Averton noch Herrn Pendergast kennt macht er sich auf die Reise nach Grave Castle. Auf der Insel angekommen stellt sich nicht nur heraus, dass auch Herr Pendergast ermordet wurde, sondern der Mörder es auch auf Mr. Ice abgesehen hat. Doch warum wird Mr. Ice im Testament berücksichtigt und wer versucht ihn zu ermorden? Fragen über Fragen, die Mr. Ice klären muss, was ihm auch den Griff auf eine Flasche des Getränkewagens im Salon verwehrt. Im Haus und auf dem Rest der Insel können verschiedenste Charaktere getroffen werden, die meist einem bestimmten Klischee entsprechen. Der alte Seebär an der Anlegestelle oder die gutmütige und kräftig gebaute Köchin sind nur zwei Beispiele. Sämtliche Orte wie auch die verschiedenen Charaktere sind im hochauflösenden Comicstil gezeichnet und werden durch professionelle Synchronstimmen vertont.

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Der alte Seebär hat einen viel raueren und legereren Sprachstil als zum Beispiel der Buttler, der sich sehr gewählt und wie zu erwarten war höfflicher auszudrücken weiß. Dies macht die Aussagen und die Geschichte aber noch authentischer und glaubhafter. Die gesamte Atmosphäre incl. der Hintergrundmusik ist düster gehalten und könnte original aus einem Samstagabend Krimi stammen. Genauso wie das gesamte Setting in einem alten Schloss mit den vielen Gemälden und Räumen.  Genauso wie die Charaktere, die sehr unterschiedlich sind und Jack mit ihren Aussagen verschiedene, teils hilfreiche Hinweise, geben und Jack mit persönlichen Geschichten über einander helfen andere Charaktere besser kennen zu lernen. Die Rätsel, die das wichtigste bei einem Point and Klick Adventure darstellen, sind authentisch und werden im weiteren Spielverlauf auch schwerer. Zusätzlich wird auch die Karte erforscht um an neue Ort gelangen zu können.

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Um dabei lange Laufwege auf der Insel zu vermeiden, wurde eine Karte neben dem Inventar beigelegt, die es ermöglicht automatisch an den gewünschten Ort zu reisen, sobald dieser entdeckt wurde. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig da das Kontextmenu, in dem ausgewählt werden kann, ob man mit einem Objekt sprechen, es benutzen oder es nur ansehen möchte, erst nach längerem Druck auf die linke Maustaste geöffnet wird. Dies irritiert jedoch nur kurzzeitlich.

Fazit:

The Second Guest ist an alle gerichtet, welche gern Krimis lesen und denen, die gern Rätsel lösen. Es bietet jedem, der es spielt, eine authentische Geschichte gemischt mit lustigen Sprüchen und Dialogen der liebevoll gestalteten Charakteren. The Second Guest sollte in keiner Spielesammlung fehlen.

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Ultima 9: Ascension im Retro-Test (Review)

throgh am 2.März 2013 um 11:03:49
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“Avatar, wachen Sie auf! Der Guardian ist in Britannia eingefallen, und Lord British hat Sie zu Ihrem letzten Abenteuer gerufen!”

Tja, da sind wir: Frisch aufgestanden und vielleicht noch etwas verschlafen. Zumindest stehen wir mit unserem Alter Ego, dem Avatar, in entsprechend leichtem Nachtgewand neben dem Bette. Nebst der doch sehr höflich wie förmlichen Anrede des Erzählers werden wir durch illustres Vogelgezwitscher von draußen und dem anbrechenden Tage geweckt. Hat man es bereits am Titel erkannt? Ja, in diesem Blogeintrag geht es um Eines der letzten Werke der Firma “Origin”. Basierend auf der Idee von Richard Garriott alias “Lord British” erschuf das Unternehmen die Welt von “Ultima”, in deren Erzählung wir als Erdenbürger in einer anderen Welt den Einwohnern gegen die Mächte der Finsternis zu Hilfe eilen. Nun ist der letzte Teil der Saga auch auf GOG erhältlich und somit auch Anlass für ein kurzes Resümee.

Inhalt

Wie im Intro bereits angekündigt: Der Guardian als finsterer Gegenspieler des Avatars hat es erneut geschafft Britannia in arge Bedrängnis zu bringen. In diesem Fall sind die acht Tugenden gefährdet wie auch korrumpiert. Auf uns als “Avatar”wartet also die Aufgabe die Schreine und verbundene Tugenden zu reinigen. Wie jetzt, das war es schon? Nein, keineswegs. Vorweg sei gesagt, dass “Ultima 9″ gleich zu Beginn eine ordentliche Portion Freiheit anbietet. Man kann schon allein das Haus des Avatars mit Geduld erkunden und entdeckt allerlei Andeutungen und Verweise auf andere Spiele von Origin und EA. Etwas traurig hierbei ist allerdings, dass “Origin” auch zugleich der Name der DRM-Maßnahme wie auch Onlineplattform seitens EA geworden ist. Die eigentliche Firma hat hiermit aber nichts mehr zu tun. Deren Erbe findet sich eben hier in diesem Spiel.

Was erwartet mich denn überhaupt in “Britannia”? Das kann man so adhoc gar nicht einmal sagen. Vielleicht würde es am Besten passen, wenn man schlicht erwähnt, dass es reichlich Abenteuer und Entdeckungen gibt. “Ultima 9″ ist hierbei ganz und gar nicht linear und bietet auch einfach nur Möglichkeiten durch die Landen zu streifen. Was es dann mit dem Guardian und den verdorbenen Schreinen wie auch Tugenden auf sich hat, erfährt man durch die Gespräche mit den Einwohnern. Und man entdeckt wirklich ungeheuerliche Dinge. So besuchen wir im Verlauf der Geschichte eine Stadt der Magie, werden Zeugen einer Zivilisation der Gargoyles am Rande der Vernichtung und folgen den Spuren der Vernichtung eines Drachen. Und das sind nur einige Höhepunkte. Hatte ich schon die gute Raven nebst dem Dorf der Piraten in einer Bucht erwähnt? Und das Schiff des Avatars, mit welchem wir uns über weitere Entfernungen bewegen? “Ultima 9″ ist ein wunderschöner Klassiker mit einer eher klassisch angehauchten Atmosphäre. Für Freunde der schnellen “Action” vielleicht nur bedingt geeignet, jedoch für den Genießer umso mehr. Man sollte also auch etwas Zeit mitbringen, um “Britannia” kennenzulernen.

Atmosphäre und Spielmechanik

Wie zuvor erwähnt: “Ultima 9″ ist ein Spiel für Genießer. Schnelle Action findet sich hier vielleicht in den Kämpfen, aber ansonsten kann man sich auch etwas Zeit nehmen. Gerade bei dem Erkunden der “Dungeons” und der dort lauernden Fallen ist auch dies nicht gerade unwichtig. Direkt noch auf der guten alten “Erde” wird man schon mit einem der zentralen Elemente konfroniert: Der Entscheidung. Das Spiel legt hier großen Wert auf die Entscheidung des Spielers bzw. Avatars und signalisiert dies auch bei der Art der Charaktererstellung, die nicht durch Werte an sich, sondern durch eine Zigeunerin geschieht. Die Dame stellt entsprechende Fragen, zu welchen man entsprechende Antworten geben kann. Hieraus resultiert dann quasi die Charakterklasse. Das Spiel ist somit auch ein wirkliches ROLLENSPIEL. Natürlich machen Werte auch einen Bestandteil eben besagten Genres aus. Jedoch ist ein Rollenspiel nicht gekennzeichnet durch das Streben nach eben besseren Werten, sondern durch das Erleben der Welt durch die Augen eines Charakters. So nimmt “Ultima 9″ dies dem Spieler aus der Hand. Keine gute Entscheidung? Nun in meinen Augen die Beste, die “Origin” hier treffen konnte. Es gibt zwar auch reichlich Kleidungsstücke, aber auch Gegenstände haben nicht den Stellenwert, wie sie es bei modernen Vertretern unter Umständen haben. Jedem bleibt selbst überlassen, wie er sich der Spirale an Gegenständen hingeben möchte. Allerdings ist in “Ultima 9″ erkunden und erforschen an der Tagesordnung.

So bestaunt man schlicht die mächtige Architektur der Stadt der Gargylen oder zieht das Schwert in einem finsteren Kellerloch in Erwartung furchtbarer Fallen und Gegner um die Ecke. Das Spiel gewinnt seine Atmosphäre durch die vielen kleinen Details. Ich kann mich durchweg daran erinnern damals noch mit einer 3DFX-Karte gerüstet mehrfach nur auf einer Klippe gestanden und die Bahnen der virtuellen Sonne beobachtet zu haben. Das allein für mehrere Stunden mit offenem Mund und dem leisen Wort “WAHNSINN” auf den Lippen. Nun ja, die Zeit ist vergangen und doch hat das Spiel bis heute nichts davon einbüßen müssen. Vielleicht hierzu noch ein Video aus der damaligen Ausgabe der GameStar?

Nein, keine Sorge: Das Spiel ruckelt nicht mehr auf heutigen PCs. Im Gegenteil läuft es außerordentlich gut.

Grafik und Sound

Auch “Ultima 9″ ist definitiv ein “Good Old Game”. Die Schärfe der Texturen ist im Vergleich zu heutigen Spielen auch kaum ein Vergleich. Ist das Spiel deswegen jetzt häßlich? Nein, die vielen kleinen Details und die liebevolle Ausgestaltung der Welt machen direkt von Angebinn bis zum Ende des Spiels Freude. Ja auch die etwas altertümlich erscheinende Musik ist ein Genuß. Auch wenn dies im GameStar-Video anders erscheinen mag. “Ultima 9″ ist natürlich kein “Skyrim”, aber die durchweg schöne Spielwelt und eine gute Vertonung machen das Spiel zu einem echten Erlebnis.

Resümee

Das waren noch Zeiten, so möchte ich jetzt allerdings nicht enden. Viel eher mit einer weiteren Empfehlung: Jeder Cent ist gut investiert in “Ultima 9″. Man kann sich in der Welt verirren, kann aber auch jederzeit wieder auf den allg. Weg zurück finden. Nebenher sei auch erwähnt, dass die Geschichte des Spiels sehr tief erzählt wird. Also auch mit fein animierten Zwischensequenzen und das Ende, welches ich hier an dieser Stelle nicht verrate, lässt doch die eine oder andere Träne fließen. So war es zumindest bei mir als ich mit meinem Avatar dann kurz vor Abschluss stand und sich all die Weggefährten, welche man über wirklich mehr als 80 Spielstunden getroffen hat, nochmals zum Abschied versammelt hatten. Eindringlich erzählt und der Titel “Ascension” wurde auch nicht umsonst gewählt. So verbleibt die Wahl, denn “Ultima 9″ bietet auch als Originalverpackung reichlich Extras.

Allein deswegen nenne ich das Spiel immer auch bei Vergleichen zu heutigen Standards, bei welchen man schon froh sein kann ein dünnes Handbuch in der DVD-Verpackung zu bekommen. Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht und mir damals noch die Originalverpackung zugelegt habe. Allein die Landkarte ist wunderschön. Und nur zu gern habe ich die Fassung von GOG erworben. Der Grund? Schlicht und einfach: Meine Fassung ist deutsch. Die von GOG ist natürlich Englisch und nichts ist schöner als auch einmal den Vergleich zu haben.

8,5 /10

Einen tollen Videopodacst rund um Ultima gibt es auch diesmal auf StayForever: Hier klicken!

Link zur GOG-Gamecard “Ultima 9: Ascension”

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Bewertung: 3.7/5 (3)

Dark Project: Der Meisterdieb im Retro-Test (Review)

throgh am 1.März 2013 um 13:03:16
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“Du hast die Finsternis durchreist, doch was weißt du? Das Auge ist das Licht des Leibes, wenn aber das Licht in dir Finsternis ist, wie gross wird dann die Finsternis sein?”

So beginnt eines der Spiele, welches wirklich Geschichte geschrieben hat und wegweisend für ein Genre war. Ich würde sogar sagen, dass “Thief” prägend für ein gewisse Spielmechanik war. Die Idee? Ein Dieb, der sich in den Schatten verbirgt und seinem Tage- respektive Nachtwerk folgt. Sicherlich nicht überwältigend auf den ersten Blick, aber das was die Firma “Looking Glass” hier geschaffen hat gehört zu einem der schönsten, düstersten und geheimnisvollsten Werke, welches im Sektor der Spiele bis heute das Licht erblicken konnte. Aber zuerst der Reihe nach!

Inhalt

Als Spieler übernimmt man die Rolle von Garrett, einem Meisterdieb und Einwohner einer nicht näher benannten Stadt. Gleich zu Beginn erfährt der Spieler etwas über die jüngeren Tage unseres Protagonisten: Als Strassenkind aufgewachsen und eigentlich nur durch Zufall auf einen geheimnisvollen Mann getroffen, der lieber unerkannt geblieben wäre, erfährt Garrett, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sich der einfache Mensch vorstellen mag. Der Fremde, welchen er um einige Münzen erleichtern möchte, ist ein “Hüter”. Die “Hüter” sind eine geheimnisvolle Bruderschaft, die stets im Hintergrund wachend, die Geschicke der Welt sehen und in ihren Büchern niederschreiben, teils nur als reines Protokoll, teils aber auch als Vision der Zukunft. Und so ist die Einführung also Garretts Training. Man lernt das Schwert zu führen, den Bogen zu spannen und zwei der wichtigsten Regeln auch: Bleibe im Schatten und verursache keinen Lärm. Aber Garrett ist anderer Meinung als seine Lehrmeister, die in ihm einen hervorragenden Kandidaten für ihre Bruderschaft sehen. Er möchte seine Talente etwas gewinnbringender investiert sehen und so trennen sich nach Abschluss der initialen Trainingsmission auch direkt wieder die Wege. Man wird hiernach also Zeuge von Garretts Vorstellung des Einsatzes seiner Talente und zugleich auch Agitator: In der ersten Mission erleichtert man auch sogleich einen etwas schrägen und von sich eingenommenen Edelmann der Stadt namens Lord Bafford. Im weiteren Verlauf vertiefen sich die Geschehnisse und schlussendlich finden sich unser Meisterdieb und auch wir als Spieler in einer sehr, sehr gefährlichen Lage wieder, deren weiterer Verlauf das Schicksal der kompletten Stadt beeinflussen dürfte. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, so denn aber einen Vorgeschmack auf den Stil der Erzählung geben. “Thief” erzählt seine Geschichte in Form von einführenden Filmen wie auch ganzen Zwischensequenzen. Allesamt zu eigen ist ein ganz besonderer Stil aus wunderschön gezeichneten Bildern wie auch Animationen und für mich bis heute auch einzigartig!

Atmosphäre und Spielmechanik

Würde ich eine konkrete Punktzahl vergeben, so wäre hier ein Volltreffer erreicht. “Thief” hat eine einzigartige Atmosphäre. Die Zitate in den Filmsequenzen, die im englischen Original unterschiedliche Sprache und deren Ausprägungen, die dynamische Hintergrundmusik und die unglaubliche Geräuschkulisse und nicht zuletzt auch die wirklich gut gemachte wie auch einfach zu beherrschende Spielmechanik. Es gibt bei “Thief” vornehmlich eine wichtige Regel: Halte dich im Hintergrund, der Schatten ist dein bester Freund! Das Spiel lässt auch die Wahl Schwert gezückt haltend auf die Wachen zu stürmen. Man merkt dann aber schnell, dass Garrett kein Superheld ist oder irgendeinen Panzer trägt. Ganz im Gegenteil ist unser Schleicher nur in eine normale Lederkluft gekleidet und liegt nach einigen Schwertstreichen auch in seinem eigenen Blut auf dem Boden. So passt man sich schnell dieser Spielweise an und was soll ich sagen? Lasst den “Dieb” in euch heraus. Es macht einfach nur Spass aus einer dunklen Ecke heraus die Wachen zu überlisten oder sich aus kniffligen Situationen zu befreien. Hierzu stehen Garrett allerlei Werkzeuge zur Verfügung: Neben dem Schwert also zunächst einmal der Knüppel, mit welchem sich Gegner schnell ins Reich der Träume befördern lassen. Dann natürlich Pfeil und Bogen! Allerdings ist Garrett ein Dieb und kein Mörder. Dies betont er auch einige Male: Töte nur wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt! Also gibt es auch weitere Pfeilarten wie zum Beispiel Seilpfeile oder Moospfeile für lautstarke Untergründe. Betäubte Gegner und Leichen sollte Garrett schnell zur Seite schaffen: Alarmierte Gegenspieler sind schwieriger als Unwissende!

Das Spiel zeichnet sich im weiteren Verlauf auch dadurch aus, dass es eine sehr gruselige Atmosphäre aufweist. So sind die Gegner von Garrett nicht nur Wachen, sondern auch andere Kreaturen, die nicht allesamt der natürlichen Ordnung unterstehen. Aber auch hier vorweg ein Video mit Hinweis, dass es vielmehr zu entdecken gibt!

Die Welt von “Thief” ist durchweg von Gegensätzen geprägt. Im Grunde genommen würde ich sie persönlich im Bereich von “Steampunk” ansiedeln. Neben den “Hütern” finden sich weitere Parteien im Verlauf der Geschichte ein: Zum Einen die “Hammeriten”, ein Orden von Fanatikern, welche dem Erbauer huldigen, einer göttlichen Instanz, welche den Menschen das Licht und das Wissen wie auch die “Technik” schenkte. Zum Anderen wären da noch die “Heiden” als konkreter Gegenpol zu den “Hammeriten”. Diese Partei ist durchweg von ihrem Glauben an die Natur geprägt. Der Waldfürst ist ihr Anführer und zugleich auch Gott. Nebenher sei hier noch verraten, dass besagter Waldfürst im weiteren Verlauf der Geschichte von “Thief - The Dark Project” eine sehr tragende Rolle übernehmen wird. Aber Garrett wäre nicht so wie er nun einmal ist: Er legt sich sogleich mit allen Parteien an. Und dennoch ist er für das Schicksal der Stadt wichtiger als er es ahnt. Er ist kein HELD im eigentlichen Sinne, eher also ein Antagonist in manchen Situationen. Voller Zynismus ist er dennoch eine Figur, die man im Grunde wirklich zu schätzen lernt. Ein ums andere Mal schmunzelt man bei den Kommentaren von Garrett bei einer eher unerwarteten Wendung oder Entdeckung!

Grafik und Sound

“Thief” ist nicht umsonst ein “Good Old Game”: Bei seinem Erscheinen im Jahre 1998 war die Engine selbst schon teils etwas veraltet. Die Figuren waren und sind arm an Details und Polygonen. Und dennoch weiß das Spiel zu Entzücken, auch mit seiner Grafik. Zum Einen weil es auf heutigen Systemen jeglicher Art und Ausprägung lauffähig ist, zum Anderen weil das Spiel eine sehr große Fangemeinde aufzuweisen hat und damit auch Leute, die sich dem Problem der Grafik angenommen haben. So wurden Texturen überarbeitet und Probleme mit Mehrkernprozessoren beseitigt. Im TTLG-Forum findet man hierzu schnell wie einfach mit TFix eine komplette Sammlung der Korrekturen: http://www.ttlg.com/forums/show thread.php?t=134733&s=ba8a0a00f 594800a088cfefdd5f15988. Dies lässt sich auch mit der GOG-Version ohne Probleme erledigen. Schatten- und Lichtspiele waren und sind aber auch sonst sehr schön gelungen! Mit DDFIX, welches ihr auch in dem Download findet, wird das Spiel auch kompatibler zu DirectX 9 und unterstützt einige moderne Grafikeffekte.

Der Sound ist allerdings bis heute über jeden Zweifel erhaben. Das Stöhnen der Zombies oder Pfeifen von Wachen erschallt aus irgendeiner Richtung und man erwischt sich dabei wie man sogleich vor dem PC alarmierter agiert und der Puls etwas höher agiert. Die Musik passt sich je nach Situation automatisch an und ist im Grunde sogar selbst ein kleines Meisterwerk: Es sei hier verraten, dass die CRF-Dateien von “Thief” mit einem üblichen Packprogramm wie 7zip geöffnet werden können und so entdeckt man schnell, dass selbst die Musik vom Programm aus Versatzstücken und Einzelaufnahmen zusammengebaut wird. Eine mehr als nur beachtliche Leistung.

Wiederspielwert

Man sagt ja immer, dass ein Spiel nach dem “Erleben” oder auch obligaten “Durchspielen” im Schrank versauert. Bei “Thief” würde ich dies nicht so sehen. Erst kürzlich habe ich eine weitere Runde begonnen und nach einer ganzen Woche in Spielstunden gerechnet erfolgreich beendet. Es war nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein! Hinzu kommt, dass ich besagte Spielrunde auf einem LINUX-System vollzogen habe. Insofern deckt sich das auch mit einem früheren Blogeintrag: “Thief - The Dark Project” lässt sich hervorragend unter WINE spielen. Und wer hungriger ist: “Looking Glass” hat mit DromEd den Editor für “Thief” mit der Gold-Edition veröffentlicht und so den initialen Anstoß für die Fangemeinde gegeben zahllose Missionen selbst zu designen. Dies mündet sogar in ganz neuen Abenteuern inkl. entsprechender Zwischensequenzen und reicht von einem einfachen Einbruch bis hin zu weiteren Ausflügen in dunkle Katakomben, voller Fallen und übernatürlicher Wesen. Davon ab spielen sich natürlich auch die eigentlichen Kernmissionen immer wieder anders, ganz davon abhängig wie man vorgehen möchte und welchen Schwierigkeitsgrad man eingestellt hat. So kann auch eine Mission schnell beendet sein, wenn man eine Wache tötet.
Nachfolgend einige Links, die euch bei der Suche nach weiteren Abenteuern behilflich sein können:

http://www.thief-thecircle.com/missions/
http://www.thief-universe.com/
http://www.ttlg.com/forums/forum.php

Resümee

Persönlich bin ich seit 1998 ein erklärter Fan von Garrett. Ich hatte das Glück damals durch einen Bekannten einen sog. “Press-Release” aus den USA in Originalverpackung zu bekommen. Kaum war das Spiel damals unter Windows 98 installiert bekam man mich nicht mehr weg von der Welt. Und seitdem komme ich auch nicht fort von “Thief”. “Looking Glass” hat hiermit ein Denkmal geschaffen in meinen Augen. Sie haben ein Meisterwerk hinterlassen und ich finde es schade, dass die Zeit selbst diese Firma überrollt hat. Aber in Foren wie TTLG (Through The Looking Glass) findet man noch heute weitere Gleichgesinnte. Wenn ihr mich fragt: Investiert das Geld auf GOG und erlebt den Meisterdieb selbst und so schließe ich meinen ersten Testbericht mit einem weiteren Ausschnitt, diesmal nur musikalischer Natur. Möge der Meisterdieb noch lange Zeit in den dunklen Strassen unterwegs sein und so manches Mal doch mehr machen als nur seine Taschen füllen: Ein Held wider Willen und doch menschlicher als es den Anschein hat!

9 /10

Link zur GOG-Gamecard “Thief Gold”

Passend zum Thema findet Ihr auf StayForever einen großartigen Videopodcast zu Thief: Hier klicken!

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Bewertung: 4.8/5 (4)

Riddick: Assault on Dark Athena im Retro-Test (Review)

throgh am 28.Februar 2013 um 15:02:58
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“Aber diese neue Prämie auf meinen Kopf, von einem heiligen Mann, einem Typen dem ich mal den Hals gerettet hatte … tja, Lektion gelernt. Das Wort FREUND ist gestrichen. Es kann nur böse enden, wenn man jemanden zu dicht an sich ran lässt … böse für sie!”

Wie soll man einen absoluten Antagonisten beschreiben, der soviel “Coolness” - um dem Neudeutschen die Ehre an dieser Stelle zu geben - ausstrahlt, dass die eigentlichen Protagonisten neben ihm teils schon verblassen? Ist die Figur “Riddick” eine reine Mode-Erscheinung bzw. eine Selbstdarstellung für den Schauspieler Vin Diesel? Oder steckt dahinter doch etwas mehr? Vielleicht der Wunsch eines Jeden doch mal den “Bad Boy” spielen zu können? Den kompromisslosen Egoisten? Ist Riddick denn ein Egoist? Ich würde vorschlagen wir beleuchten gemeinsam in diesem Review Spiel, Welt und die Figur bzw. Rolle, welche wir als Spieler übernehmen.

Die Figur “Richard P. Riddick”

Geschaffen initial im Film “Ptch Black: Planet der Finsternis” wurde Riddick dem internationalen Publikum als absoluter Antiheld vorgestellt: Entflohener Sträfling, Mörder, Gewaltverbrecher. Es gäbe da wohl reichlich Attribute und Worte, um ihn zu beschreiben. Dennoch konnte Vin Diesel in der Rolle des besagten “Richard P. Riddick” mehr als nur überzeugen, wenn auch der Film initial nur wenig Aufmerksamkeit bekam und erst spät in der DVD- und VHS-Version damals seinen nachhaltigen Erfolg feiern konnte.

Riddick fühlt sich seit Anbeginn seiner Erinnerungen ungebunden an gesellschaftliche Vorgaben und Gesetze allgemein. Genauso lernen wir ihn kennen im Film wie auch im Spiel. Er folgt seinen eigenen Regeln und seinem ganz eigenen Kodex, der willkürlich zu wirken scheint und ihn deshalb für seine Umgebung so gefährlich erscheinen lässt. Dennoch scheint in ihm ein äußerst guter Kern an sich zu stecken oder vielleicht anders formuliert: Er ist nicht vollends durchtrieben oder verdorben! Hinzu kommen dann auch die körperlichen Eigenschaften: Riddick hat seiner eigenen Aussage nach das Spektrum seiner visuellen Wahrnehmung modifizieren lassen. Das heißt: Er kann selbst in absoluter Dunkelheit Details wahrnehmen. In “Pitch Black” erfährt man, dass man so angeblich besser sehen könnte wer sich von hinten im Dunkeln annähert. Zunächst blieb es mit “Pitch Black” auch nur bei diesem ersten Ausflug in das Universum von Riddick.

Im Jahr 2004 folgte dann ein neuer Film, viel größer und weiter. Ein weiterer Ausflug in das düstere Universum und eine Aufgabe für Riddick und den Überlebenden aus “Pitch Black”. Manchmal lässt sich das Böse vom Guten nicht aufhalten. Man muss es mit einer anderen Art des Bösen konfrontieren. So beginnt die Erzählerin in “Chroniken eines Kriegers”.

Hiernach wurde es filmisch gesehen bis auf eine Zeichentrickumsetzung still um unseren Antihelden. Aber spielerisch umso lebendiger: Die Firmen Starbreeze Studios und Tigon Studios erschufen das Riddick-Universum in der digitalen Welt. Zunächst in Form des Titels “Escape from Butcher Bay”, in welchem wir als Spieler Zeugen werden wie Riddick eigentlich erst zu seiner besonderen Gabe kommt. Später dann in der Fortsetzung “Assault on Dark Athena”, welche direkt nach der Flucht von Butcher Bay im Grunde einsetzt. Zugleich jedoch enthielt dieses Spiel ein Remake des ersten Teils, inkl. verbesserter Grafik und Spielmechanik-Anpassungen.

In der Zusammenfassung könnte man sagen, dass Riddick für Freunde finsterer Science-Fiction-Abenteuer durchweg eine Bereicherung sein kann. Natürlich sollte man sich allerdings von einem nicht ganz abzustreitenden Personenkult freimachen: Das Universum hat sehr viele Facetten und Figuren zu bieten, auch abseits von Herrn Richard P. Riddick! Ich hoffe er verzeiht mir diesen kleinen Schwenker und besucht mich nicht noch heute Nacht.

Inhalt

Die über GOG.com erhältliche Version bietet die volle Bandbreite des Spiels: Sowohl “Escape from Butcher Bay” als auch “Assault on Dark Athena” sind wie in der ursprünglichen Version enthalten. Von daher sollten wir die Inhalte der beiden Spiele getrennt beschreiben. Beide Inhalte sind direkt über das Hauptmenü nach Start der Anwendung verfügbar und durch den Spieler auszuwählen.

Escape from Butcher Bay

Wir werden hier Zeugen wie Riddick verurteilt für seine Verbrechen durch den Söldner Johns im düsteren wie auch namensgebenden Gefängnis “Butcher Bay” abgeliefert wird. Schon direkt in der Einführung schlüpfen wir in Riddicks Rolle und betrachten fortan die Welt durch seine Augen. Oberste Prämisse? Entkommen aus dieser Hölle. Dabei erzählt das Spiel seine Geschichte nahezu durchweg über die Aufträge und Aufgaben, welche Riddick wahlweise durch Wärter, Gefangene oder einfach der Situation selbst erhält.

Assault on Dark Athena

Leider lässt sich hier der Spoiler nicht verstecken: Letztendlich gelingt Riddick die Flucht aus dem düsteren Gefängnis “Butcher Bay”. Zuletzt sogar mittels seines Jägers Johns. Und genau mit diesem ist er auch weiterhin unterwegs als sie auf eine weitere Bedrohung stoßen. Diese offenbart sich in Form eines riesigen Raumschiffes namens “Dark Athena”. Unter der Führung von Captain Gail Revas wird das kleine Raumschiff von Johns aufgebracht und dieser in Gewahrsam genommen. Riddick schafft es rechtzeitig in eine dunkle Ecke und kann sich zunächst vor diesen neuerlichen Häschern verbergen. Die Frage ist nur für wie lange? Auf seiner Suche nach einer möglichen Flucht entdeckt Riddick eine weit größere Bedrohung als zunächst angenommen. In Sachen Spielprinzip hat sich aber zum Vorgänger nicht viel verändert: Auch hier erzählt das Spiel das Meiste direkt aus den Augen von Riddick.

Atmosphäre und Spielmechanik

Gleich vorweg: “Assault on Dark Athena” ist, sofern man gewillt ist sich auf dieses Szenario einzulassen, ein absoluter Tiefgang in Sachen Atmosphäre. In Sachen Synchronisation warten die Spiele und Abenteuer mit einer absoluten Starbesetzung auf. Nicht dass dies wirklich nötig wäre, jedoch werden die einzelnen Figuren auch tatsächlich von ihrem Pendant in den Filmen gesprochen. Ergo ist Riddick durch Vin Diesel vertreten, eben wie auch Johns durch Cole Hauser gesprochen wird. In Kombination mit der sehr verhaltenen und dennoch düsteren Musik bietet sich dem Spieler ein wahres Feuerwerk in Sachen Sound und Audio. Die Spielmechanik ist hierbei bisweilen sehr zurückhaltend und Riddick lässt sich sehr eingängig steuern, wenn auch manches Mal vielleicht träger als erwartet. Maus und Tastatur können über das Menü konfiguriert werden und die Anbindung von anderer Peripherie wie zum Beispiel einem Gamepad dürfte ebenso keine großen Probleme darstellen. Die Oberfläche ist bisweilen ebenso im Hintergrund. Viel wird auch nicht angezeigt außer eben dem aktuellen Gesundheitszustand unseres Antihelden. Der Riddick-Ausflug findet im Vorgehen Ähnlichkeiten zu Spielen wie “Thief”, da der Gute lieber aus der Dunkelheit heraus zuschlägt. Aber anders als Garrett ist Riddick auch an sich gut gewappnet gegenüber einer offenen Konfrontation. Es sollten nur nicht zuviele Gegner auf einmal sein, da ansonsten die Übersicht verloren geht und man dann sehr schnell auf dem Boden liegt und erneut einen früheren Spielstand laden muss.

Grafik und Sound

Das technische Grundgerüst des Spiels kann heute noch locker mit so manchem aktuellen Spiel mithalten. Auch wenn es aufgrund des Alters als “Good Old Game” deklariert werden kann, finden sich wundervoll sinistre Umgebungen in diesem Spiel wieder. Die Einstellungen lassen sich sehr gut an die Hardware anpassen ohne selbst viele Verluste hinnehmen zu müssen. Natürlich könnte so manche Textur schärfer sein. Aber der Gesamteindruck zählt und hier kann “Assault on Dark Athena” absolut die volle Punktzahl für sich veranschlagen.

Bei genauerer Betrachtung fällt auch auf, dass der zuvor gezeigte Trailer keineswegs mit vorgerendertem Material erstellt wurde. Das Spiel lässt sich sowohl über Windows als auch Linux zum Laufen bringen. Unter Ubuntu Linux 12.04 über PlayOnLinux in Kombination mit Wine auch ruckelfrei!

Resümee

Man könnte sagen: Riddick ist der Anarchist in uns Allen! Vielleicht ist es auch gerade diese Eigenschaft, die teils Faszination ausübt? Das muss Jeder für sich entscheiden. Faktisch gesehen ist “Assault on Dark Athena” ein mehr als solides Spiel mit wunderschöner Grafik, verhaltener und dennoch guter Musik wie auch hervorragender Synchronisation. Ein kleines Manko wäre noch zu nennen: Die Gesichtsmimik leidet in manchen Szenen doch etwas. Das ist allerdings nur ein kleiner Wehrmutstropfen.
Das Angebot von GOG.com ist absolut lohnenswert. Man wird mit einer reichhaltigen Welt belohnt und kann diese durch die Augen einer interessanten Figur als Antagonist erleben. Riddick ist keineswegs ein Gutmensch mit einer rauen Hülle. Wenn er seinen Vorteil nutzen kann, dann wird er dies auch ohne Kompromisse machen. Wie anfangs beschrieben ist es doch dieser kleine, verbliebene Rest “Gutes”, der das gewisse Etwas der Figur ausmacht. Sehnen wir uns vielleicht auch so handeln zu können? Oder nur der kurze Ausflug um schlichtweg einfach mal der “coole” Antiheld zu sein? Letztendlich könnte man auch sagen, dass sich Riddick mit Absicht abspaltet, weil er befürchtet Leute auf seinen Weg zu ziehen. Im Grunde genommen ist er sich vollends darüber im Klaren was er für Andere darstellt. Eine Form des Schutzes, eine sichere Panzerung? Diese Entscheidung überlässt das Spiel durchweg dem Kunden. Aber das darf auch ruhig so sein. Wir haben doch keine Angst vor der Dunkelheit, oder? Wir müssen ja nicht das “Monster” sein, wenn wir nicht wollen.

8 /10

Link zur GOG-Gamecard “The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena”

von throgh
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Bewertung: 5.0/5 (2)

System Shock 2 im Retro-Test (Review)

throgh am 28.Februar 2013 um 14:02:59
System_Shock_2_Cover

„Sch-schau dich an, H-h-hacker. Ei-ei-eine erbärmliche Kreatur aus Fleisch und Knochen, die keu-keuchend und schwitzend durch meine Korridore rennt. Wie kannst du eine p-perfekte, unsterbliche Maschine herausfordern?“

So und nicht anders beginnt ein Spiel, welches in manchen Kreisen gar keiner Vorstellung mehr bedarf: SYSTEM SHOCK 2. Wieso denn jetzt bitte direkt den zweiten Teil vorstellen? Nun ja, das hätte den einfachen Grund, dass GOG diesen zuletzt initial herausgebracht hatte. Leider noch nicht den ersten Teil (Betonung liegt hier aber höchstwahrscheinlich eben auf “noch”). Ursprünglich mitunter durch Warren Spector entwickelt, welchem wir auch das großartige “Deus Ex” zu verdanken haben, beschreibt “System Shock” eine düstere Welt geprägt von “Cyberpunk”-Elementen und gilt noch heute als äußerst atmosphärisches, tiefgehendes Erlebnis. Leider jedoch ist die Lizenz dieses wundervollen Werkes der digitalen Spielekultur stark verzweigt: Die ursprüngliche Firma Looking Glass ist längst nicht mehr existent und das Namensrecht liegt bei Electronic Arts. Die beteiligte Firma Irrational Games (“Bioshock”-Reihe) ist inzwischen ein Tochterunternehmen von 2K Games. Insgesamt also sehr viele Teilnehmer an der Lizenz und daher nicht ganz so einfach erhältlich! Der Titel geisterte auch sehr lange Zeit auf der Community-Wishlist von GOG herum bis nun am 14. Februar 2013 ein denkwürdiger Tag für all die bestehenden und noch werdenden Fans war: “System Shock 2″ erhältlich über GOG.com und damit auch die Rückkehr in SHODANs düstere Welt. Daher auch ein guter Anlass nun nach einigen Tagen ein Review dieses Meilensteins der Spielegeschichte zu schreiben, selbst wenn GameStar dies schon in einem Retro-Video auch vorgestellt hat. Vielleicht kann man aber aus der Sicht eines Fans noch etwas mehr vermitteln? Wer weiß, ich würde sagen, dass entscheiden wir zusammen in dem nun folgenden Text und den Kommentaren.

Inhalt

“System Shock 2″ erzählt seine Handlung im Jahre 2114. Ort der Handlung ist das überlichtschnelle Raumschiff Von Braun. Der Spieler wacht in einer kryogenen Schlafkammer auf, ausgerüstet mit kybernetischen Implantaten. Jedoch fehlt es ihm selbst an Erinnerungen was denn wirklich geschehen. Denn vor ihm steht kein Mitglied der Krankenstation zur freundlichen Begrüßung und Pflege. Ganz im Gegenteil sogar: Explosionen, Erschütterungen und der drohende Sog in die Unendlichkeit des Weltalls erwarten uns, sofern wir nicht schnellstmöglichst die Beine in die Hand nehmen und einen Ausweg finden wie uns über Funk eine hektisch wirkende Dame mitteilt, die sich nur als Dr. Janice Polito vorstellt. Schon allein bei dieser Flucht sollte uns auffallen, dass hier neben dem maroden Zustand des Schiffes selbst auch einige andere Dinge ganz und gar nicht in Ordnung sind. Es hätte ja sein können, dass man uns vergessen hat aufgrund von anderen Problemen wie einem Einschlag durch ein fremdes Objekt. Nun ja: “Fremd” wäre hier das korrekte Wort. Als wir uns dann doch letzten Endes vor der rettenden Schluftschleuse befinden sehen wir durch ein bruchsicheres Fenster ein weibliches Besatzungsmitglied schreiend den Korridor entlang davonrennen. Den Grund erfahren wir nur wenige Sekunden darauf, als ein weiteres Wesen hinter ihr rennend eine Waffe aufrichtet und seltsame Worte in den sonst entvölkert wirkenden Korridor brüllt. Moment, war das jetzt ein Mensch? Zumindest sah dieser so aus, von heftigen Missbildungen einmal abgesehen! Kurz nach der erfolgreichen und dennoch trügerischen Flucht in die sicheren Gefilde der Von Braun erfahren wir, dass fremdartige Anneliden, die sich nun „Die Masse“ nennen, die Besatzung assimiliert und das Schiff übernommen haben. Der Bordcomputer und KI Xerxes ist dem Anschein nach vollkommen in einer Fehlfunktion gefangen wie auch wohl der Rest der mechanischen Einwohner also zum Beispiel Roboter. Aber das ist schlicht nur der Anfang einer düsteren wie auch unheimlichen Reise und auch nur ein kleiner Ausschnitt der schrecklichen Wahrheit, die sich hinter all dem verbirgt. Und wer ist diese Computer-KI “SHODAN”, deren Name wir in vielen Audio-Logs erwähnt finden? “System Shock 2″ erzählt seine komplette Handlung in Form von direkt Erlebtem des Spielers, z.B. über die Funksprüche von Dr. Polito als Eine der letzten Überlebenden, und dem Vergangenem in Form der auffindbaren und jederzeit abhörbaren Audio-Logs einzelner Besatzungsmitglieder.

Atmosphäre und Spielmechanik

Das Spiel nutzt die auch aus “Thief - The Dark Project” bekannte Engine und setzt vollends auf Immersion durch die Augen des Protagonisten. Der verwöhnte Spieler aus dem Jahre 2012 / 2013 wird jetzt rufen: “Holla, das ist aber eine sehr kantige Grafik!” Nun dem kann aber auch entgegnet werden, dass “System Shock 2″ weit mehr als das zu bieten hat. Daneben natürlich lässt sich das Spiel auch sehr gut modifizieren und damit aufhübschen, jedoch hierzu komme ich später noch einmal zurück. Von der technischen Seite her bietet das Spiel ähnliche Eigenschaften wie auch die “Thief”-Reihe: Ein dynamisches Musik- und Soundsystem sorgen für deftige Gruselatmosphäre, wenn man einen Gegner nur hören aber nicht sehen kann, und derbe Schockmomente, sobald dieser direkt hinter Einem auftaucht. Hierbei ist “System Shock 2″ jedoch nicht so plump wie zum Beispiel “Doom 3″ und lässt die Gegner einfach irgendwo erscheinen. Das Team von Looking Glass und Irrational Games haben sich interessante Methodiken einfallen lassen, so dass ein Gegner auch gern aus der zuvor passierten Luftschleuse hinter dem Spieler her hechtet. Vor allem als “Hybriden” bezeichneten Opfer der annelidischen Kreaturen sind hier nicht wirklich zimperlich. Es mag sein, dass die Grafik zunächst abschreckend wirkt im Jahre 2013. Dennoch ist die Atmosphäre ungeschlagen und kann selbst den sog. Kino-Inszenierungen so mancher Neu-Erscheinungen in den letzten Tagen etwas vormachen. Nachfolgend ein musikalisches Intermezzo, untermalt mit Original-Aufnahmen und Sounds, welche auch so im Spiel vorzufinden sind:

Wie zuvor gesagt erlebt man das Spiel zur Gänze aus der ICH-Perspektive. Hier bietet sich dann auch einr vollumfänglichr Oberfläche an. “System Shock 2″ setzt hier auf starke Rollenspiel-Systeme und -Eigenheiten wie einem Inventar. So können auch kybernetische Module als eine Art Punktesystem dazu verwendet werden Fertigkeiten zu erlernen oder auszubauen: Man kann als brachialer Waffennarr durch die Korridore rennen, allerdings dürfte man hier dann so seine lieben Schwierigkeiten mit dem Sicherheitssystem haben, welches durch den wahnsinnig gewordenen Schiffscomputer Xerxes gesteuert wird und bei Sichtung den Alarm auslöst, der dann folgerichtig die nächsten Kreaturen und Gegner lockt. Vor allem auch, da Munition ein rares Gut ist und die Waffen einer Abnutzung unterlegen sind. Also sollte man vielleicht doch etwas mehr machen als sich nur auf “Waffen” zu konzentrieren. Reperaturfertigkeiten wären nicht verkehrt, Modifikationen der Datenbanken der zwischendurch auffindbaren Automaten für Essensrationen, Hackmöglichkeiten für das Sicherheitsnetz, um vielleicht den Kameras zwischendurch ausweichen zu können oder diese vollends zu deaktivieren respektive zerstören. Die Liste ist sehr lang. Grundlegend unterteilt der Spieler sich in seiner Auswahl zu Beginn in drei Klassen:

- Marine (höhere Affinität für Waffen und Stärke)
- Navy (verbesserte Hackfertigkeiten, Forschung und Wissenschaft)
- O.S.A. Agent (direkteres Erlernen psionischer Fähigkeiten)

Im darauffolgenden Tutorial können diese in einer Ausbildung noch weiter verfeinert werden. Damit kann dann zum Beispiel der “Marine” auch weitere Forschungspunkte erwerben und seine Fertigkeiten dahingehend erweitern. Es gibt im Internet unzählige “Guides” und “Vorschläge für die optimale Klasse”. Aber ich würde sagen: Das probiert man am Besten selbst für seine Spielweise aus. Nachfolgend eine mögliche Spielweise wie auch ein Gesamteindruck von “System Shock 2″:

Grafik und Sound

Wie zuvor erwähnt teilen sich die Spiele “Thief” und “System Shock 2″ das gleiche Engine-Grundgerüst: Die DARK-Engine. Ihr Alter ist unverkennbar und dennoch schafft diese Engine etwas was selbst modernste Derivate der “Unreal”-Technik so manches Mal nicht hinbekommen. Dies liegt aber auch am Talent der Designer und Entwickler vor dem Bildschirm, die uns hier ein wahres Kunstwerk geschenkt haben. Für das Spiel wurde das technische Grundgerüst damals auch stark erweitert, um farbige Lichtquellen zum Beispiel zu ermöglichen. Es ist zwar ein “Good Old Game”, allerdings weiterhin zeitlos. Sound und Grafik lassen sich bisweilen stark modifizieren. Ersterer wäre gar nicht wirklich nötig, denn Musik und Sound sind bei diesem Spiel allem Zweifel tatsächlich erhaben!

Modifkationen

Hat “System Shock 2″ wirklich Modifikationen nötig? Ja und nein. Das hängt ganz davon ab was man konkret haben möchte. Höher aufgelöste Texturen? Verbesserte Charaktermodelle? Das ist ohne große Schwierigkeiten möglich. Ebenso kann man aber auch weiter ins Detail abtauchen. Hier sei erwähnt, dass sämtliche Resource-Dateien schlicht über ein Packprogramm der persönlichen Wahl geöffnet werden können. So kann man alle CRF-Dateien durchforsten und auf den Spuren der Entwickler wandeln!
Für alleinige Grafikverbesserungen wären zwei Modifikationen absolut zu empfehlen:

SHTUP
Dieses Paket verbessert viele Texturen im Spiel und ersetzt diese auch durch höher aufgelöste Versionen.
http://www.shtupmod.net/

REBIRTH
Mit diesem Paket werden die Charaktermodelle hinsichtlich ihrem Aussehen stark verbessert.
http://www.systemshock.org/inde x.php/topic,8.0.html

Vor allen Modifikationen sollte man sich allerdings noch dem SS2Tool zuwenden (http://www.systemshock.org/inde x.php?topic=392.0). Hierdurch werden notwendige Verbesserungen aufgespielt und die Verzeichnisstruktur der “System Shock 2″-Installation für das Modifizieren vorbereitet.

Resümee

Eine wahre Perle hat man uns hier zugänglich gemacht. “System Shock 2″ war und ist natürlich auch weiterhin über ebay zum Beispiel erhältlich, jedoch hat das Spiel inzwischen nebst der Zeit auch einen Sammlerwert auf dem Buckel. Und wer die Originalverpackung sein Eigen nennen möchte muss wohl auch inzwischen einen sehr stolzen Preis bezahlen. Jedoch auch dieser wäre gerechtfertigt. Ganz davon ab: GOG bietet massig Zusatzmaterial. So findet man dort auch die Original-Soundtrack in den Formaten FLAC oder MP3, Konzeptzeichnungen, Interviews und Entwurfsdokumente.
Das Spiel ist in der Tat zeitlos: Es charakterisiert die Urängste des Menschen. Allein, verlassen und auf sich gestellt muss man sich in der Gestalt des namenlosen Helden einen Weg durch diese unwirkiche Umgebung suchen, ohne Wissen was konkret geschehen ist. Dies offenbart das Spiel in seiner Handlung erst nur langsam, fast schon widerwillig. Aber gerade das ist der Reiz! Zugleich hebt das Spiel schon fast unterschwellig den Finger, denn es führt uns direkt vor Augen was durch eine Computer-KI und technische Entfremdung geschehen kann. Natürlich in dieser Form absolut überspitzt: Man hat sich auf das perfekte Schiff Von Braun verlassen und trotzdem drang etwas Fremdes, Bedrohliches ein. All die Technik konnte die Menschen nun nicht schützen und ist sogar nun auch ihr Feind, denn die durchgedrehten Andoiden und Roboter wenden sich mitunter gegen ihre Schöpfer im Dienste der “Masse”. Gerade die Kommentare SHODANs und ihrem steten Hinweis auf den Imperfekt des “Fleisches” wie auch dem Kontrast der Masse, die das “Fleisch” als ihr Ein und Alles bezeichnet, machen das Spiel zu weit mehr als nur einem Vergnügen für Zwischendurch. Der Konflikt wird immer wieder thematisiert und findet am Schluss der Handlung in der jeweiligen Entscheidung des Spielers ihren Höhepunkt. Kann sich denn der Spieler frei entscheiden? Das verrate ich an dieser Stelle nicht und gebe nur den Hinweis, dass “System Shock 2″ auch etwas Kopfarbeit abverlangt wie auch eben besagtes “Kopfkino” verursacht. Hat das Spiel wie der Roboter jetzt einen Kunden vertrieben und muss demontiert oder degradiert werden? Entscheidet selbst und lasst euch von SHODAN verzaubern und erschrecken zugleich!

9 /10

Link zur GOG-Gamecard “System Shock 2″

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Bewertung: 5.0/5 (1)

Orcs Must Die! 2: Test, Review

Malte am 31.Juli 2012 um 14:07:51
Orcs-Must-Die-2-Cover-PC-2012

Ein flotter Startschuss für die zweite Runde der spaßigen Ork-Metzelei „Orcs Must Die“! Knapp ein Jahr ließen sich die Entwickler nun Zeit für den Nachfolger zum preisgekrönten ersten Teil. Nun stellt sich natürlich die Frage, welche Erwartungen überhaupt an solch einen „Schnellschuss“ Nachfolger gestellt werden dürfen. Oder hat das eine Jahr doch für eine konsequente Weiterentwicklung ausgereicht, denn was soll schon großartig am tollen Konzept des ersten Teils geändert werden, außer kleinerer Detailverbesserungen? Was Ihr letztendlich für 14,99€,- geboten bekommt, erfahrt Ihr in diesem kurzen Testbericht.

Wie spielt sich Orcs Must Die! 2?

Das Spielkonzept von Orcs Must Die 2 ist leicht erklärt: Die kleinen, grünen, dämlichen Orks mit allen Mitteln zurück in die Hölle befördern! Zu Beginn eines Levels können wir in aller Ruhe, ganz im Stil von Tower Defense, die Winkel und Ecken mit einem natürlich ausgeklügelten Fallensystemen ausstaffieren, um Orks und Monster gar nicht erst in die Nähe zum Herzen unserer Festung durchdringen zu lassen. Wenn wir die Tore öffnen, stürmen die fiesen kleinen Gestalten unsere Burg. Sollten die Fallen hierbei einmal versagen, können wir mit unserem Helden oder unserer Heldin aus der 3rd-Person-Ansicht selbst Hand anlegen, mit vielzähligen Waffen und destruktiven Zaubersprüchen selbst in die Schlacht ziehen. Nachdem Überstehen einer Welle Orks haben wir wieder genügend Budget zur Verfügung um unsere Fallen zu reparieren, neue zu platzieren oder später gar Kampfeinheiten wie Bogenschützen oder Ritter zu rekrutieren. Sollten einmal eine gewisse Anzahl Orks oder Monster die Tore unserer Festung gestürmt haben, haben wir versagt. War’s das mit dem Spielkonzept? Ja, das war’s, aber genau durch dieses simple System macht Orcs Must Die! 2 unheimlich viel Spaß. Jeder Level stellt eine neue Herausforderung, die aber mit immer demselben Schema gemeistert werden kann. Das mag zwar negativ klingen, zieht aber in einen spielerischen Bann.

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Was ist denn neu an Orcs Must Die 2?

Auf den ersten Blick leider fast gar nichts. Beim Spielstart werden wir mit einem ähnlichen Menü und einer identischen Titelmusik begrüßt. Die erste kleine Neuerung lässt aber trotzdem nicht lange auf sich warten: Beim Spielstart haben wir nun die Wahl zwischen dem altbekannten Helden „Der Kriegsmagier“, der mit dem Mut der Dummen gesegnet ist, und „Die Zauberin“, die wohl gerne das Sagen hat. Die beiden Charaktere unterscheiden sich im weiteren Spielverlauf faktisch nur optisch, spielerische Vor- und Nachteile? Zumindest nur marginal mit viel Vorstellungskraft. Neu und teilweise “heldenspezifisch” sind eine kleine Handvoll Fallen und Waffen, die sich in Orcs Must Die 2 übrigens mehrstufig verbessern und erweitern lassen – über 225 Upgrades stehen, laut Entwickler, insgesamt zur Verfügung. Eine nette Neuerung, zumal wir uns nun auf ein paar ausgewählte Fallen spezifizieren und in sie stärker investieren können. Die neuen Fallen, Waffen und Zaubersprüche sind jedoch gerade bedingt innovativ und ähneln teils anderen, die meisten sind darüber hinaus aus dem Vorgänger unverändert bekannt – Schade.

Die wohl schönste Neuerung ist der Koop-Modus, in dem wir uns mit einem Freund oder Mitspieler über Steam zu zweit in die Schlacht stürzen dürfen. Im neuen Endlos-Modus metzelen wir, wahlweise auch mit einem Freund, so viele Runden, wie wir überleben. Hierbei rennt alle vier bis fünf Wellen ein Oger („Endgegner“) durchs Level, der uns‘re Schädelkasse mächtig füllt, vorausgesetzt wir fangen ihn ein. Der Endlos-Modus läuft hierbei parallel zu unserer Kampagne, weshalb wir die durch diesen gewonnenen Schädel in unseren Charakter oder unsere Waffen investieren können. Moment, Charakter? Ja, immerhin stehen vier freischaltbare Outfits zur Verfügung, die Orks schon beim Anblick unseres Heldens das Fürchten lehren sollen. Ob sich diese weitere Neuerung nun tatsächlich auswirkt sei dahingestellt. Maßgebend unterscheidet sich der Endlos-Modus leider nicht von der klassischen Kampagne und stellt nur bedingt eine größere, abwechslungsreichere Herausforderung. Wo wir bei „abwechslungsreichere“ sind: Die Level sind im Vergleich zum Vorgänger leider so gut wie gar nicht „abwechslungsreicher“. Wieder einmal haben sich die Orks wohl einzig und allein auf die unterirdischen Festungen versteift, wo es doch auch so viele, schönere Festungen überirdisch als Domizil geben könnte. Sonst was Neues? Leider Fehlanzeige. Neben einem leicht veränderten Aussehen des Helden aus dem ersten Teil gibt’s so gut wie gar keinen nennenswerten, weiteren Neuerungen. Vieles bleibt eben beim Alten.

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Fazit

Das unveränderte Spielkonzept geht auch nach einem Jahr auf: Orcs Must Die! 2 macht einfach großen Spaß. Die Möglichkeit, das gesamte Spiel zusammen mit einem Freund zu meistern ist eine wirklich nette Dreingabe, zumal sich die taktische Vielfältigkeit dadurch automatisch erhöht. Mit Neuerungen tut sich Orcs Must Die 2 allerdings äußerst schwer: Zwar haben wir nun immerhin die Möglichkeit Waffen, Fallen, Zaubersprüche (und den eigenen Helden) mehrstufig zu verbessern, substanziell neu ist aber wenig. Die Level spielen sich zumeist unterirdisch ab. Ein paar Festungen überirdisch, in vielfältigerem Terrain hätte dem Abwechslungsreichtum sicherlich sehr gut getan, zumal die Kampagne verhältnismäßig schnell durchgespielt ist. Trotz einiger Kritik: Keine Empfehlung für dieses Spiel auszusprechen wäre ein Unding, für 15€ kommen Fans von Tower Defense und 3rd-Person-Action nämlich voll auf ihre Kosten. Auch Käufer und Fans des ersten Teils können bedenkenlos zuschlagen, auch wenn sie keine große Innovation erwarten dürfen.

spaßige Metzelei, das Konzept geht auf! sehr wenige Neuerungen gegenüber dem ersten Teils
viele Waffen, Zaubersprüche, Fallen teils abwechslungsarme, unterirdische Level
zwei Charaktere spielbar, 225 Upgrades Grafik nicht mehr auf der Höhe der Zeit
toller Koop-Modus
witzige Musik, Sprüche des Helden

7 /10

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Bewertung: 5.0/5 (5)

Diablo 3: Test, Review

Dominik am 15.Juni 2012 um 22:06:41
Diablo-3-Offical-Cover-Front-PC-Game

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschlägt den Himmelsphäre über das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das Königshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschlägt reißt er den letzten verbliebenen  Horadrim Deckard Cain in die Tiefen der unterirdischen Katakomben des einstigen Palastes des untergegangenen Königs Leoric. Durch die dadurch freigesetzten Energien wird der verstorbene König wieder ins Leben zurückgerufen und mit ihm zahlreiche Untertanen die nun als wandelnde Leichen den neuen Ortsteil von Neu Tristram verwüsten. Nur durch Glück entgeht Cains Nichte Leah den Einschlag des überirdischen Gesteinsbrocken und flüchtet mit letzter Kraft in die nun von Zombie Horden belagerte Stadt. Dieses Ereignis blieb der Außenwelt nicht verborgen und unermüdliche Helden machen sich auf dem Weg um sich der neuen Bedrohung zu stellen und Neu Tristram vor dem Untergang zu retten. Wir sind einer von Ihnen.

 

 

 

 

Mit Diablo 3 geht eine mehr als 10 jährige Entwicklung endlich zu Ende. Blizzard hat sich viel Zeit gelassen und einen meiner Meinung nach bisher halbwegs gelungenen Nachfolger zum Hack&Slay Klassiker des Jahres 2000 erschaffen. Neben vielen Änderungen am Talentsystem, dem Spielumfang insgesamt und der Grafik wurden außerdem 5 brandneue Klassen dem Spiel hinzugefügt. Vorbei sind die Zeiten des Paladins, Amazonen und der Totenbeschwörer. Stattdessen haben nun der auf Distanzangriffe spezialisierte Dämonenjäger, den universal einsetzbare Hexendoktor und der Nahkampf spezifische Mönch den Weg in die Pforten Sanktuarios gefunden. Die neuen Klassen bieten nur teilweise einen Kontrast zu ihren Vorspielern aus Diablo 2. So kann der Mönch neben zahlreichen Kung Fu Einlagen seine Gefährten heilen und Feinde kurzzeitig außer Gefecht setzen. Der Hexendoktor beschwört mithilfe von Vodoo Zaubern unterschiedliche Gehilfen die Diablos Diener im Nahkampf binden können während er selber mit dem Spuckrohr aus der Ferne agiert. Den Dämonenjäger sind Bögen und Armbrüste wichtiger als irgendwelche Äxte und Schwerter. Aus dem Hinterhalt überrascht diese Klasse seine Gegner mit Pfeilhageln und Bolzengeschossen. Im direkten Kontakt mit Untergebenden der Hölle sieht er aber kein grünes Licht. Der Handel mit seltenen und wertvollen Gegenständen und Waffen hat bereits Diablo 2 sehr geprägt. So sehr das auf der Handelsplattform Ebay digitale Schwerter für echte Dollars zu ergattern waren. Blizzard hat dieses Konzept 1:1 in das neue Metzelspiel integriert. An erster Stelle wurde das Auktionshaus als wichtiger Bestandteil des Spieles integriert. Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung hat der Publisher angedeutet das dieses System zum zentralen Spielinhalt des neuen Diablos gehören wird. Um den Handel zwischen den Spielern effektiver zu gestalten wurden außerdem die Droprates an dieses System angepasst. So kommt es sehr selten vor das man beim Spielen nützliche Gegenstände für die eigene Charakterklasse findet. Vielmehr muss man sich diese im Auktionshaus für Spielgeld kaufen. Neu hinzugekommen ist auch noch das Echtgeldauktionshaus. In diesem können Spieler Items für echte Euros kaufen. Blizzard behält sich als Plattformanbieter außerdem das Recht vor bei einer Geldauszahlung eine  teil des Gewinns für sich zu behalten. Mit der Unterstützung von Drittanbietern wie Paypal werden die Transaktionen abgewickelt. Bis jetzt sind noch nicht alle digitalen Spielgüter für Euros zu haben. Mit kommenden Hotfix`s werden aber auch diese nachgereicht werden wie etwa zum Beispiel Spielgold. Ich persönlich hoffe das ein Großteil der Community diesem Bezahlsystem kritisch gegenüber steht und die Finger vom Handel mit dem echten Geld lässt.

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Geschichtlich spielt das neue Diablo einige Generationen nach dem letzten Teil. Seit die drei großen Übel Diablo, Mephisto und Baal von einer Heldengruppe besiegt und vernichtet wurden kehrte für längere Zeit Frieden in Sanktuario ein. Bis ein Feuer vom Himmel dieser Idyllischen Ruhe ein Ende bereitete und ein Meteor in die alte Kathedrale der Ruinen von Tristram einschlägt. Deckard Cain der letzte verbliebene Magier des vom Erzengel Tyrael gegründeten Horadrim Ordens wird bei dem Aufprall in die Tiefen gerissen und nur seine Nichte Leah schafft es dem Einschlag zu entgehen. Die durch den Meteor freigesetzten Ströme bringen neues Unheil über die Bevölkerung von Neu Tristram. Der gefallene König Leoric wurde wieder in die Welt der Lebenden geholt und mit ihm eine ganze Horde Untoter verschiedener Dimensionen. Der Terror des einstigen Tyrannen entflammt erneut auf und die Überreste der Lebenden verschanzen sich in der belagerten Stadt. Die eigentlich Bedrohung der Welt geht jedoch nicht von Leoric und seinem Gesindel aus. In den weiten Wüsten von Kehjistan, in der Kaiserlichen Handelsmetropole Caldeum lauert im Untergrund eine weitaus größere Gefahr. Das vergessene Böse hat sich erneut erhoben und ist bereit die Welt mit Flammen zu überziehen.

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Wie auch in den beiden Vorgängern ist Diablo3 ein Hack&Slay Spiel bei dem es darum geht immer bessere Ausrüstung zu sammeln um immer stärker werdende Gegner schneller zu besiegen. Dabei kämpft man nicht gegen einzelne Feinde sondern steht fast immer einer großen Gruppe gegenüber. Neben der richtigen Ausrüstung spielt noch das Talentsystem in Form von Runen eine wichtige Rolle. Nach einem Stufenaufstieg hat der Spieler die Möglichkeit neue Runen mit Fertigkeiten auszuwählen. Darunter gibt es viele Spezialisierungen. So kann man sehr starke Zauber wirken die besonders gegen schwer gepanzerte oder besondere Gegner effektiv sind. Dann gibt es noch Fähigkeiten deren Stärke in der Anwendung auf Flächen basiert. Neben diesen Angriffsfertigkeiten sind noch Runen zu entdecken die Ausweichmanöver, verstärkende Rüstungen oder das Beschwören von Gehilfen ermöglichen. Alle diese Fähigkeiten können beliebig kombiniert werden um besondere Taktiken zu entwickeln. Der Großteil des Spielspaßes ist auf den Mehrspielermodus ausgelegt. In diesem werden die Feinde je nach Anzahl der Spieler stärker oder schwächer und seltene Rare Gruppen bieten auf den vier Schwierigkeitsgraden immer neuere Herausforderungen. Allerdings sind viele dieser Bossgruppen auf höheren Stufen sehr schwer zu bezwingen. Im letzten Schwierigkeitsmodus, dem Inferno, ist es wenigen Spielern bisher gelungen das erste Drittel des Spiels erfolgreich zu meistern. Im Einzelspieler gibt es Begleiter die den Spieler im Kampf unterstützen können. Darunter sind ein Templer, eine andere Version des Paladins, ein Schurke und eine Zauberin. Diese vom Computer gesteuerten Charaktere können mit dem Spieler neue Level aufsteigen, ausgerüstet werden und besitzen sogar ein eigenes kleines Talentsystem. Als Spieler kann man aber nur einen von den Drei mit nehmen. Der Wechsel zu einem anderen Begleiter kostet kein Gold jedoch sollten diese optimal ausgerüstet sein damit sie gegen die Höllenbrut ihre Stärken ausspielen können.

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Technisch ist Diablo 3 wie fast jeder Titel von Blizzard kein Meilenstein in der grafischen Darstellung. Es wurde auf eine Dreidimensionale Umgebung verzichtet und die Spielmodelle sind bei genauerem betrachten recht Polygonarm gehalten. Die Welt wird in einer vorgerenderten 2D Grafik präsentiert. Diese ist sehr Detailverliebt gestaltet und bietet mit seiner Farbenfrohen Darstellung den ein oder anderen Hingucker. Durch den Einsatz mehrerer Farbpaletten ist Diablo 3 bunter als sein Vorgänger und damit weniger düster was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tut. Denn insgesamt ist die Grafik an sich sehr stimmig und es gibt keinen Moment in den man das Zusammenspiel von Bildhintergrund und Geschichte missversteht. Leider gibt es nur eine begrenzte Zoomfunktion. Drehen oder Höhenverstellungen mit der Kameraansicht sind nicht möglich. Damit schafft es Blizzard Low Polymodele geschickt zu verwischen um Ecken und Kanten an Figuren nicht bemerkbar zu machen. Bei Effekten wurde hingegen weniger gespart. Partikel und Explosionen wirken wie aus einem Guss. Damit wird bei Gruppenkämpfen so manches Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert. Sehr nett anzusehen, bei brenzligen Situationen jedoch eher ein Störfaktor. Das GUI ( Benutzerinterface) sieht mit seinen beiden Globes sehr gut umgesetzt aus und auch die malerische Darstellung von Inventar, Items und anderen Gegenständen passt wunderbar zusammen. Am beeindruckendsten sind aber die Cinematic Sequenzen. Deren Hollywood reife Inszenierung zeigt mal wieder das Blizzard es versteht spannende Momente in Szene zu setzen. Gemeinsam betrachtet stimmt die Optik überein und zeigt der Branche wieder mal sehr deutlich das High end Grafik nicht in allen Genrebereichen von großer Bedeutung ist.

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massiv Items zum Sammeln und verkaufen Droprate zu niedrig
sehr viele Monster und Gegnertypen Berufe bringen kaum Vorteile
neue gut spielbare Klassen Talentsystem nicht Individuell genug
Film reife Cinematic Sequenzen Echtgeldauktionshaus
schöne detailverliebte Umgebung AH steht zentral im Game Design
Event Dungeons AKT III und Akt V bieten zu wenig Umfang
4  herausfordernde Schwierigkeitsgrade Online Zwang als DRM Maßnahme
gut inszenierte Geschichte Aktbosse zu einfach gehalten
Stabile Server Inferno Modus teilweise zu schwierig
gute deutsche Synchronisation
ausreichend Speicherpunke
sehr guter Soundtrack

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Bewertung: 4.6/5 (10)

Sniper Elite V2: Test, Review

Malte am 13.Juni 2012 um 13:06:56
Sniper Elite V2

Wie ich sie hasse. Scharfschützen in Multiplayer-Spielen. Ob Battlefield, Star Wars Battlefront oder Team Fortress 2 – sie verderben mir als normalen Soldat die Spiellaune. Aber eine Sache gibt es definitiv nicht zu bemängeln: Die Effektivität der Scharfschützen. Für eine gewisse Zeit ungesehen räumen sie das Schlachtfeld mächtig auf, unterstützen Fußsoldaten und haben meist einen hervorragenden Überblick. In Sniper Elite V2 steuern wir sogar einen Einzelgänger, der es gleich mit der halben deutschen Nazi-Wehrmacht aufnehmen soll. Inwiefern diese Übermacht glaubwürdig verkauft wird und ob das Spiel einem Gegner der Scharfschützen Spaß machen kann, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen!

 

Historische Hintergründe

Zeitlich angesiedelt ist Sniper Elite V2 gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Die Roten waren einmarschiert und es wurde um jeden Fleck in Berlin gekämpft. Für Sniper Elite Namensgebend ist die Vergeltungswaffe 2, die von Deutschen Wissenschaftlern entwickelte erste ferngesteuerte Großrakete. Später wurde sie massenproduziert und kam gegen Ende des Krieges tatsächlich über 3.000x zum Einsatz. Die Vereinigten Staaten bauten währenddessen an einer eigenen Atombombe. Als sie von den ersten Prototypen der V2 erfuhren, hatten sie allerdings gerade den ersten Druckwasserreaktor in Betrieb genommen, der das für die Atombombe verwendete Material „Plutonium“ herstellte. Eine funktionstüchtige Atombombe war also noch nicht in absehbarer Zeit fertiggestellt. Der Bau der ersten einsatzfähigen V2-Raketen musste also verhindert werden, und hier kommt unser Protagonist von Sniper Elite V2 ins Spiel, der hierbei eine Entscheidende Rolle spielen wird.

Die ersten Spielminuten im Krieg

Schon in den ersten Spielminuten wird die kalte Atmosphäre dieses bitteren Krieges hervorragend vermittelt. Zerfallene Häuser, die Straßen mit Schutt und Asche überfüllt und keine zivile Menschenseele wagt es auch nur auf offener Straße umherzuirren. Nachdem wir im Prolog direkt ins Geschehen geworfen werden, liegt unser Ziel gar nicht weit entfernt, nur müssen wir es erst mal schaffen ungesehen von Deutschen durch die zerfallenen Ruinen zu schleichen. Zwar sind wir auch mit schallgedämpfter Pistole und einem kleinen Maschinengewehr für den Nahkampf gerüstet, doch unser Scharfschütze segnet schnell das Zeitliche während eines direkten Gefechtes. Angekommen in einem mehrstöckigen, zerfallenen Wohnhaus müssen wir nur noch ein paar Augenblicke auf unser Ziel Hans von Eisenberg, einen fiktiven, leitenden Mitarbeiter der V2-Rakete, warten. Kurz anvisieren, Luft anhalten und abdrücken. Diesen Vorgang einfach wiederholen bis keine Feinde mehr in Sichtweite sind. So schnell können Ziele als Scharfschütze eliminiert werden. Der wichtigste Teilt liegt allerdings noch vor uns: Vor den jetzt alarmierten Nazis flüchten, das Gebiet verlassen und dabei so viele direkte Waffengefechte vermeiden wie nur möglich.

Snipen, snipen, snipen

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Zwar kommt man um die ein oder andere Schießerei nicht herum, das Hauptaugenmerk bleibt aber stets auf unserem Scharfschützengewehr und direkte Ballereien aus der Nähe werden zu keinem Zeitpunkt ein zentrales Spielelement, sehr schön! Im weiteren Spielverlauf finden wir einige neue Scharfschützengewehre, die beispielsweise ein größeres Zielfernrohr oder mehr Stabilität zu bieten haben. Das sich viele von ein Stück weit Brutalität doch immer wieder beeindrucken lassen, zeigt die an sich sehr gut in Szene gesetzt X-Ray-Kill-Cam, die in der Deutschen Version allerdings leider beschnitten wurde. Man sieht förmlich wie die abgefeuerte Kugel durch Haut und Knochen der getroffenen Gliedmaße dringt. Das ist zwar „nett“ anzusehen, eine normale Bullet-Time hätt’s allerdings auch getan. Die Soundeffekte wirken dabei immer knackig und stolze Besitzer einer 5.1 Anlage kommen auf ihre Kosten. Durch die Umgebungsgeräusche können wir uns allerdings auch einen taktischen Vorteil verschaffen: So kann das Gewehr abgefeuert werden, wenn z.B. Kirchenglocken erklingen, ohne dass wir dabei gehört werden. An einigen Stellen liefern wir uns auch Gefechte mit anderen, deutschen Snipern, die sich zuweilen aber kaum von den anderen Snipereien (neues Wort!) nach Schema F unterscheiden.

Und wenn wir schon bei Schema F sind …

Das Missions- und Leveldesign hinterlässt allerdings einige, sichtbare, schlechte Spuren. So befinden wir uns in den 10 Levels meist in Berlin bei Tag, müssen zu einer geografisch hoch gelegenen Position vordringen, das Scharfschützgewehr auspacken und ein paar Ziele niederschießen. Nur an wenigen Stellen erreicht das Spiel seine Höhepunkte in Sachen Abwechslung, wie zum Beispiel in einer unterirdisch gelegenen Rüstungsschmiede, in der die Produktion der ersten V2-Raketen beginnt. Grundsätzlich kann so ein Schema F ja funktionieren, siehe die Hitman-Serie, allerdings bietet Sniper Elite V2 weder alternative Lösungswege, noch würde es sich lohnen irgendein Level erneut zu spielen, denn der Ablauf ist eben derselbe. Das Spiel startet äußerst stark, nach c.a fünf Levels pausiert man aber doch ganz gern ein paar Tage, denn im Grunde genommen weiß man schon, was auf einen zukommt, und vor allen Dingen, wie es endet. „Ziel ist Tod, nächstes Level.“
Storymäßig hat mich Sniper Elite V2 ebenso wenig in seinen Bann gezogen. Der amerikanische Held bleibt blass und auch sonst gibt’s nichts Nennenswertes; die Zwischensequenzen habe ich nach einiger Zeit einfach weggedrückt, ohne das Gefühl dabei gehabt zu haben, irgendetwas wichtiges verpasst zu haben.

Fazit

Sniper Elite V2 ist durch sein simples Spielprinzip zweifelsohne ein reizvoller Titel. Die Entwickler haben es genauso geschafft, einfach das umzusetzen, was man sich unter einem Spiel mit einem Scharfschützen als Protagoisten vorstellt, denn die Schießereien aus unmittelbarer Nähe werden an keiner Stelle zu einem zentralen Spielelement. Dass wir nicht allzu sehr auf Ballistik und weitere, physikalische Einwirkungen wie in ARMA 2 achten müssen, stört keineswegs. Gewürzt wird das ganze durch Ansätze von Stealth-Elementen. Durch Schema F bleibt das Spiel zwar simpel, an vielen Stellen hätte man sich allerdings mehr Abwechslungsreichtum gewünscht. So wissen wir im Grunde genommen schon im ersten Level, was im letzten Level zu tun ist. Eine Story, die ich mit Spannung mitverfolgt hätte, wird auch nicht geboten, obwohl die Geschichte mit den V2-Raketen eigentlich eine gute Grundsubstanz gewesen wäre. Weiteres Potential vergeudet Sniper Elite V2 durch eine absolut stumpfsinnige K.I. Kein einziger Gegner unterscheidet sich auch nur ansatzweise in seinem taktischen Vorgehen, wenn man es denn als solches überhaupt bezeichnen darf. Trotzdem: Wer nach einem gemächlichen Action-Kracher mit ein paar Stealth-Elementen für Zwischendurch sucht, und keine allzu großen Erwartungen hat, liegt mit Sniper Elite V2 goldrichtig, denn letztendlich erfüllt es die Kriterien, die man sich für einen kurzen Action-Trip wünscht.

Snipen macht Spaß rudimentäre, langweilige Story
Koop-Modus für mehrere Spieler stumpfsinnige Gegner
Atmosphäre und Level wirken authentisch Durchweg Ablauf nach Schema F
grafisch alles Butter, auch wenn keine Revolution streng linear, schlechte Levelbegrenzungen
knackiger Sound
einfache, präzise Bedienung

 7 /10

Solider Sniping-Trip für Zwischendurch

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Bewertung: 5.0/5 (5)
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